Forum: Wirtschaft
Werk in Leipzig: BMW droht Kappung von Subventionen
BMW

In Leipzig baut BMW das Elektroauto i3 und den Hybrid-Sportwagen i8. Für die Produktion hatte der Autohersteller hohe Subventionen beantragt. Zu hoch, wie der EuGH-Generalanwalt findet.

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niemandsland56 03.04.2019, 12:57
1. Das muss mir mal jemand erklären ...

Ein Unternehmen ändert die Produktpalette, weil es mit dem Fortschritt der Technik mithalten muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Wieso zahlt der Staat dafür Subventionen, wenn ein Vielfaches dieser Subventionsbeträge in Form von Dividenden an die Shareholder, in Form von Prämien an die ohnehin gut bezahlten Mitarbeiter oder in Form von Boni an die überbezahlten Manager ausgezahlt werden? Bei der nächsten Debatte ist dann wieder kein Geld für Sozialleistungen mehr da … trotz Rekordüberschüssen in der Wirtschaft und beim Staat.

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thoscha 03.04.2019, 13:13
2. Schildbürgerstreich

Was läuft denn hier noch so alles verkehrt in diesem Land? BMW beantragt Subventionen? Wofür? Ihren Kunden die mit dem Dieselwahn kämpfen müssen bieten sie keine Unterstützung an - ach ja, ich vergaß natürlich gibt es eine Unterstützung aber zum Selbstkostenpreis! Und die Regierung fällt in Schockstarre wenn die Autobosse anfangen zu drohen. Keinen Cent für BMW. die sollen alles schön selber finanzieren. Unsere Steuergelder werden für wesentlich wichtigere Dinge benötigt. Sollte es trotzdem zu der Unterstützung kommen, gehören alle abgestraft - die Regierung und der Autobauer! Was für eine Farce.

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ihawk 03.04.2019, 13:14
3. Vernunftentscheidung

Wenn sich eine Firma nur dann für etwas Vernünftiges entscheidet weil sie dafür Subventionen bekommen, ist meines Erachtens an dem System etwas grundsätzlich verkehrt.

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frankfurtbeat 03.04.2019, 13:21
4. gute ...

gute Idee - zu hoch ansetzen um nach Kappung den Zielbetrag zu erhalten:
Unglaublich an der Geschichte ist das die Gesellschaft zur Umstellung auf E-Mobilität den Konzernen Geld beisteuern muss. Werrden zukünftig wohl auch die Gewinne entsprechend der Steuerbelastung der Bürger sozialisiert?
Irgendetwas läuft da verkehrt in diesemn Land aber wen wundert es bei unserer Politikgarde ...

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c.PAF 03.04.2019, 13:22
5.

Vielleicht verstehe ich den Artikel ja falsch, aber wurden die Subventionen nicht dafür bezahlt, daß das Werk nicht in Bayern entsteht, sondern in Leipzig?
Das könnte ich nachvollziehen, denn mir müßte man auch was zahlen, damit ich von Bayern nach Leipzig ziehen würde ;-)

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0Kugelfang0 03.04.2019, 13:24
6. Hybrid-Sportwagen i8?

für unsere Landstraßen? oder damit Mutti ihre kleinen zur Schule karren kann?

Hier sollte jeden Freitag eine Demo stattfinden, ebenso bei Audi/VW und Daimler!

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nikoniac 03.04.2019, 13:29
7. SCR-Kat

Bitte nicht vergessen: BMW hat behauptet, eine Nachrüstung der Betrugsdiesel mit SCR-Kats würde sich nicht lohnen, da eine Entwicklung und Freigabe mindestens 3 Jahre dauert. Richtig ist: Dieser Kat ist bereits als Originalteil von BMW erhältlich, weil die Fahrzeuge ohne SCR-Kat in den USA nicht verkauft werden können. Die hier verkauften Fahrzeuge sind auf den Einbau sogar vorbeiretet!
Was will uns die Autoindustrie noch alles auftischen? Scheint alles kein Problem zu sein, wenn der beste Komplize im Verkehrsministerium sitzt.
Wenn man dann noch von beantragten Subventionen liest...

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Mehrleser 03.04.2019, 13:46
8.

Wg. 28 Millionen so ein Aufstand? Das ist doch Kleingeld.

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bassbeamter 03.04.2019, 13:47
9. gibts schon länger

Die Aufregung kann ich nicht verstehen. Der Freistaat Thüringen fördert Investitionen mit bis zu 50%.
Investitionen in einen Automobilstandort werden in Sachsen sicherlich ähnlich behandelt und wenn Brüssel nicht querschießt, wären auch hier sicherlich ein Großteil der Investititionen vom Steuerzahler getragen worden.
So funktioniert Wirtschaftsförderung im Osten - der Betrieb bekommt die Hälfte der Kosten seiner Standortverschiebung (West nach Ost) fremdfinanziert. Aus vorgenanntem Grund wollten vor ein paar Jahren drei Gemeinden aus Franken lieber nach Thüringen wechseln (einige Handwerksfirmen hatten ob der Subventionspraxis bereits hinter die Grenze gewechselt).
Dass ausgerechnet Unternehmen mit hohem Platzbedarf (Logistiker - niedrige Preise Gewerbegrundstück da auch gefördert - in Thüringen mit bis zu 90%) oder geringem Interesse an Umweltauflagen (auch dort gibt es noch West-Ost Unterschiede, Papierfabriken, Holzverarbeitung, Abfallanlagen) gesondertes Interesse an ostdeutschen Standorten haben, kommt hinzu.

Die vorgehensweise scheint allerdings nichteinmal die Verantwortlichen in den alten Ländern zu stören - diese leiden unter der gegebenen Wettbewerbsverzerrung.....

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