Forum: Wirtschaft
Wettbewerb und Wohlstand: Hatte Marx doch recht?
Dado Ruvic/REUTERS

Linke Ideen, auch der radikaleren Sorte, sind in vielen westlichen Ländern wieder populär - bis hin zur Verstaatlichung von Teilen der Wirtschaft. Es gibt bessere Antworten auf aktuelle Probleme.

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Nonvaio01 14.04.2019, 19:09
10. Natuerlich hatte Marx recht

ist ja auch nicht schwer das vorraus zu sagen. Kapital/Geld entsteht nur durch schulden. Das es auf dauer nicht gut geht ist normal.

Irgendwann sind eben alle verschuldet, bis auf wenige. Wenn aber ein Mensch ein vermoegen von 43Mrd haben, dann fehlt das Geld im Kreislauf, bzw ein anderer muss die 43mrd als schulden haben. das war nicht eingeplant, das sich das Geld bei einigen wenigen anhaeuft, darum hackt das system.

Gibt es mehr Millionaere und Milliardaere, gibt es auch mehr schuldner.

Das einzige was hilft ist, besser loehne zu zahlen so das sich das Geld wieder auf mehrer verteilt und nicht einige wenige mit Mrd auf dem Konto, denn das hilft der Wirtschaft nicht.

Aber was weiss der normale Buerger wie ich schon...;-)

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jo126 14.04.2019, 19:10
11. Wat hebbt wi lacht

Zitat von Rodini
wer ihn gelesen hat, wird unschwer feststellen, daß sich der Kapitalismus wie beschrieben entwickelt hat und die negativen Folgen sind offensichtlich. Ich persönlich halte das kapitalistische System für gescheitert. Dem Kapitalismus wohnt inne, daß er keinerlei moralisch-ethische Ansprüche hat, einzig die Kapitalvermehrung ist sein Selbstzweck.
Die negativen Folgen des Kapitalismus sind deutlich bessere Lebensbedingungen und eine erheblich bessere Versorgung auch von Leuten, die rein gar nichts beschicken. Dieser Unsinn vom moralisch-ethischen Anspruch konnten wir trefflich im real existierenden Sozialismus studieren: Niemand ist selbstlos. Schon gar nicht Funktionäre in kommunistischen oder sozialistischen Systemen. Egal, ob man den Unsinn von Marx und Engels gelesen hat oder nicht.

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mantrid 14.04.2019, 19:10
12. Wem gehören die Daten?

Dem der sie erfasst oder dem, der sie liefert? Tendiert man zu letzteren und führt entsprechende Regelungen ein, wären Google, Amazon und Facebook praktisch fast wertlos. Denn die Daten-Kraken eignen sich die Daten Dritter an, zahlen dafür nichts, außer minimalisierten und regulierten Zugriff auf ihre Netzwerke. Die Daten, die sich die Daten-Kraken angeeignet haben, bzw. die darauf basierenden Kenntnisse werden teuer an Dritte verkauft. Die Datenlieferanten, also die Nutzer der sozialen Netzwerke, werden dabei gnadenlos übervorteilt. Ich warte auf ein Gericht, dass hier auf Sittenwidrigkeit erkennt und angemessene Bezahlung für die Datenlieferung anordnet. Dann wäre der ganze Spuk schnell vorbei.

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Rentenkassierer 14.04.2019, 19:12
13. Schnappatmung...

Zitat von
Ein solcher Effekt ist nicht zwangsläufig gesellschaftlich nachteilig. Es ist möglich, dass die Fast-Monopolisten in sogenannten Winner-take-most-Märkten gegenüber potenziellen kleineren Wettbewerbern so große Vorteile haben, dass tatsächlich die Allgemeinheit profitiert - in dem Sinne, dass vergleichbare Services ohne die Existenz der Datenkraken schlicht nicht angeboten würde - und wenn, dann nur zu erheblich höheren Kosten und Preisen.
Der Kolumnist hält es also für möglich, dass weltweit gesammelte Information in einer nicht durch die Menschheit kontrollierten privatwirtschaftlichen Hand für die Menschheit Vorteile haben könnte.

Es lohnt sich nicht meine Tastatur zu quälen, um diese irrsinnige Vorstellung auch noch inhaltlich zu demontieren, weil es glücklicherweise im Netz auffindbar genügend Informationen zu dem Thema gibt.

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Postwachstumsökonom 14.04.2019, 19:14
14. natürlicher Blickwinkel

Was wir tatsächlich brauchen, ist eine starke Linke, globales Denken und Handeln, Verbot von Krieg und Waffen, die Einführung eines weltweiten bedingungslosen Grundeinkommens und die Unterwerfung und Abänderung aller durch Menschenhand geschaffenen Gesetze dem Kreislauf der Natur. Denn von diesem Kreislauf hängen wir uneingeschränkt ab.

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HH1960 14.04.2019, 19:16
15. Ich denke, er lag richtig

Es ist ja nicht nur die Marktmacht weniger Großunternehmen die gefährlich ist. Diese Unternehmen sind auch für den Staat ein Problem. Sie zahlen zu wenig Steuern, fühlen sich anscheinend unantastbar ( Deutsche Bank, VW, Dt. Automobilindustrie insgesamt) und sorgen dafür das die Gewinne zu wenigen Großaktionären zukommt.

Marx hatte aber auch in Bezug auf die Ansammlung von Kapital recht. Wenige haben viel zu viel, zu viele haben viel zu wenig. Hier könnte der Staat allerdings mehr ausgleichen und die Spitzensteuersätze drastisch hoch setzen.

Was nicht hilft ist der Sozialismus, eine wirkliche soziale Marktwirtschaft tut es auch.

Der gegenwärtige Neoliberalismus ist allerdings von Übel.

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Tolotos 14.04.2019, 19:17
16. Das Problem ist die Demokratie, bzw. deren Unterwerfung unter das Kapital!

Mit EU und Globalisierung hat sich die nationale Politik aus immer mehr Bereichen zurückgezogen, und auf überstaatlicher Ebene hat man die Unternehmensinteressen oft denen von allen anderen vorgezogen. Die im Artikel erwähnten Reformen des Kapitalismus gingen in Richtung auf eine soziale Marktwirtschaft und Zähmung des Kapitalismus. Dazu sind die heutigen Demokratien kaum noch in der Lage, da man sich auf überstaatlicher Ebene für darauf einigen kann, Wirtschaftsinteressen Grenzen zu setzen. Dafür haben auch unsre angeblichen Vertreter gern soziale Standards und Umweltschutz geopfert.

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Darwins Affe 14.04.2019, 19:18
17. Geschichtsvergessenheit?

1) Marx ging`s nie um den Wohlstand des Individuums. Wie sein Lehrer Hegel sah er den Staat als einen Gott.
Vorbild Marxens war der antiliberale preußische Staat --- nur noch ergänzt durch vollständige staatliche Kontrolle über die Wirtschaft.
2) Dieses Konzept wurde dann in den kommunistischen Staaten durchgezogen: Entrechtung des Individuums, Armut, Diktatur und Gulag.
3) Dass es (nicht nur) in Deutschland 20 Jahre nach dem Kollaps der DDR wieder einen Hang zum Totalitarismus in Form der braunen, grünen und dunkelroten Populisten gibt, spricht wohl für die Geschichtsvergessenheit des Volks der »Dichter und Denker«.

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montgomery-burns 14.04.2019, 19:18
18. Nichts gelernt!

Dachte nach 100 Millionen Toten im Kommunismus hätten wir unsere Lektion gelernt. Da habe ich mich wohl geirrt.

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hausfeen 14.04.2019, 19:20
19. Marx hat im Wesentlichen den Kapitalismus analysiert.

Verstaatlichung als Gegenmodell ist nicht auf seiner Arbeit erwachsen. Im Gegenteil: Er schlussfolgerte, dass Kapitalismus und Sozialismus der bekannten Ausprägung am Ende zum gleichen Ziel führen würden: Die Konzentration von Macht und Ökonomie in wenigen Händen. Also in Diktatur.
Deswegen hat Marx mit seinen Theorien sehr wohl Recht. Das erkennt auch die BWL an. Immerhin liefert Marx das einzige systematische Erklärungsmodell, weshalb es auch zum bedeutenden Lehrstoff des Studiums gehört.

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