Forum: Wirtschaft
Wettbewerbsfähigkeit der Länder: Mit Deutschland geht es weiter bergab
DPA

Deutschland ist einer Studie zufolge im Vergleich der wettbewerbsfähigsten Länder weiter zurückgefallen. Besser sieht es für die USA aus.

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Benjowi 24.05.2018, 14:24
20. Aussitzend auf der Stelle geblieben.

Eine wesentliche Ursache ist die überbordende Bürokratie-auch im Steuerbereich- und der vollkommen rationalisierungsunwillige Öffentliche Dienst mit seiner verquasten und verfilzten Beamtenstruktur. Was die Bürokratie angeht, wird mit der unsägliuchen DSGVO gerade noch ein Riesenfass zusätzlich geöffnet. Überzogene Brandschutzverordnungen und vorgeblicher Klimaschutz tun ein Übriges. Und unsere ach so quirlige Beamtenschaft sträubt sich mit Händen und Füßen anstatt Gittermappen und Fax moderne digitale Methoden, die auch funktionieren anzunehmen oder gar selbst vorzustellen. Ganz abgesehen, dass das mit den Kommunikationsstrukturen eines Entwicklungslandes ohnehin eher schwierig werden würde. "Geht nicht" und "Darf nicht" sind die geflügelten Redewendungen dieses Landes geworden!

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wolfabc 24.05.2018, 14:26
21. Mit Deutschland geht es bergab...

Das weiß ich schon seit langem. Deshalb überlege ich mir schon seit Jahren, ob ich nicht in die USA auswandere, zumal die dort so einen fähigen Präsidenten haben. Oder nach China, das ist doch dieser fähige "Dings" auf Lebenszeit gewählt worden, direkt vom Volk oder so. Und in den VAE ist es immer schön warm und da kann meine Frau den ganzen Tag am Strand FKK machen. Also ich bin bestimmt bald weg!

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.freedom. 24.05.2018, 14:34
22. Steuerhinterziehung + aussaugen des Witschaftskreislaufs

An erster Stelle wäre da Amazon.
Allein Amazon entzieht unserem Wirtschaftskreislauf über 25 Milliarden Euro jährlich. ( Eure Kinder werden sich bedanken )
Dazu kommen noch andere Firmen wie Uber Ebay Apple etc..
Vorallem wollen diese Firmen keine angemessenen Steuern zahlen.

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touri 24.05.2018, 14:58
23.

"Mobilfunk- und Internetabdeckung"

Ok, wenn das berücksichtig wurde, dann wundert es mich, dass wir überhaupt auf der Liste auftauchen. Mein Handy (O2) hat hier in Offenbach so gut wie keinen Empfang und mein Internet (Wohnort nahe Frankfurt) reicht Stellenweise Abends gerade mal um einen Livestream auf 360p anzuschauen (manchmal nichtmal das).

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touri 24.05.2018, 15:01
24.

Zitat von Forist2
Daran liegt das. Die Selbstbedienungsmentaliät ist allgegenwärtig. Man muß doch nur mal gucken, was in der Karibik oder sonst wo die ......
ÖD und teuer? Klar doch, deswegen bewerben sich ja so unglaublich viele Menschen auf offene Stellen... moment, letztens konnte erst wieder eine unbefristete Stelle bei uns in der Rechnungslegung nicht besetzt werden, beim 2. Anlauf, 3 ganze Bewerbungen, die leider fachlich völlig ungeignet waren... ÖD scheint ja so super toll zu sein...

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latrodectus67 24.05.2018, 15:45
25. Steuerwettbewerb

Zitat von .freedom.
An erster Stelle wäre da Amazon. Allein Amazon entzieht unserem Wirtschaftskreislauf über 25 Milliarden Euro jährlich. ( Eure Kinder werden sich bedanken ) Dazu kommen noch andere Firmen wie Uber Ebay Apple etc.. Vorallem wollen diese Firmen keine angemessenen Steuern zahlen.
Die pösen aber auch. Erinnern Sie sich, warum die Hypo Real Estate nach Irland ging? Warum laut NYTimes die EU an Amazon heranging, weil Luxemburg ein paar hundert Millionen Steuern nicht kassierte? Siehe auch money.cnn.com/2017/10/04/news/amazon-eu-tax-luxembourg/index.html
Vielleicht sollte man weniger mit Fingern auf die Firmen zeigen, sondern Angela Merkel fragen, warum nach X Jahren "mächtigster Frau Europas" es immer noch einen Steuerwettbewerb in der EU gibt? Oder ist das Thema "überraschend" aufs Tablett gehüpft?

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Aberlour A ' Bunadh 24.05.2018, 15:53
26. Wettbewerb oder Wettbewerbsfähigkeit?

Ist das nicht identisch, fragt der ökonomische Laie? Nein ist es nicht. Wettbewerbsfähigkeit ist ein schillernder Begriff. Auch der ökonomisch vollkommen Unkundige kann ihn als Joker in jeder Diskussion einbringen, gerade weil er empirisch ohnehin kaum bestimmbar ist und ohnehin auf willkürlichen Kriterien beruht. Interessanterweise kennt der klassische Liberalismus das Konzept der "Wettbewerbsfähigkeit" nicht. Für ihn war das Konzept der W-e-t-t-b-e-w-e-r-b-s-f-r-e-i-h-e-i-t maßgebend, also eines Wettbewerbs, der sich in Dichotomie zum Staat unter wirtschaftlichen Einheiten möglichst frei von staatlichen Zwängen und Regelungen tatsächlich abspielt. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass noch in den römischen Verträgen zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 das lange Wettbewerbskapitel den Begriff "Wettbewerbsfähigkeit" nicht kennt und stattdessen wie selbstverständlich das Problem der Verzerrungen des (tatsächlichen) Wettbewerbs durch Kartellierung und die Verhinderung des Machtmissbrauchs von Unternehmen als wettbewerbspolitische Leitbilder im Blick hat. Erst in den 1980er Jahren taucht dann der Begriff "Wettbewerbsfähigkeit" (wieder) auf. Auch das kommt nicht von ungefähr. Im Zuge industriepolitischer Erwägungen seit den 1970er Jahren wird der Staat gleichsam wieder in die Wirtschaftsgesellschaft zurückgeholt. Genau das war ja beim klassischen Wirtschaftsliberalismus immer verpönt gewesen. Plötzlich war die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen ein Ziel der Politik. Der Staat hatte für "ein günstiges Umfeld" zu sorgen. Sogar die Kürung "nationaler Champions" wurde von machen als legitimes Ziel staatlicher Industriepolitik angesehen. Dass eine Förderung von Unternehmenskooperationen unter Wettbewerbsfähigkeitsgesichtspunkten den klassischen Forderungen nach "mehr Wettbewerb" der Unternehmen untereinander direkt zuwider lief, ist nur offensichtlich. Spätestens seit dem Vertrag von Maastricht wurde dann klar wohin die Reise geht, in dem "die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie der Gemeinschaft" als neue Tätigkeit expliziter Vertragsgegenstand wurde. Als analytisches Konzept hatte die "Wettbewerbsfähigkeit" den realen Wettbewerb und die Wettbewerbsfreiheit als Leitbild der Wettbewerbspolitik endgültig abgelöst. Gleichzeitig wurde ein neuer Kampfbegriff geboren.

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Europa! 24.05.2018, 15:55
27. Interessante Frage

Zitat von .freedom.
An erster Stelle wäre da Amazon. Allein Amazon entzieht unserem Wirtschaftskreislauf über 25 Milliarden Euro jährlich. ( Eure Kinder werden sich bedanken ) Dazu kommen noch andere Firmen wie Uber Ebay Apple etc.. Vorallem wollen diese Firmen keine angemessenen Steuern zahlen.
Die Chinesen haben es verstanden, ihre Wirtschaft vor Amazon völlig zu schützen. Mit einer Regierung, die auch im Internet europäische Strukturen gestützt hätte, wären wir Amazon, Google, Microsoft und Facebook vielleicht nicht völlig ausgeliefert. Stattdessen schimpfen wir auf die Chinesen, die "ihre Märkte nicht öffnen".

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quark2@mailinator.com 24.05.2018, 16:10
28.

Immer größerer Anteil der Ausgaben sind nicht-produktiv und die Produzenten werden mit immer mehr Regeln und Gesetzen, Auflagen und Kontrollen belastet, die sie dann indirekt über ihre Steuern noch bezahlen dürfen. Kein Wunder, wenn das alles immer weniger leistungsfähig ist. Schon allein der Trend, allen einzureden Work-Life-Balance und 35h Arbeit die Woche wären so toll. Wie soll man da bitte konkurieren ?

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herm16 24.05.2018, 16:14
29. kommentar sixpack Jo

ja, stimmt, wir blockieren uns mit Bürokratie, mit Einspruechen, gegen jegliche technische Entwicklung.

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