Forum: Wirtschaft
Wie geht es weiter mit den Jobcentern?

Die Mitarbeiter der Jobcenter kümmern sich um die Langzeitarbeitslosen, erleben deren Frust und Zorn - dabei wissen viele selbst nicht, wie es für sie nach 2010 weitergeht. Wie sieht die Zukunft der Jobcenter aus?

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bestoff5 27.03.2009, 10:40
1. Jobcenter?

Zitat von sysop
Die Mitarbeiter der Jobcenter kümmern sich um die Langzeitarbeitslosen, erleben deren Frust und Zorn - dabei wissen viele selbst nicht, wie es für sie nach 2010 weitergeht. Wie sieht die Zukunft der Jobcenter aus?
Hoffentlich gar nicht.Das sind keine Arbeitsplatzcenter,das sind riesige bürokratische Verschiebebahnhöfe,die wie es scheint gößtenteils zum Selbstzweck existieren.

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maa_2001 27.03.2009, 10:42
2. Jammern auf hohem Niveau

Jetzt kommt ja scheint´s das ganz große Kino:

Die Mitarbeiter der Jobcenter -sicherlich zum überwiegenden Teil schön abgefedert und apanagiert durch unsere Bundesrepublik- machen sich Sorgen um ihre Jobs.

Den Herrschaften sollte bei aller Jammerei über geringe Bezahlung und fehlende Erfüllung im Job mal jemand erklären, was es heißt, Freitags spätnachmittags (nicht freitags um 12.00 mittags, wenn Beamte ins sicherlich verdiente Wochenende ziehen) nicht zu wissen, ob man Montags noch auf dem selben Stuhl sitzt und Arbeit hat...
Einmal drüber nachdenken!

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martinius26 27.03.2009, 10:45
3. Dicht machen......

sowieso unnötig wie ein Kropf, und jeder der das Vergnügen hatte sich mit dem Verein rumzuärgern wird mich verstehen.

Die nette Reklame für Zeitarbeitsfirmen kann ich mir auch in der Tageszeitung ansehen, und das ohne Wartezeiten und den ärger vor Ort.
Jobangebote gibts dort eh nicht, also ist schon der Name unfug.

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barry60 27.03.2009, 10:50
4. So

Zitat von sysop
Die Mitarbeiter der Jobcenter kümmern sich um die Langzeitarbeitslosen, erleben deren Frust und Zorn - dabei wissen viele selbst nicht, wie es für sie nach 2010 weitergeht. Wie sieht die Zukunft der Jobcenter aus?
1. Variante: Klüngellösung aus Berlin, Verlängerung des Vertrages um zwei oder drei Jahre, Mitarbeiter der ARGEn bzw. JobCenter können vorerst aufatmen - das wäre die Lösung des geringsten Widerstandes aus Berlin. Höchst fraglich auch im Bezug auf die in 2010 sehr hohe Zahl an H4-Empfängern.

2. Variante: Auflösung der ARGEn, Abschaffung Hartz IV, Schrittweise Abschaffung ALG I, Auflösung der Jobcenter, Reformierung der Arbeitsämter, Einführung BGE, Massive Unterstützung von Existenz- und Unternehmensgründungen, Umfunktionierung der ARGE- und Arbeitsamt Gebäude als gemeinnützige Center zum sozialverträglichen Informationsaustausch (Jugendliche, politisch engagierte, Selbstständigenvereine, etc.)

3. Variante: Reunion von ALG I und ALG II bei Zuständigkeit Arbeitsamt, Auflösung bzw. Umfunktionierung der ARGEn, Einstellung von QUALIFIZIERTEN Arbeitsvermittlern (zumindest Ausbildung in einem sozialen Bereich und keine Abgeschobenen von Telekom und co.) - Dies wäre ein Rückschritt in die 90er!

Was hiervon sinnvoll ist, da muss sich jeder seine Meinung bilden.

Ich kann mich sowohl mit Variante 2 als auch mit 3, je nach Ausführung, anfreunden.

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arbusto 27.03.2009, 10:50
5.

Da muß jetzt aus rein formalen Gründen mit einem Millionenaufwand etwas umorganisiert was man zuvor mit Millionenaufwand erschaffen hat (von der Zeit- und Arbeitskraftverschwendung ganz zu schweigen). Ein Vorhaben ohne den allergeringsten praktischen Mehrwert für die Öffentlichkeit.

PS:
Wäre es in diesem Fall nicht intelligenter, unendlich einfacher, wirtschaftlicher und insgesamt befriedigender das Grundgesetz der aktuellen Situation anzupassen anstatt mit einem Riesenaufwand das Umgekehrte durchzuführen?

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littlejon 27.03.2009, 10:52
6.

Ganz einfach:
Jobcenter abschaffen und wie bei den sogenannten Optionskommunen die Aufgaben und das Personal auf die kommunalen Träger übertragen. Die Optionskommunen haben klare Strukturen und liefern hervorragende Ergebnisse. Es gibt weniger Klagen, mehr Vermittlungen und den Betroffenen kann wegen der dezentralen und subsidiären Verantwortungsübernahme und Angebotsstruktur bei Fortbildungen besser geholfen werden. Warum SPD, die Grünen und die Gewerkschaften sich so gegen die Optionskommunen wehren ist mir ein absolutes Rätsel.

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raess2007 27.03.2009, 11:03
7.

Arge-Chef Hell schätzt, dass der Prozentsatz derer, die es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht haben, "im einstelligen Bereich liegt". Wolfgang Clement hatte als Wirtschaftsminister einst gesagt, es handle sich um rund 20 Prozent der Arbeitslosengeld II-Bezieher. "Man muss unterscheiden zwischen denen, die uns über den Tisch ziehen wollen - die hat es immer gegeben - und denen, die die Lücken des Systems für sich ausnutzen. Das müssen wir dann nicht den Betroffenen vorhalten, sondern dem Gesetzgeber", sagt Helle.

Tja, war doch jedem klar, der sich ein bischen damit beschäftigt...

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ender 27.03.2009, 11:03
8. Ende ohne Schrecken

Zitat von sysop
Die Mitarbeiter der Jobcenter kümmern sich um die Langzeitarbeitslosen, erleben deren Frust und Zorn - dabei wissen viele selbst nicht, wie es für sie nach 2010 weitergeht. Wie sieht die Zukunft der Jobcenter aus?
Man kann nur hoffen, dass die Jobcenter aufgelöst werden.

Ihr Effekt ist aus volkswirtschaftlicher Sicht definitiv ein negativer.
Ihr Zweck ist es, die unwilligen Arbeitslosen dazu zu zwingen, sich zu bewerben. Damit verursachen sie Aufwand und kosten für die Arbeitgeber, weil diese sich mit unwilligen Bewerbern abgeben müssen, die sie ja selbst auch gar nicht wollen. Wer will den schon einen unwilligen Arbeitnehmer?

Sie tun aber auch anderen nichts gutes. Die überwiegende Mehrzahl an willigen Arbeitslosen wird durch das Verhalten der unwilligen diskreditiert. Dadurch werden auch die Löhne und die Bedingungen für die willigen Arbeitnehmer verschlechtert.
Ohne Jobcenters würden sich also nur mehr die willigen Arbeitslosen für Jobs bewerben. Ein Vorteil für alle Seiten.
Man sieht also: Weniger ist mehr!

Zwei Dinge als kleiner Trost für die Mitarbeiter in den Jobcenters:

1.) Wer wirklich will, der findet auch einen Job ;-)
2.) Haben gerade sie es leicht, einen Job zu finden. Sie sind ja quasi Vollprofis bei der Jobsuche!

ender

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cathys 27.03.2009, 11:07
9. Jobcenter

Zitat von sysop
Die Mitarbeiter der Jobcenter kümmern sich um die Langzeitarbeitslosen, erleben deren Frust und Zorn - dabei wissen viele selbst nicht, wie es für sie nach 2010 weitergeht. Wie sieht die Zukunft der Jobcenter aus?
Die Zukunft dieser "Verwahranstalten" sieht sehr schlecht aus.
Wie es in dem Artikel heißt, wird dort zu einem großen Teil mit Leiharbeitern gearbeitet, für eigentlich ne wichtige Aufgabe. Dann sollte man es gleich ganz lassen und die Arbeitslosen können sich die Erniedrigung vor der Behörde sparen und sich selbst einen Job suchen, was bei vielen wahrscheinlich erfolgreicher sein wird als durch den sogenannten Jobcenter. Außerdem wie fast überall zu sehen, verlassen gerade die guten solch ein "Staatsmonster".
Was ist in diesem Land eigentlich noch als der große Wurf zu bezeichnen, den unser Land seit Rot/Grün erfahren hat?
Nichts funktioniert mehr richtig geschweige denn gut.
Rein in die Kartoffel raus aus den Kartoffeln. Das nächste Debakel wird Merkels/ Schmitt großer Wurf des Gesundheitsmonsters sein. Sind wir Deutschen noch zu retten?

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