Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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Rechi 10.07.2009, 10:26
1090.

Zitat von Kalix
Steinbrück, fang an: bei den Altersruhebezügen der Bundestagsabgeordneten.
Die Pensionen der Politiker hängen zwar nicht mit dem Rentensystem zusammen, weil die einen ja aus Beiträgen, die anderen aus Steuern finanziert werden. Aber da dieses Totschlagsargument immer wieder kommt, sei mal erwähnt: In Steinbrücks politischer Heimat wurde das umgestellt, im Landtag von NRW müssen die Abgeordneten Rentenbeiträge einbezahlen.

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Janak01 10.07.2009, 10:28
1091.

Zitat von Sgt_Pepper
...ich gebe Steinbrück nicht Recht. Erst einmal macht er schon wieder ein Faß auf und hetzt Junge gegen Alte auf und zweitens liegt die Crux in der Rentenfinanzierung. Obwohl es eigentlich eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe ist, werden nur die zur Kasse gebeten, die arbeiten. Wenn die Renten steuerfinanziert sein würden, wären alle (u.a. auch die, die durch Spekulation Geld "verdienen" oder einfach nur erben) an der Versorgung der älteren Generation beteiligt. Das hätte auch den Charme, den Faktor Arbeit zu entlasten. Aber da will ja keiner ran...
Ihnen scheint etwas entgangen zu sein.
"Soziales" ist bereits der größte Posten im völlig überschuldeten Bundeshaushalt. Tendenz stark steigend.

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Honko 10.07.2009, 10:31
1092.

Zitat von Rechi
Man kann nicht jahrzehntelang sagen, die Renten sind an die Löhne gekoppelt. Aber wenn die dann mal sinken, dann gilt das nicht mehr. Sprich die Renten steigen weiter, die Löhne sinken und zudem steigen auch noch die Rentenbeiträge. Die jungen zahlen also doppelt. Das ist sozial?
Das stimmt nicht so ganz. Man hat vor ein paar Jahren die Renten "entkopppelt", d.h. Löhne sind (wenn auch nur leicht) gestiegen, Renten nicht. Zusätzlich hat man die Renten noch mit mehr Abgaben belastet.

Man hat die Renten also erstmal gegen die ursprüngliche "Vereinbarung" gekürzt, um sie dann gegen die "neue Vereinbarung" zu erhöhen ;-)

Kasperletheater halt. Auffallend ist, dass sich weder Rentner noch Arbeitnehmer gegen den ursächlichen Angriff auf Ihre Einkommen wehren, sondern durch offensichtlich doch recht geschicktes abwechselndes Abstrafen und "Belohnen" eher gegenseitigen Groll empfinden...

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Schreiber5.1 10.07.2009, 10:33
1093. Die Gekniffenen werden total verschaukelt!

Zitat von
Die gekniffenen sind deshalb die 25 - 35-Jährigen, weil man absichtlich verfehlte Politik betreibt, die die ausbeuterischen 400€ Basisjobs und 1€-Jobs fördert, die von den Unternehmen gnadenlos als staatlich subventionierte Arbeitsplätze ausgenutzt werden, anstatt sozialversicherte Jobs zu unterstützen, mit denen die Sozialversicherungssysteme die volle Sicherheit bieten.

Die unqualifizierten Äußerungen, es gäbe ein demographisches Problem, wird schon allein dadurch massiv widerlegt, dass es ca. 54 Millionen Menschen in arbeitsfähigem Alter zwischen 15 und 65 Jahren gibt, aber nur ca. 26,5 Millionen Menschen einen sozialversicherungspflichtigen Job inne haben. Und bei ca. 6,5 Millionen Menschen, die Stütze bekommen, ist es skandalös, diese Menschen auch noch für ihre Situation selbst verantwortlich zu machen, wobei es gerade mal ca. 800.000 offene Stellen gibt! Hier wird manipuliert ohne Rücksicht auf Menschenschicksale, die dahinter stehen!

Da muss man sich ernsthaft überlegen, anders zu wählen, um so der verfehlten Politik ein Ende zu setzen!

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Rechi 10.07.2009, 10:34
1094.

Zitat von UweZ
Ist schon tragisch, wenn euch Angehörigen der Erbengeneration eine Staatsverschuldung aufgebrummt wird, die das erwartete Erbe um 25 % reduzieren könnte. Mein Beileid ist Ihnen gewiss...:-) Würden Sie gerne mit den heutigen Rentnern tauschen? Die von Ihnen Beneideten hatten allerdings in IHREM zarten Alter von 32 Jahren . Hätten Sie wirklich gerne die ökonomischen Lebensbedingungen, die die heutigen Rentner in Ihrem Alter hatten...?
Sie gehen davon aus, daß alle dieser Generation fette Erben einstreichen.

Und selbst wenn, dann haben Sie sich jetzt argumentativ selbst ins Knie geschossen. Wo kommen denn diese riesigen Erben her, wenn die heutige Rentnergeneration so magere Renten bekommt und auch so wenig verdient hat, daß sie nichts ansparen konnte?

So schlecht können dann also die ökonomischen Lebensbedingungen nicht gewesen sein. Von welchen Rentnern sprechen Sie da eigentlich in Ihrer Rechnung? Von dem 90jährigen oder von dem 65jährigen?

Und selbst wenn die Kaufkraft geringer gewesen sein mag. Auch die Arbeitslosigkeit war geringer. Und vor allem die Steuer- und Abgabelast.

1970 betrugen die Sozialabgaben etwas mehr als ein Viertel des Lohns. Heute sind es 42 Prozent. Jetzt wissen Sie auch, wohin die Kaufkraft evrschwindet.

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ergoprox 10.07.2009, 10:34
1095.

Zitat von deccpqcc
ist einfach zu beantworten. einen blick auf herrn blüm werfen. dann an das sprichwort denken "lügen haben kurze beine."
Noch ein Dummer, wollen Sie schlauer werden? Dann gucken Sie mal:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3607

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Rechi 10.07.2009, 10:35
1096.

Zitat von kleinrentner
wenn ich mir so ihren Beitrag durchlese bin ich wirklich wahnsinnig dankbar, nicht mehr im Berufsleben (Frührentner) stehen zu müssen. Weil soviel Ignoranz oder Arroganz ist echt nicht zu ertragen. Die Inflation de letzten 20/30 Jahre haben sie wohlweislich unterschlagen. Das es sich bei der RV um ein solidarisches Umlageverfahren handelt muss ihnen beim stiffen entgangen sein. Mit 32 haben sie zumindest schon an drei BT-Wahlen teilnehmen dürfen. Heisst ja wohl, dass sie die Politik der letzten 12 Jahre mitgestaltet haben. Von daher wünsche ich Ihnen viel Gesund, die sie brauchen werden für ihr langes langes Arbeitsleben.
Ach und die Erwerbstätigen haben nicht mit der Inflation zu kämpfen?

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BardinoNino 10.07.2009, 10:37
1097. Dann nennen Sie uns aber bitte gleich mal die...

...monatlichen Bezüge, die der nordrhein-westfälische Landtag im Gegenzug seinen Mitglieder "genehmigt" hat. Die sind jenseits von Gut und Böse.

Zitat von Rechi
Die Pensionen der Politiker hängen zwar nicht mit dem Rentensystem zusammen, weil die einen ja aus Beiträgen, die anderen aus Steuern finanziert werden. Aber da dieses Totschlagsargument immer wieder kommt, sei mal erwähnt: In Steinbrücks politischer Heimat wurde das umgestellt, im Landtag von NRW müssen die Abgeordneten Rentenbeiträge einbezahlen.
Ansonsten hat Ihr Beitrag nämlich ein muffiges Geschmäckle.

Politische Heimat von Steinbrück haben Sie auch schön gesagt: Nachdem dieser Politikerversuch die Sozen in NRW von den Fleischtöpfen wegregiert hat, ist er nicht in der Versenkung verschwunden. Er durfte bundespolitisch gleich weiterwurschteln. Außerdem ist er auch schon nach Nordrhein-Westfalen "weggelobt" worden, weil er andernorts bereits Schaden angerichtet hat, wenn ich micht nicht irre...!

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UweZ 10.07.2009, 10:37
1098.

Zitat von Rechi
Sehr richtig. Aber Solidarität von den heutigen Rentnern können sie nicht erwarten...
Wie meinen Sie das...???

Verlangen die heutigen Rentner etwa von Ihnen, herzallerliebste(r) Rechi, sich mit jenen kaufkraftbereinigt grob halbierten Reallöhnen zu begnügen, mit denen die von Ihnen so dümmlich Gescholtenen selbst in Ihrem Arbeitsleben Vorlieb nahmen?

Obwohl eine solche Halbierung der heutigen Einnahmen aus broterwerblichen Bemühungen ja zweifesohne GENERATIONENGERECHT wäre, da primär die Alten jene volkswirtschaftliche Produktivitätssteigerung zu Stande brachten, die uns Arneitnehmern heute einen Lebensstandard sichert, von dem die heutigen Rentner während Ihrem Arbeitsleben nur träumen konnten!

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carlosowas 10.07.2009, 10:37
1099. Austrag, Altenteil

Kurzfassung zum Nachdenken:

Früher, vor der gesetzlichen Rentenversicherung, gab es den Austrag, auch Altenteil genannt. Die Kinder, die das Vermögen der Eltern übernahmen, hatten für diese zu sorgen.

Heute: gesetzliche Altersversicherung, die die einbezahlten Beiträge sichert und die Renten ausbezahlt, bedingt sehr viel kostspielige Verwaltungsarbeit und kann den Erhalt der Rentenhöhe nicht garantieren, schon gar nicht bei unserer Alterstruktur.

Also: zurück zum alten System. Wer keine Kinder in die Welt setzen wollte oder konnte, muss halt von Rücklagen leben. Die können ja bei Wegfall der Rentenversicherung bzw. der Kindererziehung gebildet werden. Wer das versäumt hat, wird dann für seine Blödheit etc. bestraft. Vielleicht hat er ja ein schönes Leben vorher gehabt.

Bei mehr Zeit könnten dämpfende Formulierungen in den schroffen Text eingearbeitet werden.

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