Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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bigeagle198 10.07.2009, 10:52
1110.

Zitat von BardinoNino
Und wenn Ihre beiden Kinder (warum auch immer) keine "wertvollen" Mitglieder der Gesellschaft werden und eigentlich nur eine Belastung sind? Was machen wir dann? Dann zahlen Sie Strafe - oder wie haben Sie sich das vorgestellt? Über manche Beiträge, die hier verzapft werden, mag ich überhaupt nicht mehr nachdenken!
In der griechischen Mytholgie gab es mal einen, der von Zeus bestraft wurde. Der musste immer einen Felsen einen Berg hochschleppen. Dieser rollte dann wieder runter, usw. Lange Rede kurzer Sinn. Es ist nicht entscheidend, wieviel Arbeit geleistet wurde, sondern was am Ende dabei rauskommt. 2 Mittelschichtskinder, die arbeiten, bringen dem System mehr, als eine Familie, die 5 Kinder hat, von denen einer Akademiker, einer Arbeiter und drei Hartz-IV-Empfänger sind. Solche Wahrheiten lassen sich in unserer Gesellschaft aber nicht so gut transportieren. Würde es doch bedeuten, die staatliche Förderung an äußere Lebensumstände anpassen zu müssen.

Gruß

bigeagle198

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britta 10.07.2009, 10:57
1111. Soziales

Zitat von Janak01
Ihnen scheint etwas entgangen zu sein. "Soziales" ist bereits der größte Posten im völlig überschuldeten Bundeshaushalt. Tendenz stark steigend.

Und warum ist der Bundeshaushalt völlig überschuldet? Doch nicht wegen der kleinen Arbeitnehmer, die fleissig ihre Steuern und Sozialabgaben gezahlt haben! Und soll man die Menschen, die arbeitslos geworden sind oder keine anständig bezahlte Arbeit mehr finden, verrecken lassen?

Ihr Kommentar zu einer Zeit, in der Milliarden gewissenlosen Banken und Bankern hinterhergeworfen werden, entbehrt jedes Gerechtigkeitsgefühl.

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The Godfather 10.07.2009, 10:58
1112.

Zitat von gallenvogel
Gemessen an den Einkünften von Führungspersonal in der Wirtschaft verdient ein Minister herzlich wenig. Einer Angleichung der Pensionen an die Renten könnte ich sofort zustimmen, wenn die betreffenden Beamten während ihrer aktiven Berufstätigkeit genau so entlohnt würden, wie es für entsprechende Führungskräfte in der "freien Wirtschaft" normal ist.
Gemessen an den Einkünften von xy verdiene ich sehr wenig, gemessen an den Einkünften von yz aber sehr viel.

Man findet immer Angestellte, die mehr verdienen als man selbst, die aber einen völlig anderen Arbeitsalltag haben.
Es rechtfertigt jedenfalls nicht, nur die Besserverdiener als Richtschnur zu nehmen.
Sonst wähle ich den Chef von xy als Maßstab. Der sitzt im Chefsessel und dreht Däumchen.

OK, wenn die Beamten während ihrer aktiven Berufszeit genauso entlohnt würden, dann sollen sie genauso gnadenlos entlassen werden können wie in der freien Wirtschaft.

Sprich, man sollte nicht nur Rosinen picken, wenn man Äpfel-Birnen-VErgleiche bemüht.

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silenced 10.07.2009, 11:04
1113. <->

Die ganze Diskussion über "Generationengerechtigkeit" ist irgendwie daneben. Die heutige Rentnergeneration, das sind jene die das Land nach dem zweiten Weltkrieg zu dem gemacht haben was es heute ist, und das in beiden Hälften des deutschen Staates, jene wird vom Staat absolut nicht gerecht behandelt.
Anstatt deren Leistungen zu würdigen wurde eine Einkommensteuer für Renten eingeführt und das angesparte Rentengeld schon vor Jahren "verjubelt". Auch wenn viele Rentner nicht in den "Genuß" kommen werden diese Steuer auch bezahlen zu "dürfen", weil sie eh weit weit drunter liegen unter dem "Mindestsatz", so ist alleine die Existenz einer solchen Steuer schon eine Frechheit.

Ein Staat der eben einige hundert Milliarden für schludrige Banken "verpulvern" kann, der wird doch wohl die paar "Cent" für die Rentner übrig haben.

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kleinrentner 10.07.2009, 11:05
1114. Alt gegen Jung

Zitat von sysop
Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?
Wenn wir uns die heutige Meldung ansehen: "20 % der Beschäftigten arbeiten zu Billiglöhnen" brauchen wir uns über die Art und Weise der hier geführten Rentendiskussion nicht zu wundern.

Herr Steinbrück hätte allerdings besser eine Diskussion über die Beamtenpensionen anstossen sollen, dies wäre zielführender gewesen. Aber das ist er ja selber von betroffen-also ein unerwünschtes Thema!

Die 20 Millionen Rentner werden es der SPD hoffentlich danken.

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britta 10.07.2009, 11:08
1115. Das wäre gut

Zitat von Sgt_Pepper
...ich gebe Steinbrück nicht Recht. Erst einmal macht er schon wieder ein Faß auf und hetzt Junge gegen Alte auf und zweitens liegt die Crux in der Rentenfinanzierung. Obwohl es eigentlich eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe ist, werden nur die zur Kasse gebeten, die arbeiten. Wenn die Renten steuerfinanziert sein würden, wären alle (u.a. auch die, die durch Spekulation Geld "verdienen" oder einfach nur erben) an der Versorgung der älteren Generation beteiligt. Das hätte auch den Charme, den Faktor Arbeit zu entlasten. Aber da will ja keiner ran...
Ja, die Rentenfinanzierung sollte eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe sein, denn viele gesamt-gesellschaftliche Aufgaben, die die Rentenversicherung bereits übernommen hat, hätten bereits auf die Allgemeinheit umgelegt werden müssen. Der Faktor Arbeit muß entlastet werden, Spekulationen und Erbschaften sind nicht selbst erarbeitet und könnten daher höher belastet werden.

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taf73 10.07.2009, 11:11
1116.

[QUOTE=Rechi;4011077]Das alte, falsche Märchen. Das hat nichts mit der Umleitung zu tun, sondern mit der Umlage. Diese funktioniert nur, wenn genügend jüngere nachkommen, um die Renten zu finanzieren. Oder aber die jüngeren wahnsinnig hohe Beiträge zahlen.
QUOTE]

Ja, Sie sind scheinbar auch den Märchenerzählern der Finanzindustrie/Politik aufgesessen, wie man bei bei ca. 7 Mio. Arbeitslosen, Geringverdienern etc. auf die Idee kommen kann, dass nicht genügend Einzahler für die umlagefinanzierte Rente da wären, ist mir ziemlich schleierhaft.

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ellge 10.07.2009, 11:13
1117. Renten hängen von der Politik ab und sind unsicher

Zitat von sysop
Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?
Die Renten-"Versicherung" war oft Manipulationsmasse der Politik. Einzahlungen und Leistungen stehen in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander. Beide hängen von der politischen Großwetterlage ab.
Zur Zeit werden von Politik und Medien Jung und Alt gegeneinander ausgespielt. Dazu kommt das Ungleichgewicht zwischen Pensionen und Renten. Während Pensionen immerhin eine gewisse Relation zum Einkommen aus den letzten aktiven Jahren haben, stürzen Arbeitnehmer beim Renteneintritt regelrecht ab, wenn sie auf die Rente allein angewiesen sind.

Ersparnisse sind auch unsicher. Die von der Politik so geforderte "private Vorsorge" kann sehr schnell von verbrecherischen Geldjongleuren in den Banken (Lehman Brothers) auf Null gestellt werden.

Wenn es den Rentnern heute relativ gut geht, liegt das vor allem an vermögensbildenden Maßnahmen aus der Arbeitszeit, z. B. Betriebsrenten, die aus Lohnverzicht bezahlt werden, durch Konsumverzicht erworbenem Hausbesitz, Erbschaften, ganz gewiss nicht an der Höhe staatlicher Renten.

Es ist nach meiner Ansicht heute nicht mehr möglich, Gerechtigkeit herzustellen, die Gruppe der Rentner muss in diesem Staat ihre Interessen mit äußerstem Nachdruck verfolgen, sonst bleibt sie auf der Strecke.

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orion4713 10.07.2009, 11:13
1118.

Zitat von cosifantutte
Bitte nicht übersehen, dass HEUTE die Kosten für ihre zwei Kinder von den Kinderlosen Singles und Paaren bezahlt werden. Diese haben keine Kinderfreibeträge und kein Kindergeld und zahlen wesentlich höhere Steuern und Abgaben JETZT und nicht in 30 Jahren. Erst dadurch können Sie in die Lage versetzt werden, weniger Steuern und Abgaben zu bezahlen um Ihre Kinder groß zu bekommen. Wenn alle Paare zwei Kinder hätten, wäre das deutsche Sozialsystem schon lange nicht mehr zu finanzieren, denn wer solls denn bezahlen ausser den kinderlosen Singles und Paaren?. cosifantutte.
Selten so einen Blödsinn gelesen! Die Altersversorgung beruht seit Jahrhunderten auf dem Umlageprinzip und der Grundlage, dass die arbeitende Generation 2 Generationen, nämlich ihre Eltern und ihre Kinder ernährt. Dieses Prinzip hat Bismarck nur auf die Gesellschaft ausgedehnt. Kinderlosen fehlt also eine Säule, der Unterhalt der nächsten Generation. Diese Dinki-Paare (double income no kids) erhalten höhere Rentenansprüche als ihnen also vom Grundsatz her zustehen müßte. Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes kostet ein Kind bis zu seinem 18. Lebensjahr so viel wie ein kleines Einfamilienhaus. Dies wird nur zu einem geringen Teil durch staatliche Zuschüße übernommen.

Also, wer bezahlt wohl ihre Rente?

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Wolfghar 10.07.2009, 11:15
1119.

Zitat von heinrichp
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Das ist aber so gut wie veraltet, wenn die den Lissabonvertrag durchgesetzt haben gilt europäisches Recht.
Scharf schiessen auf Aufständische.
GLEICHE Munition für alle die sich wehren.

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