Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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Rechi 10.07.2009, 11:29
1130.

Zitat von UweZ
Wie meinen Sie das...??? Verlangen die heutigen Rentner etwa von Ihnen, herzallerliebste(r) Rechi, sich mit jenen zu begnügen, mit denen die von Ihnen so dümmlich Gescholtenen selbst in Ihrem Arbeitsleben Vorlieb nahmen? Obwohl eine solche Halbierung der heutigen Einnahmen aus broterwerblichen Bemühungen ja zweifesohne GENERATIONENGERECHT wäre, da primär die Alten jene volkswirtschaftliche Produktivitätssteigerung zu Stande brachten, die uns Arneitnehmern heute einen Lebensstandard sichert, von dem die heutigen Rentner während Ihrem Arbeitsleben nur träumen konnten!
Bevor Sie schimpfen, lesen Sie lieber genau. Von den angeblich doppelt so hohen Löhnen geht die Hälfte für Steuern und Abgaben drauf.

Die Sozialabgaben in den 70er Jahren lagen bei rund einem Viertel, heute sind es weit über 40 Prozent. Dazu kommen sinkende Reallöhne.

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bigeagle198 10.07.2009, 11:29
1131.

[QUOTE=taf73;4011526] Zitat von Rechi
Das alte, falsche Märchen. Das hat nichts mit der Umleitung zu tun, sondern mit der Umlage. Diese funktioniert nur, wenn genügend jüngere nachkommen, um die Renten zu finanzieren. Oder aber die jüngeren wahnsinnig hohe Beiträge zahlen. QUOTE] Ja, Sie sind scheinbar auch den Märchenerzählern der Finanzindustrie/Politik aufgesessen, wie man bei bei ca. 7 Mio. Arbeitslosen, Geringverdienern etc. auf die Idee kommen kann, dass nicht genügend Einzahler für die umlagefinanzierte Rente da wären, ist mir ziemlich schleierhaft.
Guten Tag,
entscheidend sind die Menschen, die einzahlen und nicht die, die einzahlen könnten. Zusätzlich zu den Rentnern und Kindern sind die von Ihnen genannten 7 Millionen ja auch noch von der Gesellschaft zu alimentieren. Das heißt diese zahlen nicht nur nichts ein, nein sie kosten auch noch und nicht zuwenig. Sie können doch vor dem Hintergrund der negativen Demographie dieses Problem nicht negieren.

Gruß

bigeagle198

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wkluge 10.07.2009, 11:30
1132.

Zu den Bemerkungen der Renten-Garantie / Nicht-Garantie passt zur derzeitigen Situation wohl nur das Wort von Otto v. Bismarck: "Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."

Die Renten sind doch staendig gekuerzt worden indem deren Erhoehung immer unter der Inflationsrate gehalten wurde. Von der mir in 1953 beim Zwangseintritt in die Renten Versicherung gemachten Zusage "33% des letzten Arbeitseinkommens" ist nun annaehernd nichts uebrig geblieben, vor allem nicht das Wort "Versicherung".
Da ich von Euro 600.-- einen Zwei Personen Haushalt nicht finazieren kann bin ich ins Ausland gegangen, habe dort eine Firma gegruendet und bin jetzt bei 16 Stunden Tagen ( mit erst 72 Jahren bin ich dafuer noch jung genug ) durchaus in der Lage angemessen zu leben - selbst wenn meine Rente ( "Es geht den Rentnern besser als je zuvor" ) bei Null ankommt. Und kein Cent meines Einkommens kann von der Regierung der Bananen Republik Deutschland fuer die Unterstuetzung der US Aggressions-Kriege ausgegeben werden.

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Rechi 10.07.2009, 11:30
1133.

Zitat von carlosowas
Kurzfassung zum Nachdenken: Früher, vor der gesetzlichen Rentenversicherung, gab es den Austrag, auch Altenteil genannt. Die Kinder, die das Vermögen der Eltern übernahmen, hatten für diese zu sorgen. Heute: gesetzliche Altersversicherung, die die einbezahlten Beiträge sichert und die Renten ausbezahlt, bedingt sehr viel kostspielige Verwaltungsarbeit und kann den Erhalt der Rentenhöhe nicht garantieren, schon gar nicht bei unserer Alterstruktur. Also: zurück zum alten System. Wer keine Kinder in die Welt setzen wollte oder konnte, muss halt von Rücklagen leben. Die können ja bei Wegfall der Rentenversicherung bzw. der Kindererziehung gebildet werden. Wer das versäumt hat, wird dann für seine Blödheit etc. bestraft. Vielleicht hat er ja ein schönes Leben vorher gehabt. Bei mehr Zeit könnten dämpfende Formulierungen in den schroffen Text eingearbeitet werden.
Sehr guter Vorschlag. Das hatte ich mir auch schon mal überlegt.

Früher sorgten Kinder für ihre Eltern. Viele Kinder waren die Alterssicherung.

Dann kam die Umlagefinanzierung, die Kinder aller zahlen für alle Rentner.

Nur haben sich viele in der Zwischenzeit gegen das Kinderkriegen entschieden. Wenige zogen die Kinder groß und der Rest lebt auf deren Kosten.

Also zurück zum alten System, da im anderen die Solidarität ausgenutzt wird

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UweZ 10.07.2009, 11:31
1134.

Zitat von Janak01
..."Soziales" ist bereits der größte Posten im völlig überschuldeten Bundeshaushalt. Tendenz stark steigend.
Mensch, ist doch klar!
Wenn man, wie Steinbrück und seine "s"PD, den elitär bedürftigen Spitzensatz-Steuerzahlern die EkSt-Summe reduziert, dann muss man doch bilanztechnisch in finanzielle Probleme laufen, wenn es mangels gesellschaftlicher Akzeptanz nicht gelingt, die Konkurrenz der sozial Bedürftigen auf das Existenzniveau der dritten Welt drücken!

Brachte doch die genannte rot/grüne Steuerreform alleine den 9688 bundesdeutschen Einkommensmillionären (Stand: Jahr 2004) eine Steuerersparnis von 1,3 Milliarden Euronen pro Jahr.
Pro millionäriger Nase macht das im Durchschnitt also nach Steuer ein ca. 134 Tsd. Euro schweres extra Sahnehäubchen per anno.
Die Kohle fehlt natürlich an anderer Stelle!

Wissen Sie übrigens, an wen der Posten "Soziales" ausgezahlt wird?
Im Einzelnen verteilten sich im Jahr 2004 die
Kuchenstücke der sozial-staatlichen Transferleistungen
wie folgt:

Einkommensdezil - Anteil am Kuchen
1.- 17,4 % (ärmstes Zehntel der Bundesbürger)
2.- 18,0 %
3.- 12,6 %
4.- 9,6 %
5.- 9,5 %
6.- 7,7 %
7.- 6,9 %
8.- 7,6 %
9.- 6,0 %
10.- 4,8% (reichstes Zehntel)

Ein Drittel aller Transferleistungen wird an Personen ausgezahlt,
die oberhalb des Medianeinkommens liegen,
also an die "reiche" Hälfte der Bevölkerung!

Von jedem Euro denn wir 2004 via Steuern für Sozialausgaben aufgebracht haben,
gingen ca. 17 Cent an die 10 % Ärmsten der Bevölkerung,
allerdings mehr als 18 Cent an die 30 % Reichsten.
(Anleitung zum Nachrechnen der Ausgabenverteilung gibts hier)

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Rechi 10.07.2009, 11:33
1135.

Zitat von ergoprox
Unsinn. Die einzige sichere Rente überhaupt ist die gesetzliche Rente mit Umlageverfahren. Auch Sie dürfen sich mal informieren, bevor sie solchen Käse schreiben. Die FDP steht wie keine andere partei für die Umleitung des Vermögens von unten nach oben. Insbesondere die gesamten "privaten" Rentenmodelle sind nichts als Abzockeinrichtungen zugunsten der Manager und Eigner der Finanz"industrie". Nochmals zu Einlesen:
Haben Sie das Umlageverfahren überhaupt begriffen? Viele meinen ja, sie zahlen ein und erhalten dann "ihre" Rente ausbezahlt.

Umlageverfahren bedeutet, die Erwerbstätigen zahlen für die Rentner. Das geht doch nur, solange ausreichend Erwerbstätige da sind. Oder das Verhältnis Rentner zu Erwerbstätigen stimmt.

Früher kam eben auf einen Rentner vier oder mehr Erwerbstätige. Heute sind es dann zwei. Da kann sich doch jeder Grunsschüler ausrechenen, daß dies auf Dauer nur mit weniger Rente oder mit höheren Beiträgen geht.

Das ist ganz simple Mathematik.

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waschtl81 10.07.2009, 11:33
1136.

Zitat von bestoff5
...er meint doch sicher die horrenden Pensionen für sich und Seinesgleichen,oder irre ich mich da? Endlich mal jemand der nicht nur die Ärmsten der Armen schröpfen will........ Aber mal im Ernst,das wirkliche Problem wird leider gar nicht angesprochen.Das sind die zig Milliarden für Pensionen und zukünftige Pensionsverpflichtungen mit steigender Tendenz,für die es keine Rückstellungen gibt.Diese allein sorgen schon heute dafür das der Staat de Facto pleite ist.
Pleite sind wir erst wenn uns keiner mehr Geld leiht und das kann noch lange dauern.

Die Renten müssen weiterhin an die Löhne gekoppelt sein, alles andere ist Quatsch.
Wer immer wieder die gleichen Leute wählt bekommt halt dann die Quittung. Welche Partei stellt sich schon gegen 20 Mio. Rentner.
Ich hoffe auf eine Partei der Jungen, die auch deren Ideen vertritt, aber da ist momentan nichts zu sehen.

Bei den aktuellen Wahlprogrammen ist es kein Wunder, wenn wieder mehr Menschen bei der Wahl zuhause bleiben.
Das ist kein Zeichen von Desinteresse sondern ein Zeichen grundsätzlicher Unzufriedenheit mit allen Parteien

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Rechi 10.07.2009, 11:34
1137.

Zitat von bigeagle198
Guten Tag, nein, was helfen würde, wäre das Wahlrecht an bezahlte Steuern zu koppeln. Das hätte natürlich zur Folge, dass Menschen, die keine Steuern zahlen, auch kein Wahlrecht mehr hätten. Das hatten wir übrigens....
Zurück in die Steinzeit. Mit der Gesellschaft und offenbar auch ihrer Familie
Der Beitrag disqualifiziert sich selbst.

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docmed 10.07.2009, 11:36
1138. Steinbrück for Chancellor

Unabhängig von der Partei erscheint mir Steinbrück immer mehr als der einzig noch ehrliche Politiker!
Aber so einer wird ja im Deutschland der Umverteiler und sozialen Hängematten Verliebten nicht geschätzt und fast nicht gewählt(Merkel!)

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BardinoNino 10.07.2009, 11:37
1139. Lesen, verstehen!

Zitat von Rechi
...Da wird sogar schon der kostenlose Schulbesuch in Frage gestellt und Kinder nur als Kostenfaktor aufgefasst.
Haben Sie auch etwas anderes als Totschlagargumente auf Lager? Den kostenlosen Schulbesuch habe ich nicht in Frage gestellt, bloß mal darauf hingewiesen, dass diese Kosten auch von Kinderlosen aufgebracht werden, aber von "Eltern" gerne unterschlagen werden!

Zitat von Rechi
...Gehören sie auch zur Gruppe: no kids double income? Beschweren sich über "Kindergeschrei" in der Nachbarschaft und lassen ihren Hund überall hinkacken? Und erwarten dann noch, daß die Familien ihre Soziallasten schultern?
Also in Anbetracht der Tatsache, was hier sonst so wegzensiert wird: Dieser Dumpfsinn kann nicht Ihr Ernst sein!
Von daher werde ich auf Ihr Geschwurbel auch nicht mehr antworten!

P.S: Ob Ihre Kinder eine Bereicherung der Gesellschaft sind oder werden darf ich bezweifeln? Danke!

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