Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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ergoprox 10.07.2009, 11:37
1140.

Zitat von silenced
Spekulationen Ja, Erbschaften Nein. Das Erbe wurde meist mühsam zusammengespart von der vererbenden Generation, aus schon x-mal versteuerten finanziellen Mitteln. Das wollen Sie nochmal belasten? Sie sollten nicht immer nur die "großen" sehen in dem Bereich, sondern vielmehr die vielen "kleinen" die ihr geerbtes im schlimmsten Falle veräußern.....
Vollkommener Quatsch. Erbschaftssteuer trifft den Erben, der Erbe hat dieses Einkommen, respektive Vermögenszuwachs, nicht versteuert. Das Steuersubjekt, welches die Erbmasse vorher versteuert hatte, ist erloschen und spielt damit steuerlich überhaupt keine Rolle mehr.

Wieso sollte ein Erbe dieses leistungslose Einkommen/Vermögenszuwachs nicht versteuern, wenn ein anderer, der nicht erbt, für dieses Einkommen/Vermögenszuwachs Steuern zahlen muss?

Schauen Sie sich doch einfach mal die per Google auffindbare Argumentation des Bundesverfassungsgerichtes an.

Nicht nur bzgl. Rente, auch bzgl. Steuern ist das Bildungsniveau in Deutschland erschreckend gering. Ich bin für mehr Bildung.

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Rechi 10.07.2009, 11:39
1141.

Zitat von silenced
Die ganze Diskussion über "Generationengerechtigkeit" ist irgendwie daneben. Die heutige Rentnergeneration, das sind jene die das Land nach dem zweiten Weltkrieg zu dem gemacht haben was es heute ist, und das in beiden Hälften des deutschen Staates, jene wird vom Staat absolut nicht gerecht behandelt. .
Quatsch. Die das Land wirklich aufegabut haben, etwa die Trümmerfrauen, wurden mit lächerlichen Renten abgespeist.

Die heutigen Rentner haben von deren Aufbauarbeit und Schufterei profitiert. Sie haben stattliche Lohnzuwächse, die niedrigsten Beiträge und um die Umwelt haben sie sich auch einen Dreck gekümmert. Da haben sie enormen Raubbau betrieben, genauso wie mit den Staatskosten, die Sozialausgaben uferten immer mehr aus. Gleichzeitig hat sich ein Großteil von ihnen geweigert, Kinder in die Welt zu setzen.

Sie bekommen heute die besten Renten, Auszahlungen von denen künftige Rentner nur träumen können.

Und dieostdeutschen Rentner sind die größten Gewinner der Einheit. Nie eingezahlt in das System und ordentliche Renten rausbekommen. Selbst Stasi-Mitarbeiter und Mauerschützen.

Und die heutige Generation zahlt die höchsten Beiträge und bekommt wenn überhaupt einmal, dann eine Minirente. Sie haben die höchste Abgabenlast und dürfen sich auch noch mit der versauten Umwelt herumschlagen.

Das ist die Wahrheit

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Rechi 10.07.2009, 11:42
1142.

[QUOTE=taf73;4011526] Zitat von Rechi
Das alte, falsche Märchen. Das hat nichts mit der Umleitung zu tun, sondern mit der Umlage. Diese funktioniert nur, wenn genügend jüngere nachkommen, um die Renten zu finanzieren. Oder aber die jüngeren wahnsinnig hohe Beiträge zahlen. QUOTE] Ja, Sie sind scheinbar auch den Märchenerzählern der Finanzindustrie/Politik aufgesessen, wie man bei bei ca. 7 Mio. Arbeitslosen, Geringverdienern etc. auf die Idee kommen kann, dass nicht genügend Einzahler für die umlagefinanzierte Rente da wären, ist mir ziemlich schleierhaft.
Schauen Sie sich doch einfach mal die Bevölkerungspyramide an, die eben längst keine mehr ist. Und dann rechnen Sie das nochmal 20 Jahre hoch.

Das System ist kollabiert. Weil es zu wenig Nachwuchs gibt, die Renter immer früher in Rente gegangen sind und in der Rente immer länger leben. Früher war die durchschnittliche Rentenbezugsdauer gerade einmal 11 Monate.

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Gast100100 10.07.2009, 11:43
1143.

Zitat von wkluge
Die Renten sind doch staendig gekuerzt worden indem deren Erhoehung immer unter der Inflationsrate gehalten wurde. Von der mir in 1953 beim Zwangseintritt in die Renten Versicherung gemachten Zusage "33% des letzten Arbeitseinkommens" ist nun annaehernd nichts uebrig geblieben, vor allem nicht das Wort "Versicherung".
Bedanken Sie sich bei Adenauer 1957. Mit dem damaligen Aussetzen des demografischen Faktors begann das Kettenbriefmodell. Heute bekommen Sie halt die Quittung für Ihre damalige Stimmabgabe.

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orion4713 10.07.2009, 11:43
1144.

Zitat von Rechi
Ja, er hat im Gegenzug die Diäten erhöht. Aber das finde ich auch ok. Politiker tragen eine hohe Verantzwortung für das ganze Land und haben im Schnitt eine 80-Stunden-Woche. In der freien Wirtschaft bekäme man mit vergleichbarerr Arbeitsbelastung und weniger Verantwortung weit mehr Geld. Die Diäten sind in Deutschland eigentlich zu niedrig. Die Pensionen zu hoch. Daher ist NRW den richtigen Weg gegangen.
Wenn der ehemalige NRW-Minister Oliver Wittke schon als Abgeordneter 80 Stunden arbeitet, weiß ich nicht wann er dann noch seinen neuen Job als Geschäftsführer für den Hellmich-Baukonzern ausübt. Wahrscheinlich arbeitet er 24h/Tag und nimmt dann noch die Nacht dazu...

Übrigens, es gibt noch andere Beispiele, z.B. Friedrich Merz...

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waschtl81 10.07.2009, 11:43
1145.

Zitat von Rechi
Quatsch. Die das Land wirklich aufegabut haben, etwa die Trümmerfrauen, wurden mit lächerlichen Renten abgespeist. Die heutigen Rentner haben von deren Aufbauarbeit und Schufterei profitiert. Sie haben stattliche Lohnzuwächse, die niedrigsten Beiträge und um die Umwelt haben sie sich auch einen Dreck gekümmert. Da haben sie enormen .....
Seh ich genauso

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ergoprox 10.07.2009, 11:43
1146.

Zitat von Rechi
Quatsch. Die das Land wirklich aufegabut haben, etwa die Trümmerfrauen, wurden mit lächerlichen Renten abgespeist. Die heutigen Rentner haben von deren Aufbauarbeit und Schufterei profitiert. Sie haben stattliche Lohnzuwächse, die niedrigsten Beiträge und um die Umwelt haben sie sich auch einen Dreck gekümmert. Da haben sie enormen Raubbau ....
Ihr derzeitiger Wohlstand ist also vom Himmel gefallen. Nett, aber dumm.

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stiffmaster1976 10.07.2009, 11:44
1147. da haben Sie wohl recht

Zitat von kleinrentner
wenn ich mir so ihren Beitrag durchlese bin ich wirklich wahnsinnig dankbar, nicht mehr im Berufsleben (Frührentner) stehen zu müssen. Weil soviel Ignoranz oder Arroganz ist echt nicht zu ertragen. Die Inflation de letzten 20/30 Jahre haben sie wohlweislich unterschlagen. Das es sich bei .....
Tja die Gesundheit werde ich wohl brauchen, wenn ich bis kurz vor meinem Tod arbeiten darf.
Vielleicht hab ich ja dann noch 4-5 Jahre wo ich dann meinen Ruhestand genießen kann.
Die Inflation trifft übrigens nicht nur die Rentner sondern alle. 2009 ist übrigens auch das erste Jahr seit ich in Arbeit und Lohn stehe wo da ein kleines plus übrig bleibt.
Das es den Rentnern heutzutage besser geht als jeder Rentnergenaration davor ist fakt und auch dass es nie wieder einer Rentnergenaration so gut gehen wird.

Im Endeffekt ist es doch so, es kann nur das verteilt werden kann , was erwirtschaftet wird.Wird weniger verdient, kann weniger verteilt werden. Oder man nimmt halt immer mehr und mehr Schulden auf. Irgendwann geht dann alles nur noch in die Zinszahlungen und dann kann man gar nichts mehr verteilen. Ich frage mich wer denn dann irgendwann für mich zahlen soll und kann.
Was daran arrogant oder ignorant ist weiß ich nicht.
Arrogant und Ignorant finde ich wenn man nur seine eigenen Vorteile verteidigt, nach dem Motto nach mir die Sinflut.

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Rechi 10.07.2009, 11:46
1148.

Zitat von ellge
Wenn es den Rentnern heute relativ gut geht, liegt das vor allem an vermögensbildenden Maßnahmen aus der Arbeitszeit, z. B. Betriebsrenten, die aus Lohnverzicht bezahlt werden, durch Konsumverzicht erworbenem Hausbesitz, Erbschaften, ganz gewiss nicht an der Höhe staatlicher Renten. Es ist nach meiner Ansicht heute nicht mehr möglich, Gerechtigkeit herzustellen, die Gruppe der Rentner muss in diesem Staat ihre Interessen mit äußerstem Nachdruck verfolgen, sonst bleibt sie auf der Strecke.
Und warum konnten Sie soviel ansparen, Häusle bauen und weiters? Weil sie selbst eine niedrige Beitragslast hatten. Auch die heutigen Familien würden gerne ihr Häuschen bauen, es bleibt nur zu wenig übrig.

Und Tatsache ist auch, die durchschnittliche Rente war noch nie so hoch wie heute, sie wird es auch nie wieder sein.

Noch mehr Nachdruck? Die Renter sind heute schon die stärkste Lobby. Deswegen nehmen ja auch fast alle Politiker wider besseren Wissens auf diese Gruppe Rücksicht.

unterhalten Sie sich einfach mal mit einem erwerbstätigen Familienvater mit Durchschnittseinkommen. Und sagen sie dem dann, Sie meinen, selbst zu kurz zu kommen.

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waschtl81 10.07.2009, 11:46
1149.

Zitat von docmed
Unabhängig von der Partei erscheint mir Steinbrück immer mehr als der einzig noch ehrliche Politiker! Aber so einer wird ja im Deutschland der Umverteiler und sozialen Hängematten Verliebten nicht geschätzt und fast nicht gewählt(Merkel!)
Immerhin weißt er mal auf ein paar grundsätzliche Probleme hin.
Aber was soll man erwarten in einem Land in dem es als unfein gilt von jemandem zu fordern er solle sich anstrengen im Leben.
Die Frage lautet nicht "Was kann der Staat noch alles für mich tun", sonder "was kann ich selbst für mich tun"

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