Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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Rechi 10.07.2009, 11:46
1150.

Zitat von Wolfghar
Das ist aber so gut wie veraltet, wenn die den Lissabonvertrag durchgesetzt haben gilt europäisches Recht. Scharf schiessen auf Aufständische. GLEICHE Munition für alle die sich wehren.
Falsch.

Dann lesen Sie nochmal das Urteil des BVerfG

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Matze___ 10.07.2009, 11:46
1151.

Erstaunlich, dass ein Politiker aus der ersten Reihe dies so offen anspricht - ich hätte es nicht mehr erwartet. Die gesetzliche Absicherung der Renten war ein deutliches Zeichen dafür, dass die Entwicklung so eintritt wie schon lange befürchtet: Die einseitige Bevorzugung der Älteren, ohne die in Zukunft keine Wahl mehr zu gewinnen ist. Das dieses Rentensystem nicht mehr funktioniert, ist aus meiner Sicht völlig klar. Die demografische Entwicklung der nächsten Jahrzente ist genauso absehbar, wie die heutigen Probleme vor Jahrzehnten absehbar waren.

Wer auf laute Proteste der jungen Generation wartet, irrt sich. Denn der findet bereits - still und leise - statt: Beispielsweise durch immer stärkere Abwanderung junger Leute ins Ausland. Wir sind die erste Generation, die in weiten Teilen global denkt und handelt. Für eine große Zahl der heutigen Hochschulabsolventen ist die Abwanderung ins Ausland eine ganz normale Alternative zum deutschen Arbeitsmarkt.

Mir (26) reicht es, dass ich dieses marode System als Selbstständiger indirekt durch Steuergelder unnötig lange im Leben erhalten muss. Sollten sich linke Politiker mit ihren Forderungen durchsetzen, dass zukünftig alle in das gesetzliche System einzahlen müssen und dieses Geld dann für eine vernünftige private Absicherung fehlt, werden sich unsere Nachbarländer über viele neue Ansiedlungen junger Unternehmen aus Deutschland freuen, für die der Standort durch die internationale Vernetzung von Kommunikations- und Logistiksystemen keine große Rolle mehr spielt.

Es wird vielfach betont, man wolle einen "Generationenkonflikt" vermeiden. Manchmal denke ich, dass genau dies mal notwendig wäre: Eine ehrliche und realistische Diskussion darüber, wie dieses Land zukünftig im internationalen Wettbewerb um Arbeitskräfte und Ideen bestehen will. Vielleicht kommt man dann auch mal zu der Einsicht, dass Geld (auch für Renten und Pensionen) nicht vom Himmel fällt, sondern erwirtschaftet werden muss - und das dazu die Rahmenbedingungen stimmen müssen.

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ginivonOnyx 10.07.2009, 11:48
1152. Rentensicherheit

Solange solche Unfähigen wie Steinbrück an der Regierung sind,
sind die Renten nicht sicher, nur die Industriemanager sind sicher. So lange "Sozialisten" an der Regierung sind, sind auch die Sozialschwachen Freiwild. Wenn es darum geht die Staatskassen, die von den heutigen Regierenden geplündert wurden aufzufüllen, können die Altersbezüge nicht sicher sein.
Wer von den Altersbezieher geht zum demonstrieren auf die Straße? Im Rollstuhl und an Krücken?
Zitat von sysop
Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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ergoprox 10.07.2009, 11:49
1153.

[QUOTE=Rechi;4011765] Zitat von taf73
Schauen Sie sich doch einfach mal die Bevölkerungspyramide an, die eben längst keine mehr ist. Und dann rechnen Sie das nochmal 20 Jahre hoch. Das System ist kollabiert. Weil es zu wenig Nachwuchs gibt, die Renter immer früher in Rente gegangen sind und in der Rente immer länger leben. Früher war die durchschnittliche Rentenbezugsdauer gerade einmal 11 Monate.
Es gibt vor allem zu wenig sozialversicherungspflichtige Einzahler, also Beschäftigte. Alles andere ist Kinderkram.

In einem gebe ich Ihnen recht. Zukünftig müssen entweder die Beiträge steigen oder die Auszahlungen sinken. Dies ist aber völlig unabhängig vom Rentensystem. Desweiteren ist es vor allem ein Verteilungsproblem des Vermögens der Zukunft, denn die heutigen Erwerbstätigen profitieren wie keine andere Generation von erheblicher Erbmasse der heutigen Rentnergeneration.

Was allerdings die "Gefahr" von steigenden Beiträgen bei insgesamt steigenden Löhnen sein soll, erschliesst sich nicht-->siehe auch Flassbeck.

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waschtl81 10.07.2009, 11:49
1154.

Zitat von stiffmaster1976
Tja die Gesundheit werde ich wohl brauchen, wenn ich bis kurz vor meinem Tod arbeiten darf. Vielleicht hab ich ja dann noch 4-5 Jahre wo ich dann meinen Ruhestand genießen kann. Die Inflation trifft übrigens nicht nur die Rentner sondern alle. 2009 ist übrigens auch das erste Jahr seit ich in Arbeit und Lohn stehe wo da ein kleines plus übrig bleibt. Das es den Rentnern heutzutage besser geht als jeder Rentnergenaration davor ist fakt und auch dass es nie wieder einer Rentnergenaration so gut gehen wird. Im Endeffekt ist es doch so, es kann nur das verteilt werden kann , was erwirtschaftet wird.Wird weniger verdient, kann weniger verteilt werden. Oder man nimmt halt immer mehr und mehr Schulden auf. Irgendwann geht dann alles nur noch in die Zinszahlungen und dann kann man gar nichts mehr verteilen. Ich frage mich wer denn dann irgendwann für mich zahlen soll und kann. Was daran arrogant oder ignorant ist weiß ich nicht. Arrogant und Ignorant finde ich wenn man nur seine eigenen Vorteile verteidigt, nach dem Motto nach mir die Sinflut.
Richtig!!!!

Das hab ich an anderer Stelle schon x-mal geschrieben und wurde als dummer Student, der seinem kaltherzigen Professor nachplappert, beschimpft.
Wir jungen sind die, die ihre Rente bezahlen, also seien sie froh wenn wir uns anstrengen

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Rechi 10.07.2009, 11:49
1155.

Zitat von Wattläufer
Wer Kinder bekommt muß sie sich leisten können. Ich bin fassungslos, wenn alleinstehende Frauen oder Niedrigverdienende sich Kinder anschaffen, die eines Tages ohnehin mit Sicherheit dem Sozialstaat zur Last fallen. Heute hat jedes 2.neugeborenes Kind einen sog. Migrationshintergrund. Bei vielen besteht Integrationsunwilligkeit. Sie meinen doch nicht im Ernst daß die unsere Renten zahlen ? Kitas gehören in Industriegebiete ! Sie glauben doch nicht wirklich daß alle diese Kinder einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz finden werden ?
Da kocht in mir die Wut.

Sie waren auch mal ein Kind. Vergessen???

Kitas in Industriegebiete?

Altenheime auch?

Kinder muß sich die Gesellschaft leisten. Und man muß die Familien in den Zustand versetzen, sich Kinder leisten zu können, statt sie dermaßen auszubeuten

Ihnen sollte ihre Rente entzogen werden, weil sie ja die Kinder und Familien kein bißchen wertschätzen.

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bammy 10.07.2009, 11:49
1156.

Zitat von silenced
Die ganze Diskussion über "Generationengerechtigkeit" ist irgendwie daneben. Die heutige Rentnergeneration, das sind jene die das Land nach dem zweiten Weltkrieg zu dem gemacht haben was es heute ist, und das in beiden Hälften des deutschen Staates, jene wird vom Staat absolut nicht gerecht behandelt. Anstatt deren Leistungen zu würdigen wurde eine Einkommensteuer für Renten eingeführt und das angesparte Rentengeld schon vor Jahren "verjubelt". Auch wenn viele Rentner nicht in den "Genuß" kommen werden diese Steuer auch bezahlen zu "dürfen", weil sie eh weit weit drunter liegen unter dem "Mindestsatz", so ist alleine die Existenz einer solchen Steuer schon eine Frechheit.
Ich gebe Ihnen bis zur der Stelle recht, wo Sie von angesparten Rentengeldern sprechen, die verjubelt wurden. In unserem Umlagesystem wurde gerade mal, eine sogeannte "Schwankungsreserve" angelegt. Was Sie meinen, sind Versicherungsfremde Leistungen. Für diese wurde halt der Beitrag angehoben, und dadurch AN und AG stärker belastet.
Zitat von silenced
Ein Staat der eben einige hundert Milliarden für schludrige Banken "verpulvern" kann, der wird doch wohl die paar "Cent" für die Rentner übrig haben.
Leider müssen wir uns hierbei mit Ursache und Wirkung auseinandersetzen. Ohne Banken, gar keine Renten.
Wenn die HRE weggeflogen wäre, wären wir in kürzester Zeit auf dem Nieveau eines Entwicklungslandes. Dann hätten Sie den kompletten Sozialstaat als solches vergessen können.
Das Zusammenbrechen der Lehmann Brüder hat es ja gezeigt. Das war der erst Dominostein, der umegfallen ist, die nächsten wurden durch Rettungsschirme festgehalten. Am Ende fallen aber doch Einige um.
Aber dieses Argument, mit den Mrd. für die Bankenrettung ist solchen Diskussionen nicht zielführend, halt polemisch.

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ergoprox 10.07.2009, 11:50
1157.

Zitat von Rechi
Und warum konnten Sie soviel ansparen, Häusle bauen und weiters? Weil sie selbst eine niedrige Beitragslast hatten. Auch die heutigen Familien würden gerne ihr Häuschen bauen, es bleibt nur zu wenig übrig. .
Aber Sie erben dieses Häuschen!

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Honko 10.07.2009, 11:51
1158.

Zitat von stiffmaster1976
Im Endeffekt ist es doch so, es kann nur das verteilt werden kann , was erwirtschaftet wird. Wird weniger verdient, kann weniger verteilt werden.
Da sind Sie schon nah dran. Dies gilt aber ebenso für "Kapitalgedeckte Systeme", da kann jedes Jahr auch nur das verteilt werden, das erwirtschaftet wurde.

Wenig Arbeitnehmer bei vielen Rentnern ermöglicht den Arbeitnehmern auch ein sehr hohes Einkommen, aus dem hohe Beiträge gezahlt werden könnten.

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blowup 10.07.2009, 11:51
1159. wurde Zeit...

Zitat von Rechi
Quatsch. Die das Land wirklich aufegabut haben, etwa die Trümmerfrauen, wurden mit lächerlichen Renten abgespeist. Die heutigen Rentner haben von deren Aufbauarbeit und Schufterei profitiert. Sie haben stattliche Lohnzuwächse, die niedrigsten Beiträge und um die Umwelt haben sie sich auch einen Dreck gekümmert. Da haben sie enormen Raubbau betrieben, genauso wie mit den Staatskosten, die Sozialausgaben uferten immer mehr aus. Gleichzeitig hat sich ein Großteil von ihnen geweigert, Kinder in die Welt zu setzen.
dass mal jemand drauf hinweist. Nicht zu vergessen, die immateriellen Vorteile, etwa, dass alles Jahr für Jahr immer besser wurde. Mehr Lohn und Urlaub, geringe Arbeitslosigkeit, stetig bessere Gesundheitsversorgung, mehr Luxus wie Reisen. Dabei nie echte Entbehrungen, wie die Trümmer-Generation.

Die heutigen Rentner sind historisch gesehen in vieler Hinsicht echt verwöhnt. Während des Arbeitslebens und auch als Rentner. Das gab es weder vorher, noch wird es das zunkünftig geben.

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