Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

Seite 121 von 420
Rechi 10.07.2009, 12:49
1200.

Zitat von Wattläufer
Nö - ich fühle mich gut. Meine Eltern haben in den "Wirtschaftswunderjahren" sorgfältig erwogen, ob und wieviele Kinder / welche Autos, ETW oder Mietwohnung sie sich leisten konnten. Und siehe da : Es wurde nur eins, nämlich mich. Dafür hatte ich eine behütete Kindheit, bekam mein Mittagessen zu Hause, wurde nicht in die Kita abgeschoben und meine Eltern haben keine Ansprüche an den Sozialstaat gestellt wie so viele Eltern heute. Wenn ich die vielen alleinstehenden Hartz IV-Babymütter schon morgens in den Cafes rumsitzen sehe, dann kocht in mir die Wut. Man muß bei der ganzen Diskussion auch mal die Sozialkosten für Kinder herausrechnen ( für Kitas, Bildung, Integration usw. )und diese mit der angeblichen Rentenbelastung vergleichen. Zu viele falsche Eltern / Mütter bekommen zu viele Kinder. Da liegt das Problem. Nicht die Rentenversicherung kollabiert sondern das soziale Netz.
Sie nehmen sich das Recht raus zu sagen, wer eine falsche und wer eine richtige Mutter ist?

Na bravo, ihre Eltern haben sich also für ein Kind entschieden. Und statt eines zweiten dann für das größere Auto?

Wieso unterstellen Sie, Familien mit mehr Kindern würden kein Mittag zu hause essen, die Kinder in die Kita abgeschoben und dergleichen=

Wir waren sechs, keiner ist in die Kita, später in den Kindergarten, aber das dient der sozialen Entwicklung von Kindern nur. Mittagessen gab es jeden Tag zuhause. Behütet sind wir auch aufgewachsen. Nur eben gab es kein teures Auto, dreimal Urlaub im Jahr, Ausland sowieso nicht und keine Markenklamotten. na und?

Sozialleistungen haben wir auch nicht in Anspruch genommen, außer das Kindergeld. Ihre Eltern nicht?

Beitrag melden
wkluge 10.07.2009, 12:50
1201.

Zitat von Gast100100
Bedanken Sie sich bei Adenauer 1957. Mit dem damaligen Aussetzen des demografischen Faktors begann das Kettenbriefmodell. Heute bekommen Sie halt die Quittung für Ihre damalige Stimmabgabe.
Ich beklage mich nicht, ich ziehe nur die Konsequencen aus der
Situation und fuehle mich ganz wohl dabei.

Nur als Randbemerkung: 1953 war ich noch nicht im stimmberechtigten Alter

Beitrag melden
rempfi 10.07.2009, 12:50
1202. Rechi

Zitat von Rechi
Da kocht in mir die Wut. Sie waren auch mal ein Kind. Vergessen??? Kitas in ......
so unrecht hat er nicht. Betrachtet man sich das System der "umlagefinanzierten Rente" ich hoffe, ich hab das jetzt nicht durcheinandergebracht, ist es im Prinzip doch ein riesiges Schneeballsystem.

Immer mehr Einzahler müssen die Renten aufbringen.

Nur vergisst der liebe Onkel Papa oder wer auch immer, auf jeden Fall Dummschwätzer Staat doch, daß der Anteil der Erwerbstätigken drastisch sinkt, was ergo, sollte ein vernünftiges Rentenniveau gehalten werden, diese höhere Beiträge zahlen müssen, oder hab ich da was falsch verstanden. Tatsache ist aber, dass immer mehr Billigjobs entstehen, und sich

sowohl Firmen, als auch Spitzenverdiener aus der Verantwortung stehlen können.

Nun haben sie zudem Zuwanderung (vor dem Hintergrun, man hat ja immer so geschrien, einer überalternden Gesellschaft). Fakt ist doch aber, daß die Alo-Zahlen steigen und steigen, und die angebl. Billigjobs ins Ausland verlagert werden. Und eben auch, daß die Zuwanderung dahin führt, daß Arbeitslosigkeit finanziert wird.

Fakt ist auch, daß es für die in Krisen wegfallenden Tätigkeiten teilweise keine adäquat bezahlten Ersatztätigkeiten geben wird, weil diese maschinell oder wie beschrieben durch Verlagerung erledigt werden.

Und nun stellt sich Hr. Steinbrück zwar richtigerweise, aber mit den völlig falschen Ansätzen hin und erklärt, daß die umlagefinanzierte Rente ein Problem hat.

Er vergisst dabei aber, daß er das Kind

1. mal beim richtigen Namen nennt
2. die Politik mit Ihrem Kuschelmigrationskurs diese Probleme selbst entfacht hat
3. das er alt gegen jung
4. Arbeitslose (gehn wir mal davon aus die meisten nicht grade freiwillig) gegen Arbeitnehmer hetzt
5. der Bürger nicht ganz so dumm ist, wie er denkt

hat aber das Glück, daß man das alles ja nicht laut sagen darf, sonst könnte man ja als Idiot, Rechtsradikaler, fauler Sack oder was auch immer abgetan werden.

Wenn wir nun die Rente steuerfinanzieren würden, wissen Sie was dann geschieht ?

Dann tauchen hier wieder Leute auf, die herumkrakeelen "Wir arbeiten" und dieses "faule Pack" tut nichts... schon toll gell, wie sich die angeblichen "Leistungsträger" verarschen lassen.

Das Prinzip der Solidarität, auf dem die Soziale Marktwirtschaft beruht, wird nämlich im wesentlichen durch völlig falsche Entscheidungen und Ansätze von Politik und Wirtschaft unterhöhlt, und hat, zumindest in meinen Augen nicht unbedingt etwas mit der bösen bösen Globalisierung, die ja als Entschuldigung für alles und jeden herhalten darf, zu tun.

Beitrag melden
stafford 10.07.2009, 12:50
1203. komplett abschaffen

Zitat von headloose
.. ich sage nur eins.. Die Pensionen der Beamten sollen rückwirkend auf das Mass der Renten gekürzt werden. Ach ja, auch nicht mehr sicher sein.
Man sollte das gesamte Beamtentum abschaffen inklusive Pensionen, aber das wird nicht geschehen, weil dieses klientel die Mächtigste Lobby hat, die sitzen in den Ministerien, in der justiz, in den Parteien, im Bundestag usw.

Beitrag melden
Satiro 10.07.2009, 12:51
1204.

Zitat von Andreas Heil
Geld kann man weder essen noch arbeitet es. Und das gilt für jegliches Finanzkapital, das nichts anderes als einen Rechtsanspruch in der jeweiligen Jetztzeit darstellt.
Aber mit Geld kann man sich etwas kaufen was arbeitet und einen ernährt! ;-)

Beitrag melden
kleinrentner 10.07.2009, 12:51
1205. Solidarisches Umlagesystem

Zitat von stiffmaster1976
Tja die Gesundheit werde ich wohl brauchen, wenn ich bis kurz vor meinem Tod arbeiten darf. Vielleicht hab ich ja dann noch 4-5 Jahre wo ich dann meinen Ruhestand genießen kann. Die Inflation trifft übrigens nicht nur die Rentner sondern alle. 2009 ist übrigens auch das erste Jahr seit ich in Arbeit und Lohn stehe wo da ein.....
Sie unterschlagen nach wie vor, dass es in einem solidarischen Umlagesystem nicht auf Ein- und Auszahlungen ankommt.
Und die Inflationswirkung betrifft einkommensmässig nur die Rentner, denn die nehmen ja an der Steigerung des Volkseinkommens definitiv nicht mehr teil.

Beitrag melden
Rechi 10.07.2009, 12:52
1206.

Zitat von docmed
Die Entlarvung des "inszenierten Grossbetrugs", dass der Staat jedes Jahr 184 Milliarden Euro für Familien ausgibt ist nötig, wie auch die Wahrheit gegenüber den Rentnern, die natürlich NICHT und NIEMALS für IHRE Rente gearbeitet haben, sondern immer schon für die ihrer Eltern!! Wann wird das mal endlich verstanden!!!?.
Sehr richtig. Und ihre eigenen Eltern, die Aufbaugeneration, haben sie mit mikrigen Renten abgespeist. Dafür hatten sie niedrige Beiträge.

Die heutige Kindergeneration soll aber gefälligst doppelt so hohe Beiträge zahlen. Und die Renten steigen.

Beitrag melden
BardinoNino 10.07.2009, 12:54
1207. Es gibt noch ein paar andere Beispiele!

Zitat von sozialgewissen
...Es war Herr Kohl der entschied, dass die Aussiedler-Renten (die ja selbst keinen Cent einbezahlt haben) den Rentenkassen entnommen werden. Damit hat er sich, alle Beamten, Selbstständigen, Unternehmer und Politiker von dieser Last befreit...
Aber erstmal danke für dieses! DAS wird immer wieder vergessen.

Die Wiedervereinigung wäre z.B. der Moment gewesen, die Rentenversicherung so zu reformieren*, dass eine Diskussion wie die in diesem "Fred" laufende, garnicht stattfinden würde.

*Mit Reform meine ich einen Umbau, der nicht einfach wieder dafür sorgt, dass die Kohle nur abgesaugt und "bestenfalls" umgeleitet wird.

Beitrag melden
dehnübung 10.07.2009, 12:54
1208. Leider ist das so

Zitat von docmed
Die Entlarvung des "inszenierten Grossbetrugs", dass der Staat jedes Jahr 184 Milliarden Euro für Familien ausgibt ist nötig, wie auch die Wahrheit gegenüber den Rentnern, die natürlich NICHT und NIEMALS für IHRE Rente gearbeitet haben, sondern immer schon für die ihrer Eltern!! Wann wird das mal endlich verstanden!!!?. Zwei Drittel der Familienaufkommen.....
Das System ist irrsinnig und nicht erst seit gestern.
Die Reichen können sich Kinder leisten, haben tendenziell höchstens ein oder zwei Kinder.
Für einen Durchschnittsverdiener bedeuten Kinder ein erhebliches finanzielles Risiko, der Aufwand gemessen am Einkommen ist immens, mehr als 2 Kinder sind finanzieller Selbstmord.
Die Armen haben tendenziell drei und mehr Kinder, für sie lohnt es sich, denn Kinder haben bringt mehr, als für Niedriglohn arbeiten zu gehen.
Wohin das führt überlasse ich Eurer Phantasie.

Beitrag melden
Rechi 10.07.2009, 12:55
1209.

Zitat von RainerWahnsinn
das thema ist ja nun von einem schwer davon Betroffenen aufgebracht worden. Die Diäten erhöht man sich selbst, Steuern zahlt man nur bedingt, in eine Rentenversicherung oder Pensionskasee zahlt man nicht ein, aber bekommt eine Pension die kein normal arbeitender Mensch je erreichen kann!!! Da ist gut reden! Aber es ist ja Wahlk(r)ampf.
Wieder diese pauschalen Vorurteile.
Diäten müssen sich Politiker selbst erhöhen, das hat das BVerfG so festgehalten. Das hat was mit der Unabhängigkeit des Mandats zu tun. Aber die Politik (MdB) richtet sich nach den Entlohnungen von Bundesrichtern. Finden Sie das übertrieben? Was ein Minister als Gehalt bekommt, das ist gesetzlich geregelt, nämlich 133 Prozent eines Staatssekretärs

Wieso zahlen Politiker Steuern nur bedingt? Sie zahlen Steuern wie jeder andere auch.

Das mit den Pensionen stimmt. Doch wenn man dafür die Diäten anheben würde und dann eine eigene Pensionskasse aufmachen würde, wie in NRW, sind Sie doch der erste, der schreit

Beitrag melden
Seite 121 von 420
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!