Forum: Wirtschaft
Wie sicher ist die Rente?

Schlechte Aussichten für 20 Millionen Ruheständler: Im kommenden Jahr könnte erstmals seit über 50 Jahren die Rente gekürzt werden. Wie sicher sind die Altersbezüge?

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Nooree 10.07.2009, 13:56
1260. Keine Steuergelder für Rentner mehr

Alle staatlichen Zuschüsse für Renten kappen, das wäre gerecht! Ich verstehe nicht, warum die Rentenbezüge nicht an die Rentenbeiträge angepasst werden. Was hat das alles noch mit dem Prinzip einer Versicherung zu tun?

Da sich der Staat nicht ewig verschulden kann, werden kommende Generationen ordentlich einzahlen, um am Ende nur noch die Grundsicherung zu erhalten.

Der Bürger sollte die Wahl haben, aus dieser Armutsförderung auszusteigen.

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Andreas Heil 10.07.2009, 13:57
1261.

Zitat von drückerkönig
Selbst das ist besser, als in einer abgewirtschafteten Computerklitsche im neuen Dortmund 25K linke Utopien in die Tasten zu hämmern. Oder?
Auch wenn's nichts zum Thema beiträgt, würde ich an Ihrer Stelle google-Fundsachen etwas skeptischer beurteilen. Auch das gehört zur Medienkompetenz.

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ellge 10.07.2009, 13:57
1262.

Zitat von klaus1201
...haben die wichtigste, nämlich die vergessen.
Tut mir Leid. Was ist mit den Beamten?

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Honko 10.07.2009, 13:59
1263.

Zitat von stiffmaster1976
Die Renten sind an die Löhne gekoppelt. Daher steigen die Renten bei steigenden Löhnen. Wenn die Renten allerdings gleich bleiben bei sinkenden Löhnen (ja sowas gibt es heutzutage wieder), haben die Arbeitnehmer neben den sinkenden Löhnen noch höhere Abgaben zu leisten.
Die Renten sind aber in den letzten Jahren nicht wie die Löhne gestiegen. Man hat auf die Steigerungen zu Gunsten der Versicherungsindustrie verzichtet.
In der Tat sind die meisten Rentner darüber ein wenig erbost...

Zitat von Honko
Wenig Arbeitnehmer bei vielen Rentnern ermöglicht den Arbeitnehmern auch ein sehr hohes Einkommen, aus dem hohe Beiträge gezahlt werden könnten.
Zitat von stiffmaster1976
Diesen Kausalzusammenhang bitte ich Sie mir mal näher zu erläutern. Wieso bekomme ich mehr Lohn bei mehr Rentnern ? Steigen die Umsätze dadurch ?
Exakt ;-)

...oder besser die Umsätze / Arbeitnehmer, also sozusagen die Produktivität.

Gehen wir von 60% Arbeitenden und 40% "Leistungsempfängern" (Kinder, Rentner, Arbeitslose) aus und verteilen ein Volkseinkommen von 100% gleichmässig auf diese Gruppen, dann erhalten 1% der Arbeitnehmer 1% des Volkseinkommens.

"Drehen" wir auf 40% Arbeitende und 60% Empfänger, dann kriegt jedes % Arbeitender immer noch 1 % vom Volkseinkommen. Es hat sich also für den Arbeitenden an sich nichts verändert.

Sein Anteil am Volkseinkommen ist gleich geblieben und dies ist der "relative Reichtum", denn daran misst sich seine Kaufkraft.

Zu Kamerad Bismarks Zeiten, kamen noch 40 Arbeiter auf einen Rentner. Heute sind es 2...

Hätte sich Bismark sicher nicht vorstellen können, geht aber offensichtlich...

Genauso wird es mit 1:1 gehen. Das ist halt steigende Produktivität und technischer Fortschritt.

Alles kein Problem, wenn sich die Arbeitnehmerschaft nicht laufend Anteile am Volkseinkommen "abgaunern" lassen würde.
Wenn die steigende Produktivität im Kapitalmarkt versickert, dann kann der Arbeitnehmer natürlich keine steigenden prozentualen "Belastungen" zahlen.

Dazu:

Zitat von
Der Anteil von Unternehmensgewinnen und Kapitaleinkommen am Volkseinkommen wurde in nur 5 Jahren um über 20 % gesteigert. Der Anteil der Löhne und Gehälter sank zum Ausgleich um über 8,5 %. Kumuliert (2003-2007) macht dies einen Einkommensverlust von 309,61 Milliarden Euro bei Arbeitnehmern und Angestellten zwischen 2003 und 2007 aus. ()
310 Millarden Bruttolöhne und -gehälter, die in nur 5 Jahren von Arbeitnehmer-Einkommen zu Unternehmens- und Kapitaleinkommen verschoben wurden.
Das fehlt dann bei der Kaufkraft und in den sozialen Sicherungssystemen...

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drückerkönig 10.07.2009, 13:59
1264.

Zitat von Andreas Heil
Auch wenn's nichts zum Thema beiträgt, würde ich an Ihrer Stelle google-Fundsachen etwas skeptischer beurteilen. Auch das gehört zur Medienkompetenz.
Das war meine Abwandlung des alten Sprichwortes: Wer im Schlachthaus sitz, sollte nicht mit Schweinen werfen.
Sie sind doch bitte nicht eingeschnappt ob dieser kleinen Frotzelei?! ;-)

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UweZ 10.07.2009, 14:01
1265.

Zitat von stiffmaster1976
Der Generation hat man es aber auch zu verdanken, dass Deutschland in Trümmer gebombt wurde.
Mit Verlaub, herzallerliebster stiftmaster1976, die ganz grosse Mehrheit der heutigen Rentner war im Jahre 1933 noch nicht einmal geboren!

Was kann die Generation der heutigen Rentner denn nach den Regeln der Logik im Detail so dafür, dass unsere schnucklige Republik 1945 zerbombt war?

Oder schwebt Ihnen etwaig eine Art Sippenhaft vor, die IHRE Generation (aus welchen Gründen auch immer) zu verschonen habe und ausschlieslich auf die erste Nachkriegsgeneration zu beschränken wäre?

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Jolly65 10.07.2009, 14:02
1266. oh

Zitat von Rechi
Ihr Beitrag ist eine glatte Unverschämtheit. Oder sagen wir, eine Entlarvung. Erstens, wieso haben Sie ihren Eltern dann keine höheren Renten zugestanden? Rentner sollen .....
Ich bin nur ein Schelm und bestimmt kein Rentner. Aber daß sowas ernst genommen wird, ist ja der Hammer...

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Carguy 10.07.2009, 14:03
1267. Kein Neid

Zitat von gallenvogel
Gemessen an den Einkünften von Führungspersonal in der Wirtschaft verdient ein Minister herzlich wenig. Einer Angleichung der Pensionen an die Renten könnte ich sofort zustimmen, wenn die betreffenden Beamten während ihrer aktiven Berufstätigkeit genau so entlohnt würden, wie es für entsprechende Führungskräfte in der "freien Wirtschaft" normal ist.
Gut. Meintwegen soll Steinbrück 1 Mio. € verdienen, wovon er dann wieder 500 Td. Steuern zahlt. Das Problem ist ja nicht der Einzelne, sondern dass wir viel zu viele Polithäuptlinge haben. Denken Sie nur an unser aufwändige Ländergliederung.

Zitat von gallenvogel
Einer Angleichung der Pensionen an die Renten könnte ich sofort zustimmen, wenn die betreffenden Beamten während ihrer aktiven Berufstätigkeit genau so entlohnt würden, wie es für entsprechende Führungskräfte in der "freien Wirtschaft" normal ist.
Nur ca. 25 % der Studierten sind in der Wirtschafts Führungskräfte, die mit einer etwas besseren Altersversorgung rechnen können.

Anders beim Staat. Dort hat jeder Beamte eine im Vergleich zur Bevölkerung überdurchschnittliche Rente, die dem Bürger künftig noch eine "Schweinegeld" kostet wird. Es gibt ja nur Versprechen und keine Rücklagen.
Natürlich verdienen die Beamten weniger, aber wenn sie Netto mit Netto vergleichen, ist der Unterschied marginal, was ja auch der Trick ist: weniger Brutto, dafür mehr Netto.
Zur Rente kommt noch die Krankheitsabsicherung durch dass superteure Beihilfesystem, was einer Privatversicherung gleich kommt. Alleine das kostet einem Staat wie Bayern jährlich 2 Mrd. €. Damit könnte man die ganze deutsche Automobilindustrie in einer Ersatzkasse versichern.

Zitat von gallenvogel
Leider ist das bei weitem nicht so, und ich erinnere noch sehr gut die höhnischen Gesichter meiner Kommilitonen, als ich seinerzeit eine Laufbahn als Beamter beabsichtigte. Aber die Pension natürlich, die wird neidvoll beäugt!
Sorry. Sie oben. Wenn die Beamten wüssten, wieviel Steuer in der freien Wirtschaft auf das Einkommen bezahlt wird, würden sie an kleicher Stelle streiken oder krach schlagen.

Zitat von gallenvogel
Jetzt kann noch die Mär vom unkündbaren Beamten ins Feld geführt werden, besonders gern von Leuten, die vom Beamtenrecht keine Ahnung haben. Natürlich bleibt die Tatsache unbestreitbar, dass der Staat als Arbeitgeber der Beamten kaum von Insolvenz usw. bedroht ist, was sich aber, wie die aktuelle Krise zeigt, durchaus auf "systemisch wichtige Wirtschaftsunternehmen" übertragen lässt.
Um den Staat als Arbeitgeber beneidet ich sie gewiss nicht Wer will schon in so einem tendenziell autoritären Laden arbeiten. Die Unkündbarkeit des Beamtenrechts, dass die Herren sich ja grundgesetzlich abgesichert haben, ist allerdings dafür verantwortlich, dass unser Staat immer mehr "verfettet" und wir, die Bürger, die Zeche dafür bezahlen können. Siehe Zoll, anstatt die überhängige Kapazität abzubauen wird sie für die Schwarzarbeitsjagd qasi weiter beschäftigt.

Die Bürger müssten unsere Staatsverwaltung viel mehr unter Druck setzen können, wie z.B. in der Schweiz. Dort beaufsichtigt der Bürger die Verwaltung und nicht umgekehrt wie bei uns.

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Honko 10.07.2009, 14:03
1268.

Zitat von rempfi
Zugeg.-massen, hab ich den bisher auch nicht gebracht, aber wie wäre es bspw. mit einem radikal umgestellten System in das ALLE ja wirklich ALLE vom Unternehmer bis zum AN einzahlen ?
Sie meinen, so wie in der Schweiz?

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ergoprox 10.07.2009, 14:08
1269.

Zitat von Heramano
Deswegen spare ich es ja jeden Monat, bin nebenbei auch nicht so blöd, mit mehr als drei Prozent Zinsen zu rechnen, was, solange es Inflation gibt auch nicht gerade abgehoben ist. Was wäre denn Ihre Alternative? Ich verstehe nämlich nicht.
Ich verweise gerne auf Post Nr. #1189

oder auch:
http://flassbeck.de/pdf/2000/Riesters.pdf

Eine Volkswirtschaft kann nicht sparen, da Vermögen und Verbindlichkeiten sich zu jedem Zeitpunkt zu Null addieren. Möchten wir als "Riester"-Sparer (oder sonstige "kapitalgedeckte" Varianten) alle zusammen also zukünftig von unserem heute durch Konsumzurückhaltung erspartem Geld etwas (Zins) haben, so muss sich jemand dafür verschulden, der die Zinsen zahlen kann. Dies kann derjenige aber nur, wenn er Umsatz und Gewinn erwirtschaftet. Beides versagen Sie ihm aber durch ihre Konsumzurückhaltung im JETZT, wie soll er also zukünftig dafür Zins bezahlen können? Die einzige Möglichkeit sinnvollen Sparens ist, dass man im HEUTE dafür sorgt, dass der Kapitalstock der Volskwirtschaft in der Zukunft auch die Lasten der Zukunft tragen kann.

Leider ist der wahre Grund für die angebliche Kapitaldeckung eigentlich ganz primitiv. Bestimmte Akteure wollen schon HEUTE möglichst viel Rahm abschöpfen. Mehr ist da nicht dahinter. Alles nebenher ist nur Geschwurbel um diese Tatsache zu verstecken.

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