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Wieder mehr Umsatz: Ökoläden trotzen dem Aldi-Bio
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Naturkostläden wie Alnatura oder Denn's verkaufen wieder mehr, obwohl auch Supermärkte und Discounter immer mehr Bio-Artikel anbieten. Alle Händler müssen reagieren, denn Kunden haben neue Wünsche.

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aliof 07.02.2019, 11:27
10. falscher Denkansatz

Zitat von ludovicosettembrini
.. Biolandwirtschaft verbraucht fast doppelt soviel Fläche wie......konventionelle Landwirtschaft.
Denn nur in der konventionellen Landwirtschaft wird Land tatsächlich quasi ^monsantobereinigt^ ver-braucht.

.. während in der Biolandwirtschaft das Land (wenn wirklich Bio) so bewirtschaftet wird, daß es Bio-lebendig bleibt, ja, leider auch mit allem Ungeziefer und sogenannten Kornblumen uvm..

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cyberpommez 07.02.2019, 12:19
11. Logisch

Wer schon mal ein Supermarkt Bio Ei gegessen hat und den Vergleich zu einen Demeter Ei kennt, der versteht das sehr schnell.
Ein Supermarkt Bio Steak schmeckt genauso schlecht wie ein konventionelles Steak. da das Eu Bio Label nur der Kundenabzocke dient, mehr Geld für gleich schlechte Qualität.
Bio Milchkühe müssen nicht mal eine Weide gesehen haben und ihre Euter sind genauso entzündet wie bei Standart Fabrik Kühen.
In Supermärkten zahlt man immer zu viel, egal wie billig es ist, es ist immer qualitativ noch schlechter.

Ein hoch auf die CDU

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Cephalotus 07.02.2019, 12:41
12. Flächenbedarf

Das Thema ist komplexer.

Der Flächennehrbedarf für Biolandwirtschaft ist abhängig von der Kultur.
In Deutschland würde der Verzicht auf Bioenergieträger vom Acker grob soviel Fläche frei geben dass ein Vollumstieg auf Ökolandbau möglich wäre. Siehe Biomasse Studie der Leopoldina.
Das bei positiveren Effekten für Klima, Grundwasser und Artenschutz.
Grösster Flächenverbraucher ist aber der Fleischkonsum. Aktuelle Lancet Studie meint 300g Fleisch pro Woche und Mensch wäre sowohl gesund als auch bei 10 Mrd Menschen nachhaltig.
Der Durchschnittsdeutsche isst 1150g Fleisch pro Woche.

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tobi1971 07.02.2019, 12:49
13. Lieber im Supermarkt...

Zitat aus dem Artikel:
"Hier treffen sich Menschen, denen der Schutz von Umwelt und Klima wichtig ist und die mit dem Einkauf dazu beitragen wollen, die Welt ein Stück besser zu machen."


Genau darum betrete ich keinen Bio-Markt, sondern kaufe meine Bio-Lebensmittel konsequent im "normalen" (EDEKA-)Supermarkt. Konsequent wird alles was als Bio erhältlich ist auch als Bio gekauft. Der Mehrpreis ist vielleicht 15 %, das ist es uns wert.


Ich kaufe aber lieber unter "normalen" Leuten ein (halte mich ja selber für normal), nicht unter den oben genannten, die den Schutz der Umwelt als Lebensinhalt und Mission betrachten...

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grbxx 07.02.2019, 13:28
14. Müsli

Bio Läden haben ein sehr differenziertes Angebot gerade bei Müsli, Gewürzen, Kaffee, Tee, Knaberzeug welches man so eher in einem Gourmetladen findet.

Discounter bieten eigentlich nur Produkte mit hohem Volumen an, Milch, Soja Milch, Brot, bestimmtes Obst und Gemüse, d.h. ich kann beim Discounter nur einen Teil meines Bedarfs decken.

Als Folge muss man dann zwei wenn nicht sogar drei Läden aufsuchen. Was man dann eher ungerne macht.

Trotzdem ist es gut, weil Bio so mehr in die Breite kommt.

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vitalik 07.02.2019, 13:35
15.

Zitat von KLäuft
Biologische Landwirtschaft braucht zwar mehr Anbaufläche, deshalb darauf zu schließen, dass sich die landwirtschaftliche Nutzfläche verdoppeln müsste, stiegen alle auf Biolebensmittel um ist Unsinn. Ein Großteil der Käufer biologisch produzierter Lebensmittel achtet auch darauf, wenig Lebensmittel wegzuschmeißen und kauft auch krumme Gurken, wodurch es viel weniger aussortierte Ware gibt. Das mit eingerechnet bräuchte man wahrscheinlich nur minimal mehr Fläche zum Abbau als in der konventionellen Landwirtschaft.
Warum sollte es eine falsche Rechnung sein?
Sie gehen also von aktuellen Bio-Käufer aus und legen diesen auf alle zukünftigen Kunden um? Wird man beim Besuch eines Bio-Marktes automatisch zu einem besseren Mensch mit weniger Verschwendung? Das glaube ich nicht. Würde man überall nur Bio-Gurken verkaufen, wäre die Verschwendung eines Durchschnittskunden genauso hoch, wie heute bei Nicht-Bio Produkten.

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vitalik 07.02.2019, 13:41
16.

Zitat von GrüneLeuchte
Die Bio-Artikel der Discounter, allen voran jene von Aldi, haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Wenn man sich zum Beispiel ansieht woher viele der Bio-Obst,-und Gemüsesorten stammen, dann prangt i.d.R. „Niederlande“ auf dem Etiket. Daneben das der Boden in den Niederlanden nachweislich keine Nährstoffe mehr enthält, man also Wasser in grüner Verpackung konsumiert, steht und stand niederländische Massenware noch nie für das Label „Bio“. Der Konsument von heute, nimmt lieber das Original denn die billige Kopie. Da helfen auch noch so gute Imagekampagnen nichts.
Soweit ich weiß, gibt es Bio Ware auch mit der entsprechenden Kennzeichnung. Diese Kennzeichnung klebt sich nicht Aldi auf die Produkte, sondern der Produzent, der die entsprechende Prüfungen bestanden hat. Sollte es nicht der Fall sein, ist es Betrug und muss entsprechend verfolgt und bestraft werden.

Ihr Vorurteil gegenüber Aldi legen Sie einfach auf die Produkte um, ohne auch nur ansatzweise sich mit den Produkten zu beschäftigen. Aber Sie können auch einfach weiter in Ihren Bio-Laden und sich besser fühlen, dass Ihr Bio-Laden ein besseres Bio hat als der Aldi.

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rene.macon 07.02.2019, 13:47
17.

Zitat von KLäuft
Biologische Landwirtschaft braucht zwar mehr Anbaufläche, deshalb darauf zu schließen, dass sich die landwirtschaftliche Nutzfläche verdoppeln müsste, stiegen alle auf Biolebensmittel um ist Unsinn. Ein Großteil der Käufer biologisch produzierter Lebensmittel achtet auch darauf, wenig Lebensmittel wegzuschmeißen und kauft auch krumme Gurken, wodurch es viel weniger aussortierte Ware gibt. Das mit eingerechnet bräuchte man wahrscheinlich nur minimal mehr Fläche zum Abbau als in der konventionellen Landwirtschaft.
"Leider" wird nicht soviel weggeschmissen, wie die "ökologische" Landwirtschaft unproduktiv ist. Auch ist das mit der Umerziehung von Menschen so eine Sache...

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rene.macon 07.02.2019, 13:58
18.

Zitat von Celegorm
"Die starken Rückgänge in der Artenvielfalt sind darum auch fast ausschliesslich der grossflächigen Monokultur mit starkem Pestizideinsatz geschuldet. "
Im Vergleich zu ungenutzter Natur ist auch die Biolandwirtschaft "grossflächige Monokultur ". Die Vorteile der Biolandwirtschaft reichen nicht aus, um den Nachteil des zusätzlichen Flächenverbrauch auszugleichen. Außerdem sind auch in der Biolandwirtschaft Pestizide & Fungizde erlaubt, wenn diese "biologischen" Ursprungs sind (z.B. Bt-Toxin in der Baumwollproduktion, oder das Schwermetall Kupfer...)

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rene.macon 07.02.2019, 14:36
19.

Zitat von Svante07
"Über diese Bereitstellung aktiven Stickstoffs werden in manchen Erdregionen viel zu hohe Stickstoffmengen in die Ökosyseme eingebracht."
Sie müssen daran denken, dass auch in der biologischen Landwirtschaft "Wirtschaftsdünger" (Gülle, Jauche und Mist) erlaubt ist. Wird dieser wg. der geringeren Flächenproduktivität auf mehr Fläche je Ertragseinheit ausgebracht, steigt das Eutrophierungspotential je Ertragseinheit entsprechend...

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