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Wieder mehr Umsatz: Ökoläden trotzen dem Aldi-Bio
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Naturkostläden wie Alnatura oder Denn's verkaufen wieder mehr, obwohl auch Supermärkte und Discounter immer mehr Bio-Artikel anbieten. Alle Händler müssen reagieren, denn Kunden haben neue Wünsche.

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regelaltersrentner 07.02.2019, 15:02
20.

Zitat von GrüneLeuchte
Ihr Vortrag führt in die Irre. Die Hälfte der gesamten Fläche Deutschlands wird als Ackerland genutzt. Das ist mehr als genug Fläsche Deutschland als auch andere Länder mit Bio- Lebensmitteln zu versorgen. Und anders als in der konventionellen Landschaft wird im Bio-Landbau Arten und Landschaftsschutz groß geschrieben. Allein der Nitrateintrag, welcher gerade unser aller Wasser vergiftet, wäre damit vom Tisch. Ein Kilo Schweinfleisch muss nämlich keine 2,50 Euro kosten.
Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland bei Lebensmittel liegt bei 85 %. Wie sie bei reinen Biobetrieben das Volk zu 100% ernähren und noch exportieren wollen, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

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Einhorn 07.02.2019, 17:58
21.

Zitat von vitalik
Soweit ich weiß, gibt es Bio Ware auch mit der entsprechenden Kennzeichnung. Diese Kennzeichnung klebt sich nicht Aldi auf die Produkte, sondern der Produzent, der die entsprechende Prüfungen bestanden hat. Sollte es nicht der Fall sein, ist es Betrug und muss entsprechend verfolgt und bestraft werden. Ihr Vorurteil gegenüber Aldi legen Sie einfach auf die Produkte um, ohne auch nur ansatzweise sich mit den Produkten zu beschäftigen. Aber Sie können auch einfach weiter in Ihren Bio-Laden und sich besser fühlen, dass Ihr Bio-Laden ein besseres Bio hat als der Aldi.
Biogemüse aus Almeria in Spanien erfüllt alle Grenzwerte für das Gemüse selbst. Billiger als "echtes" Biogemüse ist es, weil Menschen aus Afrika ausgebeutet werden, um es zu ernten. Diese Menschen kommen dort hin in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa - und sitzen fest. Weil sie nur dann Geld verdienen, wenn es etwas zu ernten gibt, verbrauchen sie zwischendurch das verdiente Geld für ihren Lebensunterhalt (es gibt dort eigentlich kein Wasser - darum ist es sehr teuer) - und können weder vor noch zurück. Gern gesehen sind sie außerhalb von Almeria in Spanien nämlich nicht.

Weder Menschenrechte und Arbeitsbedingungen noch echte Nachhaltigkeit sind Bestandteil der Biolabel. Und wem das nicht egal ist, der kauft kein Billig-Bio. Denn in der Regel ist im Laden niemand vor Ort, der einem genau sagen könnte woher das Gemüse kommt ("Spanien" - und der Kennzeichnungspflicht ist genüge getan). Im Bioladen ist das halt anders.

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Flari 07.02.2019, 20:54
22.

Zitat von Einhorn
wem das nicht egal ist, der kauft kein Billig-Bio. Denn in der Regel ist im Laden niemand vor Ort, der einem genau sagen könnte woher das Gemüse kommt ("Spanien" - und der Kennzeichnungspflicht ist genüge getan). Im Bioladen ist das halt anders.
Frage ist aber doch, wer da die ehrlichere Aussage trifft.

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Svante07 07.02.2019, 21:32
23. #rene.macon

Zitat von rene.macon
Sie müssen daran denken, dass auch in der biologischen Landwirtschaft "Wirtschaftsdünger" (Gülle, Jauche und Mist) erlaubt ist. Wird dieser wg. der geringeren Flächenproduktivität auf mehr Fläche je Ertragseinheit ausgebracht, steigt das Eutrophierungspotential je Ertragseinheit entsprechend...
Ihr Vergleich hinkt aber gewaltig.
Demeter, Bioland, Naturland haben strenge Richtlinien, was die Düngung anbelangt. So ist bereits die Anzahl von Tieren pro Flächeneinheit allein gegenüber den EG-Öko-Verordnung stark begrenzt. Die zulässige Gesamtstickstoffzufuhr pro Hektar liegt bei lediglich 65% von der aus konventioneller Landwirtschaft (nach der neuen Düngeverordnung, nach der alten noch weniger).

In der konventionellen Landwirtschaft haben wir z.B. im Oldenburger Land und im Münsterland die höchsten Tierdichten der Welt, so dass nicht nur die Stickstoffdeposition aus der Luft Umwelt und Ökosysteme überdüngt, sondern auch das Trinkwassser durch Nitrat-Einwaschungen belastet ist. Dort herrscht ein regelrechter Gülletourismus. Eigentlich müsste man die ganze Scheiße zurück auf die geholzten Regenwaldflächen fahren, da die Unmengen an Futtermitteln durch die Verdauungstrakte der Schweine, Rinder und Hühner gedrückt wurde und nun als Gülle über die Fläche Mitteleruopas verteilt wird.

Da ist die Biolandwirtschaft der genannten Verbände aber weit, weit von entfernt! Demeter fährt sogar eine Kreislaufwirtschaft, in der der Dünger weitestgehend auf dem eigenen Hof produziert wird. Auch besteht überhaupt nicht der Anspruch zu starkem Düngen, da ansonsten die Pflanzen durch zu schnelles Wachstum anfällig für Pilzbefall werden, was den Einsatz von Fungiziden nach sich ziehen würde etc.

Umgehkehrt wird ein Schuh daraus: Durch die hohen Stickstofffrachten aus der konventionellen Hocheistungslandwirtschaft sind auch Gewässer, Flusssysteme, Ost-und Nordsee hochbelastet.

Also, Ihre Argumentation ist haltlos.

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mercurysrevenge 10.02.2019, 12:46
24.

Zitat von Svante07
Ihr Vergleich hinkt aber gewaltig. Demeter, Bioland, Naturland haben strenge Richtlinien, was die Düngung anbelangt. So ist bereits die Anzahl von Tieren pro Flächeneinheit allein gegenüber den EG-Öko-Verordnung stark begrenzt.
Wie groß ist der Anteil von "Demeter, Bioland, Naturland"-Produktion an der Gesamtproduktion der "biologischen Landwirtschaft"? Der weitaus größere Anteil wird nach der EG-Öko-Verordnung produziert.

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