Forum: Wirtschaft
Wirecard: Showdown ohne echten Sieger
DPA

Endlich legt Wirecard seine Bilanz vor, eine Wirtschaftsprüferfirma erklärt das Zahlenwerk für sauber. Der Chef Markus Braun spricht vom "Wendepunkt" im Bilanzskandal. Er dürfte falsch liegen.

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tomdabassman 25.04.2019, 21:43
10. Die Schlinge zieht sich langsam zu

Wie schon in einem früheren Post zum Thema gesagt, man muss schon sehr naiv sein um den sagenhaften Aufstieg von Wirecard so kritiklos wahrzunehmen. Und wer allen Ernstes glaubt, ein Testat von E&Y hätte irgendeine ernsthafte Beweiskraft, der möge sich bitte hier informieren: https://www.n-tv.de/20987565

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so-long 26.04.2019, 12:48
11. Geldhandwäsche

Zitat von sven2016
Wie wird man als Chef einer Firma mit 2 Milliarden Jahresumsatz nach kurzer Zeit zum Milliardär? Wird nur der Aktienwert hochgerechnet? In realem Geld wäre das ein sehr ambitioniertes Ergebnis. Man staunt auch immer wieder darüber, wie viele Zwischenstationen Online-Payments gebührenpflichtig durchlaufen bis sie den Empfänger erreichen.
Der Aktienkurs lag vor vielen Jahren deutlich unter 1 EUR. Das ist schon eine gute Entwicklung seither.
Bei online-Zahlungen waschen sich sehr viele die Hände darin. Beim onlinePorno könnte ich das verstehen als Zahlungsweg, aber für sehr viele andere täglichen Zahlungen gibt es immer noch Bargeld. Warum müssen sich weitere beim Kauf eines Liter Milches darin die Hände waschen??? Ergo: Wirecard-Aktien kaufen und mit Bargeld zahlen.

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ralf.szkudlarek 26.04.2019, 14:21
12.

Sehr geehrte Redaktion, sehr geehrter Herr Kaiser,

ich habe Ihre Berichterstattung zur gestrigen Jahresbilanz von Wirecard gelesen und bin ehrlich gesagt etwas verwundert und enttäuscht über undifferenzierte Formulierungen in dem Artikel "Showdown ohne echten Sieger".

Die Wirtschaftsprüfer von EY haben dem Unternehmen ein uneingeschränktes Testat für die Jahresbilanz 2018 erteilt. Das schreiben sie auch - etwas tendenziös - in der Unterzeile mit den Worten "erklärt das Zahlenwerk für sauber".

Dann kann es aber keinen Bilanzskandal geben, in dem ein Wendepunkt markiert wurde, zumal sie diese Aussage auch noch CEO Braun zuschreiben ("Zitat: Braun spricht vom "Wendepunkt" im Bilanzskandal", der sicherlich niemals das Wort "Bilanzskandal" in den Mund genommen hat.

Maximal könnte man von einem "angeblichen" oder "von der Financial Times vermuteten" Bilanzkandal sprechen. Selbst in einer Unterzeile ist diese Zuspitzung meines Erachtens nicht zu rechtfertigen. Ich bitte Sie höflich um eine Antwort, ob sie meine Einschätzung teilen und ggf. um Korrektur des Artikels.

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