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Wirtschaft in der Türkei: Kurs auf Crash
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Der Türkei-Boom ist vorbei - eine Gefahr für Präsident Erdogan: Sein politischer Erfolg beruhte darauf, dass es den Menschen gut geht. Jetzt wird die Ankurbelung der Wirtschaft zur patriotischen Pflicht.

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Justitia 27.12.2016, 08:52
100.

Zitat von jürgen1970
Also die sinnlosen Kommentare hier, sind ja mal doppelt und dreifach sinnfrei. Die Türkei hat gezeigt, wie schnell und stark ihre Wirtschaft steigen kann, und dies geschah so richtig erst mit der Legislaturperiode Erdogans. Der Westen hat kaum der Türkei geholfen, denn der Westen war noch nie und wird niemals ein Freund des Islams sein. Man könnte mehrere Hundert Jahre in die Vergangenheit reisen und dies alles sich selbst beweisen. Doch eins ist sicher: Erdogan tut der Türkei gut und er wird sich auch von keinem das so leicht verderben lassen.
Gratulation zu Ihrem ersten Beitrag hier, mit dem sie andere Beiträge als sinnfrei titulieren. Sie sollten sich aber besser Gedanken darüber machen, ob nicht ihr Beitrag völlig sinnfrei ist. Was "die Türkei" in der Vergangenheit gezeigt hat, ist aktuell Schall und Rauch. Aktuell zeigt sie, dass die Arbeitslosigkeit steigt, die Infaltion weit über dem Wirtschaftswachstum liegt, die Währung einbricht, die Menschen höchst verunsichert sind, das Land vor einem Bürgerkrieg steht, bzw, dieser im Osten faktisch schon vorhanden ist, die Demokratie zumindest stark eingeschränkt wird und ein Quasi-Diktator mit deutlichen Anzeichen von Persönlichkeitsabnormalitäten sich das Land unter den Nagel reisst. Aus welchem Grund soll eigentlich der Westen ein "Freund" des Islams sein? Der gewaltätige Teil des Islams ist eben auch ein Bestandteil des Islams und Erdogan selbst ist ein Teil dieses gewaltätigen Islams. Er und seine Regierung haben IS unterstützt und im Namen der islamischen türkischen Regierung wird gegen die kurdische Bevölkerung ein Krieg geführt. Also, aus welchem Grund sollte der Westen das unterstützen? Erdogan wird das Land ins Verderben führen, dieser Weg ist gerade beschritten worden.

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ck29turbo 27.12.2016, 08:56
101. hört sich alles nachvollziehbar an, aber...

ich Frage mich gerade, wie dieser Mann in so schwierigen Zeiten, wo er sein Volk um den tausch von Dollar und Euro in Lira oder Kauf von Gold ermuntert. Der Artikel sagt auch, das er damit auch auf gewisse Zeit Erfolg hat/haben wird. In so einer wirtschaftlichen Not des Landes, müsste er doch im Prinzip schnellstens agieren und zwar da, wo es Ihn am wenigsten Treffen würde. Wenn ich mich nicht täusche, hat die Türkei knapp 3 Millionen Menschen aus Syrien aufgenommen und Schutz gewährt. Diese haben dem Staat bisher über 25 Milliarden Euro gekostet. Also das hört sich für mich nicht wirklich so an, wie einer der in Krise ist. Billiger wäre es doch, wenn er alle Tore für die Syrer nach Europa öffnen würde. Entweder scheint mir, dieser Mann hat Herz und Eier, von beidem, aber ordentlich. Oder, unsere Politiker Wissen, dass wenn dieser Mann so weiter macht, das bald ganz Europa aus den Fugen geraten wird und anschließend die ganze Welt aus den Fugen geraten wird, weil dieser Mann eigentlich der einzige ehrliche Politiker ist, der FÜR die Menschen arbeitet und nicht für die Kapitalisten.

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Justitia 27.12.2016, 09:10
102.

Zitat von Wahrheitslieber
Diese ganze Schadenfreude versteckt hinter einem wirtschaftlichen Pseudo-Artikel finde ich ganz schön armselig. Wenn man bedenkt, dass der Euro mitten in einem Crash-Prozess steckt, der auch Deutschland massiv schaden wird, haben die Europäer größere Probleme als die Türkei, die mehr Goldreserven hat als die EZB. Das deutsche Gold haben die Amis und da bleibt es auch. Die Türkei wird der Zentrale Gas-Umschlagplatz für Europa durch Katar, Israel, Aserbaidschan, Turkmenistan, Saudi Arabien und Russland. Das will man verhindern mit False Flag Operationen, Diffamierung , Desinformation und Währungsskrieg. Wird aber nicht klappen. Deutschland wird hingegen sehr verlieren. Wird in 15Jahren nicht mal mehr bei G7 sein. Tja, Hochmut kommt vor dem Fall.. ich lebe übrigens in der Türkei
Ohje, ich habe selten so viel Unsinn auf einmal gelesen. Der Euro befindet sich keinesfalls in einem Crash-Prozess, er ist lediglich aufgrund tiefer Zinsen dauerhaft aber stabil tief bewertet. Auf Crash-Kurs befindet sich hingegen die türkisch Lira, letztes Jahr noch bei einem Kurs von 2,6-2,8 zum Euro (der ja angeblich selbst auf Crashkurs sein soll), dieses Jahr schon bei 3,8. Das sind locker mindestens 35% und mehr Wertverlust der Währung, innerhalb nur eines Jahres und der Weg der Lira geht weiter nach unten. Was das Gas betrifft, die Türkei wird kein Umschlagplatz dafür sein, sondern lediglich Transitland für die Durchleitung und das auch nur für Südeuropa. Nordeuropa, unter anderem Deutschland, erhält sein Gas auf anderem Wege. Die türkische Wirtschaft hat praktisch nichts, was zu einer dauerhaften stabilen Wirtschaftsmacht führen könnte, innovative Unternehmen, Fehlanzeige. Man muss sich nur die Anzahl der Patentanmeldungen in der Türkei anschauen, die sind auf dem Niveau eines Entwicklungslands. Nur mit Bauprojekten, Nachbauten von Kühlschränken und Fernsehern sowie mit landwirtschaftlichen Produkten, wird man auf absehbare Zeit sein Handelsbilanzdefizit nicht beseitigen können. Viel Spass weiterhin in der Türkei, das dicke Ende steht noch bevor!

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Justitia 27.12.2016, 09:45
103.

Zitat von Wahrheitslieber
......... dass der Euro mitten in einem Crash-Prozess steckt, der auch Deutschland massiv schaden wird, haben die Europäer größere Probleme als die Türkei, die mehr Goldreserven hat als die EZB. Das deutsche Gold haben die Amis und da bleibt es auch.
Da sind Sie aber mal schön auf die Propagandamaschine der AKP hereingefallen. Die Goldreserven der EZB selbst haben keinerlei Aussagekraft, denn es kommt auf die Goldreserven des Euro-Raums an. Hier hat alleine Deutschland mehr als 6x so hohe Goldreserven wie die Türkei, ja selbst das kleine Holland hat höhere Goldreserven als die Türkei. Dass die Goldreserven der Türkei für die wirtschaftliche Situation des Landes keine Bedeutung haben, sieht man schon alleine daran, dass die türkische Lira gerade in den Keller rauscht. Und übrigens, psst, nicht weitersagen, ich verrate Ihnen ein Geheimnis, Deutschland holt gerade sein Gold aus dem Ausland zurück, knapp 50% davon befinden sich bereits wieder in Deutschland.

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klmo 27.12.2016, 09:51
104.

Zitat von ck29turbo
ich Frage mich gerade, wie dieser Mann in so schwierigen Zeiten, wo er sein Volk um den tausch von Dollar und Euro in Lira oder Kauf von Gold ermuntert. Der Artikel sagt auch, das er damit auch auf gewisse Zeit Erfolg hat/haben wird. In so einer wirtschaftlichen Not des Landes, müsste er doch im Prinzip schnellstens agieren und zwar da, wo es Ihn am wenigsten Treffen würde. Wenn ich mich nicht täusche, hat die Türkei knapp 3 Millionen Menschen aus Syrien aufgenommen und Schutz gewährt. Diese haben dem Staat bisher über 25 Milliarden Euro gekostet.
Ich kann mich an einen TV-Beitrag erinnern, wo es besonders um die Flüchtlingskinder in der Türkei ging. Die Kinder mussten zur Arbeit gehen, für einen Dollar pro Tag. (Zum Beispiel T-Shirts der besonderen Marke zunähen.) Grenzt schon an Sklavenarbeit. Die Kinder wären natürlich lieber zur Schule gegangen. Die Eltern sinngemäß, dass man das Geld zum Überleben dringend brauche. Das sind die Mittellosen, die nicht nach Europa flüchten können.
Ich verkürze das hier. Aber man sollte ganz schnell vergessen, dass die dort die selben Rahmenbedingungen haben, wie hier in Deutschland die Flüchtlinge.

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mundusvultdecipi 27.12.2016, 09:56
105. Das ist das..

zweite mal,dass das osmanische Reich(nichts anderes wollte/will Erdogan wieder herstellen)untergeht.Kemal Atatürk dreht sich in seinem Grab.

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_freidenker_ 27.12.2016, 09:58
106. Schlicht gelogen

Zitat von tosun.merey
Laut Wörterbücher gibt dieses Wort auf Französisch oder Englisch als einziges Wort nicht. Es muss wohl vornehmlich eine deutsche Eigenschaft sein. Nur nicht zu früh freuen. Wir Türken sind wiederstandsfaehig
Diese Aussage ist schlicht gelogen.
http://www.dict.cc/deutsch-englisch/schadenfroh.html
http://de.pons.com/übersetzung/deutsch-französisch/schadenfroh

Jeweils erster Google-Hit.

Nach kurzer Rücksprache mit einem türkischen Arbeitskollegen gibt es auch im Türkischen eine entsprechende Redewendung.

Wenn Sie nichts beitragen können, lassen Sie es doch einfach. Vielen Dank.

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Justitia 27.12.2016, 09:58
107.

Zitat von Die Happy
Das lässt mich doch etwas verwundert zurück. Nur 1/3 Verlust in der Touristikbranche? Gibt es denn tatsächlich noch vernünftige Menschen, die dorthin in Urlaub fahren?!
Die Zahl bezieht sich auf das aktuelle Jahr. Zum Zeitpunkt des (angeblichen) Putsches und des Anschlags auf den Flughafen in Istanbul kurz davor war die Urlaubssaison praktisch schon gelaufen. Die Touristikunternehmen hatten mit den Hotels ihre Verträge bereits abgeschlossen und die allermeisten Touristen hatten auch schon gebucht. Die Zahl verwundert deshalb kaum, interessant wird sein, wie die Auslastung im Jahr 2017 im Vergleich zu 2015 sein wird. Ich halte übrigens einen Urlaub in der Türkei nicht grundsätzlich für unvernünftigt. Es gibt viele Möglichkeiten, in der Türkei einen Urlaub zu verbringen, ohne durch Anschläge ernsthaft bedroht (zumindest nicht bedrohter als bei uns) oder von der politischen Lage beeinträchtigt zu sein. Ca. 50% der türkischen Bevölkerung sind keine AKP-Unterstützer/-Wähler und es ist aus meiner Sicht nicht einzusehen, weshalb man diese Leute, soweit sie in der Tourismusbranche arbeiten, für Erdogan und seine Politik bestrafen sollte. Im Gegenteil, es gibt so viele liebenswerte und vernünftige Menschen in der Türkei, die man in diesen schwierigen Zeiten unterstützen sollte.

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vici46 27.12.2016, 10:08
108. türkei

erdogan versteht offensichtlich nur, wenn die macht des geldes ihn überzeugt falsch zu handeln. deshalb sollte alles getan werden, um ihm diese macht auch spüren zu lassen. kein geld mehr für die türkei, den tourismus einschränken, soweit durchführbar.
wenn jemand glaubt andere staaten könnten dieses auffangen, lasst sie machen, es wird nicht gehen, weil dafür europa zu stark.

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klmo 27.12.2016, 10:44
109.

Zitat von Justitia
Die Zahl bezieht sich auf das aktuelle Jahr. Zum Zeitpunkt des (angeblichen) Putsches und des Anschlags auf den Flughafen in Istanbul kurz davor war die Urlaubssaison praktisch schon gelaufen. Die Touristikunternehmen hatten mit den Hotels ihre Verträge bereits abgeschlossen und die allermeisten Touristen hatten auch schon gebucht. Die Zahl verwundert deshalb kaum, interessant wird sein, wie die Auslastung im Jahr 2017 im Vergleich zu 2015 sein wird. Ich halte übrigens einen Urlaub in der Türkei nicht grundsätzlich für unvernünftigt. Es gibt viele Möglichkeiten, in der Türkei einen Urlaub zu verbringen, ohne durch Anschläge ernsthaft bedroht (zumindest nicht bedrohter als bei uns) oder von der politischen Lage beeinträchtigt zu sein. Ca. 50% der türkischen Bevölkerung sind keine AKP-Unterstützer/-Wähler und es ist aus meiner Sicht nicht einzusehen, weshalb man diese Leute, soweit sie in der Tourismusbranche arbeiten, für Erdogan und seine Politik bestrafen sollte. Im Gegenteil, es gibt so viele liebenswerte und vernünftige Menschen in der Türkei, die man in diesen schwierigen Zeiten unterstützen sollte.
Im Prinzip stimme ich Ihnen zu. Trotzdem muss ich Ihnen leider sagen, dass ich nur noch wenig Lust verspüre, dorthin zu reisen. Mittlerweile ist es ja so weit, dass man mit Türken auf der Strasse, im Basar oder Restaurants nicht mehr offen über die Probleme der Türkei sprechen kann. Man hält sich, je nach Intentionen, sofort bedeckt. Dieses geistige Klima legt sich wie Mehltau über das Land. Ich kenne die Türkei seit Jahrzehnten. Früher waren die Türken aufgeschlossen und suchten das Gespräch. Selbst in abgelegenen Dörfern im Taurusgebirge wurde ich von jungen Leuten angesprochen. Dieses Klima hat sich völlig verändert. Nur das aggressive Verhalten der Verkkäufer hat sich gesteigert, was nur noch nervt. Dabei kämpfen die nur um ihre Existenz und stehen unter permanenten Druck. Dieser oft billige Kommerz mit all den Begleiterscheinungen und das geistige Klima schrecken nur noch ab.

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