Forum: Wirtschaft
Wirtschaft gut, Stimmung schlecht: Wie Pessimisten Deutschland in die Krise treiben
DPA

Es ist das Thema des Jahres 2016 - und könnte es auch kommendes Jahr werden: Wirtschaftliche Lage und politische Stimmung driften immer weiter auseinander - mit gravierenden Folgen, nicht nur in Deutschland.

Seite 1 von 34
LondoMollari 18.12.2016, 17:50
1. Könnte dran liegen ...

... das Lage der Wirtschaft und LAge der Bevölkerung AUCH immer weiter auseinander driften.

Der alte Wirtschaftswundersatz zu Zeizten der sozialen Marktwirtschaft von wegen "Geht es der Wirtschaft gut geht es der Bevölkerung gut." gilt schon lange nicht mehr.

Was nützt es der Normalbevölkerung das die deutschen DAX-Konzerne (="Die Wirtschaft") seit Jahren neue Gewinn-, Kurs- und Dividenden-All-Zeit-Hochs einfahren?

Die Leute haben dank Sozialabbau, Harz IV, massivem Niedriglohnsektor, "Flexibilisierung" am Arbeitsmarkt (=permanente Unsicherheit über Sicherheit des Arbeitsplatzes), dem geiergebaren von Finanzinvestoren und dem massiv ausgeweiteten Lobbyismus GANZ andere Sorgen.

Und so langsam kriegen das zumindest auf der Gefühlsebene immer mehr Leute mit - trotz Brot und Spiele in Form von Fußball, Privatfernsehen und BILD.

Beitrag melden
kevinschmied704 18.12.2016, 17:50
2. ja is ja auch logo.

seit wann kann eine 25 jährige Lohn Depression auch für Optimismus sorgen?
erhöht die löhne( 12 /Std.) , akzeptiert weniger gewinn für die Wirtschaft und ich verspreche euch die Optimisten werden das Ruder wieder Rumreißen. ach ja und eventuell könnte man noch schärfere Regularien gegen die Abschöpfung unserer Steuergelder einführen, von mir aus auch mit der Androhung Manager ins Gefängnis zu schicken und Strafzölle auf unternehmen, die mit dem niedriglohn in dritt, viert und fünf Ländern, die Armut am laufen halten.

Beitrag melden
ulrich_loose 18.12.2016, 17:51
3. Gemach,

die wirtschaftliche Lage wird die Stimmung schneller einholen als vielen lieb sein kann. Fakt ist - das muss man so drastisch sagen - die Haushalte bzw. die Lage ist auf Kante genäht. Bleibt auch die Frage zu klären, wie man in einer wirtschaftlich doch so tollen Lage den Bundesbürgern über zwei Jahre eine "Steuersenkung" von insgesamt 6 Mrd angedeihen lässt, im gleichen Zeitraum aber weit über 50 Mrd für angeblich "Schutzsuchende" ausgeben kann und "weil sie nun schon mal da sind" auch muss.

Wie gesagt, es muss nur eine Kleinigkeit passieren und das schöne Kartenhaus in Sachen Wirtschaft bricht zusammen.

Beitrag melden
Claus_Hangzhou 18.12.2016, 17:56
4. Das ewige Schönreden zum Jahresende

Immer wieder dasselbe, jedes Jahr. Der Wirtschaft geht es gut was wollt ihr "tumbes" Volk den noch.
Wer ist die Wirtschaft? Das sollte zuerst einmal definiert werden. Sind es die 3 % Superreichen. Dann ist das ja wirklich toll.
Warum ist der deutsche Mensch nicht unbedingt zufrieden. Vielleicht weil er ständig für blöd erachtet wird.

Billiger Atomstrom
Sichere Rente
Altersarmut die so sicher ist wie das Amen in der Kirche für sehr, sehr viele Menschen in der Zukunft.
Orientierungslosigkeit der Politik, mit Entscheidungen von Tag zu Tag und nach dem Stand von Umfragen.
Verschleierung von Umweltproblemen
Lobbyismus wo man hinschaut und Bückling vor der Industrie und dem Kapital
Wo sind Visionen, die Probleme lösen bevor sie entstehen. Wohl erst im nächsten Leben oder auf einer Parallelwelt.

Aber denkt alle daran, der Wirtschaft geht es gut und vergesst nicht viel zu Konsumieren vor und über Weihnachten, sonst verhagelt es noch die Stimmung und das werden wir dann bitter bereuen in 2017.

Beitrag melden
manicmecanic 18.12.2016, 17:57
5. das selbe Mantra von den üblichen Statistikreitern

Er möge mal erklären wie seine Lobhudelei der Regierungspolitik zu den Zahlen derselben Regierung paßt bzgl. der immer mehr wachsenden Kinderarmut in der BRD? Zu seinen immer gleichen Sprüchen in Sachen schrumpfender Arbeitslosenzahlen sag ich nur,wo werden die denn weniger?Weil die Regierung die Leute in immer neue 'Maßnahmen' steckt damit sie nur schön aus den Arbeitslosenzahlen verschwindet?Wie ging noch der Spruch,ich glaube nur dje Statistik,die ich selbst gef..... ?

Beitrag melden
klibbelohr 18.12.2016, 17:58
6. Vermeintlicher Widerspruch? Nö!

Mal ehrlich, wer profitiert denn von der Lage? Bei den Pessimisten kommt subjektiv eh kein Gefühl der Verbesserung auf. Sie buckeln für gleichwenigbleibendes Geld und müssen mehr und mehr machen und trotzdem wird in Unternehmen weiter gespart: weniger Stunden, weniger Kollegen, weniger Ressourcen. Damit die Gewinne gleich hoch bleiben? Oder steigen?
Das treibt sie in den Selbsthass. Und diese Unzufriedenheit nehmen sie mit und teilen sie aus oder wählen so.
Pessimismus ist zur Zeit so etwas wie der gespannte Ausblick in die mittelfristige Zukunft.
Unsere Kinder haben ganz schön was vor sich.

Beitrag melden
Rohrbruch 18.12.2016, 17:58
7. Wirtschaftliche Lage ...

Profitieren alle davon, oder vielleicht doch nicht?
Gibt es vielleicht noch andere Themen, die die politische Stimmung beeinflussen könnten?
Warum nimmt der Autor die Stimmungsfrage Wirtschaft = Politik quasi axiomatisch hin?

Essentielle Fragestellungen, die in der Verflechtung Wirtschaft - Politik - Medien zu begründen sind? Und wer immer noch nicht diesem heiligen Dreigestirn folgt, wird denunziert. Dieses Mal als "Pessimist, der DE in die Krise treibt."

Beitrag melden
Nordstadtbewohner 18.12.2016, 17:58
8. Ich stimme Ihrem Artikel fast zu 100% zu.

Es ist in der Tat beunruhigend, wie die gute wirtschaftliche Lage und die allgemeine Stimmung auseinander driften. Ich frage mich auch, woran das liegen könnte. Der Artikel greift das auf, nur stellt sich mir die Frage, wie man diese Diskrepanz verringern oder gar aufheben kann. Es wäre schade, wenn es in Deutschland dadurch zu politischen Richtungswechseln käme, obwohl es objektiv keinen Grund dafür gibt.

In einem Punkt bin ich allerdings nicht ganz der Meinung des Autors: Es gibt selbstverständlich unterschiedliche Auffassungen zwischen alten und jungen Menschen in Deutschland. Die Alten blicken eher pessimistisch in die Zukunft, die Jungen eher zu optimistisch. So sehe ich das von meiner Warte aus als Mensch, der momentan weder zu den Alten, noch zu den Jungen gehört als Midager. Dass die Jungen vielleicht zu sehr optimistisch in die Zukunft sehen, liegt vor allem an der Wirtschaft, die jungen Absolventen und Auszubildenden das Gefühl vermittelt, sie könnten in absehbarer Zeit alle in oberste Führungspositionen gelangen. Die Ernüchterung kommt dann relativ schnell (=siehe Spon-Artikel über enttäuschte Berufseinsteiger). Das kann den Alten nicht mehr passieren, was deren übertriebener Pessimismus ausdrückt.

Beitrag melden
zynik 18.12.2016, 17:58
9. *seufz*

"Vielen Menschen ist mulmig zumute. Obwohl die Wirtschaft läuft. "

Solange unsere "Experten" aus Wirtschaft und Poltik weiterhin Teile der sozialen Realität in diesem Land und in Europa einfach komplett ausblenden, wird das wohl so weiterlaufen, ja. Ob AfD und Populismus wirksame Rezepte anbieten, ist dabei fast schon egal.

Beitrag melden
Seite 1 von 34
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!