Forum: Wirtschaft
Wirtschafts-Nobelpreisträger Krugman: "Habe die Kompetenz der griechischen Regierung
DPA

Stets hat der Ökonom Paul Krugman die Regierung von Alexis Tsipras in ihrer Kritik an den Sparprogrammen unterstützt. Jetzt wendet sich der Wirtschafts-Nobelpreisträger enttäuscht ab.

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Karl Auer 20.07.2015, 09:49
110.

Zitat von RenegadeOtis
Ähm. Sie meinen die US-Wirtschaft dümpelt? Nach den Zahlen der US-Wirtschaft würden sich locker 80% der Euro-Staaten die Finger lecken.
Ich bin mir relativ sicher, dass die meisten Staaten dieser Welt eher nicht tauschen wollten (GR und Japan natürlich ausgenommen).

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/165786/umfrage/staatsverschuldung-der-usa-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/165792/umfrage/haushaltssaldo-der-usa-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/

Die meisten Menschen inklusive Preisträger der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft zur Erinnerung an Alfred Nobel sollten mal wieder ihren Keynes lesen. Von Daueralimentierung zur Stützung der Nachfrage steht da nämlich nichts.

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PTerGun 20.07.2015, 09:50
111. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Der Kritikpunkt hat ja wohl weniger etwas mit ökonomischer als mit strategischer Kompetenz zu tun.
Ansonsten wurde hier vermutlich aus einem längeren Interview wiedermal der eine Satz herausgerissen, der Griechenland schlecht aussehen lässt. Fragwürdiger Bericht.

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Erkläromat 20.07.2015, 09:51
112.

Zitat von neurobi
Wann begreift die Redaktion endlich, das es keinen Nobelpreis für Wirtschaft gibt? Das ist eine Auszeichnung mirt der sich die Schwedische Reichsbank an die Nobelpreise angehängt hat.
Das frage ich mich auch. Selbt die FAZ und Tagesschau machen diesen PR-Coup der Ökonomen ohne Widerrede mit.

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niceemotions 20.07.2015, 09:52
113. Merkel vs. Schäuble

Leider ist genau das eingetreten was ich schon seid Wochen befürchtet habe, nämlich dass man sich in Bezug auf Griechenland weiter durchwurstelt. Warum? Weil die Machthabenden in der EU gigantische Angst davor haben, dass ein Grexit schief läuft und sie dann evtl. zurücktreten müssten. Persönliche Interessen werden dem Wohl Europas vorangestellt. Das ist schlicht und ergreifend schäbig. Es gibt nur 3 Alternativen in Bezug auf Griechenland.

1. Eine Unmenge an Geld investieren, um die griech. Wirtschaft anzukurbeln bzw. auszubauen.

2. Grexit mit allen Konsequenzen

3. Die Sparpolitik mit der Konsequenz, dass sich Griechenland nicht aus eigener Kraft wirtschaftlich erholt und man somit, nachdem das Geld aus dem Rettungsfonds verbraucht ist, wieder am Anfang steht und wieder Gelder zur Verfügung stellen muss.

Die Option 1 entspräche den Interessen der USA bzw. Krugmans, allerdings mit der Gefahr, dass alles scheitert, dann ist ne ganze Menge Geld futsch, natürlich auch deutsche Steuergelder. Option 3 (Merkel's Option) ist die schlechteste aller Varianten und genau dafür hat sich die EU entschieden, denn es wird alles nur aufgeschoben und es wird weiter durchgewurstelt. Die beste aller Optionen wäre 2 gewesen, nämlich der Grexit (Schäubles Option), dann wäre GR wieder in die Lage versetzt worden, wettbewerbsfähig zu werden, um sich aus eigener Kraft, aber natürlich auch mit vielen Einschränkungen aus der der mißlichen Lage zu befreien.

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Pinin 20.07.2015, 09:53
114. Wie kann man nur bei Griechenland ...

... von einer Volkswirtschaft reden die man ankurbeln kann? Deren ganze Wirtschaft besteht doch nur aus Tourismus und der Verteilung importierter, auf Pump gekaufter Güter.

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Karl Auer 20.07.2015, 09:54
115.

Zitat von WOLF in USA
am laufenden Meter. Österreich hat er auch schon mal bankrott geredet und 2008 hat er prophezeit dass Deutschland am härtesten von der Krise getroffen werde und als Letzter, schwer angeschlagen aus ihr hervorgehen werde. Krugmann versteht zudem überhaupt nichts von Europa und seine Kommentare hinsichtlich Europa sind fast immer ganz links politisch motiviert. Ich denke, Krugmann selber wird ganz arg überschätzt.
Der Witz dabei ist aber, dass ausgerechnet Deutschland 2009 alles richtig gemacht hat im Sinne Keynes' und der Neo-Keynesianer Krugman und Stiglitz.

Im Falle eines außergewöhnlichen Nachfragerückgang muss der Staat kurz aber heftig für einen Stimulus sorgen, auch mit Hilfe von Krediten. Und dann wieder zurück auf Normalmodus.

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herm16 20.07.2015, 09:54
116. ich denk

um diese Weisheit zu verbreiten braucht es nicht Krugmann. Wenn eine Regierung nicht zu ihren Beschlüssen steht,
wird es nichts.

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huggiii 20.07.2015, 09:54
117. Titel

Zitat von NilsPf
... Doch was Griechenland dringend gebraucht hätte, wären Investitionen aus dem Ausland gewesen, vielleicht auch Investitionen reicher inländischer Oligarchen und natürlich ein Rückgewinn des verloren gegangenen Vertrauens. Doch das wurde versäumt.
... Sie vergessen offensichtlich, dass die griechischen Probleme die Folgen ihrer sehr speziellen Umgangsform mit ihrem Staatswesen sind. Ohne funktionierendes Staatswesen nützen alle weiteren Anstrengungen nichts. Ein desolates Bildungswesen, desolates Gesundheitswesen, eine nicht funktionierende Rechtsprechung, eine nicht funktonierende öffentliche Verwaltung, all das sind die Probleme welche nur in Griechenland selbst behoben werden können.

Wie sagte unlängst ein griechischstämmiger Diskutant in einer Diskussionsrunde, es fehlt in Griechenland nicht an Gesetzen wie was zu tun ist, es fehlt an der Erkenntnis und Bereitschaft dass Gesetze einzuhalten sind.

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stilus 20.07.2015, 09:54
118. Mr. Krugman`s Rat...

..an jemanden, der in ein tiefes Loch gefallen ist und wieder heraus möchte, lautet also: Nimm deinen Spaten und grabe tiefer!"
Die Logik eines "renomierten" Wirtschaftswissenschaftlers. Man kann nur noch staunen!

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Schneeeli 20.07.2015, 09:55
119. Die Griechen hätten Zeit gebraucht!

Das Desaster, in dem die griechische Bevölkerung sich heute befindet, ist nicht die Schuld der derzeitigen Regierung unter Tsipras. Das haben Vetternwirtschaft, Korruption und südländisches Laissez-faire der vorangegangenen Regierungen über Jahrzehnte verursacht. Griechenland hat sich mit gefälschten Bilanzen Zugang zur Euro-Zone verschafft – massiv unterstützt von der Regierung Schröder mit ihrem unsäglichen Finanzminister Eichel. Das hätte nie passieren dürfen. Die Institutionen (ehedem „Troika“) haben in den vergangenen fünf Jahren 320 Milliarden nach Griechenland transferiert, eine Menge Geld, von dem so gut wie nichts bei der Bevölkerung angekommen ist. Es hat lediglich der vordergründigen Rettung griechischer Banken gedient und ist zum grössten Teil unmittelbar an deutsche und französische Banken zurückgeflossen. Wieder einmal: Hauptsache, die Banken sind befriedigt, wie es den Menschen geht, interessiert kein Schwein. Enttäuscht sollte man von denen sein, welche der neuen Regierung keine Zeit geben wollte bzw. die neue Regierung beschuldigt für das Desaster verantwortlich sein. Merkel bestand darauf, dass der IWF im Falle Griechenlands mit involviert wurde. Dabei sollte heute jeder wissen, dass Engagement des IWF bedeutet modernes Raubrittertum - die Länder Afrikas lasse grüssen. Die neue Regierung hätte Zeit gebraucht, die gab man ihnen nicht. Von daher gesehen muss man vor allem von Merkel und Co enttäuscht sein. Verwandeln die ein Land Europas in ein Armenhaus - und dies dürfte erst der Angang sein

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