Forum: Wirtschaft
Wirtschafts-Nobelpreisträger Krugman: "Habe die Kompetenz der griechischen Regierung
DPA

Stets hat der Ökonom Paul Krugman die Regierung von Alexis Tsipras in ihrer Kritik an den Sparprogrammen unterstützt. Jetzt wendet sich der Wirtschafts-Nobelpreisträger enttäuscht ab.

Seite 28 von 55
Bondurant 20.07.2015, 12:23
270.

Zitat von silverhair
Streichen sie mal ganz schnell...ihren Unsinn über "Kompetente Leute" .. Sorry aber gerade die dt. Politik und Aufbau des Staatswesens ist weit weit weg von Kompetenz,
Das kann nur jemand schreiben, der noch nie länger als zwei Wochen außerhalb Deutschlands gelebt hat (es sei denn, er wäre in Skandinavien gewesen).

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forsell 20.07.2015, 12:24
271. Usa

Zitat von RenegadeOtis
Zudem umschiffen Sie meine Aussagen. Ich konkretisiere gern nochmal: Inwiefern kann man von "Dümpeln der US-Wirtschaft sprechen, wenn das Haushaltsdefizit seit einem halben Jahrzehnt stetig sinkt und das BIP stetig steigt?"
1) BIP-Wachstum wird in US anders ermittelt als in Europa. Es handelt sich um ein annualisiertes Wachstum, also von "jetzt" in die Zukunft -für Jahr- hochgerechnetes Wachstum. Man nimmt willkürlich an, dass ein Wachstum-Momentum, wenn dies der Fall sei, mind. ein Jahr UND mit dem gleichen Wachstumsrate anhalten wird. In Europa wird auf BIP-Annualisierung verzichtet, weswegen die Wachstumsraten geringer und mit US-Daten nicht vergleichbar sind

2) Das aktuelle Mini BIP-Wachstum der US wird einzig und allein von privatschuldenfinanzierter Zusatznachfrage im Consumer Market und wieder im Immobilien-Hypotkenemarkt getragen.

Amerikaner stürzen sich wieder in Schulden

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petros t 20.07.2015, 12:24
272. Er ist sicher enttäuscht

von der griechischen Regierung, das ie keinen Plan "B" hatte.
Das hat selbst alexis Tsipras eingesehen, das er in dieser Hinsicht Fehler beganngen hat, er hatte die Lage falsch eingeschätzt, er dachte wohl das er mir den €-Partner verhandeln könne.
Wie hätte den ein Plan "B" aussehen können? Es konnte doch nur den Austritt aus der €-Zone bedeuten, mit einstellung des Schuldendienstes, einer neuen Währung und den vieldiskutierten Folgen.

Wollte Tzipras das? Nein! Sein Auftrag lautete eine Lösung innerhalb des €, mit nachhaltig Wirtschaftfördernden Massnahmen, die ein gesunden der Wirtschaft und damit eine bessere Situation zu schaffen.
Hierfür war er bereit wirkliche Reformen umzusetzten, was haben wir stattdessen? Einmal mehr von dem Vorhergehenden. Einsparungen die uns als Reformen erklärt werden, in der überwiegenden Mehrheit sind die "vereinbarten" Auflagen rezessiv, sie schaden mehr als das sie nutzen.

Tsipras sagt das, alle sagen das, und Krugman,:" Er argumentierte - wie einige andere US-Top-Ökonomen -, dass eine radikale Sparpolitik eine rezessionsgeplagte Volkswirtschaft nicht gesunden, sondern noch tiefer in die Krise rutschen lasse."

Die "Inkompetenz" des Herrn Tsipras ist also m.E. nur beschränkt auf die Fehleinschätzung, der Unbelhrbarkeit der Neocons in Hinsicht auf die Einsicht in eine fünf Jahre andauernde falsche Politik.

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rainerheinrich 20.07.2015, 12:27
273. Anmerkung zum Artikel, dort heißt es,

"Bei der Volksabstimmung am 5. Juli waren mehr als 60 Prozent der Griechen dem Aufruf ihrer Regierung gefolgt und votierten gegen ein mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgehandeltes Spar- und Reformprogramm."
Mein Verständnis ist jedoch, dass 60% der Wähler und nicht 60% der Wahlberechtigten mit NEIN gestimmt haben. Wie hoch war nun die Wahlbeteiligung?
Ich erinnere mich, dass sie 60% gewesen sein soll.

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IB_31 20.07.2015, 12:29
274.

Zitat von garfield
Und nun? Halten Sie es für möglich, dass Handels- und Finanzpolitik wenigstens "klitzekleine" Überschneidungen haben, die Kenntnisse auf beiden Gebieten wenigstens soweit erforderlich machen, dass Ihnen ein Nobelpreisträger auf EINEM Gebiet da meilenweit etwas vormacht?Gegenfrage: Würden Sie die Finanzen eines Landes eher einem Juristen oder eher einem Wirtschaftsmathematiker anvertrauen?
Sicherlich gibt es Überschneidungen.
Ich kenne aber das Argument von Krugmann's Kritikern
aus der Finanzpolitik - Ecke zuu zentralen Schuldenschnitt - Forderung von Krugmann:
"Griechenland wäre dann sofort wieder kreditfähig und bräuchte nicht mehr reformieren.".
Das leuchtet mir ein.
Dann eben lieber Finanzpolitiker statt Handelspolitiker.
Zu Ihrer Frage:
Die Frage ist insofern etwas irrelevant, als Politiker
eher kein Fachwissen haben, sondern Fachabteilungen, die sie beraten.
Aber zum grundsätzlichen:
Man munkelt, dass jede Art von Zusammenleben Regeln erfordert. Das sogar dadurch erst Zusammenleben möglich wurde.
Damit sollte die Frage beantwortet sein.
Wirtschaftmathematik - gar Spieltheorie - setzt im übrigen sog. "vernunftbegabte Entscheider" voraus.

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adal_ 20.07.2015, 12:30
275. Deutsche mit Mecker-Kompetenz-Gen

Zitat von silverhair
Sorry aber gerade die dt. Politik und Aufbau des Staatswesens ist weit weit weg von Kompetenz
Ich vermute jetzt mal, Sie sind Deutscher und denken nicht im Traum daran, auszuwandern, meckern also auf höchstem Niveau. :-)

Draußen in der Welt gilt Deutschland als Hort der Rechtssicherheit, der sozialen und der gesundheitlichen Sicherheit. Entsprechend begehrt ist es.

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RioTokio 20.07.2015, 12:39
276.

Zitat von hollowman08
lesetip für solche Poster mit dem Anti-Krugman Reflex : Die IWF Studie über die erfolgschancen des dritten Programmes. Nun mögen die Leute hier Krugman, Stieglitz und andere Top Ökonomen nicht weil sie die Positionen der griechischen Regierung übernehmen aber den IWF halten doch dieselben .....
Der IWF will seine Kredite retten.
Sein Rezept: "die anderen" sollen Kredite erlassen, also: lieber ihre Bürger dafür zahlen lassen, statt griechische.

Cheffin des IWF ist Frau Lagarde - die ehemalige französische Finanzministerin hat eh eigene Interessen und würde - wie die franz. Regierung - gerne in eine Haftungsunion mit Deutschland eintreten.

Die USA haben als Anteilseigner des IWF eh eigene Interessen - Strategisch und pro Hedgefonds und US Banken...
Nur Schäuble kann Deutschlands Steuerzahler helfen.

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adal_ 20.07.2015, 12:42
277. Meister der Retrospektive

Zitat von MephistoX
... Elfenbeinturm-Gelehrten legen bisweilen ganz brauchbare RETROspektive Analysen vor
Das haben Sie sehr gut erkannt. Ökonomen sind unangefochtene Meister der Retrosperktive. Sie können einem ökonomische Vorgänge aus der Vergangenheit wunderbar luzide erklären.

Nur bei den Prognosen hapert es ein bißchen, besonders, wenn gesellschaftliche und politische Variablen zu berücksichtigen sind. Prognosen sind halt schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. :-)

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Karl Auer 20.07.2015, 12:45
278.

Zitat von RenegadeOtis
Also grundsätzlich ist die Gesamtverschuldung wurst, wenn die Zinsen steigen. Die bereits ausgegeben Schuldverschreibungen werden schließlich nicht angefasst - Zinserhöhungen sind ausschließlich für die Bruttoneuverschuldung interessant.
Gewagte Aussage. Die 10 und 30jährigen US-Treasuries liegen ja noch zum Teil über den aktuellen Zinsen während es gerade die Kurzläufer sind, die mit sehr niedrigen Kupons ausgegeben wurden. Diese werden aber logischerweise auch recht schnell wieder refinanziert.

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RioTokio 20.07.2015, 12:46
279.

Zitat von garfield
Bei unseren BILD-gestählten Foristen hier wird die Aufnahmefähigkeit natürlich nur bis zur Überschrift reichen: "Habe die Kompetenz der griechischen Regierung überschätzt". Dass er damit keineswegs von DEREN Lösungsvorstellungen der Krise abrückt, und erst recht nicht auf die Position der Austeritätsfanatiker der Geberländer einschwenkt, bekommen sie dann schon nicht mal mehr mit. Er sagt damit nicht mehr und nicht weniger, als dass ......
Schon witzig, dass Sie andersmeinede SPON Foristen Bild Niveau unterstellen.
Wenn Sie ihre Kommentare auf Bild online abgeben ist es aber ok.
Die Bild liegt allerdings auch oft richtig und trifft die Mehrheitsmeinung.

Ihre "Austeritätsfanatike" sind überhaupt keine.
Die meisten hier würden Ihnen zustimmen, dass es prima wäre wenn in Griechenland ganz viel Geld ausgegeben würde.
Nur eben das Geld der Griechen - und nicht unser Geld.
Machen Sie da Urlaub - dann leisten Sie einen Beitrag gegen die böse Austerität.

Ein Euro Austritt der Griechen wäre kein Problem. Viele andere Nachbarländer sind auch nicht im Euro. Und Rußland hat kein Geld für die Bezahlung von 1 Mio. Griechischen Beamten und 4,5 Millionen gr. Renten. Die kämpfen selber mit Ihre maroden Wirtschaft.

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