Forum: Wirtschaft
Wirtschafts-Nobelpreisträger Krugman: "Habe die Kompetenz der griechischen Regierung
DPA

Stets hat der Ökonom Paul Krugman die Regierung von Alexis Tsipras in ihrer Kritik an den Sparprogrammen unterstützt. Jetzt wendet sich der Wirtschafts-Nobelpreisträger enttäuscht ab.

Seite 29 von 55
Karl Auer 20.07.2015, 12:47
280.

Zitat von RenegadeOtis
Ich verstehe nicht ganz, wieso Sie die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft mit Hängen und Würgen an der Gesamtverschuldung festmachen wollen. Ist Slowenien demzufolge um Längen leistungsfähiger und stabiler als zB. Deutschland, Japan oder die USA? Zu einer gesamtwirtschaftlichen Bewertung zählt viel mehr als die reine Verschuldung.
Mit "Hängen und Würgen"? Woran machen Sie das fest? Weil von drei Links einer die Gesamtverschuldung darstellt und ich auf die Auswirkungen auf zukünftige Zinsen erwähnte?

Beim Rest ging es um Wachstum und Nettoneuverschuldung bzw. das Verhältnis zueinander.

Beitrag melden
gavram 20.07.2015, 12:49
281. Nur mal...

Zitat von adal_
Krugmann hatte nie die verheerenden strukturellen Defizite Griechenlands im Blick. Er hatte nicht im Blick, dass Griechenland in Wahrheit nie über den Status eines Schwellenlandes hinausgekommen war. Das scheint er jetzt erkannt zu haben, gibt es aber immer noch nicht zu und versteckt sich stattdessen lieber hinter einer wohlfeilen Kritik an dem - in der Tat......
...so zum Nachdenken. Zeigen Sie mir einen Artikel von Krugman, Stieglitz oder sonst einem Experten der die Aussage trifft, dass Geld OHNE Reformen fließen sollte. Geanu das wird ihm (und anderen) aber in den meisten kritischen Posts aber vorgeworfen. Womit diese sich selbst disqualifizieren.

Beitrag melden
petros t 20.07.2015, 12:49
282. Mein Beitrag zur

Vervollständigung der Berichterstattung.:

"But, you know, in some sense, it’s hopeless in any case. …it’s not as if the terms that they were being offered before were feasible. I mean, the new terms are even worse, but the terms they were being offered before were still not going to work. So I, you know, I may have overestimated the competence of the Greek government."....

“No. I mean, really nothing has changed in the strategy, which is still cut, cut, and, you know, austerity your way to back to solvency, which wasn’t working, has never worked, actually, in this kind of situation, and will not work. So all that’s happened is that they’ve - we’ve gotten a pause for the moment, maybe. I’m not even sure of that. It’s amazing - we’re by no means out of the woods."

Quelle: interview by host Fareed Zakaria with economist and The New York Times columnist, Paul Krugman.

Beitrag melden
merkur08 20.07.2015, 12:50
283. Mal schauen, wann er das Vorgehen Schaeubles lobt.

Dass es gar nicht anders ging, als den Griechen die Pistole zu setzen. 5 Jahre Verar...... sind genug. Nicht die Deutschen machen Europa kaputt, sondern Griechenland.

Beitrag melden
Karl Auer 20.07.2015, 12:51
284.

Zitat von RenegadeOtis
Welches BIP-Wachstum wäre Ihrer Meinung nach "bei dem Potential" nicht "kümmerlich"? Im Vergleich der Industriestatten sieht das BIP-Wachstum der USA eher exzellent aus.
Ein Wachstum, das mehr als 6 Jahre nach Ausbruch der Krise wenigstens im Bereich der Nettoneuverschuldung läge, am besten sogar darüber.

Der Hinweis auf andere Länder ohne deren Nettoneuverschuldung nutzt wenig. Und GR und Japan erwähnte ich ja bereits, die würden die US-Daten wahrscheinlich mit Kusshand nehmen. D eher nicht.
Oder sehen Sie das anders?

Beitrag melden
Untertan 2.0 20.07.2015, 12:52
285. Der europäische Plan funktioniert

Griechenland ist gerade dabei seinen Lebensstandard an die Wirtschaftleistung anzupassen (folgerichtig nach unten), da es andersherum eh nicht funktionieren würde. Von Tourismus alleine kann man sich eben keine Rente mit 58 leisten. Wenn Griechenland ganz unten angekommen ist, würde auch ein Schuldenschnitt Sinn machen, aber nicht solange sie weit über ihre Verhältnisse leben.

Beitrag melden
Karl Auer 20.07.2015, 12:58
286.

Zitat von RenegadeOtis
Zudem umschiffen Sie meine Aussagen. Ich konkretisiere gern nochmal: Inwiefern kann man von "Dümpeln der US-Wirtschaft sprechen, wenn das Haushaltsdefizit seit einem halben Jahrzehnt stetig sinkt und das BIP stetig steigt?"
Da ich nicht von "Dümpeln" schrieb, kann ich auch nichts umschiffen.

Beitrag melden
Dio_genes 20.07.2015, 12:59
287. Naiv

Zitat von epigone
... Was Herr Krugman in der NYT so absondert gehört in diese Reihe und hat wenig bis nichts mit Wissenschaft zu tun - vielleicht nur mit dem Erfahrungswissen einer Nation, die am untersten Ende aller Staaten dieser Welt bei der Leistungsbilanz steht: Extrem viel von der Ressourcen und ....!
In der Tat wird hier vieles durcheinandergemischt und daher oft nicht sauber analysiert und argumentiert.
Keynesianismus kann nur innerhalb eines stabilen Systems funktionieren, wenn man in guten Zeiten die Mehrausgaben (Schulden) auch tilgt und durch Verschuldung gewonnene wirtschaftliche Stabilität die Darlehen mittel- und langfristig auch wieder zurückzahlt.

Griechenland ist aber seit Jahrhunderten marode und unfähig. Da kann das niemals in sich funktionieren.
Dass Krugman und Co. das für alle Situationen und Staaten als Rezept verkaufen wollen zeigt, dass sie keine Ahnung von der Realität haben und nicht differenzieren.

Zudem war selbst jedem Naivling klar, dass Griechenland bei dem Referendum keinen Plan B hatte und sie deshalb natürlich nun (erstmal - scheinbar) schlechtere Bedingungen bekommen haben. Da zeigt sich, dass Krugman nur blind seine ewige Hetze gegen Deutschland loswerden wollte.
Eine Korrektur seines blinden Model-Rezepts stellt das allerdings nicht dar. Er glaubt weiterhin, dass man 380 Milliarden Schulden wegzaubern kann, wenn man Griechenland im Laufe der nächsten 10 Jahren weitere 380 Milliarden schenkt.

Das einzige was dann passiert ist, dass die Griechen so weitermachen und auch alle anderen Länder die Hand aufhalten werden. Dann scheitert aber auch der Rest von Europa (Griechenland ist nämlich schon gescheitert - solange man im Euro bleibt auf jeden Fall) - was Herrn Krugman allerdings völlig egal ist.

Beitrag melden
forsell 20.07.2015, 13:00
288. Da Deutschland

Zitat von Maya2003
Europa interessiert die Amis nur aus ZWEI Gründen: Sicherheit für ihr angelegtes Kapital und Stabilität, auch auf Kosten der Europäer...
gegenüber USA ein NETTOkapitalexporteur ist -übrigens mit massiver Ausweitung der Kapitalexporte nach US in den letzten Jahren, schliesslich muss ja das den deutschnen "den Gürtel enger schnallen"- Niedriglöhnern abgepresste Geld durch ihre "Leistungsträger" irgendwohin wandern- dürfte wohl eher Deustchland ein Interesse an Sicherhiet und Stabilität seiner Kapitalpositionen in USA haben als umgekehrt.

Beitrag melden
parisien 20.07.2015, 13:07
289. Griechenland Randthema

Zitat von Puma
Im Gegenteil! Heute, am 20.07.2015, hat Krugman seine Thesen in der New York Times wiederholt, mit ergänzenden Bemerkungen und mit der Feststellung: Europe’s Impossible Dream. Ein hoch interessanter Beitrag der mit dem Satz endet: And Europe is paying a terrible price for this monstrous self-indulgence (und Europa zahlt einen schrecklichen Preis für diese monströse Zügellosigkeit). http://www.nytimes.com/2015/07/20/opinion/paul-krugman-europes-impossible-dream.html?_r=0
Wenn man den Artikel liest , stellt man fest, dass Griechenland dort nur ein Randthema ist.
Es geht Krugman darum, nachzuweisen, dass der Euro Unsinn sei und schon immer war.
Daher empfiehlt er GR auch den Exit .
Ansonsten wird klar, dass hier ein Wirtschaftsprofessor mit den politischen und gesellschaftlichen Wünschen ( die er als "Dreams" desavouiert) und Zielen der europäischen Nationalstaaten nicht vetraut ist, oder ihre Verfolgung als Unsinn abtut.
Das kann er gern tun, als Ratgeber für die Lösung des Griechenland-Europa-Problems hat er sich als untauglich erwiesen.

Beitrag melden
Seite 29 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!