Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsbericht: OECD prangert Deutschlands Schulsystem an

Arbeitsmarkt, Netzindustrie und Gesundheitswesen: Will die Bundesregierung das hohe Wirtschaftswachstum halten, muss sie auf vielen Gebieten mehr tun. Dies geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht der OECD hervor. Besonders problematisch sehen die Experten das Thema Bildung.

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kdshp 09.04.2008, 16:28
1. Aw: ...

Zitat von sysop
Arbeitsmarkt, Netzindustrie und Gesundheitswesen: Will die Bundesregierung das hohe Wirtschaftswachstum halten, muss sie auf vielen Gebieten mehr tun. Dies geht aus dem neuen Wirtschaftsbericht der OECD hervor. Besonders problematisch sehen die Experten das Thema Bildung.
Hallo,
ja liebe CDU/CSU/FDP dann ändert mal eure einstellung denn dann hätten wir schon lange das was die OECD zu recht fordert.
Legt endlich eure haltung gegen die gesmatschulen ab anstatt immer noch in "klassen" zu denken.

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yk_inc 09.04.2008, 16:32
2. Auch dieser Appell wird am Politik abprallen wie viele anrede zuvor auch.

Bereits mindestens ein Jahrzehnt früher hätte man das System reformieren sollen.

Heute sind 80% der Schulen dringend renovierungsbedürftig, viele Lehrer sind alt, noch mehr davon verschlafen den Zeitgeist oder die neuen Informationswege. Die hälfte von ihnen unterqualifiziert.Kaum Lehrer mit Migrationshintergrund. Schubladensystem, chaotische Schulregulungen, etc. etc. wenn nicht bald was geschieht, dann häufen sich nur noch mehr Probleme, und nicht einmal die Konservativen werden das Ganze schönreden können.

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glad07 09.04.2008, 16:38
3. Natürlich muss man mehr für die Bildung tun,

... gar keine Frage! Wir sollen uns schließlich weiter entwickeln und nicht auf demselben Stand bleiben. Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ah so gelobte Bildung in den Skandinavischen Ländern (zumindest an der Uni), vor allem in Finnland!!! noch lange brauchen wird bis sie unseren Stand erreicht.

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Axelino 09.04.2008, 16:39
4. Wirtschaft über alles

Die OECD mischt sich vielleicht bald in alle Bereiche des täglichen Lebens ein. Als Auftraggeber der PISA-Studie wird ein Ziel aber ganz deutlich, wie auch im SPON-Artikel beschrieben: Für die OECD ist "Die Entwicklung des Humankapitals ist für die langfristige Wirtschaftsleistung von größter Bedeutung...".
Menschen als Humankapital? Worte wie "Bildungserträge" wecken in mir Übelkeit. Letzendlich scheint mir das Ziel der OECD zu sein, Menschen optimal auf ihre Funktion als späteres Rädchen im Wirtschaftsgetriebe vorzubereiten. Menschen sind aber nicht nur Produktionsfaktoren - und dienen auch nicht nur zur Kapitalvermehrung. Weitaus glaubwürdiger und menschlicher wäre die Bildung im Ethik und Humanbereich. Denn daran fehlt es weitaus mehr. Aber das dürfte der OECD egal sein, Ethik bringt ja keinen Gewinn.

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elmard 09.04.2008, 16:57
5. Klassendenken in der Bildungspolitik - wie lange noch?

Wir in Deutschland müssen künftig davon Abstand nehmen, Kinder bereits im Alter von zehn Jahren auf verschiedene Schulformen aufzuteilen und auch unsere Haupt- und Realschulen zu einer Schulform zusammenlegen. Was ich nicht kapiere: Aus welchem Grund halten unsere Politiker an diesen überkommenen Klassendenken fest?

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Urquhart 09.04.2008, 17:00
6. Zu Recht?

Zitat von kdshp
Hallo, ja liebe CDU/CSU/FDP dann ändert mal eure einstellung denn dann hätten wir schon lange das was die OECD zu recht fordert. Legt endlich eure haltung gegen die gesmatschulen ab anstatt immer noch in "klassen" zu denken.
Was die OECD wider besseres Wissen fordert, ist die Einführung anglo-amerikanischer Schulsysteme, obwohl die auch nach PISA dem deutschen System keinesfalls überlegen sind.

Und die Gesamtschulen sind - wie mittlerweile hinreichend bekannt - ist der bildungspolitische Super-GAU.

Richtig finde ich hingegen die Forderung, Elternversagen durch Erzieher zu kompensieren, aber bitte nicht mit Steuergeldern. Auch eine verpflichtende Vorschule muss her, um eine generelle Schulreife sicher zu stellen. Auch hierzu sollten die Eltern einen finanziellen Beitrag leisten.

Das finanzielle Engagement der Eltern muss einfach her, weil die Zusatzleistungen durch das Institut der Schulpflicht nicht erfasst werden.

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straff&locker 09.04.2008, 17:06
7. OECD Orakler

Ach die lieben OECD Berater die Orakler von Delphi... ähm aus Paris. Wie sagte Pispers zu einem ähnlichen Thema:
"...sind wie Eunuchen, sie wissen wie man es macht...,....!"

Ich kann ansonsten dem Posting von Axelino zustimmen.

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newliberal 09.04.2008, 17:08
8. Das Problem wird sich von selber erledigen !

Das Problem ist dabei sich selbst zu lösen. Fast jede Woche wird irgendwo in Deutschland eine Privatschule gegründet, Tendenz steigend. Das Land ist dabei sich in Hinblick auf Zentralabitur in eine Nord- und eine Südhälfte zu teilen.
In Privatschulen entscheiden früher oder später die Eltern was unterrichtet wird und nicht irgendwelche Kultusbürokraten die mental in der Frühneuzeit hängen geblieben sind. Wenn Eltern KUNDEN und nicht UNTERTANEN sind, werden sich automatisch die besseren Alternativen durchsetzen.

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kdshp 09.04.2008, 17:09
9. Aw: ...

Zitat von elmard
Wir in Deutschland müssen künftig davon Abstand nehmen, Kinder bereits im Alter von zehn Jahren auf verschiedene Schulformen aufzuteilen und auch unsere Haupt- und Realschulen zu einer Schulform zusammenlegen. Was ich nicht kapiere: Aus welchem Grund halten unsere Politiker an diesen überkommenen Klassendenken fest?
Hallo,

meine meinung ist das es die rechte politik nicht will. Sieht man es politisch (rechts links) dann ist das doch eine typische rechte politik die in KLASSEN denkt.

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