Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsforum: FDP bekommt offizielle Unternehmerlobby
DPA

Als wirtschaftsnah galt die FDP schon immer, nun bekennen sich Manager öffentlich zu ihr. Mit einem neu gegründeten Forum wollen unter anderem BASF-Chefaufseher Hambrecht und Arbeitgeberpräsident Kramer die Liberalen unterstützen.

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muunoy 26.01.2016, 20:33
1. Begrüßenswert

Na, immer noch kein FDP-Bashing hier? Komisch. Nun denn, ich finde es begrüßenswert, wenn die FDP nun mehr Unterstützung erhält. Auch ich werde der FDP wieder meine Stimme geben. So ein Parlament mit ausschließlich mehr oder minder sozialistischen und staatsgläubigen Parteien ist katastrophal. Wie wir in den letzten 2,5 Jahren gesehen haben, fehlt es an nüchterner und rationaler Problemlösungskompetenz ohne liberale Partei. Und die Überregulierung nimmt immer schlimmere Auswüchse an. Recht unbemerkt arbeitet eine Frau Nahles an der Abschaffung der Selbständigkeit. Und wenn man sieht, mit welchen Tricks und Erpressungsversuchen die Finanzverwaltung in NRW inzwischen ehrliche Steuerzahler diffamiert (in anderen Bundesländern arbeitet man da noch etwas partnerschaftlicher), kann einem nur noch Angst und Bange vor dem übermächtigen, alles bestimmenden Staat werden. Da wird es Zeit, dass auch kleine Unternehmer endlich auf die Barrikaden gehen.

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rotertraktor 26.01.2016, 22:04
2. La Paloma

Zitat von muunoy
Na, immer noch kein FDP-Bashing hier? Komisch.
Na gut, bevor Ihr Weltbild endgültig ins Wanken gerät, mache ich mal den Anfang:

Dafür gab es bei uns den schönen Spruch:
"Noch keine Haare am Sack, aber La Paloma singen."

Oder um es politisch (und) korrekt auszudrücken:
Keinen einzigen Abgeordneten im Bundestag, aber wohl eine Unternehmerlobby.

Naja, wer es nötig hat, seine eigene Käuflichkeit schon vor Arbeitsantritt unter Beweis zu stellen...

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puby 26.01.2016, 22:39
3. Fdp?

Das Thema ist durch. Bei den nächsten Wahlen scheitert sie an der AfD und in 5 Jahren erinnert sich niemand, dass es die mal gab. Zum Glück. Der Neoliberlismus hat uns den ganzen Mist doch erst eingebrockt. Sicher, wäre der Sozialstaat nicht verschlankt worden, wäre Deutschland sicher weniger reich, zumindest einige, aber dafür wenigstens sozialer.

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braman 26.01.2016, 22:43
4. Wie so oft

wird Wirtschaft und wirtschaftsnah als Unternehmensservil und -devot verstanden.
Dieser Teil der Wirtschaft umfasst aber nur ca. 3% der Bevölkerung.
Was ist mit den anderen 97%? Das ist der Teil, der ALLES erarbeitet und auch das meiste konsumiert, ohne diese 97% sind die anderen 3% nicht einmal überlebensfähig!
Eine Partei (und es ist nur eine einzige), die sich um die Mehrzahl, nämlich die 97% kümmert, deswegen als sozialistisch zu bezeichnen ist zwar richtig und wahr, allerdings sollte der abwertende Unterton zwischen den Zeilen unterlassen werden.

MfG: M.B.

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mulli3105 27.01.2016, 10:35
5. Mehr als begrüßenswert

wenn endlich neben den Jammernden und Kassandraanhängern so etwas wie Aufbruchstimmung aufkommt. Klagen auf höchstem Niveau, darin sind wir ja sowieso Weltmeister.
Was bisher von der großen Vorsitzenden und den ständigen Bashern aus der linken Ecke zu all diesem Irrsinn wie etwa GR-Rettung kam, ist inzwischen entlarvt als größter anzunehmender Fehler. Nun, mit so 150Mrd können wir uns im schlimmsten Fall rauskaufen aus der Verantwortung.

Diese Regierungskoalition hat sich überholt, es gibt keine Visionen und deshalb auch keine Lösungen. Nur Brandbriefe, hohles Geschwätz, Absichtserklärungen, die gleich nach Bekanntgabe widerrufen werden, Untätigkeit, Entschluß- und Entscheidungslosigkeit.

Und das in der größten Exportwirtschaft Europas, eines Weltmarktführers in vielen Sparten. Wir strangulieren uns selbst durch die andauernde Rücksichtnahme auf jede Befindlichkeit, sehen hinter jedem Stein den Drachen.
Ich hoffe wirklich, dass in Bälde Realpolitiker die Geschicke des Landes leiten und die Kassandras und Bedenkenträger in Rente gehen.

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wurzelbär 27.01.2016, 11:36
6. Besser kann die FDP als Partei

ihre finanzielle >Käuflichkeit< als politische Partei gegenüber dem Volk nicht aufzeigen.
Ein wichtiger Grund mehr, sich vor solchen finanzkriminellen Vereinigung zu schützen.
Man kann, aber sollte als Bürger diese nicht die Interessen des Volkes unterstützende Vereinigung mißachten!
Manager und FDP arbeiten zusammen, um an das Geld des Volkes zu kommen.
Das ist nicht der Sinn einer Partei und sollte auch nicht der Sinn eines Unternehmens wie BASF sein.
Auf welches primitive Niveau sind nur Wirtschaft und Politik in Deutschland herabgesunken?

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n.wemhoener 27.01.2016, 12:20
7.

Natürlich sitzt in diesem "Forum" auch Wolfgang Clement, Freund des Kapitals, die wandelnde Litfaßsäule des Neoliberalismus, der Konstrukteur der Arbeitnehmerenteignungsgesetzte unter Altkanzler Schröder und Lobbyist der Sklavenarbeitsbranche, mit am Tisch. Da kann man sich schon gut vorstellen, von welcher Art die "Beratung" des Forums sein wird.

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internetkobold 27.01.2016, 13:47
8. Nicht nur eine Wirtschaftspartei

Die FDP steht für Marktwirtschaft und Bürgerrechte, das ist ihr Markenkern. Dass die FDP aber nicht bloß eine Wirtschaftspartei ist, zeigt sich auch darin, dass sie heute vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die VDS klagen wird.

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yvowald@freenet.de 27.01.2016, 14:24
9. Wolfgang Clement - Totengräber der SPD

Zitat von n.wemhoener
Natürlich sitzt in diesem "Forum" auch Wolfgang Clement, Freund des Kapitals, die wandelnde Litfaßsäule des Neoliberalismus, der Konstrukteur der Arbeitnehmerenteignungsgesetzte unter Altkanzler Schröder und Lobbyist der Sklavenarbeitsbranche, mit am Tisch. Da kann man sich schon gut vorstellen, von welcher Art die "Beratung" des Forums sein wird.
Jetzt hat die FDP endlich "die Katze aus dem Sack gelassen".
Wenn es gut läuft, erhält diese Partei künftig noch mehr Geld aus den Kreisen der Industriellen und Unternehmerverbände.
Allerdings könnte der Schuss auch nach hinten losgehen: Wenn nämlich die noch verbliebenen FDP-Wählerinnen und FDP-Wähler dieser Partei ihre Stimme verweigern, steht diese Partei mit ihren Vorzeige-Unternehmern a la Wolfgang Clement ("Totengräber der SPD") ziemlich allein auf weiter Flur.

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