Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsgeschichte: Henker und Heiler
Irmela Schautz

Einer musste den Job ja machen! In den bizarren Tätigkeiten vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte spiegelt sich der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Autorin und die Illustratorin porträtieren ausgestorbene Berufe - wie etwa den Scharfrichter.

dinkelbauer 05.08.2012, 11:07
1. Es gibt sie noch in Deutschland

Im Bundesland Hessen ist die Todesstrafe nach wie vor in der Verfassung festgeschrieben.

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Layer_8 05.08.2012, 11:16
2. Mal...

Zitat von sysop
Einer musste den Job ja machen! In den bizarren Tätigkeiten vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte spiegelt sich der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Autorin Michaela Vieser und die Illustratorin Irmela Schautz porträtieren ausgestorbene Berufe - wie etwa den Scharfrichter.
Mal ne Frage: Wer tut eigentlich diesen "Job" heutzutage in den US of A?

Wahrscheinlich "Ärzte", denke ich

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Augustusrex 05.08.2012, 11:49
3. Tolle Illustration

Wer hat denn dieses Bild gemalt? Als Richtschwert ein Bidenhänder und zum Enthaupten mit em Schwert einen Block?
Da ist die Fantasie mit dem Künstler aber richtig durchgegangen.

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Andreas Rolfes 05.08.2012, 12:37
4. Ehrliche Arbeit

Zitat von
Der Henker als vielseitiger Menschenkenner verließ in Europa Mitte des 20. Jahrhunderts die Bühne der Weltgeschichte. Es gibt Berufe, denen man nicht nachtrauert.
Ich ehrlich gesagt schon etwas...

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spon-facebook-10000058440 05.08.2012, 13:00
5. Mal ne Frage: Wer tut eigentlich diesen

Keine Ärzte, sondern einfache Gefängnmisbedienstete oder Sanitäter. Ärzte dürfen es nicht, sind aber dabei um im notfalle einzugreifen und um später des Tod festzustellen.

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Larnaveux 05.08.2012, 13:30
6. Unwirksamkeit

Zitat von dinkelbauer
Im Bundesland Hessen ist die Todesstrafe nach wie vor in der Verfassung festgeschrieben.
Dieser Passus der Landesverfassung entfaltet aber keinerlei Wirkung und ist deshalb nichtig. Die Hessische Landesverfassung wurde lange vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland erstellt und trat am 1. Dezember 1946, also etwa zweieinhalb Jahre vorher, in Kraft. Übrigens wurde kein Todesurteil in dieser Zeit gefällt.

Mit Gründung der Bundesrepublik verlor dieser Passus der Hessischen Verfassung seine Gültigkeit, denn das bundesdeutsche Strafrecht kennt keine Todesstrafe, und das Grundgesetz verbietet sie sogar explizit.

Natürlich könnte man nun die Verfassung auch ändern, aber dazu muss man wissen, dass es seit 1946 keine grundlegende Verfassungsreform (also bezogen auf ganz andere Punkte der Verfassung) gegeben hat, obwohl sie immer mal wieder angestrebt wurde. Meistens scheitert dies an der Uneinigkeit der Parteien (bezogen auf andere Änderungen, nicht bezüglich der sowieso ungültigen Todesstrafe), zudem muss man auch im Auge behalten, dass eine Verfassungsänderung durch eine Volksabstimmung bestätigt werden muss. Selbstverständlich wäre die Tilgung des Passus ein netter politischer und moralischer Fingerzeig, aber aufgrund seiner jetzt schon bestehenden Unwirksamkeit wäre dies ein kostspieliges Verfahren für den Steuerzahler.

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dinkelbauer 05.08.2012, 20:44
7. Stimmt alles...

[QUOTE=Larnaveux;10689914]Dieser Passus der Landesverfassung entfaltet aber keinerlei Wirkung und ist deshalb nichtig. Die Hessische Landesverfassung wurde lange vor Gründung der Bundesrepublik Deutschland erstellt und trat am 1. Dezember 1946, also etwa zweieinhalb Jahre vorher, in Kraft. Übrigens wurde kein Todesurteil in dieser Zeit gefällt....

Alles richtig, Larnaveux, ich wollte das nur erwähnen, weil im Artikel lamentiert wird, dass in Bayern erst 1998 und woanders erst noch später die Todesstrafe abgschafft wurde.
Mit ein bisschen Recherche hätte man da noch besser die hessische Besonderheit zitieren können, wenn man schon mal bei den Bundesländern ist...

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El_Lobo 06.08.2012, 16:23
8. Die Hessen

Ich habe es schon immer gewusst: die Hessen sind meist immer hinterher.

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