Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsgipfel in Davos: Die vier Krankheiten des Kapitalismus
AFP

Die größte Sorge der Elite sind fallende Börsenkurse - normalerweise. Doch beim Wirtschaftsforum in Davos ist 2017 alles anders. Was Manager und Politiker diesmal umtreibt, ist viel schlimmer.

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guenther2009 15.01.2017, 18:16
60. Ich bedanke mich für Eliten

wie Winterkorn und Co.Keine Verantwortung, riesige Gehälter und das noch auf Kosten der Allgemeinheit. Die Politiker und "Manager" die dieses ermöglichen sollen endlich eine Kehrtwende machen, aber sie wollen nicht, warum auch immer. Ich wünsche mir, dass endlich die Mehrheit den Aufstand tätigt. Es kann so nicht weitergehen. Panama,Fußball,Luxleaks,Irland,Holland usw. müssen endlich wegen nicht vorhandener Solidarität vor Gericht gestellt werden. ich frage mich wie kann der holl. Finanzminister der europ. Finanzminister sein oder ist es Wunsch der Politiker Böcke zu Gärtnern zu machen?

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joerge11 15.01.2017, 18:18
61. Der böse Kapitalismus

Herr Müller schreibt wunderbar im Sinne des Meisters und Guru der Ökonomie, Herrn Augstein.
Und wie immer können wir uns freuen, daß genau das Gegenteil real ist. Das Mantra: der Unterchied zwischen reich und arm wird immer größer hören wir seit mehr als 50 Jahren. Noch nie wurde spezifiziert dargelegt, wieviel die bösen geilen Reichen die armen Armen mit Hungerlöhnen beschäftigen.
Diese obligatorischen Ergüsse der so großartigen Ökonomen - wie die des Autor Müllers - erinnern mich an die Politik des "Economist"; jede Woche legt ein Wirtschaftsprofessor einer englischen Universität oder eines internationalen Finanzinstituts in diesem Wochenmagazin dar, daß die Wirtschaft Deutschlands vor dem endgültigen Untergang steht und das seit über 10 Jahren.
Es gibt einen Apekt, den ich nirgends erläutert finde: Relation von Technologie zur Arbeitszeit. Man könnte mit Bismarcks Ausspruch anfangen: Unverständlich, daß die Arbeiter heute nur noch 60 Stunden in der Woche arbeiten wollen (oder so ähnlich). Und dazu könnte man ja auch über die technischen Standarts in den verschiedenen Industrienationen berichten. England war in der Technologie mal an der Spitze und heute ? Auch die USA waren mal - so vor 70 Jahren - außerordentlich aktiv in ihrer Eisenbahntechnologie und heute ?

Gründliche technische Analysen von Infrastrukturen gibt es im "Der Spiegel" seit langem nicht mehr. Heute müssen Untergangsszenen erfunden werden.

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ihawk 15.01.2017, 18:19
62. Unbeliebte Antworten

Zählt man die Einkommen von Topmanagern der Industrie und der Finanzmafia zusammen, begrenzt diese mit einem noch zu definierenden Wert "Maximal-Einkommen", und kappt die völlig überzogenen Versorgungsansprüche dieser Gier-Kaste ... ja dann wären ausreichend Mittel vorhanden, die Wirtschaft in Schwung zu bekommen und vor allem Dringend benötigte Projekte der Infrastruktur anzugehen. Wenn "normale" Menschen wieder reichlich Geld verdienen dürfen, geht es auch der Wirtschaft wieder blendend. Maßlose Gier im oberen Segment hat den Kapitalismus an die Wand gefahren und eine schier unkontrollierbare Finanzwirtschaft muss wieder an die ganz kurze Leine genommenen werden. Dass der Finanzwirtschaft keine Eigenverantwortung zugestanden werden kann, hat diese nun reichlich und eindrucksvoll bewiesen.

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griaseich 15.01.2017, 18:19
63. offensichtlicher Widerspruch

wenn die Ressourcen nicht reichen für 11 Milliarden oder 20 Milliarden Menschen, wird ein derartiger Anwachs wohl kaum stattfinden, ohne essen kommt man halt nicht aus.....sieht man sich so manche Schreckens Prognose von vor 50 Jahren an, ist nicht soviel davon eingetreten....

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irobot 15.01.2017, 18:26
64.

Zitat von yvowald@freenet.de
Solange der Kapitalismus nicht weltweit überwunden werden kann, werden die Probleme in aller Welt zunehmen.
Ach ja? Und wieso hat dann die Armut in den 200 Jahrhunderten so massiv abgenommen? Der Kapitalismus ist trotz aller seiner Schwächen die einzig bisher bekannte Wirtschaftsform, die zu einem breiten Wohlstand führen kann. Man muss ihn nur von Zeit zu Zeit einhegen. Und jetzt ist mal wieder soweit.

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klyton68 15.01.2017, 18:27
65. @ lynx2

Ich denke, die 7 Todsünden treffen es ganz gut. Das schreibe ich als Atheist.

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Schweineschnitzel0815 15.01.2017, 18:28
66. Der letzte Satz....

in der Zusammenfassung bringt es auf den Punkt: "Eine neue Stufe der internationalen Zusammenarbeit böte Auswege aus diesen Problemen." Reichen Vereine wie die Atlantik-Brücke oder der Bilderberg Club nicht mehr? Lobbyisten der Wirtschaft bestimmen den politischen Alltag schon jetzt. Das Problem ist, dass die Gewinne immer zweistellig steigen müssen. Aber wo es Gewinne gibt, verliert auch in der Regel jemand anders.

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irobot 15.01.2017, 18:29
67.

Zitat von jackberlin
Die wirtschaftswissenschaftlichen Thesen von Marx wurden niemals widerlegt.
Doch, wurden sie. Marx ging von einer stetigen Verarmung des Proletariats aus. Und heute machen die zwei Mal Urlaub im Jahr.

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reineralex 15.01.2017, 18:29
68. Welche Eliten? & Von einem

"Weltwirtschaftsforum"? Der Spiegel spricht von einem "Weltwirtschaftsgipfel" in der Adresszeile dieser Kolumne, was beides überbewertet ist.

Das "Weltwirtschaftsforum" ist ein Marketinggag der Veranstalter. In meiner Wahrnehmung wird dieses "Forum" immer unwichtiger, weil die "Musik" erstens nicht in Davos spielt und zweitens von dort keine Lösungen kommen. Gemessen an den "Kapazundern" dort, sind die Ergebnisse sogar unterirdisch.

PS: Dass das Wirtschaften, bzw. sein Wachstum an seine Grenzen kommen, das wissen wir seit Jahrhunderten (?). Das wäre dann kein Problem, wenn sich dieses Wirtschaften gleichmäßig verteilte. Solange aber Wenige mehr profitieren, als Viele, solange wird diese Gleichmäßigkeit nicht gelingen. Die Folge werden Kriege sein, auch seit Jahrunderten bekannt.

Hat der Mensch was dazugelernt? Sicher nicht!

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Reinhold-S 15.01.2017, 18:32
69. Die Lage ist ernst

Die richtigen Themen liegen auf dem Tisch. In der Klimapotitik gibt es gute Lösungsansätze. Die hohe Verschuldung vieler Staten als immanentes Risiko für die globale Stabilität wird noch nicht richtig thematisiert. Es werden nur Extrme wie Italien oder Griechenland genannt. Dass man über lächerliche 6 Mrd. € Tilgung in Deutschland überhaupt diskutiert, zeigt, dass es noch kein Problembewußtsein bei den Politikern gibt. Über die schreiende Ungerechtigkeit und Willkür in vielen wenig oder auch mehr entwickelten Staaten, die Ursache für Flüchtlinge und Kriege ist, wird noch nicht einmal diskutiert. Die Lösung von Frau Merkel, alle nach Deutschland zu holen, ist lächerlich. - Die Lösung kann nur in den Ländern selbst liegen. Am Bespiel Syrien, wo die Bevölkerung schon einen hohen Blutzoll bezahlt hat, sieht man, wie schwer eine Lösung ist. Umsomehr sollten wir anderen Ländern helfen, die eine bessere Basis haben.
Die steigende Konzentration der Vermögen bei immer weniger Menschen in den sogenannten entwickelten Ländern wird immer mehr zur Wachstums- und Entwicklungsbremse. Die resultierenden Konflikte führen zwangsläufig zur Radikalisierung, wie wir sie weltweit erleben. Die Lobbyarbeit, der internationale Wettbewerb um das Kapital, die resultierende Gesetzgebung aber auch die immanente Logik der freien Marktwirtschaft scheinen keine andere Richtung zuzulassen. Uns allen fehlt das richtige Rezept für eine dauerhafte Beteiligung der breiten Bevölkerung am wachsenden Wohlstand. Wenn wir uns das eingestehen würden, wären wir schon einen Schritt weiter. - Die Lösung in Amerika, die Arbeitsplätze in Mexiko abzuziehen und nach Amerika zu holen, funktioniert nur scheinbar und kurzfristig. Die sozialen Probleme in Mexiko werden massiv zunehmen und die nächste Flüchtlingslawine in Gang setzen. Wenn wir schon wissen, was nicht gut ist, ist das auch schon etwas.
Es geht kein Weg an einer internationalen Zusammenarbeit vorbei. Wie soll sonst wenigstens eine angemessene Besteuerung der großen internationalen Konzerne erreicht werden. Wie können Konflikte wie in Syrien, Palästina oder Libyen oder der Ukraine sonst gelöst werden. Aber auch der Ausgleich in den entwickelten Staaten muss besser gelöst werden und nicht auf Kosten der Armen und Schwachen.

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