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Wirtschaftskrise: Die Griechen müssen wieder bangen
DPA

Das Elend nimmt kein Ende: Nur zwei Wochen nach der Einigung mit den Euro-Partnern muss sich Griechenland erneut um seine finanzielle Zukunft sorgen. Die Gründe liegen im In- und Ausland.

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Kabuto 06.03.2015, 21:34
1. Die Rückzahlung der

Kredite steht wohl eh in den Sternen. Wichtiger scheint mir zu sein, ob ständig neue Finanzierungslücken entstehen.

Tsipras kriegt nun die geballte Macht der EU zu spüren. Er hatte sich wohl in einer stärkeren Verhandlungsposition geglaubt.

Ich finde es ein bisschen schade, dass er Schwierigkeiten hat, seine alternative Wirtschaftspolitik zu verwirklichen. Andererseits kann ich nicht beurteilen, ob diese Politik vielleicht doch bloß aus Illusionen besteht.

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ohemmer69 06.03.2015, 21:38
2. Tragödie griechischen Ausmaßes

Das wird wohl noch ewig so weitergehen. Zumindest bekommt das Ganze dank Tsipras und Varoufakis einen gewissen Unterhaltungswert. Der Bericht ist schon fast unfreiwillig komisch - das liegt aber nicht an seinem Verfasser.

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spon-facebook-10000617956 06.03.2015, 21:42
3. Es wird kein geeintes Europa geben

Was ich aus dem Euro-Desaster lerne: Es wird kein geeintes Europa geben, zumindest nicht auf einen Horizont von 50-100 Jahren. Die wirtschaftlichen und kulturellen Unterschiede zwischen den Ländern sind einfach zu gewaltig. Wir haben hier einen sehr langen und mühseligen Weg der Angleichung vor uns, der Generationen beschäftigen wird. Der Versuch, das blauäugig im Hauruck-Verfahren und nach dem Prinzip Hoffnung zu bewerkstelligen, hat alles nur noch schwieriger gemacht. Zwietracht wurde und wird zwischen den Völkern gesät, weil die wirtschaftlichen Unterschiede durch die gemeinsame Währung immer weiter verschärft werden.

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Frittenbude 06.03.2015, 21:42
4.

Schuldenschnitt und im Gegenzug umgehende freiwillige Rückkehr zur Drachme. Alles andere ist ein Schrecken ohne Ende und Destabilisierung des Euro und der Euro-Zone.

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karend 06.03.2015, 21:46
5. .

Reformvorhaben sind noch lange keine Umsetzung. Die Regierung ist von regelmäßigen Steuereinnahmen und somit auch von der Einsicht der Bürger abhängig. Statt Reformen umzusetzen, wurde sich darauf konzentriert, an Geld von Deutschland heranzukommen. Es wird kein Ende nehmen. Griechenland hätte vor fünf Jahren austreten müssen, aber nun ist es, wie es ist. Der zweite Schuldenschnitt wird kommen Der Euro war eine Schnapsidee. Und Brüssel und "unsere" Politiker halten sich an dieser fest, wie der Trinker an der Flasche.

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Hägar_zum_Zweiten 06.03.2015, 21:57
6. Was, JETZT müssen die sich wieder um ihre Zukunft sorgen ...

... zut alors. Und ich dachte, das Thema wäre nach den knallharten Verhandlungen unseres Finanzministers im Februar und den substantiellen Reformzusagen der Griechen nunmehr vom Tisch !

Spaß beiseite. Die Spatzen pfeifen es doch längst von den Dächern, und selbst bei der einen oder anderen deutschen Zeitung ist es schon angekommen: Griechenland kann im Euro nicht auf die Beine kommen. Punkt. Es hilft nur Austritt und Schuldenschnitt (aber in dieser Reihenfolge). Nochmals Punkt.

Die Griechen wollen aber trotzdem im Euro bleiben. Entgegen dem Geheul, das da zu hören ist, wissen die meisten Griechen nämlich ganz genau, dass der Zusammenbruch einer eigenen Währung weitaus härtere Folgen haben wird als die bisherigen Maßnahmen. Sie wissen aber auch, dass sie im Euro daueralimentiert werden müssen. Und genau das wollen sie auch. Kann man ihnen nicht mal verübeln. Gäbe es ein Land, das uns alimentieren könnte, wäre diese Haltung auch bei uns mehrheitsfähig, da geh ich jede Wette ein (die Beleidigungen gegen D stehen auf einem anderen Blatt).

Der Grund, warum die Griechen mit dieser Nummer durchkommen, liegt aber allein beim Bundeshosenanzug und dem Eurogollum. Die haben sich 2009 über den Tisch ziehen lassen, und zwar nicht von den Griechen, die dazu gar nicht das Druckmittel hatten, sondern von den Franzosen. Die französischen Banken hingen so tief drin im Griechensumpf, dass der französische Staat, hätte er sie selbst retten müssen, inzwischen vor dem Bankrott stünde. Da aber Merkel und Schäuble dem Bundesmichel nicht erklären konnten, warum sie jetzt auch noch französische (und auch schon wieder einige deutsche) Banken mit deutschem Steuergeld retten, wurde das Märchen von der Rettung Griechenlands erfunden (aus Solidarität natürlich). Nur haben die zwei die Rechnung ohne die Griechen gemacht. Die sind in solchen Spielchen weitaus versierter und haben gleich erkannt, welchen Hebel ihnen die Merkelsprüche ("nur Bürgschaften/Kredite, kostet uns nichts ...") bieten. Und diesen Hebel nutzen sie. Er geht so: "ihr könnt erzählen, was ihr wollt. Aber Ihr gebt uns weiteres Geld. Sonst lassen wir Euch vor Euren Wählern auffliegen, indem wir offiziell erklären, nichts zurück zu zahlen." Und Merkel fürchtet mit Recht, den Tag, an dem sie den Verlust von 65 Milliarden Euronen im griechischen Fass ohne Boden dem deutschen Michel erklären muss, politisch nicht zu überleben.
Und das wirkt immer noch. Tsipras und Varoufakis fahren diese Nummer nur besonders dreist. Also wird es immer weiter Geld geben, solange diese beiden Personen im Amt sind.

Also - aufregen sollte man sich nicht über die Griechen. Die machen aus ihrer Lage, die nun mal ist, wie sie ist, nur das, was eben noch geht. Aufregen sollte man sich über andere. Ach halt, las doch heute erst wieder die Sonntagsfrage. 43 % oder so für die Bundesmutti. Tja. Selbst schuld.

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agua 06.03.2015, 21:58
7.

Ich kann mich des Verdachtes nicht erwehren, dass man gerne wieder die alt bekannten Köpfe in der griechischen Regierung sitzen sehen will....

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malocher77 06.03.2015, 21:58
8. Herr Tspiras

Bringen Sie doch mal ein Gesetz durch,der Steuervermeider mit Haftstrafen bestraft,alleine vor den Wahlen wurden 4 Milliarden zurück gehalten.Bei so einer Steuermoral immer nur neues Geld fordern finde ich schon dreist.Das geliehene Geld ist schon weg, Griechenland hat keinen Haushaltüberschuss,dadurch kann Griechenland nocht nicht mal Zinsen zahlen,das ist ja schon viel verlangt.Griechenland würde nach dem Schuldenschnitt genauso weiter sich verschulden wie jetzt auch.Vor der Bundestagswahl hat Schäuble stolz Haushaltüberschuss in Griechenland verkündet,nur hat EZB zum gleichen Zeitpunkt für 2,6 Milliarden Griechen Anleihen erworben,und der Haushaltüberschuss betrug danach 800 Millionen,also 1,8 Milliarden Defizit,aber Hauptsache der Finanzminister konnte stolz verkünden:"Griechenland ist auf guten Weg","Die Reformen Greifen".

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kendrick 06.03.2015, 21:59
9.

Die IWF ist die Pest! Erst ihr agieren hat es möglich gemacht, dass französische & deutsche Banken ihr Forderungen auf die europäischen Steuerzahler transferieren konnten. Dabei wurde interne Regeln der IWF konsequent missachtet. Mission accomplished. Und jetzt wollen Sie als erstes ihr Geld zurück. Nachdem Argentinien und Thailand platt gemacht wurden, bedient man sich halt mal in der EU. Wahnsinn eigentlich, dass die Machenschaften des IWF nicht stärker, transparenter und kritischer in den Medien diskutiert werden.

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