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Wirtschaftskrise in Europa: Spanien fällt in die Deflation
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Es ist eine ökonomisch gefährliche Entwicklung: In Spanien fallen erstmals seit 2009 die Preise. Was für Verbraucher angenehm klingt, ist fatal für die Wirtschaft. Muss die Europäische Zentralbank eingreifen?

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nixda 28.03.2014, 11:09
1. Da muss man doch was tun

schickt die Raute-der-Macht dort hin. Sie wird uns erklären, dass wir für dieses Problem eine Lösung brauchen. Da wir auf sowas nicht von selbst kommen freuen wir und natürlich und nicken wenn die Gute dann die Worte "alternativlos" und "Finanzspritze" oder "Rettungs..." braucht.

Sie wird das selbst vor zehntausenden Demonstranten tun, welche nichts weniger wollen also solche "Hilfe".

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vwl_marlene 28.03.2014, 11:14
2. optional

Es waere toll, wenn der Autor auch zwischen Inflation (allgemein) und Kerninflation (ohne Energie, ohne Nahrungsmittel) unterscheiden wuerde.

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pepe_sargnagel 28.03.2014, 11:17
3.

Zitat von sysop
Es ist eine ökonomisch gefährliche Entwicklung: In Spanien fallen erstmals seit 2009 die Preise. Was für Verbraucher angenehm klingt, ist fatal für die Wirtschaft. Muss die Europäische Zentralbank eingreifen? [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-kris
Inflation wird ja vor allem durch Lohnerhöhungen getrieben. Anders ausgedrückt: Wenn sich die Masse der Bürger mehr leisten kann, dann steigt auch der Preis. Wenn die Masse immer weniger zur Verfügung hat, dann kann der Preis nicht steigen, denn keiner kann das Produkt kaufen.

Bei (anhaltend) hoher Arbeitslosigkeit ist aber Deflation auch nicht mit starken Lohnanstiegen alleine zu bekämpfen. Ein echtes Dilemma. Jedoch muss man überlegen, ob es nicht für 1-3 Jahre zu starken Lohnerhöhungen in den unteren Segmenten kommen müsste. Soll heißen, man könnte die Löhne um Absolutbeträge erhöhen. Dadurch bleibt der Lohnabstand gleich, aber bei 3% Lohnerhöhung bekommt eben einer, der 1000 Euro verdient 90 Euro hinzu, während der andere mit 100 Euro faktisch keine Kaufkraft hinzugewinnt (sein Lohn steigt um 3 Euro). Wenn aber nun auch ein Auto im Preis um 3% steigt, dann fällt der im unteren Lohnsegment als Käufer recht bald aus, weil ein Auto wohl eher 1000 als 100 Euro kostet. Man muss das schon mal auch überlegen das für 1-3 Jahre zu überdenken - und evtl. zu handeln. Bessere "Inflationsherbeiführung" (falls gewünscht) fällt mir nicht ein.

Die relativen Lohnerhöhungen, die beim einen ein neues Auto bedeuten (im Falle von Lohnmillionären) und beim anderen (1500Euro Verdiener) um die 45 Euro bedeuten (in etwa eine Tankfüllung) würgen die Wirtschaft nicht minder ab als die hohe Arbeitslosigkeit.

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commando involved again 28.03.2014, 11:17
4.

Mimimi, "schlecht für die Wirtschaft". Wenn ich das schon höre. Lebensmittel- und Energiepreise sind in den letzten zehn Jahren explodiert, überall wird durch versteckte Preiserhöhungen und geplante Obsoleszenz abgezockt. Wird Zeit, dass die Preise wieder auf Normalmaß zurück fallen. Wenn etwas, das gut für die Verbraucher ist, zum Problem für "die Wirtschaft" wird, zeigt sich die komplette Perversion dieses Wirtschaftssystems. Schließlich hat die Wirtschaft für die Menschen da zu sein, nicht umgekehrt. Deshalb: Deflation, ja, bitte.

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urdemokrat 28.03.2014, 11:18
5. Ein Verbraucher fragt schlicht nach !

Ist das für die Verbraucher nicht positiv ? Insbesondere bei den prekären Verhältnissen für die Arbeitnehmer. Dauernd ansteigende Preise sind keine
göttliche Fügung.

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thgoldberg 28.03.2014, 11:19
6.

Wann verstehen die Menschen endlich, dass eine Abschwächung von Wachstum und Konsum die einzige Chance ist, die unser Planet noch hat?
Die Deflation auf breitester Front – mindestens im gesamten Euro-Raum – wäre das beste, was passieren könnte! Die einzigen, die davor Angst haben, sind diejenigen, die von steigenden Preisen und dadurch schleichender Enteignung des "gemeinen Bürgers" profitieren, nämlich Politiker, Großaktionäre und Raubtierkapitalisten.

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najrezterk 28.03.2014, 11:20
7. Käse...

Unternehmensgewinne und Mitarbeitervergütung sind längst entkoppelt. Die Jobsicherhiet kann ebenfalls kaum noch abnhemen. Und der Schluss, dass Konsumenten in den Zeiten fallender Preise länger abwarten mit dem (Binnen) konsum als zu Zeiten steigender Preise ist schlichtweg blödsinnig. Bei zwingend nötigen Konsumgütern (Lebensmittel) wird bei niedrigen Preisen eher mehr konsumiert, bei "unnötigen" Konsumgütern wird bei niedrigen preisen ebenfalls mehr konsumiert als in Hochpreisphasen!Wirtschaftstheorie hin oder her...

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mirar85 28.03.2014, 11:21
8.

Zitat von sysop
Madrid - Spanien ist überraschend in die Deflation geraten. [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-kris
Das Wort überraschend hier zu benutzen ist irgendwie unangebracht. Seit bestimmt einen halben Jahr lese ich Artikel, die vor der Deflationsgefahr für die Euro Zone schreiben. Hier nun mit dem Wort überraschend darzustellen man hätte es nicht gewusst und damit alle von Schuld frei stellt ist schon grob manipulativ.

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rolli 28.03.2014, 11:21
9.

Zitat von sysop
Es ist eine ökonomisch gefährliche Entwicklung: In Spanien fallen erstmals seit 2009 die Preise. Was für Verbraucher angenehm klingt, ist fatal für die Wirtschaft. Muss die Europäische Zentralbank eingreifen? [url]http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-kris
War doch abzusehen. Die saudummen Austeritätsprogramme, die die Agenda 2010 nach Europa transportieren sollte, ist nichts anderes als eine Wirtschaftsbremse. Die Deflation wird nach ganz Europa transportiert, und wenn die EZB die Zinsen nicht kräftig erhöht, wird dies für Jahre festgeschrieben. Allerdings, wenn die Zinsen erhöht werden, sind die meisten europäischen Staaten pleite.

rolli

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