Forum: Wirtschaft
Wirtschaftskrise in Italien: Europas neuer großer Wackelkandidat
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Die Wirtschaft lahmt, die Schulden sind gewaltig und Schutzpatron Mario Draghi zieht sich zurück. Während der Rest der Eurozone im Aufschwung ist, hängt Italien hinterher - und wird zum größten Sorgenkind.

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wunni2010 13.06.2017, 10:29
100. Die Italiener sind am reichsten in Europa !

Die italienische Bevölkerung ist gemessen am Privatvermögen am reichsten in Europa . In ihrem Artikel entsteht der Eindruck es handelt sich um ein wirtschaftlich danieder liegendes Land . Klar gibt es einen fast nicht handlungsfähig fähigen Staat , aber der Bevölkerung geht es trotz der Arbeitslosigkeit gut , auch wegen einer florierenden Schwarzarbeit unterstützt durch staatliche Zulagen. Im Gegensatz zu Deutschland scheinen ein Teil der Billionen Schulden bei der italienischen Bevölkerung angekommen zu sein ? In Deutschland dagegen darbt die Bevölkerung , hat kein Wohneigentum , mit Belgien die höchsten Steuern und Sozialabgaben und seit 20 Jahren gleichbleibende Einkünfte die zwischenzeitlich von der Inflation aufgefressen werden. Während es in Italien Wohlstand für fast alle gibt , gibt es in Deutschland Wohlstand für ganz wenige .

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nic 13.06.2017, 10:30
101.

Das Macron absolut Null Anteil hat ist aber klar? Deswegen wüsste ich noch gar nicht, warum es eine Macromania schon jetzt geben sollte. Ich hoffe sowieso, dass uns ein 2. Schröder erspart bleibt. Der hat genug Misere angerichtet.

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Ruth aus der Kurpfalz 13.06.2017, 10:32
102. Macron, der ach so solidarische Messias, der die EU rettet, soll die Schulden von Italien übernehmen.

Zitat von bstendig
der neue Messias aus Frankreich muss erst mal beweisen, dass er irgendwas gebacken kriegt. Und die "Hilfe" für Italien besteht wohl eher darin, dass Deutschland mal ein paar viele Milliarden überweist, selbst hat er ja nichts. Alber als "Kurpfälzerin" sollten Sie das ja kennen - die "Rheinländische Pfalz" lebt ja auch immer auf Kosten anderer Bundesländer. Da hofft man natürlich immer auf einen neuen Geldgeber, selbst wenn es nur ein "Neigeplackter" ist.
Die Staatsverschuldung von Italien ist höher als die in Frankreich.

Wenn Macron WIRKLICH so solidarisch und "pro-europäisch" ist, wie er tut, dann dürfte es für ihn doch eine Selbstverständlichkeit sein, Italien zu entschulden, indem er eine etwas höhere Verschuldung des eigenen Landes in Kauf zu nehmen. Er ist doch so solidarisch... Also wird er es doch GARANTIERT tun. Aus europäischer Solidarität heraus.

Und was Ihre Spitze gegen meine Kurpfalz angeht - 1. Es gibt auch eine RECHTSRHEINISCHE Kurpfalz (die ehemaligen Hauptstädte der Kurpfalz sind Heidelberg und Mannheim, die in BADEN liegen). Und genau da wohne ich. Also trifft mich Ihre kleine Invektive nicht. 2. Auch die linksrheinische Kurpfalz (die leider zu Rheinland-Pfalz gehört) hat mit der BASF in Ludwigshafen eine immense Wirtschaftskraft (größte Chemie-Fabrik der Welt). Dass der Rest von Rheinland-Pfalz da nicht mitkommt, ist nicht Schuld der Kurpfalz.

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rudi_ralala 13.06.2017, 10:33
103.

Zitat von bstendig
...Ich will es wie in den NL haben, dafür brauche ich meine Kohle selbst, ich will nicht die Müllmafia in Neapel finanzieren, sondern Straßen und Schulen bei uns. Aber das läuft wahrscheinlich bei Ihnen unter "Borniertheit"
Haben Sie doch.
Die Niederlande hat nach Deutschland das zweithöchsten, positive Targetsaldo. Somit finanzieren auch die Niederländer indirekt die neapolitanische Müllmafia.

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KlausMeucht 13.06.2017, 10:35
104. Schwarze Null

Zitat von bstendig
Ich will es wie in den NL haben, dafür brauche ich meine Kohle selbst, ich will nicht die Müllmafia in Neapel finanzieren, sondern Straßen und Schulen bei uns. Aber das läuft wahrscheinlich bei Ihnen unter "Borniertheit"
Die Niederlaender geben pro Kopf 272 Euro in die Euro Rettungsschirme aus. Die Deutschen geben pro Kopf 269 Euro aus. (Stand 31.12.2014)

Wenn bei uns nicht genuegend investiert wird so liegt das nicht griechischen und italienischen Partys sondern an der schwarzen Null die eine schwarze Null als Dogma erklaert.

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RioTokio 13.06.2017, 10:35
105. Espresso

Hört sich alles kompliziert an - ist aber eigentlich ganz einfach.
Der Espressopreis zeigt, warum es mit Italien, Griechenland und Portugal in der Eurozone nicht funktioniert.
Wer erinnert sich noch an Urlaube in diesen Ländern in den 80er und 90er Jahren?
Es war toll.
Man setzt sich in ein Kaffee am Hafen und trinkt einen Espresso für 50 Pfennige, natürlich umgerechnet in der Einheimischenwährung mit den großen Zahlen auf den Geldscheinen.
Der Kaffee kostete oft weniger als die Hälfte, verglichen mit Preisen in der Heimat.
Dann kam der Euro.
Plötzlich kostet der Espresso das gleiche.

Um als Einheimischer diese Preise zu zahlen mußten die Gehälter wachsen. Da ja die ökonomischen Daten und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft nicht über Nacht gewachsen war, wurden die höheren Gehälter in den Verwaltungen auf Pump finanziert. Private Betriebe verloren massiv an Wettbewerbsfähigkeit.

Irgendwann gibt es aber eben keine Kredite mehr für kleines Geld - da steht Italien nun.
Gibt es eine dauerhafte Lösung?
Im (gleichen) Euro wie Deutschland wohl nicht.
Zumindest nicht wenn Deutschland nicht in ein Umlagesystem einsteigt und Südeuropa alimentiert. Der Versuch dies einzuführen ist schon da mit Vorschlägen wie: EU Finanzminister, EU Steuern, Eurobonds, Bankenunion, EU Sozialversicherung etc.

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monolithos 13.06.2017, 10:36
106.

Zitat von dancar
...wie soll sich das Land erholen, wenn selbst ur-italienische (heute internationale) Unternehmen nicht mehr in Italien produzieren wollen, wegen Gängelung (Gewerkschaften) und Monsterbürokratie?
Nicht nur die Produktion wurde ausgelagert: Fiat ist kein italienisches Unternehmen mehr, sondern nur noch eine Marke innerhalb des NIEDERLÄNDISCHEN Konzerns FCA.

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rudi_ralala 13.06.2017, 10:38
107.

Zitat von Referendumm
..P.S.: Dass in Italien neuer dings Steuern auch bezahlt werden, ist wohl auch recht neu. Bis dato hieß es doch immer, dass es zwar fette Steuern gibt, aber kein Mensch die bezhalen würde. Ja, dieser Artikel ist sehr tendenziös.
Das funktioniert doch nur in einem halbwegs gut organisiertem Land.
Es ist wie in Griechenland, die Steuern sind zwar hoch, aber kaum jemand ist in der Lage die zu bezahlen oder sie werden nur teilweise beglichen. Die Straßenverkehrsgesetze sind zwar strenger als in Deutschland, aber niemand hält sich daran und die Polizei hat besseres zu tun, z.B. auf der Wache Kaffee zu trinken und mit den Kollegen plauschen.

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isar56 13.06.2017, 10:39
108.

Zitat von chardon
immer wieder zu lesen, wie, nach Ansicht sehr vieler Foristen, die anderen nur noch auf der Deutschen Geld aus sind. Es waere gewiss nuetzlich und ehrlich, dass die diesen deutschen Menschen klargemacht bzw. erklaert wird, wie gerade sie von der EU profitieren. Vermutlich, will dies keiner wissen. Welch eine Borniertheit! grossdt. Denken? schon wieder?
Ich profitiere weder von der EU, noch denke ich großdeutsch.
Als großdeutsches Denken kann ich auch die derzeitige Flüchtlingspolitik sehen, die suggeriert, dass 82 Mio Inländer ganz Afrika retten, wobei von den 82 Mio. gerade mal gut die Hälfte arbeitet und Einkommen bezieht. Ich besuchte letzte Woche mit deutschen Freunden alte Freunde in Italien. Wir sind alle Ende 50. von den Italienern arbeitet keiner mehr, von den Deutschen arbeiten alle noch mindestens fünf Jahre. Großdeutscher Wahn!

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chardon 13.06.2017, 10:40
109. @# 4 espet3

Zitat von espet3
Europas neuer Wackelkandidat, wird aber mit G7-Staaten wie die USA, Japan, Kanada und Deutschland stets in einem Atemzug genannt.
Nun ja, immerhin ist Italien in der EU die 4. Industrienation, nach dem Brexit wird sie die dritte sein. Auch wenn es den Deutschen, oder eher den Foristen hier nicht passt, so ist es, halt.

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