Forum: Wirtschaft
Wirtschaftskrise: "Milliarden werden ohne Sinn und Verstand verschleudert"

Die Regierung gibt für die Bankenrettung Milliarden aus - was künftige Generationen massiv belastet, kritisiert Volker Hauff. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE wirft der Zukunftsberater der Regierung dem Staat vor, keine Strategie zu haben und die "Lahmen und Fußkranken" zu retten.

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L0k3 24.03.2009, 12:15
1. geht doch

Recht hat er der gute Mann. Nicht nur das man offensichtlich nicht wettbewerbsfähige Bankrotte Unternehmen und Banken mit der Druckerpresse rettet und sozusagen die Herrn für ihr Versagen auch noch belohnt nein man heizt damit auch noch indirekt die Inflation an und riskiert eine Hyperinflation. Unsere Politikerhaben auf ganzer Linie versagt zumindest aus Sicht des volkes. Aus Sicht der Verursacher der Krise dagegen haben sie Ihren Job natürlich blendend gemacht.

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erkaem 24.03.2009, 12:20
2. Immer weiter so

Es werden in der Tat nur die "Lahmen und Fußkranken", zwar nicht gerettet, aber am Tropf gehalten.
Mit für mich unvorstellbaren Summen werden kranke Unternehmen, Banken, Staatsfinanzierer, etc. am Leben erhalten.
Warum ?
Es gibt nur einen einzigen Plan und der heisst: weiter so.
Das Credo ist immer das gleiche. Wenn wir diese Bank in die Pleite gehen lassen, funktioniert die gesamte Finanzwirtschaft nicht mehr. Und ohne Finanzwirtschaft funktioniert die Realwirtschaft (da müsste man doch die Finanzwirtschaft als Schattenwirtschaft bezeichnen) auch nicht mehr!
Ja mei - funktioniert sie denn jetzt, nachdem so viele Milliarden geflossen sind ?
Kein Plan, keine Idee - nur schnell wieder zurück zu den vorheigen Zuständen. Der Preis spielt keine Rolle.

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abita 24.03.2009, 12:24
3. Endlich

mal jemand, er auspricht, was viele Bürger denken. Dieses ganze Geschwafel der Politiker und sog. oder auch selbsternannten Experten ist doch nur heisse Luft. Was hat die Regierung in dieser Krise denn gross gestemmt ausser irgendwelche fragwürdigen Konjunkturprogramme aufzulegen ?

Eigentlich gar nichts.

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preacherman 24.03.2009, 12:27
4. Verschwendung der Zukunft

Auf den Punkt gebracht.

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oldrag 24.03.2009, 12:44
5. Reanimation

Zitat von sysop
Die Regierung gibt für die Bankenrettung Milliarden aus - was künftige Generationen massiv belastet, kritisiert Volker Hauff. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE wirft der Zukunftsberater der Regierung dem Staat vor, keine Strategie zu haben und die "Lahmen und Fußkranken" zu retten.
Ich vergleichs mal mit der Medizin. Wenn der Kreislauf eines Menschen zusammenbricht, dann muss man reanimieren. Man kann dann nicht lange nachdenken, wie sinnvoll das ganze ist. Später erfolgt dann die Rehabilitation. Dabei stellt man dann schon mal fest, dass die Reanimation nicht sehr sinnvoll war. Dann wäre es besser alles abzuschalten. Na, da wird es Schwierigkeiten geben. Vielleicht ist das in der Wirtschaft leichter möglich. Hoffentlich.

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rumpel84 24.03.2009, 12:47
6. _

man liest immer öfter von guten Vorschlägen zur Finanz- / Wirtschaftskrise, nur nicht von der Regierung.

Dort zählt Parteiarbeit und Herkunft immer noch mehr als Fachkompetenz (siehe Guttenberg)

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erwineintopf 24.03.2009, 13:13
7. Tolles Interview!

Aber was hat der Mann die 20 Jahre gemacht, als er in politscher Verantwortung war?

Und als Berater scheint ihm auch keiner richtig Gehör zu schenken. Er ist seit 2001 Vorsitzender des Gremiums, dies in der Hauptzeit vor dem Ausbruch der Krise. Warum hat er vorher nicht mal auf den Tisch gehauen? Oder ist er als Vorsitzender so eine Luftnummer?

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Neurovore 24.03.2009, 13:31
8. ....

Zitat von erwineintopf
Aber was hat der Mann die 20 Jahre gemacht, als er in politischer Verantwortung war? Und als Berater scheint ihm auch keiner richtig Gehör zu schenken. Er ist seit 2001 Vorsitzender des Gremiums, dies in der Hauptzeit vor dem Ausbruch der Krise. Warum hat er vorher nicht mal auf den Tisch gehauen? Oder ist er als Vorsitzender so eine Luftnummer?
Nanana, er gibt doch selber schon die Antwort: "Stattdessen sind überall die Akteure am Werk, die die Krise verursacht haben. Das kann nicht gut gehen - denn keiner im Bankenbereich redet bislang über die Fehler." (Interview)

Zum letzten Punkt; dem Schweigen...
Äquivalent zur Terrorbedrohung (die im Vergleich zur Wirtschaftskrise ja pillepalle ist): Kann man die Verantwortlichen nicht ein bißchen foltern ?

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zeitmax 24.03.2009, 13:39
9. Hat in vielem recht, der Mann

aber den großen Systemfehler sieht er nicht.
In der alten Form ist dieses Finanzsystem n i c h t mehr zu retten, wenn sich durch den Zinseszins Schulden und Guthaben (=Geldmenge) hochschaukeln bis zum Hunderfachen der Gütermenge. Erst ohne Zinsdruck (und damit ohne "Kredite") wird ein dem Produktivitätsfortschritt angepaßtes Wachstum bzw. Absinken ermöglicht, Umverteilung von Arm nach Reich und von gehortetem Geldwert in Sachwerte unterbunden. Sämtliche Investitionen und deren re-investierte Erträge müssen im Gegenzug (als "Belohnung") auf Dauer steuerfrei gestellt werden!
Das, ergänzt mit den Hauffschen Antibetrugsregeln, wird eine dauerhafte Wirtschaftsform ohne Schwarzgeld und Schwarzarbeit ermöglichen.

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