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Wirtschaftskrise in Venezuela: Aufstand gegen den Soziölismus
REUTERS

Der Absturz des staatlichen Ölkonzerns hat Venezuela in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt. Im Machtkampf gegen Präsident Maduro liegt letztlich die Chance, dass es mit dem Land wieder bergauf geht.

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capote 26.01.2019, 16:57
1. Unsinn

Die Regierung hat Jahrzehnte lang Petrodollars wie Karnevalskamellen unters Volk gebracht und behauptet, das sei funktionierender Sozialismus. Wenn es das mal nur gewesen wäre ! Venezuela hat sich dazu noch bis-zum-geht-nicht-mehr verschuldet und nun ist die Party zu Ende. Alle Einnahmen werden gebraucht, um die Schulden zu bedienen, es ist vollkommen wurscht, wer da regiert und nach welchem Wirtschaftsmodell, die Schulden lassen sich nicht aus der Welt schaffen.

Sicher kann nun der IWF kommen und noch mehr Geld leihen unter der Bedingung, dass das Ölgeschäft ans Ausland verkauft wird. Anschliessend sind die Venezuelaner arm wie die Kirchenmäuse und haben gar keine Einnahmen mehr.

Auswandern ist die einzig realistische Perspektive !

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blurps11 26.01.2019, 17:12
2.

Was heißt denn "wieder" aufwärts ? Es wird immer gerne so getan, als ob Venezuela vor Chavez ein Schlaraffenland für die Bevölkerung gewesen wäre. Tatsächlich handelte es sich um ein extraktives Regime, das die Gewinne aus der Ölförderung praktisch vollständig für die in- und ausländische Oberschicht abgeschöpft hat. Der Umbau der Wirtschaft hin zur völligen Abhängigkeit vom Öl fand in den 1980er und 90er Jahren statt.

Es ist auch völlig unklar, wer nach einer Entmachtung von Maduro nun genau an die Macht käme und welche politischen Ziele dann verfolgt würden. Von den USA eingesetzte, äh, "unterstützte" demokratische Musterschüler haben in Lateinamerika bekanntlich nicht die allerbeste Bilanz.

Immerhin: Schlimmer kann es kaum werden.

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ark95630 26.01.2019, 17:17
3.

Die von Chávez begonnene und von Maduro fortgesetzte sozialistische Kleptokratur hat allen möglichen Leute (der eigenen Couleur) im In- und Ausland das Geld der Bevölkerung nachgeworfen und natürlich üppigst in ide eigenen Taschen gesteckt. Die Bevölkerung heute steht vor leeren Regalen bei galoppierender Inflation. Medikamente fehlen an allen Ecken und Enden. Maduro hat sich entgegen der Verfassung über das gewählte Parlament erhoben und erhält dafür noch Zuspruch von der Linken aus Deutschland!

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euro-paradies 26.01.2019, 17:25
4. Unter dem Maduro wird das Land keine Chance mehr haben. Das Militär,

Polizei und staatl. finanzierte Terrorgruppen werden die arme Bevölkerung weiter quälen und bei Bedarf umbringen. Das ist das Ergebnis eines sozialistischen Staats und offensichtlich ganz im Sinne von zB Iran, Russland und Türkei. Und unsere Linke/Kommunisten im Bundestag drückt dem Maduro noch die Daumen. Was wird wohl aus Deutschland, wenn diese Partei größeren Einfluss im Parlament / Landesregierungen bekommt?

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capote 26.01.2019, 17:26
5. Wie kann man nur so einen Unsinn schreiben?

Zitat von blurps11
..... Tatsächlich handelte es sich um ein extraktives Regime, das die Gewinne aus der Ölförderung praktisch vollständig für die in- und ausländische Oberschicht abgeschöpft hat. .......
Wenn das so wäre, gäbe es für die Oberschicht nichts mehr abzuschöpfen und die Masse würde nichts davon merken.

Tatsächlich ist es umgekehrt, die Masse ist mit den Petrodollars alimentiert worden und nun ist die Party zu Ende.

Der Ölpreis wird sich in absehbarer Zeit nicht erholen, bei der Wirtschaftskrise, die jetzt ins Haus steht.

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Krixus der Schwergläubige 26.01.2019, 17:29
6. Danke vielmals herzlich für diesen neuerlichen schlagenden Beweis für

das Vorhandensein einer freien und unabhängigen Presse und des Rechts auf freie Meinungsäußerung....
Die Kommentare zu "Deutschland, Frankreich und Spanien erhöhen Druck auf Maduro" haben offensichtlich so gar nicht den Wünschen der unabhängigen Spiegelonline-Redaktion entsprochen, dass man die ganze nicht mehr steuerbare Diskussion kurzerhand in den Orkus befördert hat! In diesem freien und demokratischen Land darf halt jeder seine eigene, freie Meinung haben - solange er sie nur für sich behält! Diese Art von Meinungsfreiheit gab es auch in den Verfassungen fast aller ehemals kommunistischer Staaten.... Aber die waren bekanntlich böse....

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Krixus der Schwergläubige 26.01.2019, 17:41
7. "Die Regierung hat Jahrzehnte lang Petrodollars wie Karnevalskamellen

Zitat von capote
"Die Regierung hat Jahrzehnte lang Petrodollars wie Karnevalskamellen unters Volk gebracht"
Wie Recht Sie doch haben! Dabei hätten die schönen Petrodollars doch viel besser auf die Konten der internationalen Raubritter gepasst und hätten sich in Yachten, Luxusschlitten, eigene Inseln etc. verwandelt, statt von den argentinischen Hungerleidern für Fast-Lebensmittel" etc. verprasst zu werden... Da müssen die demokratischen Staaten doch wirklich endlich etwas unternehmen um die himmelschreiende Verschwendung zu stoppen und die vom Goldenen Kalb gegebene heilige Ordnung wiederherzustellen... Wo kämen wir denn sonst hin? Es ist nicht mehr so viel auf der Welt übriggeblieben, was man sich unter den Nagel reissen kann, also heißt es zugreifen!

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denkogel 26.01.2019, 17:42
8. Halliburton

Es wird den Menschen in Venezuela bestimmt besser gehen, wenn altruistische, gänzlich unkorrupte Vorzeige-Serviceunternehmen aus den USA wie Halliburton sich der Sache annehmen. Im Namen von Demokratie und Menschenrechten, versteht sich.

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juba39 26.01.2019, 17:44
9. Das ist der Pferdefuß

"Ölkonzerne aus Europa, Amerika und China dürften um die Teilhabe an Joint Ventures in Venezuela wetteifern. Die besten Chancen hätten US-Multis, sagt Weinberg: "Guaidó hat in den Vereinigten Staaten studiert, Trump hat ihn gleich als neuen Präsidenten anerkannt, und die USA waren bis vor wenigen Jahren der größte Abnehmer für venezolanisches Öl."
Und der letzte Satz ist sogar ein Fake!
Die USA waren und werden weiterhin der gößte Abnehmer für das Öl bleiben. Diese Ölsorte ist besonders dickflüssig, und nur in speziellen Raffinerien verwendbar. Es würde die USA also Milliarden für Umrüstungen kosten. Was liegt also näher, man setzt gleich einen Präsidenten ein, mit Higgins Adam hat ma ja den Statthalter schon benannt (Bremer läßt grüßen), der dazu noch in den USA studiert hat.
Wenigstens DAS die Wahrheit: "Die besten Chancen hätten US-Multis, sagt Weinberg"
Nur, das auch eine Frage. Wie kommt die USA mit China und Russland überein, die Milliarden in den venezuelanischen Ölsektor investiert haben? Einfach enteignen (besserer Ausdruck für sanktionieren)? Glaube kaum, daß die Länder das einfach so mitmachen werden.

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