Forum: Wirtschaft
Wirtschaftskrise in Venezuela: Aufstand gegen den Soziölismus
REUTERS

Der Absturz des staatlichen Ölkonzerns hat Venezuela in eine tiefe wirtschaftliche Krise gestürzt. Im Machtkampf gegen Präsident Maduro liegt letztlich die Chance, dass es mit dem Land wieder bergauf geht.

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Sportzigarette 26.01.2019, 19:13
40.

Zitat von Berlineratze
Die rechten Gestalten marschieren wieder, wie 1989, wo die bürgerliche Oberklasse tausende Menschen in Venezuela für die neoliberale Umgestaltung durch den IWF umgebrachten. Das Ergebnis ist die heutige Verfassung, die bestimmte Sonderrechte ausschließlich für das Volk bereit hält, wie die das mächtigste Organ, die Verfassungsgebende Versammlung, welches Garant für die Volksmacht sein soll und die über allen anderen Staatgewalten steht und dem auch das Recht zusteht, dass bürgerliche Parlament aufzulösen. Die Wahl zur Verfassungsgebenden Versammlung hat die rechte Opposition selbst boykottiert, weil ihre eigene Teilnahme an der Wahl als Zustimmung und Legitimation dieses chavistischen Organ gedeutet worden wäre. Niedlich ist nur insgesamt, wie die bürgerliche rechten Eliten lügen (die Voraussetzungen des Art. 233 liegen gar nicht vor, aber das entblödet diese Charaktere nicht, ihn zu zitieren) Der Putsch, organisiert von den Vereinigten Staaten gemeinsam mit dem IWF (Springer Welt hat tief in die Planungsweise und die Wahrheiten samt Lügen der Putschisten blicken lassen: https://www.welt.de/wirtschaft/article187650428/Venezuela-Die-hoechste-Generaele-bekommen-nur-50-Dollar-im-Monat.html) , wird trotzdem keinen Erfolg haben, da Maduro selbst innerhalb des Landes über seine solide Massenbasis im Volk verfügt, die nur in den westlichen Medien nie gezeigt und dargestellt wird.
Eine "solide Massenbasis" hat ja auch Kim Jong-un, aber wer will da freiwillig leben? Und doch, darüber wurde schon mehrfach in bösen kapitalistischen Westmedien berichtet. Aber arme und kaum gebildete Menschen rennen eben gern Rattenfängern von links wie rechts hinterher.......
Es muß schwer für einen Kommunisten wie Sie sein, sich einzugestehen, dass der Traum ausgeträumt ist und der Kapitalismus gesiegt hat. Nunja, die Mehrheit sieht das aber durchaus positiv!

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klaus64 26.01.2019, 19:16
41. Misswirtschaft in Venezuela ?

Kann ja alles sein, aber bitte auch die ständige Verschärfung der Sanktionen der USA seit 2015 beachten, die seit Jahren einen Regime wechsel herbeiführen möchten.
Siehe auch den Artikel https://www.contra-magazin.com/2018/08/die-usa-zerstoeren-venezuelas-wirtschaft/
das sollten auch mal unsere Politiker von CDU und SPD lesen. "Freie Wahlen " unter dem Druck der Sanktionen, was ist daran frei ?

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labellen 26.01.2019, 19:19
42. 1983 hatte Venezuela die Hälfte der jetzigen Einwohnerzahl.

Bei einer solch rapiden Bevölkerungsentwicklung helfen auch keine Ölmilliarden mehr.
Auch ein eventueller Nachfolger Maduros ist nicht zu beneiden.
Die strukturellen Probleme sind gewaltig und ein Großteil derer, die daran etwas ändern könnten, hat das Land längst verlassen.

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blurps11 26.01.2019, 19:20
43.

Zitat von egoneiermann
Das Problem liegt ja noch noch tiefer. Charez ist ja mit einer sehr großen Mehrheit gewählt worden, weil er die Hoffnung der Gesellschaft war, die politische Korruption endlich zu beenden. Wenn man seine Amtszeit und die seines Nachfolgers anschaut, dann hat sich die Korruption nur verlagert.
Wenigstens ein Teil der Einnahmen wurde unter Chavez ja tatsächlich an das Volk ausgeschüttet, das war immerhin schon ein gewisser Fortschritt. Trotzdem war sein Regime sowohl handwerklich wie auch moralisch natürlich unfähig.

Der Fehler in der Denkweise der meisten westlichen Journalisten und auch fast aller User hier ist nun, die Abwesenheit von Sozialismus schon mit einer demokratischen, kompetenten und dem Gemeinwohl verpflichteten Regierung gleichzusetzen. Diesen Automatismus gibt es aber nicht.

Die erfolgreichen Präsidenten in Lateinamerika haben ihren eigenen Weg gefunden und sich teilweise deutlich von den Vorstellungen der USA und der entsprechenden internationalen Institutionen abgesetzt. Ob das Herrn Guaido und seinen Hintermännern zuzutrauen ist, darf man bezweifeln, zu deutlich wird er aus Miami und Washington "unterstützt".

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nurEinGast 26.01.2019, 19:44
44.

letztlich geht es dort- wie immer- nicht um die Menschen, sondern um wirtschaftlichen Einfluss.

Letztlich gibt es bei dieser Sache keine "guten" oder "bösen", jede Meldung ist letztlich nur eine Halbwahrheit.

Und ehrlich- es interessiert mich nicht. Es ist mir gleich was meine Regierung macht, ob sie Trump hinterherhechelt oder nicht.

Denn wir erfahren hier eh nicht die ganze Wahrheit. Nur das, was diejenigen, die dort Interessen haben, als ihre Wahrheit gerne sehen (möchten).

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schmidti43 26.01.2019, 19:45
45. Sie lügen

Zitat von bierzelt
Gegen das Land ist ein Embargo verhangen worden seitens der USA. Das ist bis heute in Kraft, oder? Damit sind bis auf alle anderen "Schurkenstaaten" der Rest der Welt aus dem Rennen um als Abnehmer für Öl in Frage zu kommen. Korrigiere mich einer, wenn ich falsch liegen sollte...
Sie lügen: Die USA ist der größte Handelspartner Venezuelas, kaufen dort Öl und Sanktionen beschränken sich auf Einzelne Personen und Waffen.

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kpfeilst 26.01.2019, 19:50
46. Es ist halt nicht sehr rational...

...die holländische Krankheit (https://de.wikipedia.org/wiki/Holländische_Krankheit ) zur nationalen Heilsreligion zu erheben.

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max_schwalbe 26.01.2019, 19:54
47. Alles selbstverschuldet?

Dass bei so großen Ölreserven, von denen auch die USA abhängig sind, machtstragetische Gründe dafür sprechen könnten, dass in Venezuela Staatseigentum unerwünscht ist, liegt doch auf der Hand. Wenn westliche Industriestaaten im Öl nicht mitverdienen könnten, gibts Ärger. Dafür gibts doch nun inzwischen hinreichend Beispiele und Belege. Das muss nicht heißen, dass Maduiro alles richtig macht, aber es heißt noch lange nicht, dass man das Recht hat, die dortige Wirtschaft und nationale Autorität von außen demontieren zu dürfen (wobei soziale Misstände sie zwangsläufige Folge daraus sind). Damit offenbart der Westen ein mindestens ebensogroßes Demokratiedefizit wie Venezuela selbst.

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Berlineratze 26.01.2019, 20:02
48. Du hast nur Glück, dass die Antworten auf deine Lügen hier zensiert

Zitat von Sportzigarette
Ein..
werden, aber ist halt typisch für die bürgerliche Presse des Kapitals ;)

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max_schwalbe 26.01.2019, 20:12
49. Am Ende verliert der Sozilalismus und das Soziale

Egal wie es kommt - in dem Moment, wo Venezuela zum Spielball geostragischer Interessen gegeneinander agierender Kapitalisten wird, ist nur noch die Frage, welchem Interesse Venezuelas Öl unterworfen wird. Die Frage, ob Sozialismus dem Land guttun könnte, stellt sich dabei gar nicht mehr. Auf die Bevölkerung wird keiner mehr hören, egal ob sie Maduros Russland-Korruption oder westlich installierte Agenten beschimpfen. Alle sind extrem abhängig von internationalen "Partner" geworden. Ohne die harten Wirtschaftssanktionen, stünde Venezuela nicht so desolat da wie es jetzt dasteht. Der Konflikt und der soziale Sprengstoff wurden so gezielt induziert, um die politische Lage in Venezuela zu destabilisieren. Nein, das ist keine Verschwörungstheorie. Bitte schaut nach Chile, wie damals Allende zu Fall gebracht wurde. Nirgends wurde das abgründige und vor allein einseitige Agieren des Westens gegen souvereigne sozialistisch orientierte Staaten offensichtlicher. Oder die erwiesenermaßen unwahren Beweise für Massenvernichtungswaffen, die den krieg im Irak legitimierten. Wenn dann Öl und Sozialismus auch noch auf ein und denselben Staat fallen, schlagen zwei narrative gleichzeitig zu - was also will man erwarten??

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