Forum: Wirtschaft
Wirtschaftskrise: Warum Deutschland kurz vor der Rezession steht
Axel Heimken/ DPA

Trotz aller Warnsignale verbreiten Ökonomen und Politiker seit Monaten stoisch die Hoffnung darauf, dass die Konjunktur bald wieder anzieht. Dabei ist die deutsche Wirtschaft längst gefährlich nah an einer tieferen Krise.

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ritchie2008 26.04.2019, 14:42
1. tiefgreifende Rezession

wenn es um Qualitätsjournalismus geht, dann haben wir mit diesem Artikel wieder ein Beispiel dafür, dass wir seit x Quartalen in eine Rezession stecken.....

wobei man Herrn Fricke schon auch zustimmen kann für wirtschaftswissenschaftlich tiefgreifende Erkenntnisse wie "In der Krise steigt die Arbeitslosigkeit"......wow......

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Alfred 26.04.2019, 14:48
2. 40 Jahre die digitale Revolution verpennt

um sich jetzt zu wundern weshalb es bergab geht. Irgendwann ist der Schwung aufgebraucht.
Fuer mich erschuetternd wenn ich in Malaysia Primitivbuechsenoeffner beim Chinesen an der Ecke
mit dem Aufdruck 'made in Germany' finde.

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MyMoon 26.04.2019, 14:50
3. Kaffesatzleserei

Der Artikel hat mit der Realität nichts zu tun.
Alle die ich kenne können sich vor Arbeit kaum retten und kommen nicht hinterher.
Auch im Freundeskreis ist keiner mehr arbeitslos.
Von Abschwung lese ich schon seit 2 Jahren und das Gegenteil ist der Fall.
Jetzt tritt das Gegenteil ein von vor der Finanzkrise.
Da gab es wenige Warner und dann im Nachhinein war es für alle absehbar.
Nun sehen viel mehr die nächste Krise am Horizont obwohl nichts darauf hindeutet, nur um im Falle das eine Rezession eintritt prahlen zu können das man es ja vorhergesagt hat. Wenn die Wirtschaft doch nur so leicht durchschaubar wäre.
Natürlich wird es wieder irgendwann eine Rezession auch in Deutschland geben, das ist der natürliche Zyklus und lässt sich lokal nur schwer vermeiden.
Aber wenn die Krise wirklich eintritt wird wie so oft keiner damit gerechnet haben.
Der Rest ist Kaffesatzleserei.

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christine.rudi 26.04.2019, 14:52
4. Es geht um "Managing change"

... Deutschland ist (sehr leider) dazu VOLLKOMMEN unfähig. Der Klimawandel, der NICHT nur von den Menschen, sondern hauptsächlich durch andere Faktoren verursacht ist (aber auch durch Menschen) wird dazu führen, daß man die ostfriesischen Inseln aufgeben muß. Dafür wird es in bayrischen Hochtälern wärmer werden. Das ist schon zu Zeiten der Römer so gewesen (die gingen von Rom bis nach Schottland, in kurzen Hosen und Sandalen) und auch zu Zeiten der Walserwanderungen (12./ 13. Jahrhiundert), als die Walser (Weizenanbau auf 2000 m) die Alpenpässe rund um das Matterhorn und den Monte Rosa (z.B. den Monte Moro - Pass = die Mauren wußten schon damals, wo's lang geht) EISFREI überquert haben]. FAZIT: Sich Anpassen ist - beileibe - nicht die Stärke der Deutschen. Lieber vertritt man die Position: "Es ist richtig, WEIL es immer schon so war". ... Ein GRANATENMÄSSIG großer Irrtum ! ... ... Alles Gute

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muunoy 26.04.2019, 15:00
5. Und nun?

Fricke spielt nun also den Propheten des Abschwungs. So what? Was schlägt er denn vor, um gegenzusteuern? Der Einfluss von Politikern oder politischen Ereignissen wie dem Brexit halte ich für überbewertet. Die tun doch nichts bzw. fallen normalerweise nur durch Unfähigkeit auf. Dass EU und UK keinen geordneten Brexit hin bekommen, ist ein schönes Beispiel für die Unfähigkeit der politischen Akteure.
Insges. gehe ich auch von einer Schwächung der Weltwirtschaft aus. Hauptgrund dafür ist aber meiner Meinung nach, dass wir uns anscheinend in einem Kondradjew-Tal (oder Kontratieff-Tal) befinden. Politiker und Journalisten, die von Digitalisierung faseln, sehen nicht, dass es sich hier um einen alten Hut handelt. Es ist also wirklich nichts Neues. Die große Frage ist, welche Erfindung so viele neue Innovationen hervorbringen wird, dass es im Kondradjew-Zyklus wieder nach oben geht. Naturgemäß kennt man diese Erfindung jetzt noch nicht. Solange man diese nicht kennt, kann man nur klassisch gegensteuern. Wir brauchen in Deutschland dringend Steuerermäßigungen für alle. Und man könnte sich bemühen, mehr in Forschung und Entwicklung zu gehen, wobei ich insbes. die Grundlagenforschung fördern würde. Denn im Kondradjew-Tal sollten wir nach dem nächsten großen Ding suchen. Und jetzt weiß halt noch keiner, was das sein wird.
Im Übrigen geht es der Weltwirtschaft gar nicht so schlecht, wenn ich mir den Kapitalmarkt so anschaue. Klar, europäische Werte sind bei mir inzwischen stark unterrepräsentiert. Die Staaten in der EU sind inzwischen fast ausnahmslos (Ausnahmen sehe ich in den osteuropäischen und skandinavischen EU-Mitgliedsstaaten) behäbige und bürokratische Umverteilungssysteme, welche zunehmend die Freiheiten des Individuums einschränken und nahezu alle Anstrengungen darauf verwenden, den status quo zu erhalten. Der leider schon verstorbene Guido Westerwelle prägte den zutreffenden Begriff der spätrömischen Dekadenz. Wer heutzutage Dynamik und Entwicklergeist erleben möchte, muss leider ziemlich weit bis nach Ostasien reisen.

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hannesmann 26.04.2019, 15:01
6.

Herr Fricke diskutiert wie immer nur über die Symptome. Das Grundproblem ist die massive Verzerrung der Finanzmärkte durch die Zentralbanken. Dadurch wenden sich die Aktivitäten von der Realwirtschaft hin zur Finanzwirtschaft ab. Den nachfolgenden Artikel sollte Herr Fricke mal aufmerksam lesen. Dann versteht er vielleicht wieso die Wirtschaft weltweit zunehmend lahmt. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/f-a-s-kolumnist-thomas-mayer-ueber-die-japanisierung-europas-16148131.html

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spaceagency 26.04.2019, 15:02
7. bis zur Europawahl wächst Deutschland

und dann gehts bergab. Deutschland hat im Exportwahn sehr viel verschlafen, das Land nichtbfit gemacht. Das wird sich rächen. Das schlechteste Bankwesen aller G7 Staaten, lausiges Internet, mittelmässige Unis und Bildung, eine Bahn die faktisch pleite ist. Es reicht die Jobabbauankündigungen zusammen zu zählen....das geht dann ganz rasch. Eine gute Seite hat es. Die sonst so prahlenden Deutschen kommen wieder auf den Teppich

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sennin108 26.04.2019, 15:04
8. In Bildung Forschung und KI investieren

Deutschland muss hunderte Milliarden jährlich in Bildung, Forschung und vor allem Künstliche Intelligenz Forschung und Erwachsenenbildung stecken um mithalten zu können. Länder wie USA und China sind kaum noch einzuholen und selbst UK, Kanada, Frankreich und viele andere schießen mit Höchstgeschwindigkeit an uns vorbei. Auch den Menschen mehr Geld lassen um die Binnennachfrage zu stärken wäre angebracht. Ansonsten meine Koffer sind bereits gepackt. Sehe hier kaum Zukunft. Wie haben kein Apple, Samsung, Google, Amazon, nicht mal sowas wie Uber oder netflix, ja nicht mal ein gutes Computerspielstudio. Dritte Welt hier. Infrastruktur ist auch marode. Bahn ist langsam und teuer. Nur Stinkautos und Staus statt Fahrradhighways wie in Dänemark. Die Menschen dumm, arrogant und fremdenfeindlich vor allem auf dem Land und im Osten. Dritte Welt hier. Bin froh bald weg zu sein

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marco68 26.04.2019, 15:05
9. So langsam glaube ich es auch

Nachdem kein Tag vergeht, an dem die Rezession förmlich herbeigebetet wird, strecke ich die Waffen. Sie kommt. Unausweichlich. Endlich geht´s uns wieder schlecht. Wir haben es ja auch nicht anders verdient, sind ja von China, USA UND Italien abhängig. Warum nur haben wir es auch versäumt, die Bevölkerung des Landes auf 1,4 Milliarden Menschen anwachsen zu lassen und uns so unabhängiger vom Export zu machen? Ich gehe mich jetzt eingraben.

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