Forum: Wirtschaft
Wirtschaftskrise: Warum Deutschland kurz vor der Rezession steht
Axel Heimken/ DPA

Trotz aller Warnsignale verbreiten Ökonomen und Politiker seit Monaten stoisch die Hoffnung darauf, dass die Konjunktur bald wieder anzieht. Dabei ist die deutsche Wirtschaft längst gefährlich nah an einer tieferen Krise.

Seite 6 von 12
Haarfoen 26.04.2019, 17:28
50. Schwarze Null

Zitat von Guerilla_79
(...) Desweiteren sind mit der "schwarzen Null", mittlerweile exorbitante modernisierungkosten aufgelaufen, die garantiert nicht mit diesen Lulu-Zahlen die man da jetzt reinsteckt angegangen werden können. Wo liegen die Schätzungen an aufgelaufenen Kosten die letzten 20Jahre doch gleich? 80-100mrd für´s Internet, ebenso bei der Bildung respektive renovierung/modernisierung, bei der Justiz/Polizei fehlen mrd usw. usf. Sagen wir mal wir haben einen Rückstau von rund einer halben Billionen Euro angehäuft, gluabt man ernsthaft das das mit 100mio hier und 4mrd da wieder alles gut macht? Mir persönlich fehlt der Plan in der Regierung, der Masterplan in dem man zb. sagt 20mrd über die nächsten 5Jahre in´s Internet, oder die Schulen oder den Wohungsbau oder oder oder....
Die schwarze Null ist eine feine Sache, die sich da Herr Schäuble ausgetüftelt hat. Sie besagt, dass der Staat eigentlich gar kein Geld für die anstehende Modernisierung hat und deswegen weitere Privatisierungen zwingend erforderlich sind. Her Schäuble öffnet damit den öffentlichen Sektor für das Kapital, das sowieso nicht mehr weiß, wohin mit dem Geld. Der "buy-out" soll folgen, öffentliche Gebäude zum teuren Leasing, Privatautobahnen, usw.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
susie.soho 26.04.2019, 17:29
51.

Zitat von MyMoon
Der Artikel hat mit der Realität nichts zu tun. Alle die ich kenne können sich vor Arbeit kaum retten und kommen nicht hinterher. Auch im Freundeskreis ist keiner mehr arbeitslos. Von Abschwung lese ich schon seit 2 Jahren und das Gegenteil ist der Fall. Jetzt tritt das Gegenteil ein von vor der Finanzkrise. Da gab es wenige Warner und dann im Nachhinein war es für alle absehbar. Nun sehen viel mehr die nächste Krise am Horizont obwohl nichts darauf hindeutet, nur um im Falle das eine Rezession eintritt prahlen zu können das man es ja vorhergesagt hat. Wenn die Wirtschaft doch nur so leicht durchschaubar wäre. Natürlich wird es wieder irgendwann eine Rezession auch in Deutschland geben, das ist der natürliche Zyklus und lässt sich lokal nur schwer vermeiden. Aber wenn die Krise wirklich eintritt wird wie so oft keiner damit gerechnet haben. Der Rest ist Kaffesatzleserei.
Ich kann Ihnen nur zustimmen!

Allerdings sind einige Branchen schon von einem Rückgang ihrer Geschäfte betroffen. In den Jahren 2014 bis 2018 sind mehr als 1 Mio Geflüchtete nach Deutschland gekommen, die nichts besaßen, außer dem, was sie am Leib trugen. Eine Wirtschaft, die 1 Mio Menschen mit dem Mindesten ausgestattet hat, die blühte (Container und Matratzen mussten z.B. in Polen nachbestellt werden, weil sie hier ausverkauft waren).

Kurz und gut: man stelle sich die Grundausstattung eines Menschen vor und danach noch für eine Zeit lang dessen Alimentierung. 19 % der Staatsausgaben gingen an den Staat zurück, und die Wirtschaft zahlte deutlich mehr Steuern.

Da eine weitere Zuwanderung nicht erwünscht ist, wird die Wirtschaft und der Finanzminister weniger einnehmen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der_anonyme_schreiber 26.04.2019, 17:29
52.

Zitat von alfredbonn
Das beliebte Argument: mein eigener Beitrag ist so klein - fällt nicht ins Gewicht. also kann ichs gleich lassen. Besser alle machen mit. Bis dann alle mitmachen, ist es zu spät. Ja - so wird es enden. Die ganzen Deppen lachen sich schlapp wenn 50 % dieser Deppen ertrinken, verdursten, auswandern und sich mit den restlichen 50% der Deppen bald um die letzten Ressourcen kloppen. Als man noch was hätte machen können, gabe es kluge Leute, die die Mahner und Warner als Deppen bezeichnet haben ....
Wenn der eigenen Beitrag so gering ist, dass er nicht ins Gewicht fällt, kann man es wirklich lassen.
Insbesondere so lange es keine Anzeichen gibt, dass andere, insbesondere die, deren Beitrag größer ist, auch nennenswert was machen.

Sorry. Und ja, das wird unschön enden. Davon gehe ich leider fest aus.
Aber was hier bei uns abgeht ist teilweise nur noch krank.
Man sucht sich die Ecken aus, die schön signalhaft sind, ohne auch nur eine Sekunde zu hinterfragen wie sinnig das ist und wie stark das im Gesamtkontext Sinn macht. Auch wenn der Beitrag Ihres Vorposters genau betrachtet falsch ist, zeigt er meiner Meinung nach schon auf, was das Problem all der bisher "entwickelten" Massnahmen ist.
Das was die "Aktivisten" hier bieten ist ein reiner "Öko-Tunnelblick" mit eingebauter Selbstzerstörung. Statt durchs Klima dann halt Ökonomisch. Das mit dem Klima übernehmen ja die anderen dann schon...
Und die CO2 Steuer schiesst m.E. den Vogel ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haralddemokrat 26.04.2019, 17:30
53. Wenn ich die Beiträge lese,

wird mir bewusst, an welchen Problemen wir leiden. Der Büchsenöffner in Malaysia ist z.B. nicht das Problem. Das Problem ist in Berlin und heißt Regierung. Wir haben uns kaputt gespart und subventioniert. Statt in Innovation und Entwicklung zu investieren, werden Subventionen verteilt wie beim Kamellenwerfen an Fasching und das in fragwürdige Projekte. Dazu kommt, dass Energie statt günstiger immer teurer wird und zwar für den Privatverbraucher. Der ÖNV und die Bahn liegen am Boden, die Spritpreise explodieren und immer mehr AN können bald nicht mehr ihre Rechnungen von dem bezahlen, was sie verdienen. Das Sch....ich auf einen Arbeitsplatz. Dazu kommen noch weitere Probleme, sie sich immer mehr auf den Mittelstand der Wirtschaft auswirken. Die Schwarzarbeit wächst exorbitant, weil die Preise für Handwerksleistungen nicht mehr gezahlt werden können und der UN diese Stundenlöhne nehmen muss, um seine Kosten decken zu können. Da freut sich doch der Handlungsreisende der „Baudekoration“ aus dem Osten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Braveheart Jr. 26.04.2019, 17:32
54. Lieber Herr Fricke ...

... ich habe da so meine Zweifel. Sie schreiben zum Beispiel: "... dass ein so robuster Arbeitsmarkt gegen den Absturz schützt, weil ein Job den Leuten entsprechend viel Geld zum Ausgeben beschert." Das mag für unsere Lobbyisten, Politiker, und die gesamte Nieten-in-Nadelstreifen Riege stimmen, aber haben wir nicht seit Jahren gerade durch das von Ihnen ebenfalls erwähnte Outsourcing einen massive Wandel in mittleren und unteren Jobsegment, weg von Vollzeitjobs von denen man seine Familie ernähren kann, hin zu Zeitarbeits- und Aufstockerjobs, wo das Jobcenter den Löwenanteil der Kosten trägt aber das Unternehmen die Früchte der Arbeitsleistung erntet? "Agenda 2010" schon vergessen? Und haben wir nicht seit Jahren durch steigende Mieten incl. Nebenkosten, durch Krankenkassenbeitragserhöhungen, IGEL-Zuzahlungen, etc. unter dem Strich immer weniger Geld zum Ausgeben? Das nennt sich Kaufkraftverlust, und deshalb schwächelt die Binnenkonjunktur - mit einer Ausnahme: Dank unserer "Wir-schaffen-das!" Bundesmutti pumpt der Staat seit Jahren immer mehr Geld in den Währungskreislauf. Denn die zu uns strömenden "Facharbeiter" müssen ja alimentiert werden. Dumm nur, daß ein guter Teil des Geldes versickert, d.h. ins Ausland transferiert wird (fragen Sie mal bei Western Union nach). Oder direkt bei den großen Kurs-Anbietern landet (die auch sehr gerne mit Aufstockerkräften arbeiten - die Qualität ist entsprechend grottig, aber die Arbeitsagentur interessiert das nicht). Das läppert sich ganz schön über die Jahre, und dieses Geld wird der Bundesrepublik böse fehlen, wenn es richtig kracht!! Vielleicht schreiben Sie mal dazu etwas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
melnibone 26.04.2019, 17:39
55. Vielleicht oder ganz sicher ...

hätte eine Rezession auch ihre positiven Seiten.
Das allerbeste Land, mit den allerbesten ökologisch aufgestellten Automobilkonzernen, mit den allerbesten Politikern und dem allerbesten Qualitätsjournalismus hätte plötzlich in allen Lautspecheranlagen ... Friedhofsstille.
Das nahe Ende des Schneller, Höher, Weiter ... würde auch ein Ende des Immobilienbooms bedeuten.
Dann wäre auch ein echtes ökologisches Umsteuern mit den entsprechenden Arbeitsplätzen hierfür ... ein deutliches Plus für die Umwelt.
Wenn Industriearbeitsplätze gerade nicht zur Verfügung stehen, werden auch schlecht bezahlte Arbeitsplätze in z.B. der Pflege wieder atraktiver.
Die Profiteuere der Deutschland AG sind so oder so nicht die Arbeitnehmer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Forist2 26.04.2019, 17:41
56. Die Wirtschaft jammert mal wieder........

Und, was was wollen sie den wieder ?
Steuererleichterungen ?
Noch mehr SUVS die Unternehmer von der Steuer absetzen können, mit denen sie uns die Luft verdrecken ?
Ja macht halt den Lindner und rüber nach China, aber nicht vergessen, zuvor die Deutsche Staatsbürgerschaft abgeben.
Wir brauchen endlich eine Revolution um uns von diesem Unternehmerterror und Wachstumsgötzen zu befreien !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Haarfoen 26.04.2019, 17:46
57. Blasen ...

Zitat von eric111
Die beschwichtigenden Worte mancher Kommentatoren in allen Ehren, aber gerade das macht ja eine Krise so schlimm: Die Blase. Wenn ich eines gelernt habe ist, dass jede Blase platzt, jeder Hype zuende geht. Und je länger es dauert, desto doller wird der Knall. Dass derzeit selbst noch Arbeitsplätze geschaffen werden ist ja klar: Deutschland lebt von der Substanz: die Infrastruktur ist hinüber, moderne Technologien meist im unteren EU-Drittel, Lohnstückkosten wie von einem anderen Stern und seit Jahren wird von der Politik viel viel Geld in Arbeitsplätze und Neubürgern gepumpt. Doch die Industrie nimmst schon weniger ein und was heute noch wohlwollend klingen mag (Rente mit 62, Asyl für fast alle oder Familiennachzug) sind Verpflichtungen, welche die nachfolgenden Generationen reel hypothekisieren. Wenn jetzt die Zinsen (historischer Tiefstand) ein bischen steigen, wird es ruppig.
Nicht zu vergessen, eine internationale Finanzblase. Riesige Geldmengen, völlig abgehoben von der realen Wirtschaftsleistung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hpampel 26.04.2019, 17:54
58. Das Ziel ist erreicht

Der Geldadel hat in gute Lobbyisten investiert, damit die Politik dieses Land zum Ausverkauf angeboten und verscherbelt hat. Nun ist das Tafelsilber weg und der Rahm der mehrfach aufgekochten Milch restlos abgeschöpft. Investiert wurde nur, um den Betrieb unter extremen Kostendruck gerade noch Produkte herstellen zu lassen, die sich im Ausland verkaufen ließen. Nun wird die Industrie unter den Meistbietenden (Chinesen) verkauft. Die meisten Menschen werden ärmer und die Ressourcen günstiger. Damit kann dann der Geldadel den Rest auch noch aufkaufen. Damit ist das Ziel erreicht, einige wenige kaiserlich und königlich leben zu lassen, während sich der Rest um die wenigen verbliebenen Ressourcen schlägt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PSBBM 26.04.2019, 18:10
59.

Krisen werden aus Stimmungen geboren. Unsere Medien haben da auch eine Verantwortung. Wenn man jeden Tag liest, dass bald eine Rezension kommt, dann hat das Einfluss auf das eigene Denken und Verhalten. Man muss nicht jede Entwicklung pessimistisch beurteilen. Etwas Optimismus hilft immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 12