Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsministerium: Chinesen können Kuka übernehmen
REUTERS

Der Übernahme des Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Midea-Konzern steht nichts mehr entgegen. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht keine Gefahr und verzichtet auf ein förmliches Prüfverfahren.

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Sepp1966 17.08.2016, 12:50
1. Ein Unternehmen

wie KUKA sollte als Innovationsunternehmen nicht zum Verkauf stehen. Deutschland koppelt sich immer mehr von Gebieten der Hochtechnologie ab, in denen wir einst führend waren. Ob Kerntechnologie, Pharmazie, Chemie, Schwermaschinenbau, Feinwerktechnik, Rüstungsindustrie, wie dem U-Boot-Bau, Telekommunikation, Elektronik oder Elektrotechnik. Stattdessen sind wir führend in der Entwicklung von Windkraftwerken. Wir sind nicht einmal mehr in der Lage, einen funktionierenden Flughafen in unserer Hauptstadt zu realisieren. Aber unser Wirtschaftsminister mischt sich in den Einzelhandel ein, sieht aber keinen Bedarf zu verhindern, dass KnowHow ins Ausland abwandert. Nur mit technologischem Vorsprung auf vielen Gebieten ist es möglich, dass Deutschland die hohen Sozialleistungen und Staatsausgaben schultert. Statt Jursiten und Betriebswirte, sollten wieder Naturwissenschaftler und Ingenieure das Sagen bei uns in Deutschland haben. Als Vorbild kann der deutsche Kasier, Willhelm II, dienen, der technische Hochschulen und Technoligiezentren wie kein anderer gefördert hat. Letztere heute als Max-Planck-Insitute weltweit bekannt.

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marc.koch 17.08.2016, 12:58
2. Blauäugiges Gesetz

Na klar, die Sicherheit und Ordnung ist hier nicht gefährdet, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands
aber schon. Ich höre die deutschen Fertiger schonjammern, wenn die Kuka-Roboter auf einmal teurerwerden. Wasser, Strom und Telefonieren (und Handy-glotzen!) sind strategisch, aber ja, gaaanz doll.
Fertigung, da, wo wir weltweit vorne sind, die natürlich nicht. Da sind die Edeka/Tengelmann-Belegschaften sicher wichtiger mit ihren kleinenLöhnen und der vergleichsweise geringen Produktivität.Ich bin es so leid von einer Mediokratie regiert zu
werden.

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choke123 17.08.2016, 12:59
3.

Wir verscherbeln unser Know-How -das einzige Pfund, mit dem wir als rohstoffarmes Land wuchern können- für Papierscheinchen und Zahlen in Computern. Eine Schande. DA sollte der Gesetzgeber mal ran, satt ständig Symbolgesetzgebung zu betreiben.

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falsifiziert34 17.08.2016, 13:11
4. Reziprozitäts-Prinzip

Hier gehört die Gesetzeslage angepasst: nur wenn eine ähnliche Übernahme im Übernehmerland möglich wäre, sollte es auch in D erlaubt werden (Reziprozitäts-Prinzip). Leider hat Deutschland mit seiner liberalen Gesetzeslage schon einige gute Unternehmen ohne Not verloren: Hochtief wurde feindlich übernommen von einem Spanischen Raubritter, der mit dem Verkauf von Hochtief Perlen seine Schulden abbauen will (die er zuvor u.a. durch Sponsoring der Spanischen Fussballclubs aufgebaut hat), ditto Telefonica die durch monopolartiges Verhalten in D unangenehm auffällt, ditto Unicredit usw. Es kann ja nicht sein dass Deutschland seine Industrieperlen einer falsch verstandenen Freizügigkeit opfert, ohne dieselben Chancen eingeräumt zu bekommen. Zumal Kuka ja auch mit vielen Millionen Forschungsprojekte öffentlich finanziert bekam, deren Ergebnisse nun einfach von Chinesen nutzbar werden. Man kann nur hoffen dass Kuka keine technologisch anspruchsvollen Projekte in D von seinen Kunden mehr bekommt.

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falsifiziert34 17.08.2016, 13:14
5. Reziprozität

Hier gehört die Gesetzeslage angepasst: nur wenn eine ähnliche Übernahme im Übernehmerland möglich wäre, sollte es auch in D erlaubt werden (Reziprozitäts-Prinzip). Leider hat Deutschland mit seiner liberalen Gesetzeslage schon einige gute Unternehmen ohne Not verloren: Hochtief wurde feindlich übernommen von einem Spanischen Raubritter, der mit dem Verkauf von Hochtief Perlen seine Schulden abbauen will (die er zuvor u.a. durch Sponsoring der Spanischen Fussballclubs aufgebaut hat), ditto Telefonica die durch monopolartiges Verhalten in D unangenehm auffällt, ditto Unicredit usw. Es kann ja nicht sein dass Deutschland seine Industrieperlen einer falsch verstandenen Freizügigkeit opfert, ohne dieselben Chancen eingeräumt zu bekommen. Zumal Kuka ja auch mit vielen Millionen Forschungsprojekte öffentlich finanziert bekam, deren Ergebnisse nun einfach von Chinesen nutzbar werden. Man kann nur hoffen dass Kuka keine technologisch anspruchsvollen Projekte in D von seinen Kunden mehr bekommt.

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danubius 17.08.2016, 13:20
6. Arbeitsplätze und Sicherheit

Kuka bekam zwar zugesicher dass keinen Arbeitsplatz bis 2023 abgebaut wird - nicht zugesichert wurde m.W. jedoch die Sicherheit des Beschäftigungsverhältnisses der deutschen Mitarbeiter - diese könnten durchaus Zug um Zg durch chinesische Mitarbeiter ersetzt werden (wie es bei anderen Firmen bereits praktiziert wurde). Fazit wäre dann: Vertragserfüllung und trotzdem Abbau deutscher Mitarbeiter ... Im Übrigen: warum wird hier kein Riegel vor die technologische Abwanderung geschoben? Deutschland als Hi-Tech-Land sollte durch den kurzdenkenden Wirtschaftsminister Gabriel nicht noch weiter ausgehöhlt und strategisch geschwächt werden. Aber leider ist dieser Käse schon in den Brunnen gefallen ...

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naklar261 17.08.2016, 13:39
7. okay. ganz normal.

klar kauft China was es kann. ganz normal. darueber aufregen? zeitverschwendung. fangt lieber an chinesisch zu lernen.

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fassadensprayer 17.08.2016, 13:42
8. Oh Gott...

wie bescheuert muss man sein sowas zuzulassen. Erhalt der Arbeitsplätze bis 2023, lächerlich und sicher "eingepreist", - und danach? Wir sollten unsere Unternehmen und unsere Art zu wirtschaften besser verteidigen, weil es nebenbei damit auch um unsere Gesellschaft und unsere Werte geht. Welchen tollen Grund gibt es denn, dass Kuka unbedingt von Chinesen übernommen wird, außer das einige wenige sehr viel daran verdienen? Nützt es dem Unternehmen und den Mitarbeitern (die im Wesentlichen das Unternehmen sind)? Ich halte es für total falsch solchen Verkäufen zustimmen zu müssen, obwohl alle hiesigen Standards im Land der Käufer deutlich unter unseren liegen. Die Konsequenzen sind doch völlig klar. Und wenn dann alle Marktführer aus Deutschland verkauft sind und einige Reiche noch reicher sind und fröhlich international leben und auch nirgendwo was versteuern, dann führen wir für die Daheimgebliebenen das erfolgreiche chinesische Gesellschaftsmodell ein. Tolle Aussichten, - Prost !

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hnf0506 17.08.2016, 13:48
9. ....... wäre in China nicht möglich!

Als wir mit unserem Unternehmen in China aktiv werden wollten, mussten wir zwingend ein Joint-Venture mit einem chin. Unternehmen gründen.
Ich schließe mich "falsifiziert34" an: Verkauf von (wichtigen) Technologien sollte nur an Unternehmen möglich sein, die aus Ländern kommen, wo das auch für deutsche Unternehmen möglich ist. Interessieren würde mich noch, ob Kuka-Chef Till Reuter, der die Übernahme befürwortet hat, in seinem Vertrag eine "change of control"-Klausel hat, die ihm Millionen in die Tasche spült?!

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