Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsschwäche der EU: Europa kriegt den Blues
FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX

Hübsche Plakate, nette Wortblasen: Verkommt Europa zum Wohlfühl-Klischee? Die EU muss ihre Wirtschaft in Schwung bringen - sonst ist sie zum Scheitern verurteilt.

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labuday 12.05.2019, 12:09
70. tja - wer das so sieht, bringt die Welt schnell in den Abgrund, denn

Zitat von rabbijakob
... das Einzige in Europa, und für die Medien scheint das Wachstum zu sein. Ich kann es nicht mehr hören. Mehr, besser, weiter, größer. Alles was man braucht um glücklich zu sein ist ein Glas Wein, Tomaten, Schaafskäse und etwas Brot. Und das am Besten am Strand der unwilligen Griechen. Endloses Wachstum als Glückskonzept hat keine Zukunft, und das erkennen die Menschen.
das Wachstum der Weltbevölkerung ist schon endlos - wie soll dem mit Stagnation begegnet werden ? Schonmal drüber nachgedacht ?

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wwwaerme 12.05.2019, 12:10
71. Besser geht immer!

Ja, es ist richtig das vieles in der EU nicht optimal läuft und die EU-Bürokratie ein teures Vergnügen für die Netto-Zahler ist. Das Geld und die wirtschaftliche Entwicklung sind sicher wichtige Kriterien für die Beurteilung der EU-Entwicklung.
Aber für mich gibt es etwas sehr viel wichtigeres Argument das in dieser Diskussion viel zu kurz kommt.
Ich bin Jahrgang 1950 und gehöre damit jener Generation an die das Privileg eines Lebens ohne Krieg genießen durfte. Diese Generation ist damit seit Jahrhunderten die erste Generation in Europa die von einem Krieg verschont blieb.
Dieser Umstand ist ganz sicher zu einem nicht unbeträchtlichen Teil der Existenz der EU zu verdanken. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, auch in Europa nicht und wenn man sich die neuen National-populistischen Akteure in vielen Ländern anschaut dann können einen schon Zweifel beschleichen ob denn die europäische Zukunft auch friedlich bleibt.
Da darf die EU mit all ihren Unzulänglichkeiten gern ein paar Euro kosten, das ist für mich gut angelegtes Geld.

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wahrsager26 12.05.2019, 12:13
72. An Listkaefer. Nr66

Dank für Antwort! Früher ging es den Staaten dahingehend besser, dass sie Auf und Abwerten konnten ....und wenn sie damit zufrieden waren ,war es gut.Niemand muss sich um Kopf und Kragen arbeiten .Dann würde ich nicht immer einseitig auf 'rechts ' losgehen.Die machen wie all die anderen Koryphäen Fehler ,entstanden massiv aber erst durch die Fehler der anderen.Das Gleichgewicht ist gestört.Betrachte ich die Gesamtentwicklung ,so ist mir nur schwer verständlich, warum man nicht von diesem Projekt ablässt und sich auf das wesentliche beschränkt .? Danke

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berthadammertz 12.05.2019, 12:14
73. Welche Rolle spielt letztlich der Konsument, der "Endverbraucher"?

Interessant, imponierend ... schier unfassbar, was da alles erklärt wird: was, wo, wie geschehen sollte!
Aber was soll der gigantische Aufwand an Investitionen, digitalen Strukturen etc. ... woher soll letztlich das Geld kommen, nach dem man verlangt und giert? Doch vom Konsumenten, der in irgendeiner Weise sein Geld Ausgaben soll und muss.
Aber was ist, wenn dieses Modell nicht funktioniert? Wenn der Konsument das Geld nicht hat oder - noch schlimmer - sich dem Konsum verweigert?
Pensionseinkommen über 7000 Euro monatlich. Davon fürs Wohnen, Strom, Wasser, Zeitungsabonnement keine 350 ?/monatlich. Kein Auto. Rund 300 ? private Krankenkasse (70 % der möglichen anfallenden Kosten würden von der staatlichen Beihilfe getragen werden.) In den letzten dreißig Jahren nur gelegentliche Arztkosten; Gesundheitschecks.

Keine (Fern)Reisen; seit der Pensionierung Reisen mit Rad und Zelt (täglich anfallende Kosten zwischen zwischen 15 bis 20 ? pro Tag).
Monatlich werden fürs Leben weniger als 1000 ? benötigt.

Um zu verhindern, dass Pflegeindustrie und "Weiße-Industrie" ihr Geld (für ihre Investoren und Aktionäre) von ihm, dem "Endverbraucher" von ihm/von ihr holen, detaillierte Patientenverfügung und die Option auf Suizid.

Motto:
"Der lebenslange politische Kampf gegen diesen schmutzig-dreckigen, letztlich inhumanen Kapitalismus war vielleicht vergeblich. Mit meinem (Rest)Leben soll kein Geschäft möglich sein."

Was macht man dagegen: Das Wahlrecht nehmen? Konsumzwang? Bestrafung, weil Konsumverweigerung? Pension kürzen?

Dr. Bertha Dammertz, 82 Jahre

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Love Stern 12.05.2019, 12:16
74. Falscher Ansatzpunkt.

Herr Müller verdreht und verschweigt Zusammenhänge. Warum wird in den Ländern Südeuropas denn nichts investiert? Weil dort ständig auch von der EU verordnet gespart werden muss. Wo gespart werden muss, ist kein Wachstum. Wo kein Wachstum sein wird, gehe ich als Investor nicht hin. Miese Stimmung im Land und mieses Image des Landes tun dann ihr Übriges, dass die Wirtschaft stagniert.
Wenn nicht nur die potentiellen ausländischen Investoren, sondern auch im Land alle Leute, Konsumenten wie Produzenten wie Politiker glauben, dass alles schlecht ist und so bald nicht besser wird, dann investieren die auch nichts und halten das Geld zusammen.

Eigentlich sind Griechenland und Italien und auch Spanien Kandidaten für einen Aufholprozess, wo also durch Investitionen relativ hohes Wachstum zu erwarten wäre nach so langer Zeit der Stagnation. Dazu müsste aber erst einmal obiger Kreislauf durchbrochen werden.

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Botox 12.05.2019, 12:17
75. Die EU muss ihre Wirtschaft in Schwung bringen

Zahlt der Bürger etwa nicht mehr für die Banken Rettung? Geniest die Wirtschaft etwa keine Steuer Privilegien? Mangeld es an Fördergelder oder hat man gegenüber der Industrie schon mal Recht/Gesetzt walten lassen, als sie Beispielsweise im großen Umfang die Diesel Abgaswerte getäuscht haben?
Ich kann mich nicht daran erinnern, das die Wirtschaft so ein gutes Umfeld hatte. Wenn jemand besonders von Europa Profitiert hat, dann sind es die Oberen 10%, und nicht der Bürger an sich....
Wenn der Bürger sich Heute von der EU oder sogar von der Demokratie abwendet, dann liegt es sicher nicht an den Rahmen Bedingungen der Wirtschaft, sondern einfach nur die Tatsache, das man Mitlerweile mit selbst mit Vollbeschäftigung kaum noch seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, und andere in Monaco auf der Yacht Steuer Privililegien geniesen.......

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REGULISSI 12.05.2019, 12:19
76. in Schwung bringen

Um die Wirtschaft in Schwung zu bringen, müsste man die Macht des Beamtenstandes und die Anzahl seiner Mitglieder drastisch reduzieren.
Aber wie könnte man ca. 3 Mio Beamte anschliessend so einsetzen, dass sie wenigstens ihren Lebensunterhalt erwirtschaften ?

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joseph009 12.05.2019, 12:19
77.

Zitat von wuxu
Die Deutschen präferieren Sozialausgaben, Finanzierung der Massenzuwanderung etc Industrien werden völlig überzogen schikaniert (PKW) oder wegpolitisiert (Atom, Gentechnik, Kohle, Benzin-, Dieselmotoren). Die Zunftindustrie KI wurde verschlafen und der Zug ist für Europa in diesem Thema abgefahren. Wie es geht, zeigt uns China. Der CO2-Ausstoß darf bis 2030 ungebremst weiter gesteigert werden, Milliarden über Milliarden für die künstliche Intelligenz, Aufbau und Entwicklung haufenweise neuer sicherer Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke und keinerlei Klimahysterie. Im Gegenteil. Die chinesischen Klimatologen sehen den Klimawandel ziemlich entspannt und realistisch. Bei uns würden die Klimaleugner heißen. Die immer angeführten Angaben über neue Energien in China sind nur Augenwischerei. China gehört alleine daher auch die industrielle Zukunft. Europa wird verarmen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Sozialistische Entscheidungen, so wie sie schon länger in Deutschland der Mainstream sind, führten in der Vergangenheit und auch in Zukunft zu mehr Armut.
Sehr guter Beitrag. Vielen Dank! Sie haben es auf den Punkt gebracht. Mit anderen Worten setzen die Europäer vollig falsche Prioritäten, um wirtschaftlich zu prosperieren. Und sozialistische Ansätze führen gleichsam wie ein Naturgesetz zum Niedergang.

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heutemalich 12.05.2019, 12:22
78. etwas überheblich finde ich

"in Rumänien, einem Land, das gerade die Korruption teilweise legalisiert hat".
Bei uns ist Korruption längst legal, heißt nur anders. Heißt Lobbyismus. Große Unternehmen und Verbände stehen über dem Gesetz, es gilt schlicht nicht für sie. Unser arrogantes Gerede über die Korruption anderer sollten wir uns deshalb lieber abschminken.

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30-06 12.05.2019, 12:23
79.

Zitat von rurei
Es waren immer die großen Innovationszyklen (daraus business cycles), die die Wirtschaft geschoben haben: Die Dampfmaschine zur Steigerung der menschlichen Arbeitskraft, die Eisenbahn zur Steigerung der menschlichen Transportmöglichkeiten, Elektrizität/Telefon/Auto zur Steigerung und Flexibilisierung der Arbeitskraft/Kommunikation/individuellem Transport, Computer auch Automatisierung zur Mechanisierung menschlicher Denkvorgänge/der erste Schritt vom körperlichen zum Gehirn auf einfachste Art, Schachprogramme gehören als einfach noch hier dazu ... jetzt kommt die Zeit der Software (manche nennen es KI, es wird mehr SW so genannt als es verdient), das mit Abstand komplizierteste bisher. Wenige werden hier die Genies des Fortschritts sein, aber die Ergebnisse, für diejenigen die sie haben, sind einfachst zu replizieren ... und sie schützen sie In dem Zusammenhang ein paar maximale Brüller aus der Politik (die Magazime haben nur kommentiert): https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/google-heiko-maas-fordert-offenlegung-von-algorithmus-a-991799.html https://www.focus.de/digital/dldaily/sorge-vor-der-europwahl-spd-politiker-fordern-facebook-soll-seine-algorithmen-offenlegen_id_10679407.html Das Wichtigste dabei: Jeder neue business cycles schiebt den Vorgänger in der Wertschöpfung zu den anderen-alten in die zweite Reihe. Die sind dann entweder überflüssig oder wenn nicht sofort überflüssig, dann zumindest bezüglich Wertschöpfung zweitrangig. Ferner wichtig: Man kann gegen einen neuen business cycle nicht anstinken, am wenigsten mit Konjunkturprogrammen, die immer planwirtschaftlicher Natur sind. Desweiteren ferner wichtig: Man kann sie auch nicht mit Konjunkturprogrammen, die immer planwirtschaftlicher Natur sind, fördern, dazu maximaler Brüller #3: Die planwirtschaftliche Vernichtung von Innovation inklusive der Steuern: https://de.wikipedia.org/wiki/Quaero. Der Staat investiert schlecht und mindert dabei noch die Mittel derer, die es besser könnten. In dem Scenario vernichtet Brüssel die unsichtbare Hand des Adam Smith = Vielfalt = Entropie. Das Eindampfen sich frei (!!!) entfaltender Entropie wird sich auf Europa katastrophal auswirken, ja erhöht so noch die Vielfalt beim Rest der Welt.
Haben Sie eigentlich eine Ahnung was eine Zunahme der Entropie in einem physikalischen System bedeutet?
Ein Zuwachs der Entropie bedeutet in der Sozialwissentschaft eine Veringerung an Information, ein System mit hoher Entropie ist nicht mehr aenderbar, waehrend Systeme mit niedriger Entropie leicht zu aendern sind. Was ist erstrebenswert in einem Sozialsytem das "festgefahren" ist in einem chaotischen Zustand?
In der Physik ein Zustand hoher Entropie laesst kaum noch Schluesse auf den Zustand der Mikrosysteme zu die ein Makrosystem bilden, in einem Gaszustand einer Materie ist eine Information des Verhaltens der das Gas bildenden Molekuele kaum zu erhalten.
Das heisst wiederum - die Zunahme an Entropie bedeutet en Informationsverlust. Was ist daran erstrebenswert in einer Oekonomie die zur Fuknktionsfaehigkeit auf bestmoegliche Information ihrer Teile angewiesen ist?

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