Forum: Wirtschaft
Wirtschaftswachstum zum Jahresbeginn: Zu Hause erholt
imago images/Winfried Rothermel

Der Export schwächelt, dafür bauen und kaufen die Deutschen mehr. Dieser Trend ließ die Wirtschaft wieder wachsen. Doch der Aufschwung könnte von kurzer Dauer sein. Die Entwicklung in drei Grafiken.

t.schulte 15.05.2019, 16:08
1. Warum diese Dauer-Schwarzmalerei?

Liebe Spiegel Redaktion,

hat euch noch keiner gesagt das Wirtschaftskrisen aus Vertrauensverlusten entstehen? Wenn ihr weiter jeden Tag den Pessimismus raushaut, könnt ihr euch die nächste Krise selbst auf die Fahnen schreiben.

Fakt ist das Lieferzeiten fast überall explodieren. Natürlich trüben sich die Geschäftsaussichten ein wenn die Auslastung so hoch ist das man keine Teile mehr ran bekommt.....

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biesi61 15.05.2019, 16:11
2. Sehr positive Entwicklung!

Statt schon wieder prophylaktisch loszujammern, sollten wir den positiven Inhalt der Zahlen hervorheben. Deutschlands Wirtschaft entdeckt den seit Jahren grob vernachlässigten Binnenmarkt. Angesichts der immer schlimmer werdenden Wohnungsnot in unseren Metropolen und unserer verrottenden Infrastruktur kann die Bauwirtschaft noch einige Schaufeln drauf legen. Da ist für sehr viele Jahre noch erheblich Luft nach oben! Und nachdem ein Jahrzehnt lang in der gesamten Industrie viel zu wenig investiert wurde und infolge dessen die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachlässt, stehen hier erhebliche Nachholaktivitäten an. Gut, dass endlich die absurd einseitige Orientierung der Industrie auf die Exportmärkte nachlässt! Da ist tatsächlich ein Maximum erreicht.

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oli h 15.05.2019, 16:33
3. So muss es sein!

„Doch der Aufschwung könnte von kurzer Dauer sein“ - Das Glas ist immer halb leer. German Angst for life.

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peter22 15.05.2019, 16:39
4. Kleine Anmerkung

Sie schreiben im Artikel: "[...] Zwar steigen die Ausfuhren weiterhin, im März erreichten sie sogar einen neuen Rekordwert. Damit sie auch zum Wachstum beitragen, müssen die Exporte jedoch stärker wachsen als die Importe. Das war zuletzt nicht der Fall: Der sogenannte Außenbeitrag (Exporte abzüglich Importe) war im vergangenen Jahr negativ und verringerte so das BIP-Wachstum."
Das ist nicht ganz richtig formuliert. Der Außenbeitrag ist nicht negativ sondern beträgt tatsächlich satte 233,7 Milliarden Euro. Allerdings ist dieser im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was sich im Ergebnis negativ auf das BIP-Wachstum auswirkt. Richtig müsste es daher heißen: Der Wachstumsbeitrag des Außenbeitrags zum BIP war negativ. Klingt natürlich etwas sperrig (:

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Knacker54 15.05.2019, 16:44
5. Das Hohe Lied auf das Ewige Wachstum

Wann endlich begreifen auch SPON und SPIEGEL, dass wir eine Agenda, eine Plan brauchen, wie Wirtschaft auch ohne Wachstum funktioniert: Nur damit sind die Menschheit und Flora und Fauna zu retten! Ewiges Wachstum vergrößert auch alle Probleme! Mehr Müll, mehr CO2, mehr Peztizide, mehr Artensterben - mehr von jedem Mist!

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GoaSkin 15.05.2019, 17:03
6.

Wenn deutsche Unternehmen keine Kapazitäten haben, um Bauaufträge zu erfüllen, warum nicht einfach Spanische engagieren? Schließlich gibt es dort Bauunternehmen im Überfluss, die zu wenig zu tun haben.

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Leser1000 15.05.2019, 17:24
7. Ooch nee.

Das BIP war mal negativ. Mir kommen die Tränen. Wie war das doch? Standen wir nicht am Pranger wegen der wenigen Importe?Na, dann freut Euch jetzt doch mal alle.Ironie Ende.

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robbie.mcguire 15.05.2019, 17:56
8. Wie so häufig - die Realität..

stellt sich besser dar, als die Prognosen der so genannten Experten. Die Experten sind wahre Weltmeister im Schwarzmalen - ob beim BIP oder Außenhandel. Positiv für die "Experten": deren Honorierung ist nicht an dem Eintreffen der Prognosen gekoppelt.

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naive is beautiful 15.05.2019, 18:07
9. Über den Export-Tellerrand blicken!

Unsere ehemals famose Autoindustrie muss sich über Jahre an kleiner gebackene Brötchen gewöhnen und ihre dringend nötigen Hausaufgaben genau dort erledigen. Als Exportmotor taugt die Branche (hoffentlich nur vorübergehend) nicht. Gut dass unsere Binnenkonjunktur dank ordentlicher Lohhnzuwächse endlich deutlich stärker zum Gesamt-Wachstum beitragen und der private Konsum den Trend
merklich befeuern wird. Das wird u.a. auch dem KfZ Absatz helfen, wenngleich vorläufig eher als Nachholeffekt. Langfristig müssen einige Schlüsselindustrien ihre selbst verursachten Rückstände wieder aufholen, und die Politik muss endlich wieder ihre Linie als Wegbereiter statt als Bremser notwendiger Reformen finden. Rechtspopulisten können dabei am Allerwenigsten helfen (Grüße an die einschlägig vorbelasteten wenigen Damen und vielen Herren in D und Umgebung) - bis hin zum Bosporus.

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