Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsweise zur Eurokrise: Der Markt soll's richten
DPA

Könnte ein gemeinsamer Finanzminister künftige Eurokrisen verhindern? Die Wirtschaftsweisen wollen lieber auf die Kontrolle durch die umstrittenen Finanzmärkte vertrauen. Das findet Mitglied Peter Bofinger allerdings paradox.

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brainstormerene 28.07.2015, 20:52
110. esteba

Das galt nicht nur den bwl -ern das gilt auch fuer die vwl-ler und alle sonstigen oekonomen.
die wirtschaftswissenschaften stecken immer noch in grossen teilen in der vergamgenheit fest und ignorieren fast boesartig wie sie von der wirklichkeit widerlegt wurden.

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Kassandro5000 28.07.2015, 20:57
111. Nicht verwunderlich,

dass in einer Währungsunion, in der das Primat der Politik gilt, der Markt seine Aufgabe nicht erfüllen kann. Kaufen Sie griechische Banken!

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interessierter Laie 28.07.2015, 21:06
112. Sie verstehen mich nicht...

Zitat von Fehlerfortpflanzung
und wegen dieser Rationalitaet haben wir eine globale Finanz undWirtschaftskrise und der dumme Staat musste einspringen.
wenn der dumme Staat eine Branche von der Leine lässt, die so eng mit ihm und mit der Gesamtwirtschaft verflochten ist, dass er ihren Untergang selbst nicht verkraftet, muss er damit rechnen, dass sie die Rettung einkalkuliert. Die Folge ist, dass sie höhere Risiken eingeht. Man kennt das von Kindern mit reichen Eltern. Sie machen Dummheiten, weil sie sich auf die Hilfe verlassen. Das ist durchaus rational, denn in den allermeisten Fällen behalten sie Recht.

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espet3 28.07.2015, 21:07
113.

Es wird erst Ruhe geben, wenn Deutschland so arm ist wie Griechenland. Nur wird es nicht ohne Aufruhr vonstatten gehen.

Wer nach dem Krieg mitgeholfen hat, unser Land aus Schutt und Asche wieder aufzubauen, der bekommt mit jeder neuen Nachricht einen Schlag ins Gesicht.

Unsere Kinder u. Enkel tun mir Leid.

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interessierter Laie 28.07.2015, 21:38
114. hallo Luny

Zitat von luny
Hallo Pom_muc, der Ansatz der "sozialen Marktwirtschaft" war es, möglichst freien Handel und freies Wirtschaften zuzu- lassen und dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen. Der zweite Ansatz bestand darin, ALLE am daraus re- sultierenden Ergebnis teilhaben zu lassen. Dazu zählte die entsprechende Besteuerung oder auch die Förderung des Erwerbes von Immobilien für Arbeit- nehmer mit durchschnittlichem Einkommen. Als Beispiel. Kurzum, es fand ein gewisser Ausgleich statt, also die Verteilung von oben nach unten. Dieser Mechanismus wurde außer Kraft gesetzt. Die Umverteilung geht nur noch von unten nach oben, wie jeder an den entsprechenden Armuts- und Reich- tumsberichten ablesen kann. Oder anders ausgedrückt: Es ging nicht um die Regulierung der Märkte, es ging darum, den Gewinn "gerecht" zu verteilen. Genau das findet seit der EUR-Einführung und der Agenda 2010 in Deutschland eben nicht mehr statt. LUNY
Nein. Unsere soziale Marktwirtschaft kann mit einer modifizierten Runde Poker vergleichen, wo der Gewinner etwas von seinem Gewinn an die Verlierer abgibt, aber: (1) Der Gewinner gibt nicht alles ab, weil das Spiel sonst auch keinen Spaß mehr machen würde. (2) Jeder Spieler spielt zwar nur eine begrenzte Anzahl von Runden (Lebenszeit), aber er kann den Löwenanteil seiner Jetons an einen Nachfolger übertragen.
Poker beschleunigt sich gegen Ende des Spiels dramatisch. Die Mehrheit der Spieler bekommt Runde für Runde ein paar Jetons aus der Umverteilung, aber das reicht gerade so für den Mindesteinsatz. Eine winzige Gruppe schimmt in Jetons und bestimmt das Spiel. Die Gruppe, die durch kleine Gewinne auf einem Level bleibt, wird immer kleiner. Der bestehende Umverteilungsmechanismus kann das nicht verhindern.

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pom_muc 28.07.2015, 21:56
115.

Zitat von silverhair
Ein Unternehmen ebenso der Staat führen eine "Doppelte Buchhaltung" auf der einen Seite sind die Ausgänge, auf der anderen Seite die Eingänge.
Sie haben nicht verstanden um was es geht.

Gründen Sie eine Firma. Sammeln Sie eine Milliarde bei Ihren Kapitalgebern ein. Kaufen Sie damit Gold.

Dann haben Sie eine Milliarde Waren auf der Aktiva und
unter Passiva eine Milliarde Eigenkapital.

Und dann verleihen Sie eine nicht weiter bestimmte Menge (egal ob 1% oder 99%) Gold an Herrn Smith.

Ihren Kapitalgebern erzählen Sie dann dass es ja keinen Unterschied zwischen dem physischen Gold und der Goldforderung gegenüber Herrn Smith gibt.

Weil Herr Smith so total vertrauenswürdig ist und für die Aufbewahrung in seinem Tresor auch gar keine Gebühr verlangt. Anschauen und Nachzählen dürfen Sie Ihr Gold allerdings nicht mehr weil Herr Smith sonst beleidigt ist.

Und wenn Sie es wieder haben wollen gibt er auch jährlich eine kleine Menge zurück. Wieviel genau legen Sie gegenüber den Kapitalgebern nicht offen.

Was glauben Sie wie schnell Sie Besuch vom Staatsanwalt bekommen wenn ein Kapitalgeber Sie wegen des Verdachts der Veruntreuung anzeigt?

Bei der Bundesbank die unser Gold und unsere Goldforderungen verwaltet ist man allerdings schon empört wenn ein gewählter Volksvertreter genaue Auskünfte über den Umfang der Verleihung haben will.

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GeorgMenz 29.07.2015, 04:22
116. Sympathie der Regierung für politische Integration- was sonst?

Ökonomischer Sachverstand spräche für ein GREXIT. Der politische EURO-Wahn dagegen. Die politischen Egoismen verhindern den großen Wurf EUROPA, wie sich schon bei Entscheidungen gegen eine EURO-Einführung zeigt. um weiter zu kommen, müsste die Bereitschaft ALLER Partner vorhnden sein, Souveränität aufzugeben.
Da dies nicht der Fall sein wird, steht die Sympathie unserer regierung für politische Integration für sich.
Die Behauptung, der EURO sei für Griechenland besser,
ist eine Luftnummer ohne Substanz. Sich im Rahmen der Spardikatate zu bewegen, wird Griechenland mit einem Geldregen versorgen, aber die fundamentalen Probleme der in langer Zeit verfestigten Mentalität nicht lösen können.
Die Wirtschaftsweisen sind doch vom Staat bezahlte Gutachter. Und: Herr Bofinger fällt auch durch regierungsfreundliche Meinungsbildung auf. Eine fundierte Bewertung zugunsten eines GREXIT hat unser Finanzminister vorgenommen, zieht aber Loyalität gegenüber der Kanzlerin vor und stellt sich als Prügelknabe zur Verfügung.
Ein freundliches Klima kostet Milliarden. Und zunehmend mit Ausgrenzungen von Haftungspflichten bei nicht deckungsgleichen gemeinsamen Interessen. Diese sind eben nicht ausreichend vorhanden bzw. erzielbar.
Machtausübung ist damit Sympathiewerbung auf Kosten der Steuerzahler. Trickreiche Gestaltungen sollen den Bürger davon ablenken, dass man den eigenen Wunsch höher bewertet als die mehrheitlichen Ablehnungen der Bürger.
George

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sporty.hk 29.07.2015, 05:46
117. Leerverkäufe

Zitat von Banause_1971
wenn die berühmten Leerverkäufe von Aktien und Rohstoffen ein Ende haben. Wie kann es sein, dass ich heute eine Tonne Gold (auf dem Papier) verkaufe, die ich noch gar nicht eingekauft habe? Da geistert also virtuelles Gold durch die Märkte, drückt den Preis, aber es existiert gar nicht. Begrüßen würde ich es auch, dass Zocker an den Aktienmärkten auch mal verlieren können, und nicht der Steuerzahler in die Pflicht genommen wird, den großen Casino-Saal Börse bei Verlusten zu stützen. Auf den Märkten können sich ja gerne die Reichen und schönen vergnügen und sich gegenseitig das Geld um die Ohren hauen, aber bitte nicht das Geld der Steuerzahler. Wer verliert, hat verloren. Fertig. DAS wäre etwas, was ins Grundgesetz gehört.
Bei Leerverkäufen am Aktienmarkt stimme ich Ihnen zu. Bei Rohstoffen nur mit Einschränkung, da Leerverkäufe ein wesentliches Werkzeug des hedgings sind und so z.B. Ihre Warenversorgung zu jeweils aktuellen Marktpreisen sichern. Nur sollte der virtuelle Markt nie das physische Handelsvolumen nennenswert übersteigen. Regulierende Maßnahmen wären nicht nur sinnvoll, sondern auch relativ einfach durchzusetzen, wenn man denn wollte.

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dummbrummjewski 29.07.2015, 09:27
118. Die VSEU sind das Ziel

Solange nicht die Systemfrage gestellt wird, ändert sich nichts. Das kapitalistische Schuldgeldsystem ist die Ursache. Empirisch und mathematisch beweisbar, muss dieses System in gewissen Zyklen crashen, weil die angehäuften Schulden nie mehr bezahlt werden können. Dieser Crash wird seit ca. 10 Jahren künstlich verzögert um die Vermögensverteilung von Fleissig nach Reich weiter in Gang zu halten.
Leider wird diese Tatsache im BWL/VWL-Studium nur mit 1-2 Sätzen angedeutet, alles andere wäre Gotteslästerung an Mammon.
Jeder, der dies bisher lautstark forderte, verunfallte oder verselbstmordete. Das sind leider die Fakten.

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kraus.roland 29.07.2015, 12:17
119. Merkel hat die 'marktgerechte..

..Demokratie' ausgerufen. Ein Signal der Unterwerfung! Die Märkte aber laufen immer weiter aus dem Ruder, bzw. dehnen ihre Machtübernahme auf Kosten von Politik und Demokratie nahezu ungehindert aus. Vielen ist leider noch nicht klar, dass es sinnlos ist, an den Symptomen herumzudiskutieren. Wir gehen der Demokratie verlustig und sehen zu, wie der Rechtsstaat beschädigt wird. Und alles im Namen des "Marktes". Dieser Religion des Liberalismus - das Praefix Neo- kann man vergessen - ist dringend der Garaus zu machen. Und seine politischen Lakaien sind wegen uneuropäischer Umtriebe gehören des Landes verwiesen.

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