Forum: Wirtschaft
Wirtschaftsweise zur Eurokrise: Der Markt soll's richten
DPA

Könnte ein gemeinsamer Finanzminister künftige Eurokrisen verhindern? Die Wirtschaftsweisen wollen lieber auf die Kontrolle durch die umstrittenen Finanzmärkte vertrauen. Das findet Mitglied Peter Bofinger allerdings paradox.

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klyton68 28.07.2015, 15:49
40. krar, dass sie es fordern.

Läuft doch auch super. Wenn es in`s Höschen geht, zahlt der Steuerzahler. Eine nie versiegende Quelle. Und, er kann sich noch nicht einmal wehren. Mit der jahrzehnte langen Propagierung des Individualismus und Survival of the Fittest kamen Spezialisierung und schließlich Entsolidarisierung. Also überlege ich, ob ich etwas für den Nachbarn tue. Es könnte ihn ja schlimmer erwischen als mich. Und ich bin kein Kommunist.

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freiwilligfrei.de 28.07.2015, 15:50
41.

Zitat von Dr. Kilad
Gewinne und öffentliches Eigentum wird privatisiert, Verluste sozialisiert. Nun greift man bereits die Demokratie an.
Was ist bitteschön "öffentliches Eigentum"? Und was ist verkehrt daran, eine Herrschaftsform loszuwerden?

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derhey 28.07.2015, 15:55
42. Geschwätz

keine Substanz dahinter. Die Finanzmärkte sollen es richten. Super. Irgendwie kommen mir die ganzen neuen Ideen von diesen sog. Wirtschaftsweisen und andere wie Nebelkerzen vor.
Immer neue Ideen um die Bevölkerung, vielleicht auch manche Politiker, zu verwirren.
Also gut, europ. Finanzminister mit eigenem Etat: Aber dann doch bitte demokratisch gewählt und der Etat wird aus der Transaktionsteuer (ha, so 5 %) gespeist.
Wo hängt denn zur Zeit diese Transaktonssteuer rum? Wurde die vor lauter neuen Ideen vergessen, Absicht?
Jetzt wird eine neue Sau durch das Dorf getrieben und von den Akteuren wird die Kontrolle der Finanzmärkte, wie eigentlich vorgesehen, absichtlich mit neuen Ideen beiseite geschoben.

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carahyba 28.07.2015, 16:01
43.

Zitat von mueller23
... Die, die hier immer Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit als das Allheilmittel propagieren, werden spätestens, wenn ihre Kinder ausstudiert haben und plötzlich für ein Gehalt, das dem Lohn eines Handwerkers vor 30 Jahren entspricht, arbeiten sollen, aufwachen.
Das mit den Anfangsgehältern von Akademikern ist schon eingetreten.

Anfangsgehälter von Ingenieuren, BWLer, Marketing-Bubis, liegen heute bei 2000 EURO. Ein Aufstieg ist selten. Auch bei den ITlern ist die Situation nicht viel besser.

Wer noch Geld verdient sind Verkaufsheinis, die Betrieben und Institutionen IT-Systeme oder Einrichtungen verkaufen, die die Produktivität, den Umsatz und die Rendite steigern.
Alles andere wird zum unteren Grenzgehalt gehandelt. Die "Arbeitsmarkt-Reformen" wurden genau dazu eingeführt.

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muunoy 28.07.2015, 16:03
44. Die Märkte haben die globale Wirtschaft ruiniert?

Zitat von Fehlerfortpflanzung
Wir leben nicht in einer Gesellschaft sondern in einer Wirtschaft und da regiert der Markt und nicht die Politik. Das die Märkte die globale Wirtschaft ruiniert haben, haben die 'Wirtschaftsweisen' wohl inzwischen vergessen.
Ihre Sichtweise deckt sich absolut nicht mit meinen Beobachtungen. Da ich viel im Ausland arbeite, konnte ich über die letzten 20 Jahre schön sehen wie sehr die Globalisierung und der Einzug marktwirtschaftlicher Prinzipien in ehem. sozialistischen Gesellschaften zu einem beispiellosen Wohlstandswachstum der Weltbevölkerung beigetragen haben. Viele Länder, in denen die Menschen noch vor 20 Jahren überwiegend richtig arm waren, gelten heute als reich (z. B. die Länder Südostasiens, aber auch viele ehem. osteurop. Länder).
Dass wir in Europa uns nun immer mehr zu einer sozialistischen Umverteilungsgesellschaft wandeln, sollte nun wirklich kein Maßstab für den Rest der Welt sein. Was kann schließlich der Rest der Welt dafür, dass wir in Europa uns für zukünftig weniger Wohlstand entschieden haben? Oder: Warum sollte der Wohlstand in der DDR 2.0 größer sein als in der DDR 1.0?

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Emil Peisker 28.07.2015, 16:05
45. ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis...

Zitat von percystuart
Uneingeschränkte Zustimmung! Apropos Bofinger. Die Regierung wäre m.E. gut beraten, künftig mehr auf Herrn Weidmann oder Herrn Prof. Sinn, der mit seinen Gutachten immer richtig liegt bzw. lag, und weniger auf Herrn Bofinger zu hören. mfg
Sie haben ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis.
Prof. Sinn lag bei fast 50% seiner Prognosen glatt daneben.

Wenn man allerdings seine Prognosen nicht notiert und immer nur seine eigene Erklärung akzeptiert, warum es nicht so kommen konnte wie der Prof. es ankündigte, dann ist einem nicht zu helfen.

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muellerthomas 28.07.2015, 16:09
46.

Zitat von rudi_ralala
Wann kapieren Sie endlich, dass der Goldpreis für sogenannte "Godbugs" total uninteressant ist. Normale Menschen, wie ich z.B. spekulieren nicht mit Gold oder andere Edelmetalle, sie betrachten Edelmetalle als Notwährung für schlechte Zeiten. Wenn Sie da anderer Meinung sind und mit Aktien, das dicke Geld machen, meinetwegen. Vielleicht geht es auch deshalb nicht in Ihren Kopf rein, weil Sie ein Zocker sind. Irgendwelche Seitenhiebe, wenn der Goldpreis sinkt, auf mich oder andere können Sie sich sparen. Von mir aus kann der Preis auf 10 USD pro Unze fallen, das würde mich nicht im geringsten nervös machen, denn ich weiß, dass Gold oder andere Edelmetalle demnächst wieder sehr gefragt sind, spätestens dann wenn Papiergeld den Bach runtergeht.
:-) offenbar nicht, sonst würdet ihr nicht ständig rumheulen, dass der Preis manipuliert ist und der Preis ja Gradmesser für das Vertrauen wäre und die Regierungen/Notenbanken alles unternehmem, um Gold klein zu halten und all solcher Unsinn. Alle andere außer den Goldbugs interessiert der Goldpreis nicht.

Normale Menschen? Sie? *lol
Leute die glaiuben, alles wärew manipuliert und die Illuminaten streben über einen großen Crash die Weltherrschaft an oder dergleichen, sind ganz sicher nicht normal.


Aber eine Frage noch: Wann wird Gold Ihrer Meinung nach wieder gefragt sein? Also wann ist dieses "demnächst" so ungefähr?

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Kater Bolle 28.07.2015, 16:11
47. Markt oder nicht Markt?

Das ist hier nicht die entscheidende Frage.
Entscheidend wäre die persönliche Haftung der Akteure bis zum letzten "Hosenknopf".
Nur wenn all diese Helden für das was sie tun gerade stehen müssen, gibt es ein umdenken.
Es muss ein Strafrecht für Politiker, Beamte und den Akteuren in der Wirtschaft her.
Nur wer persönlich alles verlieren kann und mit Freiheitsstrafen belangt werden kann, wird wieder klar denken.
Solange es nur Steuergeld ist, was verschossen wird, ist doch allen völlig egal.

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Kanzleramt 28.07.2015, 16:11
48. Kontrolle durch die Finanzmärkte?

Das ist der Tod jeglicher Solidarität, jeglicher (europäischen) Einigung und jeglicher Menschlichkeit.

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GesunderMenschenverstand 28.07.2015, 16:18
49.

... wie er hier gemeint ist, sind einfach doe ganz großen Vermögen. Und die haben ihre ganz eigenen Interessen, nämlich Umstände zu schaffen, in denen sie wachsen und gedeihen können. Geschieht das gänzlich unreguliert, spielen soziale Interessen dabei. ü b e r h a u p t. keine Rolle. Bitte opfert uns nicht "dem Markt". Er hat die Intelligenz eines hungrigen Raubtieres, mehr nicht.

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