Forum: Wirtschaft
Wo die Deutschen leben wollen: Stadt, Land, Flucht
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Zum ersten Mal seit 20 Jahren ziehen mehr Deutsche aus den großen Metropolen weg als zu. Günstigere Miete, mehr Ruhe: Gründe für die Stadtflucht gibt es viele. Ex-Großstädter erzählen.

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gutes_essen 30.08.2016, 10:04
1. Nie wieder Dorf

Für Kinder ist aufwachsen auf dem Dorf schön - aber spätestens als Teenager ist es nervig Hoch 10.

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karlsiegfried 30.08.2016, 10:06
2. Klingt gut, aber

was ist im Alter? Wo ist der nächste Supermarkt, der Arzt, die Bushaltestelle und, und, und?

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Olaf 30.08.2016, 10:10
3.

Hatte man uns nicht vor kurzem das Gegenteil versichert?

Das der Trend weg vom Land in die Metropolen geht?

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grain 30.08.2016, 10:10
4. Ziemlich gute Sache

Ich glaube es würden noch viel mehr Leute in die Umgebung der Städte ziehen, wenn die Anbindung besser wäre.
Beispielsweise wohne ich in einem Dorf, dass nur 6 km von der Hamburger Stadtgrenze entfernt liegt. Es gibt schlichtweg keine öffentlichen Verkehrsmittel dahin, also wieder aufs Auto angewiesen.
Dieses haben wir dem Versagen der kommunalen Verantwortlichen zu verdanken, denen die Einweihung einer Straßenlaterne wichtiger ist, als die notwendige Logistik für die Bürger zu schaffen.
Und das ist kurz gedacht: Gibt es die erforderliche Anbindung, findet eine Entlastung in den Städten statt, möglicherweise sogar keine weiteren extremen Mieterhöungen und der ländliche Raum wird nachhaltig mit Leben erfüllt.

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mazzmazz 30.08.2016, 10:14
5. Nur HH, schade...

Nun kenne ich PI, insbes. Rellingen, ganz gut, da ich dort Familie habe. Mit "Land" hat das m.E. nicht viel zu tun, eher mit Vorort. Beschaulich, bezahlbar, familienfreundlich. Das wollen junge Familien immer häufiger, wie ich aus meinem familiären und befreundeten Umfeld weiß.
HH und M sind zudem in den letzten Jahren extrem teuer geworden. Wir lebten in einem Münchner Vorort in einer DHH mit Garten, Rundherum wurde im Eiltempo nachverdichtet. Kaum noch Parkplätze für Gäste, die übliche Klientel, die >1 Mio. Eur für ein EFH oder 600 kEur für eine Gartenwohnung bezahlt.
Es stand die Frage im Raum: viel renovieren oder verkaufen und "wieter raus" ziehen. Um M. herum ist das schwierig, auch ländliche Lagen sind mittlerweile teuer. Dennoch vergoldete ich den alten Kasten in M. und wir zogen in ein größeres, neueres EFH ins 5-Seen-Land. Den Schritt haben wir nie bereut. Anstatt 20 min. S-Bahn fahre ich nun 40 min. Regionalbahn nach M. Zum See fahre ich mit dem Rad. Im Büro bin ich in meinem speziellen Fall nun sogar schneller.
Die Städter in ihren 3 ZKB Altbauwohnungen für 900.000+ Eur bedaure ich eigentlich nur noch. Auch ich kann zum frieseur, in die Kneipe oder zum Supermarkt laufen. Ich kenne mehr Nachbarn als nach 30 Jahren M. Alles gut.
Wer aber unbedingt die City braucht, muss eben mit den Nebeneffekten wie Verkehr, Platzmangel und hohen Preisen leben.

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mol1969 30.08.2016, 10:18
6.

Stimmt doch auch nur begrenzt. Klar, mit 15 ist es nervig, wenn man mit dem Fahrrad zu den Freunden hinfahren muss oder die Eltern täglich als Taxi mißbraucht werden. Aber mit 18 hat doch auf dem Land jeder den Führerschein und ein eigenes Auto. Dann ist es problemlos.

Für mich persönlich ist die Kleinstadt die perfekte Mischung. Ruhig genug zum Leben, Einkaufsmöglichkeiten vorhanden, öffentlicher Nahverkehr akzeptabel und wenn ich mal unbedingt in die Großstadt will, dann fahre ich halt hin. Brauche ich aber nicht jede Woche.

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FrankDr 30.08.2016, 10:20
7.

Teenager auf dem Dorf ist bombastisch. Jeder der Freunde hat mindestens 20m2 als Zimmer mit genügend Rückzugsmöglichkeit.
Mit Moped ist jeder mobil, überall Feste und Vereine, der Umgang ist häufig besser, usw.
So könnte eine Gegendarstellung zu #1 aussehen.
Jeder sieht seinen Entwurf als ultimativ richtig und meint damit die Allgemeinheit zu beglücken

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suplesse 30.08.2016, 10:20
8. Es kommt drauf an!

Jede Situation ist anders. Der eine hat einen Job , der nur in der Großstadt geht. Der andere ist freischaffender Künstler und braucht die Ruhe und die günstigen Mieten. Auch für ältere Menschen ist es ebenso davon abhängig, wie die gesundheitliche Verfassung ist und wie man gestrickt ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen auf dem Land zu wohnen, wobei das auch zu pauschal ist. Die Umgebung auf dem LAnd sollte man sich sehr genau anschauen, weil man sehr viel mehr mit den Menschen um einen herum zu tun hat. Auch ist die Infrastruktur sehr unterschiedlich in ländlichen Regionen. 5 Km weit zum nächsten Markt, wegen 1 Liter Milch sind da keine Seltenheit.

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schnellerfuchs 30.08.2016, 10:21
9.

Ich als Bewohner des kreises pinneberg möchte mich jetzt einmal entschieden gegen diese Beschreibung wehren. Es stimmt dass die STADT pinneberg einen schlechten ruf hat, und das auch zurecht wie ich finde. Der rest des kreises ist aber sehr gut gelegen und angebunden und dadurch sogar ziemlich teuer durch die nähe zu Hamburg, absolut zu empfehlen:D

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