Forum: Wirtschaft
Wohlstand: Amerika zweifelt am Kapitalismus
AFP

Junge Wähler in den USA sehen den Turbokapitalismus ihres Landes zunehmend kritisch, linke Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez gelten als cool - und ausgerechnet ein Hedgefonds-Manager befeuert die Debatte.

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BoMo_UAE 29.05.2019, 09:06
1. Premiere

Schaut so aus, als wuerden die USA zum erstenmal einen wichtigen politischen und sozialkulturellen Trend aus Europa uebernehmen. Wichtig und richtig waere es. So haben die Polarisierungen Trumps auch ihr Gutes. Und die Notwendigkeiten einer zukunftsorientierten Politik wuerden mehr und mehr beruecksichtigt.

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sucher533 29.05.2019, 09:11
2. verkehrte Welt

China mit einer "kommunistischen" Partei als Regierung entwickelt sich erfolgreich im kapitalistischen System und in den USA gibt es führende Politiker, die dem Turbokapitalismus abschwören wollen. Was kommt als Nächstes - gewinnt Ford den Sozialistischen Wettbewerb? lol

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niroclean 29.05.2019, 09:13
3. ...der Turbokapitalismus...

..funktioniert wie ein Schneeballsystem und je weiter er fortgeschritten ist desto weniger profitieren die hinteren Reihen. Das scheint jetzt auch in den USA angekommen zu sein und der ewige Gesang "...vom Tellerwäscher zum Millionär...-jeder kann es schaffen.." verhallt so langsam. Die Realität sieht für immer mehr Menschen dauerhaft schlecht aus und die werden sich das nicht mehr lange gefallen lassen. Das gerade multinationale Konzerne zum Feindbild werden liegt an der überbordenden Marktmacht, Gewinnsucht und Skrupellosigkeit mit der viele von Ihnen agieren. Der Mensch zählt dort nur noch als frei disponierbarer Arbeitssklave und als Konsument.
Die junge Generation hat andere Ansprüche und wird diese auch aufzeigen.

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so-long 29.05.2019, 09:18
4. Ray Dalio

ist schon genial.
Müsste er evtl. 98% seines Vermögens konsequenterweise nicht in eine (private) Stiftung, sondern in den Steuersäckel legen, auch mit dem hohen Risiko, dass die Moneten durch Politiker verpulvert werden?

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hockeyer12 29.05.2019, 09:18
5. Semantischer Unsinn,

in der Tat. In einem (modernen)demokratischen Staatswesen gehören eine vernünftige Krankenversicherung,Absicherung im im Alter und bei Arbeitslosigkeit einfach dazu. Das sind natürliche soziale Errungenschaften die nichts mit Sozialismus/Kommunismus zu tun haben. Sie tragen zu einer Gesellschaft bei, die homogener,friedlicher und sicherlich weniger kriminell ist. Ich hoffe einfach mal, die US Gesellschaft wird sich dessen bewußt.

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dasfred 29.05.2019, 09:21
6. Alles eine Frage der Perspektive

"Für Arme ist es nicht schlimm, arm zu sein. Für uns wäre es eine Katastrophe." so ähnlich formuliert es eine Landadlige im Film Maurice von James Ivory. Genau diese Position nimmt der weltweite Geldadel ein. Sie nehmen es als persönliches Schicksal, reich geboren zu sein. Die Armen haben ja bisher auch irgendwie überlebt, warum sollte man etwas ändern. Im Gegenteil, sie verraten ihre eigene Kaste, wenn man ihnen Brosamen zuwirft, wie Arbeit oder ein kleines bisschen Rente. Solange jeder nur den sucht, auf den er noch herabsehen kann, geht der Blick nicht nach oben. Nur dieses System verhindert die Revolution. Die Armen kämpfen gegeneinander, statt miteinander. Die Demokraten haben nur dann Erfolg, wenn sie es schaffen, Solidarität herzustellen. Wo diese fehlt, hat die reiche Oberschicht immer die Möglichkeit, mit Aussicht auf Almosen und Arbeit, Teile der Unterschicht an sich zu binden.

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MOMA 29.05.2019, 09:25
7. Schön naiv

Zitat von BoMo_UAE
Schaut so aus, als wuerden die USA zum erstenmal einen wichtigen politischen und sozialkulturellen Trend aus Europa uebernehmen. Wichtig und richtig waere es. So haben die Polarisierungen Trumps auch ihr Gutes. Und die Notwendigkeiten einer zukunftsorientierten Politik wuerden mehr und mehr beruecksichtigt.
Der Kapitalismus kam ebenfalls aus Europa...
Wichtig und richtig wäre es mal das morsche und korrupte Polit- und Wirtschaftssystem zu durchbrechen/komplett zu reformieren, sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks. Aber auch die "alternativen" Grünen oder AfD wollen und werden das nicht ändern.
Zu viel Geld und Macht steht auf dem Spiel.

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Kurt2.1 29.05.2019, 09:25
8. .

Trump wird wiedergewählt. Alles, was Sie schreiben, mag stimmen, aber Trumps Wähler sitzen außerhalb der Metropolen. Sie interessiert, was sie am Monatsende in der Tasche haben. Da hat Trump mehr getan, als alle Präsidenten vor ihm. Nordkorea oder Venezuela sind weit weg für diese Wähler.
Ob seine Versuche, zu verhindern, dass die USA weiterhin mit chinesischen Müll überschwemmt wird, bleibt abzuwarten. Er tut wenigstens etwas. Europa sieht zu, wie es Stück für Stück an China verscherbelt wird.

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mostly_harmless 29.05.2019, 09:36
9.

In den USA steigen die Reallöhne seit Jahrzehnten kaum,

https://www.pewresearch.org/fact-tank/2018/08/07/for-most-us-workers-real-wages-have-barely-budged-for-decades/


wahrend das BIP ständig wächst.

https://tradingeconomics.com/united-states/gdp

Die zusätzlichen Einnahmen gingen komplett auf die Konten der oberen 10%, davon weitestgehend auf die Konten der oberen 1%. Scheinbar kapieren die jungen Leute in den USA, dass sie von Konservativen und Rechten seit Jahrzehnten verar**** werden.

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