Forum: Wirtschaft
Wohlstand: Amerika zweifelt am Kapitalismus
AFP

Junge Wähler in den USA sehen den Turbokapitalismus ihres Landes zunehmend kritisch, linke Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez gelten als cool - und ausgerechnet ein Hedgefonds-Manager befeuert die Debatte.

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Armutsrentner2032 29.05.2019, 14:45
200. Wir werden es noch...

...miterleben, dass wir eine Mischung aus Kapitalismus und Sozialismus bekommen.
Der kapitalismus ist - Zitat: das System eine Spirale wachsender Ungleichheit.
Zum einem verwehren sich die Kapitalisten gegen die Kollektivierung von Unternehmen, anderseits durchziehen diese aber eine Kollektivierung unserer Löhne, welche durch alle Branchen mit Branchenspezifischen Mindestlöhne eine Art von Wirtschaftskommunismus doch schon längst vollzogen wurde.
Es ist ein Mythos, dass sich unsere Löhne durch Leistung definieren, das ist genausowenig Glaubwürdig, dass Bildung, Ausbildung oder Qualifikationen etwas daran ändern könnten.
In den USA wird sich nicht ein Sozialismus so durchsetzen wie er hier in Deutschland geradezu panisch von diversen Medien, Politparteien oder die der Wirtschaft als den Untergang des Abendlandes Propagiert wird, sondern er wird an einigen entscheidenen Stellen von Mechamismen (hauptsächlich in den Steuern und Lohnentwicklungen) einsetzen.
Sozialimus ist nicht etwas, auf das man Verzichten oder Verteufeln sollte, alle Negativbeispiele dazu wären in einer Demokratischen Sozialismuss erst gar nicht möglich.
Gerade wir brauchen eine Umkehr einer gnadenlosen Neolieberalen Politik, dem immer mehr Menschen zm Opfer fallen, weil eine prekäre soziale Grundsicherung rein für die Wirtschaft (dem Kapitalismus) Instrumentalisiert ist, so dass die Wirtschaft nicht nur jeden prekären Job als zumutbar definieren kann, sondern auch immer frisches und vor allem billiges Humanes Kapital hat.
Deswegen ist zu dieser schrecklichen Neoliberalen Politk notwendig, eben keine Straf und -Sanktionierbare soziale Grundsicherung zu haben, sowie eine die einen höheren Regelsatz hat.
Wir Arbeiten um zu Leben....und nicht wie es uns die Wirtschaft bzw. Neoliberale Politik uns glauben machen will, dass wir Leben um zu Arbeiten.
Eine andere alternative wäre:
Eine durch eine Finanztransaktionssteuer finanziertes bedinungsloses Grundeinkommen für alle würde vieles bewegen, und der Binnenmarkt würde Explodieren!

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rudi_ralala 29.05.2019, 14:48
201.

Zitat von fx33
Erstaunlich, dass die Mehrzahl der Foristen, die den amerikanischen Kapitalismus verteidigen und den deutschen Ansatz der sozialen Marktwirtschaft (die bei uns ja auch schon nur noch halbherzig gelebt wird) als unfrei und sozialistisch verteufeln, zu denen gehört, die von dem ungezügelten Kapitalismus gar nicht profitieren. Ich muss schon sagen, dass ich es bewundernswert finde, wie überzeugend manipulativ die obersten 10% sich eine Meute von beißwütigen Kläffern rekrutiert haben, die gegen die eigenen Interessen die Vorstellungen ihrer "Herrchen" verteidigen.
Die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber.
So ist es nun mal, siehe AfD.

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nobody_incognito 29.05.2019, 14:53
202.

Zitat von Armutsrentner2032
Eine andere alternative wäre: Eine durch eine Finanztransaktionssteuer finanziertes bedinungsloses Grundeinkommen für alle würde vieles bewegen, und der Binnenmarkt würde Explodieren!
Bedingungsloses "Grundenkommen" ist auch eine Form des Nihilismus - Vernunft ist das Gegenteil davon und würde eigentlich die Abschaffung des Geldes meinen. "Geld" ist letztlich auch nur *eine* Krücke auf dem Weg zur Vernunft - die andere wären die 10 Gebote bzw. es ist die linke Moral-Krücke.

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n.wemhoener 29.05.2019, 14:54
203.

Alle, die auch hierzulande am Kapitalismus zweifeln, können sich auf das Ahlener Programm der CDU berufen, in dem der schöne Satz steht:
"Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein."

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p-touch 29.05.2019, 14:55
204. Sanders und Ocasio-Cortez

mögen es ehrlich meinen, aber bei denn Superreichen die plötzlich die Unterschicht entdecken habe ich ehr den Eindruck das man nur etwas Druck aus dem Kessel lassen will um einen Explosion zu vermeiden. Sozusagen den Brotkorb wieder etwas tiefer hängen damit man weiterhin in Ruhe den Rahm abschöpfen kann.

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christx 29.05.2019, 15:01
205. @192

Walmart. Starting salary up to 90.000$. Kein Spaß.

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carlitom 29.05.2019, 15:01
206.

Zitat von emil7685
Europa ist bei SÄMTLICHEN US-Amerikanern die ich kenne (und das sind nicht gerade wenige) DIE Lachnummer überhaupt. Wenn man einem US-Amerikaner erzählt dass man horrende Steuern für den bloßen Besitz eines Autos zahlen muß, Benzin zwei Dollar pro Liter kostet, man mehrere hundert Dollar monatlich unter Zwang in eine Krankenversicherung einzahlen muß auch wenn man gar kene will, direkt ins Gefängnis kommt wenn man mit seinem Sohn im Garten eine Waffe abfeuert und als Handwerker nur arbeiten kann wenn man einen Meisterbrief hat; egal wie gut man ist; dann bekommt man im besten Falle einen ungläubigen und entsetzten Blick und ein "you can't be serious" entgegengeworfen.
Vielen Dank für die Bestätigung des gängigen Vor- (jetzt Nach-)Urteils, dass das Bildungsniveau in den USA unterirdisch ist. Genau so hab ich es auch erlebt. Alles, was Sie sagen, zeigt mehr als deutlich, wie viel zivilisierter, entwickelter, kultivierter und höher gebildet wir in Europa und Deutschland sind und wie viel das Entwicklungsland USA noch aufzuholen hat. Ein weiter Weg.

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markx01 29.05.2019, 15:02
207. @Goodand

Zitat:" Den Markt so frei wie möglich machen lassen. Das führt zu Fortschritt, Produktivitätszuwächsen und entspricht am ehesten dem menschlichen Naturell."

Menschliche Produktivität hat Grenzen. Zuwäche entstehen vor allem aus technnologischen Fortschritt. Und darauf muss eine Gesellschaft Antworten finden. Ob das nun der Kapitalismus oder Sozialismus ist. ist dabei völlig irrelevant.

Was will man mit den Menschen tun, die "Opfer" der Technologie werden oder sind? Daher kommt ja dann auch das "Sozial" oder "Turbo".

Und warum man zwanghaft von Jahr zu Jahr immer mehr Autos bauen muss, versteh auch wer will. (Beispiel) Man braucht keine 1000 Kleidungsstücke, um sich wohlzufühlen oder gut gekleidet zu sein, nur weil man all die Produktions und Zuwachsraten irgendwo unterbringen muss. Und selbst im Nahrungsmittelbereich muss man bei halbwegs stabiler Bevölkerung nicht von Jahr zu Jahr mehr Nahrung herstellen.

Ewig materielles (monetäres) Wachstum auf einem begrenzten Raum mit begrenzten Ressourcen ist langfristig kontroproduktiv. Ich kann diese Abhängigkeit nicht wirklich nachvollziehen. Inzwischen hyperventiliert unsere Gesellschaft schon bei einer geschönten Null. Im Grunde sagt das BIP nichts über Wohlstand aus. Weil Wachstum auch durch Destruktion erzeugt werden kann. Im maeriellen, monetären wie menschlichen Bereich.

Zitat:"3. Umverteilen. Kapitalismus führt immer zu einer zunehmenden Konzentration des Wohlstandes und zwar aus dem einfachen Grund, dass es KEINE Chancengleichheit unter den Neugeborenen gibt. Kinder wohlhabender Eltern haben sowieso schon bessere Chancen, durch Erbschaften wird dieser Effekt verstärkt! Einzige Lösung: Eine erhebliche Erbschaftssteuer für ALLE (auch bei geringen Erbschaften und dem Vererben von Unternehmen etc.). Die Einnahmen werden aber nicht zusätzlich dem Staat zur Verfügung gestellt, der damit allerhand Unfug anstellt, sondern via Umsatzsteuer, Einkommenssteuer etc. der produktiven Bevölkerung zur Verfügung gestellt!

Böswillig könnte man ja sagen, dass die Menschheit endlich mal erwachsen werden sollte. In dem Sinne kann man Arbeit bzw. Produktionsstätten ja auch als Gemeinwohldienst betrachten, woran alle übers Gemeinwohl profitieren und keiner sich daran bereichert, nur weil er einen anderen Titel trägt.

Dafür muss man noch nicht mal zwanghaft täglich 8 Stunden und Lebenslang in einem Bereich arbeiten.

Überall im Westen wird die individuelle Freiheit immer so hoch geschriebe, obwohl das System, ganz gleich, wie genau man das nun bezeichnet, durch Arbeit und Konsum darin eher begrenzend wirkt.

Gruß

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carlitom 29.05.2019, 15:04
208.

Zitat von emil7685
Aus allen möglichen Kreisen. Geschäftlich bin ich in den USA mit Ingenieuren und "contractors" unterwegs, in meiner Freizeit dort eher mit Leuten die hinter dem Haus mit Gewehren auf Blechdosen schießen und in aufgeschnittenen Ölfässern ganze Truthähne frittieren. Keiner von denen kann, egal aus welchen Kreisen stammend, mit horrenden Verbrauchssteuern, Zwangsversicherungen, Meldepflicht und anderem "europäischen Unsinn" etwas anfangen.
Deshalb müssen sie dann eben weiter Truthähne in Ölfässern frittieren. Das ist standesgemäß. Damit ist alles gesagt.

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kado1 29.05.2019, 15:04
209. Wissen es einige etwa nicht

Zitat von sucher533
China mit einer "kommunistischen" Partei als Regierung entwickelt sich erfolgreich im kapitalistischen System und in den USA gibt es führende Politiker, die dem Turbokapitalismus abschwören wollen. Was kommt als Nächstes - gewinnt Ford den Sozialistischen Wettbewerb? lol
in China, auch Russland,.... hat man längst den Staatskapitalismus !
Rechnet man die ungetilgten, fast 1 Bill Forderungen vom Tarn- und Verdummungssystem Target-2 mit, wurden nicht wir wieder Exportweltmeister, sondern China bleibt es.

Offene Forderungen der Bundesbank (nicht etwa der EZB) die gehört quasi uns allen, gegenüber anderen EU-Landesbanken ist kein Geld mit dem wir in der Welt etwas anderes kaufen, keine Renten, H4,... zahlen können, in dieser Unsumme kauft nicht einer sie uns ab. Mit Schuldenschnitten werden unsere Eliten viel davon verschenken, nicht nur an GR den 1.Schnitt der Bankster von 105 Mrd, für die sind es Betriebsausgaben, zahlen weniger Steuern, d.h. schon wir alle hatten grössere Verluste.
Der IWF, Obama und GR verlangten bereits ein weiteres Verschenken, eher noch mehr, als beim 1. Schnitt. Sogar der noch Nettoeinzahler Italien wollte kürzlich 250 Mrd erlassen bekommen, wann wachen die EU-Träumer endlich auf?

In einem Video sagte Prof. Sinn, Null Zinsen und die gewollte 2,.. Prozentinflation kosteten D bisher ca. 700 Mrd zu Gunsten der Südländer.
Etwa die Hälfte der Rentner,.. bekommt nicht einmal 1000 Euro / Monat, die bekommen jetzt um 30 € mehr und haben so viel weniger auf der Hand.
Die immer noch Halbkommunisten in China zeigen es dem Westen, wie gewirtschaftet wird.
Auch, wenn jetzt einige protestieren, mit immer mehr Lohn schaufeln wir unser eigenes Grab, der Lohn ist mit einer (vermutlich gar der ) wichtigste (n) Wettbewerbsvorteile.

Der Ostblock ging mit wesentlich weniger Schulden Pleite, als heute die EU-Staaten haben und dort flossen noch die Gewinne der Betriebe, Banken,...Rohstoffe in die Staatskasse.

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