Forum: Wirtschaft
Wohlstand: Amerika zweifelt am Kapitalismus
AFP

Junge Wähler in den USA sehen den Turbokapitalismus ihres Landes zunehmend kritisch, linke Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez gelten als cool - und ausgerechnet ein Hedgefonds-Manager befeuert die Debatte.

Seite 3 von 29
rudi_ralala 29.05.2019, 10:00
20.

Dass die westlichen Gesellschaften mehr und mehr auseinanderdriften, ist vielen schon seit mindestens einem Jahrzehnt bekannt. Bei den Amerikaner dauert diese Erkenntnis systembedingt etwas länger. Auch die EU Wahl hat gezeigt, dass die etablierten Parteien keine Antwort auf die zunehmende gesellschaftliche Ungleichheit haben und tatenlos zusehen, bis das Fass überläuft.
Es gibt nur eine Möglichkeit den Kapitalismus zu retten, nämlich die Verteilung des Volkseinkommens gerechter zu gestalten, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Das wird zwar bitter für die Reichen und Superreiche aber immer noch besser, als den haircut unter der Halskrause zu bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kalsu 29.05.2019, 10:00
21. Da gibt es nichts zu reparieren!

Der Kapitalismus nützt per Definition immer nur dem, der das Kapital besitzt. Wer sich nicht hat einlullen lassen all die letzten sieben Jahrzehnte, oder der in einer anderen Gesellschaftform aufgewachsen ist und das Privileg besitzt vergleichen zu können, der kommt unweigerlich zu der Erkenntnis, dass der Kapitalismus nichts anderes ist, als die Leibeigenschaft des Mittelalters - nur eben bunter verpackt. Der Unterschied ist nur, dass man als Arbeitnehmer, also der Leibeigene - heute abhänig Beschäftigte, nicht mehr seinem Lehensherren - dem Arbeitgeber - gehört, sondern dass man für seine Arbeitsleistung mehr oder weniger gerecht entlohnt wird. Dafür ist man auf Gedeih und Verderb seinem Arbeitgeber ausgeliefert. Kann man seine Schulden bei den Banken fürs Haus und Auto nicht mehr bedienen, nehmen sie einem das Haus und Auto weg. Kannst Du die Miete nicht mehr zahlen fliegt man raus. Kann Du dir nichts mehr zum Essen kaufen, steht du bei denen Tafeln an. Die Kette mit der Kugel der Sklaverei wurde durch Papier in Form von Kredit- und Arbeitsverträgen ersetzt. Auch das mit dem Wohlstand ist eine reine Definitionsfrage. Was meint der Ausbeuter mit "Wohlstand" und was versteht der Ausgebeutede darunter? Haus, Auto, Urlaub, Handy, schicke Klamotten - das verstehen die meisten hier unter Wohlstand. In der Savanne Afrikas ist es eine Kuh oder ein Büffel oder eine größere Lehmhütte. Ein Kubaner versteht unter Wohlstand kostenlose medizinische Versorgung, kostenlose Bildung für alle, ein Haus das nach zehn Jahren Miete ihm gehört. Ein sechzig Jahre alter Schrotthaufen von Cadillac ist dagegen Luxus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Knödeldämmerung 29.05.2019, 10:03
22. Man müsste nicht viel ändern...

Man müsste nicht viel ändern: Die "Tuition" (die Kosten für das College-Studium) deckeln und die Medikamentenpreise auf ein vernünftiges Maß zurückführen, und die meisten wären wieder zufrieden, weil so weiterwirtschaften könnten wie ihre Eltern und Großeltern. Es herrscht ein breiter Widerwille gegenüber Dinge wie Zwangsversicherungen und Umschichtungen durch Besteuerung hoher Einkünfte, mehr dürfte also nicht drin sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlo1952 29.05.2019, 10:04
23. Es wird in den USA

noch Jahrzehnte dauern, bis sich solche Meinungen und Gesinnungen durchsetzen. Die Amis sind viel zu sehr von ihrem "American Dream" geblendet, auch wenn die meisten schon ein Leben lang davon träumen. In den USA glaubt man mehr oder weniger blindlings dem Präsidenten, der auch bei jeder Gelegenheit sein Land persönlich retten muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
minimalmaxi 29.05.2019, 10:04
24.

Zitat von Kurt2.1
Trump wird wiedergewählt. Alles, was Sie schreiben, mag stimmen, aber Trumps Wähler sitzen außerhalb der Metropolen. Sie interessiert, was sie am Monatsende in der Tasche haben. Da hat Trump mehr getan, als alle Präsidenten vor ihm. Nordkorea oder Venezuela sind weit weg für diese Wähler. Ob seine Versuche, zu verhindern, dass die USA weiterhin mit chinesischen Müll überschwemmt wird, bleibt abzuwarten. Er tut wenigstens etwas. Europa sieht zu, wie es Stück für Stück an China verscherbelt wird.
"Da hat Trump mehr getan, als alle Präsidenten vor ihm." Glauben sie das wirklich? Sind das alternative Fakten, die allen anderen entgangen sind? Trumps Aktivitäten dienen bis jetzt nur der reicihen Oberschicht. Und der "Trickle-down" Effekt ist eine Lüge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank-xps 29.05.2019, 10:05
25. endlich mehr sozialismus

natürlich sind alle bisherigen Sozialismus Experimente krachend gescheitert ob nationale Sozialisten oder Internationale spielte keine Rolle. Unsere Moralischen Überlegenheitsfetischisten welche die Erkenntnis ihrer moralischen Überlegenheit einzig aus ihrer Einbildung beziehen, haben natürlich eine Erklärung für die vielen gescheiterten Experimente des real existierenden Sozialismus. Das war gar kein richtiger Sozialismus und deshalb sehen sich all die Verfechter des Wettbewerbes um die aller schönste Meinung auch unbefleckt mit weißer Weste den Stalin Mao und Pol Pot das waren ja gar keine richtigen Sozialisten :-) schon klar.
Jedem Haltungssozialisten sei empfohlen seine Blicke nach Nordkorea und Venezuela zu richten. Ruinen schaffen auch ohne Waffen das ist die empirische Essenz aus sozialistischen Experimenten. und unseren Haltungsmedienschaffenden des Lichts sei eine Frage gestellt, wie kommt es das trotz euer unermüdlichen Anstrengungen der Donald an die Macht kam und entgegen der gesamten Redaktionellen Kampfabteilung immer noch POTUS ist. Schreiben was sein könnte für Menschen die den Spiegel niemals kaufen werden? Die Spiegelschaffenden sind ja nicht einmal in der Lage ihre eigenen Zukunft zu sichern. das einzige was zulegt ist die Anzahl und die Hysterie der Spiegel Kolumnisten. Sapere Aude.

P.S. Diese Medienschaffenden mit Autoagressionsneigung wären eine wahre Freude für Siegmund Freud. Sicherlich wissen die Zeitungsmacher das ihr Einwegprodukt umweltschädlich ist. und diese unterbewusste Erkenntnis lässt sie das eigene Boot versenken. geradezu klassisch

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 29.05.2019, 10:06
26. Wie gut ...

... dass wir in Deutschland ernst am Anfang des Turbokapitalismus stehen. Hier schreien wir empört auf, wenn ein paar Tausend Rentner ein paar Euros mehr bekommen sollen. Wir sind völlig begeistert, wenn ein paar Dutzend Multimillionäre durch den nicht abgesprochenen Wegfall des Soli ein paar zehntausend Euro mehr haben. Besitz, sogar mehr als ein Mensch in seinem Leben verbrauchen kann, ist wichtig. Besitz, der durch kriminelle Machenschaften vermehrt wird ist das Ziel eines jeden aufrechten Deutschen. Warten wir also noch ein paar Jahre ab, bis wir hier US-amerikanische Verhältnisse haben. Es wird gar nicht so lange dauern, bis hier die Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen gefordert wird, weil die ja "zu teuer" sind. Warten wir mal ein paar Jahre ab, dann darf derjenige, der sich den Arztbesuch nicht leisten kann eben früher sterben. Aber einem werden wir nie zustimmen. Sozialen Verhältnissen wie in Norwegen, Schweden usw. Schließlich wissen wir ja, was "Sozialismus" bedeutet. Das wurde uns ja schon im Kindergarten eingebleut - Sozialismus ist bäh!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
enforca 29.05.2019, 10:07
27. Jetzt geht das wieder los...

...dass die Rednecks auf die Straße gehen und gegen eine gesetzliche Krankenversicherung demonstrieren, weil ihnen das zu kommunistisch ist...
Das gab es schon zu Obamas Zeiten. Unglaublich hohl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
baddy1 29.05.2019, 10:07
28. Liebe Redaktion....

"Je weniger die ökonomische "Trickle-down-Theorie" funktioniert, desto schneller verliert der Sozialismus seinen Schrecken."
Ich glaube, es funktioniert gerade umgekehrt.
Je besser....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingen79 29.05.2019, 10:08
29. Wenn die Demokraten es nicht schaffen

einen zugkräftigen Kandidaten der Mitte zu präsentieren dann kann Trump sich schon auf eine zweite Amtszeit freuen. Die junge Frau und der alte Mann werden nicht Präsident werden, dazu muss man kein Prophet sein

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 29