Forum: Wirtschaft
Wohlstand: Amerika zweifelt am Kapitalismus
AFP

Junge Wähler in den USA sehen den Turbokapitalismus ihres Landes zunehmend kritisch, linke Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez gelten als cool - und ausgerechnet ein Hedgefonds-Manager befeuert die Debatte.

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baddy1 29.05.2019, 10:19
40. GRM Brainfuck von Frau Berg sollte er lesen....

Sibylle Berg beschreibt ausführlich, worum es heute geht: Um uns alle. Ob wir noch einen Job haben oder nicht mehr ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir endlich anfangen zu begreifen, dass wir am Abgrund stehen und statt darüber nachzudenken, verlieren wir die wenige Zeit, die uns zur Selbst-Rettung noch bleibt, auf FB, Instagram...., statt nachzudenken und sich dem zu widersetzen.

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swandue 29.05.2019, 10:19
41.

Soziale Marktwirtschaft ist das Thema! Eine Idee aus Deutschland.

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Newspeak 29.05.2019, 10:21
42. ....

Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn Reiche und Konzerne so weitermachen. werden sie von ihrem Reichtum bald nichts mehr haben, denn wenn 99% wirklich der Meinung sind, dass sie Opfer in einem von den Reichen erklärten Krieg sind, so wie das Warren Buffet formuliert hat, dann sieht es bald ganz übel aus. Die Reichen leben nur deshalb noch im Reichtum, weil die grosse Masse träge ist, und Veränderung scheut, selbst jene, die ihr nutzen würde.

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may.karl 29.05.2019, 10:21
43.

"Wo in den USA Sozialismus draufsteht, ist Sozialdemokratie drin."
Und wo in D. Sozialdemokratie draufsteht, ist spätestens seit Schröder CDU drin.
Mit der Abnahme der Manipulationsmacht der traditionellen Medien verliert die ideologische Unterfütterung des Neoliberalismus an Momentum - selbst in den USA, wo die Bürger noch weniger Bildung aufweisen als hierzulande - obwohl mit dem offensichtlich gewollten Verfall unserer Schulen in diesem Bereich eine Angleichung zu erwarten ist.

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muellerthomas 29.05.2019, 10:23
44.

Mich wundert etwas, dass das in dem Diagramm nicht ersichtlich ist, aber tatsächlich hat auch da die Obama-Regierung eine klare Verbesserung eingeleitet.
Sowohl die realen Median-Einkommen der Haushalte als auch die realen Stundenlöhne steigen seit dem Ende der Rezession deutlich an (unter Clinton damals auch).

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eggshen 29.05.2019, 10:25
45. So lange Trump...

mit seinem plumpen Populismus besonders bei denen gut ankommt, die von einem moderaten Systemwechsel am meisten profitieren würden, sehe ich dort kaum Chancen für Veränderungen.

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mimas101 29.05.2019, 10:26
46. Hmm Tja

Also, hätten die Gründerväter auch noch den 11. Verfassungszusatz eingeführt hätten die USA heute so eine Art soziale Marktwirtschaft mitteleuropäischer Prägung. Haben sie aber nicht weil sie dem US-Amerikaner u.a. genügend Ratio unterstellten die er allerdings nicht hat.
Dann die Sache mit dem Tellerwäscher der über die Nacht zum Millionär wird: Gab es nie, die Vanderbuilts, Hiltons, Rothschilds und sonstwas brachten ihre Vermögen aus der Alten Welt mit und mehrten es im Land der Indianer, zu dessen Lasten, ungeniert fleißig weiter. Dem gemeinen Ami blieb nur die Maloche übrig die gerne nicht mehr brachte als das tägliche karge Brot. Wenn auch das nicht reichte ging man zur US-Army oder in Suppenküchen der Heilsarmee.
Und Aktien als Sparbuch - ebenfalls ein Witz der nicht funktioniert.
Der gemeine US-Ami ist völlig verfettet weil gesundes Essen kaum zu bezahlen ist und die statistische Lebenserwartung sinkt mittlerweile ab. 30% können keinen richtigen Satz schreiben weil das Schulsystem versagt, Gesundheit und Arzt sind für viele unerschwinglich. Und da gäbe es bestimmt noch viel mehr aufzuzählen.

Klar das die Jugend sowas nicht mehr will zumal auch hier das grenzenlose Internet und Chats die Blickwinkel erweiterten und z.B. Apfel-Angestellte lieber ein deutsches Arbeitszeitmodell hätten als 24/7 für die Innovation da zu sein und Familie pp links liegen zu lassen.

Sprich - drüben brodelt es schon, weil es attraktivere Gesellschaftsmodelle gibt die Washington allerdings regelmäßig als Kommunismus oder zumindest als Sozialismus verteufelt. Die herrschenden Geldadeligen müßten ansonsten auf ein wenig ihrer unchristlich hohen Vermögen verzichten.
Ach Ja - ähem, die Frau des Amazon-Herrschers hat die Zeichen der Zeit schon erkannt und will satte 50% ihres 36 Mrd-Vermögens spenden. Na, verarmen wird die Frau trotzdem nicht zumal diese Gewinne eher von überhöhten Preisen kommen die zumindest indirekt der Endverbraucher zu löhnen hat. Schlimm wäre es nur bei einem richtigem Börsencrash, dann würde sich nämlich herausstellen das höchsten 25% der aufgerufenen Werte tatsächlich ausgezahlt werden würden, darüber hinaus sinds nur heiße Luftzahlen.

Hoffen wir aber mal das in EWG-Land die US-amerikanische Rabtierkapitalismus-Modell nicht weiter Schule macht, auch hier ist's schon eher arg schlimm bestellt. Und wenn ich mir überlege das AKK Kanzlerin werden würde - bitteschön nicht. Meinungsdiktaturen samt Gehirnwäschen können wir garnicht gebrauchen und ARD & ZDF muß man ja nicht unbedingt guggen.

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wjr69 29.05.2019, 10:27
47. Mich würde bei Herrn Dalio interessieren..

was er daraus für sich für Konsequenzen zieht. Tritt er politisch für höhere Steuern Reiche ein, spendet er 99% seines Vermögens für gemeinnützige Zwecke? Sonst erinnert er mich eher an einen vielfliegenden Porschefahrer, der keine Abstriche an seinem Lebensstil machen will, aber heftig darüber twittert, wie recht doch der Rezo damit hat, dass dringend radikal gegen den Klimawandel vorgegangen werden muss und dass die CDU deswegen unwählbar ist.

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neurobi 29.05.2019, 10:28
48.

Zitat von Kurt2.1
Trump wird wiedergewählt. Alles, was Sie schreiben, mag stimmen, aber Trumps Wähler sitzen außerhalb der Metropolen. Sie interessiert, was sie am Monatsende in der Tasche haben. Da hat Trump mehr getan, als alle Präsidenten vor ihm. Nordkorea oder Venezuela sind weit weg für diese Wähler. Ob seine Versuche, zu verhindern, dass die USA weiterhin mit chinesischen Müll überschwemmt wird, bleibt abzuwarten. Er tut wenigstens etwas. Europa sieht zu, wie es Stück für Stück an China verscherbelt wird.
Trump wird nicht wiedergewählt. Im Gegensatz zur letzten Wahl werden auch die, die ihn loswerden wollen hoch motiviert zur Wahl gehen. Und das sind mehr als seine treuen Anhänger.
Was sorge machen muss ist, wie diese treuen Anhänger reagieren werden. Deren Agressionspotential ist sehr hoch und sie sind schwer bewaffnet. Und was macht man mit Leuten wie den Koch-Brüdern, die mit viel Geld nicht nur Politiker korrumpieren sondern auch mit ihren Medien Meinungsmache betreiben.

Und was ist noch schlechter als garnichts zu machen? Das Falsche zu machen!
Und genau das macht Trump. Staat Verbündete für einegemeinsamen Linie zu suchen, was auch Kompromisse beiinhaltet, isoliert er die USA. Damit schwächt er sie und seine engsten Verbündeten in Europa.

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Atheist_Crusader 29.05.2019, 10:30
49.

Im Grunde genommen hat sich in den USA eine einzige Erkenntnis noch nicht durchgesetzt: Kapitalismus vs. Sozialismus ist keine binäre Entscheidung. Es gibt nicht 'entweder oder'. Es ist eine Skala. Die USA stehen am einen Ende, aber 100% kapitalistisch sind sie auch nicht. Es gibt Dinge wie Medicare und teure Agrarsubventionen (die auch viele namhafte Republikaner gerne kassieren). Venezuela steht am anderen Ende der Skala.
Die Länder in denen es sich am besten leben lässt stehen währenddessen in der Mitte. Auch in Europa gibt es private Unternehmen, dem Staat gehören nicht die Produktionsmittel, etc. Aber wir haben eben auch einen starken Staat, starke Gewerkschaften, etc. Und was ist das Resultat? Das BIP liegt pro Kopf ein bisschen niedriger als in den USA, aber die Lebensqualität ist meist ebenso gut, oft höher.
Nehmen wir nur mal einen Faktor: Nachwuchs. Für eine unversicherte Mutter kann eine Geburt in einem US-Krankenhaus locker 10.000-30.000 $ kosten. Hierzulande ist die größte Ausgabe meist der Parkschein am Krankenhaus. Und das wirkt sich auch auf die Überlebensrate aus. Man nehme mal die Säuglinssterblichkeit. 2017 war Deutschland auf Platz 19 in der Statistik, Frankreich auf Platz 22, Großbritannien auf Platz 24. Selbst das wirtschaftlich arg gebeutelte Griechenland steht auf Platz 18. Die USA dagegen auf 56.

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