Forum: Wirtschaft
Wohn-Index Deutschland: So teuer ist mieten und kaufen
Corbis

Niedrige Zinsen und unsichere Finanzmärkte heizen den Trend zum Betongold an. Während die Mieten nur leicht steigen, sind die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr geradezu in die Höhe geschossen. Am teuersten wohnt es sich nach wie vor München.

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konrad_baumann 20.02.2014, 20:24
1. optional

Seltsam, dass Idar-Oberstein so billig ist. Ist die Stadt aus irgendeinem mir unbekannten Grunde ein schlechter Wohnort?

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saba1 20.02.2014, 20:43
2. Wegziehen, dann eben raus aufs Land ...

wäre endlich mal angesagt: Stattdessen aber wird in den Großstädten wie München, Hamburg und Stuttgart jede erdenkliche Mondmiete für noch so miese Löcher berappt. Die Vermieter in diesen vermeintlichen Metropolen pressen die letzten Kreuzer raus - mein Mietvertrag ist nach der letzten Erhöhung auf nun 45 Prozent meines Nettoeinkommens gekündigt. Dann gibt es nun eben Landluft, eine längere Anfahrt zum Job statt Lärm, Dreck und Wuchermiete.

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fd53 20.02.2014, 20:50
3. die Kuh ist im Durchschnitt von 0,3 m ertrunken

Diese Durchschnittszahlen kann man komplett in die Tonne kloppen. Es gibt Großstädte im Osten, da sind die Kaufpreise seit 2007 von 900 Euro auf über 3000 Euro/Quadratmeter explodiert. Und bei Neuvermietungen verlangen die Heuschrecken im gleichen Ort gleich mal irre 25% mehr. Dafür gibt es Kleinstädte, da sind Traumsuperwohnungen selbst für 2,80 Euro kalt/Quadratmeter nicht mehr zu vermieten.
Wobei der irre Leerstand in vielen ostdeutschen Kleinstädten mit nachfolgendem Verfall inzwischen absolut grausam ist. Es sterben ganze Gebiete von gleich mal 1000 Quadratkilometer - das war in der seligen DDR die Durchschnittsgröße eines ganzen Landkreises.

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alpha0711 20.02.2014, 21:00
4. SInd das die Immobilien wert ?

Zitat von sysop
Niedrige Zinsen und unsichere Finanzmärkte heizen den Trend zum Betongold an. Während die Mieten nur leicht steigen, sind die Preise für Eigentumswohnungen im Vergleich zum Vorjahr geradezu in die Höhe geschossen. Am teuersten wohnt es sich nach wie vor München.
Bis jetzt war es immer so das Immobilien im Preis gestiegen sind und nach einigen Jahren oft mehr wert waren.

Allerdings zweifel ich momentan daran.Wer dauerhaft darin wohnen bleibt kann es allerdings sicherlich egal sein.Die hohen Preise sind getrieben durch eine grosse Portion Angst vor dem Crash und niedrigen Hypothekenzinsen.

Die meisten Immobilien dürften im Süddeutschen Raum das Geld kaum wert sein.

Allerdings ist es hier in der Schweiz noch extremer. 3.5 Zimmerwohnung nicht selten 2500 Franken Miete aufwärts (wenn man ein eigene Waschmaschine haben möchte , die in D fast Standard ist.)
Gleiche Wohnung vor zwei Jahren 2000 Franken.Übrigens nicht mal in Zürich (dort reicht das oft nicht mehr)

Kaufpreise für dergleichen nicht selten über 800000 Franken (auch auf dem Land) Attikawohnung 1000000 Franken aufwärts.

Und nein .... das höhere Gehalt gleicht das kaum aus.

Kommt der Immobiliencrash ? In der Schweiz bin ich mir ganz sicher.Leidtragende sind aber alle (so haben hier die Pensionskassen auch viel Geld investiert und nicht selten hängen Gelder der zweiten Säule (Altersvorsorge) mit in der Finanzierung.

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leylimley 20.02.2014, 21:10
5. Ich wäre vorsichtig..

..da auch diese blase mit dem ausstieg aus der billiggeldpolitik platzen wird. Die investition von heute kann der ruin von morgen werden..hatten wir doch alles schon.

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"Armenhaus" 20.02.2014, 21:31
6. Mietzins läuft aus dem Ruder ..-

Zur Miete wohnen in Deutschland wird langsam aber sicher zur Qual:

Nicht nur dass es immer weniger und unbezahlbaren
Wohnraum gibt . nein es werden "billigst" -sanierte
Wohnklos ( > 20qm) produziert welche zum Zwecke d.
"Leiharbeiter- Wanderschaft" zu horrenden Preisen
vermietet werden.- Wer heute über mehr als 3-4
vermietbare Immobilien verfügt (besitzt) kann in be-
sagten Großstädten (nur) von den Mieteinnahmen locker leben.-

Ein weitere Tatsache sind die neu entstandenen ( bzw.
enstehenden Trabantenstädte (Schlafsiedlungen :)):

Hier eines vor Ort; 2 ZKB 59qm "Hipster" -Wohnung
(für den BWLer aus reichem Elternhaus) € 150.000.-

- Betonfassade, nichts Grünes, zu wenig Parkplätze;
absolut "Kinder"-unfreundlich, staubig und sehr leicht
ghettorisierbar, ..-also kurz Berlin lässt grüßen !!

Danke !

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mitbestimmender wähler 20.02.2014, 21:40
7. Schweiz Extrem? 1/3 des Nettogehaltes bezahlen auch Sie in der BRD

Zitat von alpha0711
Bis jetzt war es immer so das Immobilien im Preis gestiegen sind und nach einigen Jahren oft mehr wert waren. Allerdings zweifel ich momentan daran.Wer dauerhaft darin wohnen bleibt kann es allerdings sicherlich egal sein.Die hohen Preise sind getrieben durch eine grosse Portion Angst vor dem Crash und niedrigen Hypothekenzinsen. Die meisten Immobilien dürften im Süddeutschen Raum das Geld kaum wert sein. Allerdings ist es hier in der Schweiz noch extremer. 3.5 Zimmerwohnung nicht selten 2500 Franken Miete aufwärts (wenn man ein eigene Waschmaschine haben möchte , die in D fast Standard ist.) Gleiche Wohnung vor zwei Jahren 2000 Franken.Übrigens nicht mal in Zürich (dort reicht das oft nicht mehr) Kaufpreise für dergleichen nicht selten über 800000 Franken (auch auf dem Land) Attikawohnung 1000000 Franken aufwärts. Und nein .... das höhere Gehalt gleicht das kaum aus. Kommt der Immobiliencrash ? In der Schweiz bin ich mir ganz sicher.Leidtragende sind aber alle (so haben hier die Pensionskassen auch viel Geld investiert und nicht selten hängen Gelder der zweiten Säule (Altersvorsorge) mit in der Finanzierung.
Ich denke man muss auch bedenken das das Schweizer Paar meist Doppelverdiener ist.

Im weiteren verdient der gelernte Techniker/Handwerker "Normal-Schweizer Untere Mittelklasse" seine 13mal 4500.-Euro Netto (davon geht ca. der 13. an die Steuern). Meist bringt ringt seine Partnerin noch 3000.-Euro Netto bei oder mehr.

Sind glatte 7500.-Euro zusammen und man findet für 1/3 also 2500.-Euro noch genügend Wohnungen in der Schweizer Stadt die passen. Nimmt man 20Minuten Arbeitsweg zur City in Betracht wird es günstiger.

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alpha0711 20.02.2014, 21:44
8. ...

Zitat von "Armenhaus"
Zur Miete wohnen in Deutschland wird langsam aber sicher zur Qual: Nicht nur dass es immer weniger und unbezahlbaren Wohnraum gibt . nein es werden "billigst" -sanierte Wohnklos ( > 20qm) produziert welche zum Zwecke d. "Leiharbeiter- Wanderschaft" zu horrenden Preisen vermietet werden.- Wer heute über mehr als 3-4 vermietbare Immobilien verfügt (besitzt) kann in be- sagten Großstädten (nur) von den Mieteinnahmen locker leben.- Ein weitere Tatsache sind die neu entstandenen ( bzw. enstehenden Trabantenstädte (Schlafsiedlungen :)): Hier eines vor Ort; 2 ZKB 59qm "Hipster" -Wohnung (für den BWLer aus reichem Elternhaus) € 150.000.- - Betonfassade, nichts Grünes, zu wenig Parkplätze; absolut "Kinder"-unfreundlich, staubig und sehr leicht ghettorisierbar, ..-also kurz Berlin lässt grüßen !! Danke !
Klar ist aber auch das ein Vermieter welcher jetzt teuer kauft eben auch eine hohe Miete verlangen muss um einigermaßen eben raus zu kommen.Die Nachfrage bestimmt den Preis.

Das Problem ist , dass es die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht. Es gibt Leute welche sich mühelos mehrere Wohnungen anmieten können (mehrere Wohnsitze) und dabei trotzdem noch lachen können. Teilweise wird auch "zum Spaß" einfach mal noch eine Ferienwohnung am Bodensee gekauft welche dann fast ganzjährig leer steht.

Man muss sich schon fragen wo das noch hin führt ! Der Mittelstand bröckelt und hat kaum noch ein Chance den Lebensstandard zu halten bzw. darauf hin zu arbeiten später auch mal mietfrei zu wohnen.

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kenterziege 20.02.2014, 21:52
9. Ja so ist das! Lage, Lage, Lage

Zitat von fd53
Diese Durchschnittszahlen kann man komplett in die Tonne kloppen. Es gibt Großstädte im Osten, da sind die Kaufpreise seit 2007 von 900 Euro auf über 3000 Euro/Quadratmeter explodiert. Und bei Neuvermietungen verlangen die Heuschrecken im gleichen Ort gleich mal irre 25% mehr. Dafür gibt es Kleinstädte, da sind Traumsuperwohnungen selbst für 2,80 Euro kalt/Quadratmeter nicht mehr zu vermieten. Wobei der irre Leerstand in vielen ostdeutschen Kleinstädten mit nachfolgendem Verfall inzwischen absolut grausam ist. Es sterben ganze Gebiete von gleich mal 1000 Quadratkilometer - das war in der seligen DDR die Durchschnittsgröße eines ganzen Landkreises.
Bei Immobilien galt schon immer: 1. Lage, 2. Lage, 3. Lage!

Das ist ein Grundgesetz und wird nur durch Mietpreisbremsen ein wenig gemildert. Dann dürfen die zufällig dort sitzenden noch zu günstigen Preisen ihre Lage ausnutzen bis die Neuvermietung den " wahren" Wert zeigt. Bei einer stagnierenden Bevölkerung konzentriert sich alles in den vermeintlichen "Bestzonen" mit guter Arbeit, guten Schulen und guter medizinischer Versorgung. Wer will den in der Pampas leben? Und das die Baupreise den Mieten vorauseilen, ist doch klar, wenn Kreti und Pleti für billige Hypotheken bauen wollen, aber keiner will Maurer werden weil alle etwas auf Bachelor for something studieren. Die Überzogene Nachfrage nach Beton ist doch nur dem billigen Geld geschuldet. Die Eurorettung erzeugt die nächsten Blasen. Wer jetzt baut, muss es selbst können und 40% Eigenkapital haben - oder er wird es bereuen!

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