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Wohnen in Deutschland: Zufriedenheit von Mietern sinkt deutlich
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Wohnungs- und Hauseigentümer sind viel zufriedener als Mieter. Bei denen nehmen die Klagen sogar zu - und das hat nicht nur finanzielle Gründe.

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k70-ingo 08.07.2019, 16:07
40.

Zitat von eck.helmut
Vermiete selbst eine zweieinhalb Zimmer Wohnung auf neuestem Stand und trotzdem im untersten Preissegment in Bad Dürrheim. Vor 3 Jahren fand ein Mieterwechsel statt, der mich nun dazu veranlasst, die Wohnung zu verkaufen, weil ich es nicht ertragen kann, von Leuten fern jeglichen Anstands und Höflichkeit sowie einer Politik ohne Sachverstand und Differenzierungsbereitschaft permanent bevormundet zu werden. Ein befreundeter Anwalt erzählte mir, er habe im Haus seiner Eltern, das nach ihrem Tod leer stehe, seine Modelleisenbahn aufgebaut, weil er den vorprogrammierten Ärger mit Mietern nicht akzeptieren will. Noch Fragen?
Mir ist ein top renoviertes kleines Apartment in Berlin-Wilmersdorf bekannt, welches nur alle paar Monate für ein paar Tage als Zweitwohnung vom Eigentümer oder seinen Freunden bewohnt wird und ansonsten leersteht.
Desweiteren ein Mehrfamilenhaus im Ruhrgebiet, bewohnt von WBS-Inhabern, welches von den Erben des langjährigen Eigentümers an einen griechischen Geschäftsmann verkauft wurde, der dringend Bargeld loswerden mußte.

Der Grund hierfür läßt sich in den Kommentaren zu jedem SPON-Artikel zum Thema erkennen:
das maßlose Anspruchsdenken der Mieterschaft und die ideologische Verblendung der Enteignungsbefürworter.
Kein Witz: diese SPON-Kommentare haben einen Beitrag dazu geleistet - ich habe sie den Betroffenen mit der Frage
"Willst Du Dir solche Leute wirklich antun?"
garniert zum Lesen gegeben.

Tja, das kommt davon.

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vaikl 08.07.2019, 16:08
41. Wenn mir mein Mieter,...

...nachdem ich ihm von dem Plan berichtet habe, per Elektro-Meisterbetrieb in seiner Altbauwohnung zunächst einen E-Check der Anschlüsse und Leitungen durchzuführen und dann bei Bedarf die von ihm kürzlich angemahnte Sanierung dieser Komponenten zu erledigen, nun wegen drei Tagen Baulärm und -dreck mit Klage und Mietkürzungen droht - dann mache ich halt die "technische Erneuerung" erst, wenn er ausgezogen ist. Wenn er sich dann in solchen völlig undifferenzierten Umfragen beschwert, soll er das gern tun. Mir ist das sowas von egal.

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k70-ingo 08.07.2019, 16:15
42.

Zitat von interdisziplinärer
wie im Artikel schon erwähnt, ist es heute für Vermieter viel einfacher, die Mieten und da mietzinsniveau insgesamt zu erhöhen, da immer mehr Mieter heutzutage immer öfter nur wenige Jahre in ihrer Wohnung wohnen und dann berufsbedingt umziehen. So kann er alle paar Jahre ein wenig modernisieren und die Miete erhöhen. Sch... Spiel, da die Institutionellen Vermieter im Grunde die selben sind, die das Berufskarussell immer schneller drehen. Auch wenn da keine bewusst steuernde höhere Instanz des Kapitals dahinter steht, bleibt einfach übrig, dass das Kapital die Ertragsabschöpfung fast ausoptimiert hat.
Sie haben gelesen, daß die derzeitige durchschnittliche Länge eines Mietverhältnisses 11 Jahre beträgt?

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Heimratt 08.07.2019, 16:15
43. Die werden ja auch ständig von den Medien aufgehetzt.

Hingegen verweigern sich die Medien der Tatsache, dass die zu geringen Einkommen mit Lohnerhöhungen, die seit 1980 oft noch nicht einmal die Inflationsrate abdecken, die Mietsteigerungen so schmerzhaft macht.

Die Einwanderung in die Sozialsystem mit Lohndumpingeffekten und Leerräumen des Wohnungsmarktes in Grossstädten durch die Sozialämter für die "Migranten" tragen zu diesen Ungleichgewichten bei.

Es macht keinen Sinn, die Vermieter in den Artikeln und Sendungen so zu diffamieren, wie es 1933/34 mit den Juden in den Naziblättern geschah. Es ändert nichts an den ökonomischen Zwangsläufigkeiten.

6,50 Euro pro qm in Berlin im Schnitt ist wahrlich keine zu hohe Miete, die sich keiner leisten kann. 80 qm kosten so um 500 Euro kalt. Wer sich das nicht leisten kann, muss sich fragen, was er aus seinem Leben gemacht hat. Aber nein, die Vermieter sind Schuld, wenn er sein Leben nicht auf die Reihe brachte.

In Berlin schreien die profilierungssüchtigen Gruppen am lautesten. Und der Spektakel-Journalismus stimmt ein. Wie er früher die Kriminalität der Hausbesetzungen versucht hat, zu rechtfertigen.

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Heimratt 08.07.2019, 16:20
44. Sie hoffen noch auf Vernunft in diesem Land?

Zitat von dhrb
( nahezu) , das muss endlich mal ein massives Ziel der Politik sein. In anderen Ländern gibt es viel mehr Leute, die in den eigenen vier Wänden leben. Wer eine Immobilie für den Eigenbedarf kaufen will, sollte massiv von versch. Steuern entlastet werden. Jeder aber nur einmal. Eigenbedarf eben.
Dem Land der Ideologen und Traumtänzer?

Die SPD wollte immer "das Volksheim", also das, was sie in der DDR als SED-Teil realisiert hat. Lebenslange Abhängigkeit von den Politikern. Deshalb ist unter Schröder auch die Eigenheimzulage für nicht so gut verdienende Familien gestrichen worden. Weil Eigentum unabhängig und frei macht.

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von_hintendrop 08.07.2019, 16:36
45.

Defekte Heizungen, Wasserschäden, Schimmel, halbherzige Renovierungen, die sich über Monate hinziehen - das alles sind doch Probleme, mit denen sich Mieter in Städten herumschlagen. Wen wundert es denn, dass da die Zufriedenheitsrate im Sinkflug ist. Demgegenüber stehen abstrus hohe Mieten und Frechheiten, die man sich als Mieter bei Beschwerde über die Zustände bieten lassen muss. Ob LEG, TAG, Vonovia - man höre sich nur einmal bei den Betroffenen um.

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harke 08.07.2019, 16:37
46. Mitleid

Wer heute noch privat vermietet, der verdient mein Mitleid. Ich würde mir das nicht antun. Ich kann mein Geld auch anders anlegen.

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Christoph L 08.07.2019, 16:40
47. Vermieter haben wohl viel Zeit

Hier posten ja haufenweise Vermieter ^^

Da kommen gleich Nazivergleiche mit Diffamierung und Beispiele von 6,5€ qm-Preis.

Also ich zahle für eine 75qm Wohnung mit Teppich aus den 80ern (schöner alte grauer Raufaserteppich) mit einer Küche aus der gleichen Zeit sportliche 13,50€ pro qm im Umland von München. Neuer Boden? Bitte selbst zahlen. Drehknauf an der Heizung defekt? Bitte selbst zahlen ist ne Schönheitsreperatur.

Heizung und Warmwasser werden im Oktober abgelesen und bis heute ist noch keine Abrechnung da. Jedes Jahr das gleiche. Beim Einzug wurde auch "ausversehen" mal 900€ zu viel verlangt weil man die Zähler gegen 0 gerechnet hat obwohl diese schon weit höher standen.

Es mag sicherlich eine Menge toller Vermieter geben, aber es gibt nun mal auch eine gigantische Menge schwarzer Schafe.

Und wer hier erklären will das die Mieten halt "normal" steigen, aber die Löhne nicht so stark gestiegen sind und deswegen die Mieten so teuer erscheinen - Hallo? Wieso müssen denn die Mieten so stark steigen? Normale Menschen dürfen also alles Tragen wie z.B. "Das Einwandern in die Sozialsysteme" - aber Vermieter natürlich nicht. Die sollen schön jedes Jahr 5-10% mehr bekommen? WTF? Wie gesagt - ich spreche nur von den schwarzen Schafen, und das sind eben nicht mehr die Ausnahmen.

Ich repariere inzwischen alles selbst da ich vor weiteren Mieterhöhungen Angst habe.

Und wenn ich die Rufe von Vermietern und großen Gesellschaften höre die Anforderungen fürs Bauen zu senken: Diese würden nichts bringen außer die Rendite zu erhöhen. Selbst wenn ich auf einmal 100K€ für den Hausbau geschenkt bekomme: Man findet doch eh keine Baufirmen mehr. Hauptsache Marge steigern.

2-3 Wohnungen auf Pump kaufen vor 10 Jahren, die Kredite mit der Miete abzahlen und den Rest des Lebens blau machen. Da das Geld nicht auf Bäumen wächst, muss halt der Rest der Bevölkerung umso mehr arbeiten.

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Heimratt 08.07.2019, 17:08
48. Hörensagen unbelegt.

Zitat von von_hintendrop
Defekte Heizungen, Wasserschäden, Schimmel, halbherzige Renovierungen, die sich über Monate hinziehen - das alles sind doch Probleme, mit denen sich Mieter in Städten herumschlagen. Wen wundert es denn, dass da die Zufriedenheitsrate im Sinkflug ist. Demgegenüber stehen abstrus hohe Mieten und Frechheiten, die man sich als Mieter bei Beschwerde über die Zustände bieten lassen muss. Ob LEG, TAG, Vonovia - man höre sich nur einmal bei den Betroffenen um.
6,50 Euro pro qm in Berlin können nur Wirrköpfe als "abstrus" bezeichnen.

Jeder kann sogar ohne "abstrus hohe Mieten und Frechheiten" leben, wenn er so klug war, sich für seinen Lebensmittelpunkt eine Immobilie zu kaufen. Aber dann muss der Ärmste evt. auf´s Rauchen verzichten, muss sein Kneipenleben einstellen und evtl. auf das Auto verzichten. Das man sowieso nicht braucht, wenn man eine Wohnung nahe der Arbeitsstelle kauft.

Natürlich, wer ständig seine Arbeit verliert, ist mit Mietwohnungen -die er selbst ständig kündigt -besser bedient. Nur nicht der Vermieter, der bei solchen unzuverlässigen Kurzzeitmietern zumeist die Mietrückstände, die abstrus hohen Renovierungskosten, den Leerstand und den ganzen Ärger beim Neuvermieten an den Hacken hat.

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liberaleroekonom 08.07.2019, 17:09
49. Dann träumen Sie mal weiter von den Wohnungsgenossenschaften

Zitat von Haarfoen
Es sei wie immer in dieser Diskussion der Hinweis auf WOHNGENOSSENSCHAFTEN gestattet. Die Wohngenossenschaften halten ihre Objekte in Schuss, haben keinerlei Gewinnabsicht und verwalten ihre Objekte auch selber. Das funktioniert hervorragend. Es ist weder erforderlich, dass sich Privatpersonen um die Belange des Wohnens kümmern, noch der Anteil an (überteuertem) Wohneigentum gefördert wird. Wohngenossenschaften können Unter- und Überbelegungen regulieren und basieren auf der Partizipation der Genossenschaftsmitglieder. Daher: Neubauten (ab einer gewissen Größe) nur noch von Wohngenossenschaften, Vergesellschaftung von Großkonzernen und Transformation dieses Eigentums in die Hände von Wohngenossenschaften. Harte Besteuerung von Mieteinnahmen oberhalb einer Kappungsgrenze (Freibetrag) und Überführung aufgegebenen Eigentums in die Hände von Wohngenossenschaften. Die Menschen sind in der Lage, Ihre Wohnbelange selber zu regeln. Eigentum ist überflüssig: Das letzte Hemd hat keine Taschen, wir alle sind auf diesem Planeten nur zu Gast.
Dann schauen wir uns doch einfach die Situation der Wohngenossenschaften am Beispiel Berlin etwas genauer an.
Nach dem Bausenatorin Lompscher erst kürzlich die Neubauziele des Senats in dieser Legislatur (also bis 2021) bereits von 30.000 auf 25.000 gesenkt hatte, haben die Wohnungsbaugesellschaften nun auch dieses Ziel als nicht erreichbar bezeichnet. Die sechs Berliner Gesellschaften halten höchstens 24.000 neue Wohnungen für machbar.
Weil Berlin aber wächst und viele Menschen in die Stadt ziehen, werden nach Berechnungen von Experten bis 2030 mindestens 194.000 neue Wohnungen gebraucht. Wer soll jetzt also all die fehlenden Wohnungen bauen, wenn es die Stadt Berlin mit seinen Gesellschaften nicht schafft/kann?

Die mit Vergesellschaftung bedrohten großen privaten Investoren wie Vonovia und Deutsche Wohnen oder die von Herrn Kühnert diffamierten privaten Kleinvermieter, die alle kein legitimes Geschäftsmodell betreiben?
Der angedachte Mietendeckel ist vermutlich der letzte Sargnagel, der jetzt noch dem Berliner Wohnungsmarkt gefehlt hat. Eine unbefriedigende Situation durch permanente weitere Fehlentscheidungen noch zu verschlimmern schafft nur der rot-rot-grüne Berliner Senat.

Wenn Sie Mieteinnahmen anders besteuern wollen als Einkünfte aus Arbeit oder Kapital (Zinsen, Dividenden etc.), dann ist Ihnen das deutsche Steuerrecht offensichtlich noch nicht kompliziert genug. Oder wollen Sie lediglich unterschiedliche Steuersätze für GUTES und BÖSES Einkommen, wobei selbstverständlich Sie festlegen was gut bzw. böse ist.

Ach ja, die Väter unseres Grundgesetzes haben Eigentum nicht wie Sie als überflüssig, sondern als besonders schützenswert und sinnvoll in einer sozialen Marktwirtschaft eingestuft (Artikel 14 Absatz 1 GG). Und das ist gut so und sollte auch so bleiben.

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