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Wohnen in Deutschland: Zufriedenheit von Mietern sinkt deutlich
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Wohnungs- und Hauseigentümer sind viel zufriedener als Mieter. Bei denen nehmen die Klagen sogar zu - und das hat nicht nur finanzielle Gründe.

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d45gts 08.07.2019, 20:15
60. "Eigentümer wohnen im Schnitt besser. "

"Eigentümer wohnen im Schnitt besser. "

... eine gewagte Behauptung. Mein Mieter wohnt besser als ich. Vielleicht liegt es einfach daran, dass Vermieter genügsamer sind. Oder sie müssten halt investieren, um es besser zu haben. Aber dies betrifft ja das eigene Geld. Da verändern sich Prioritäten.

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chense90 08.07.2019, 21:19
61. Der arme arme Mieter...

... lebt zum großen Teil zum Selbstkostenpreis des Vermieters... kriegt eine Frisch renovierte Wohnung und zahlt unrealistisch niedrige Betriebskosten ... um sich dann zu beschweren ... so sieht es bei Privatvermietern aus ... oder er lebt bei Vonovia und Co. dann alles umgedreht

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hexenbesen.65 08.07.2019, 21:46
62.

Zitat von Christoph L
Hier posten ja haufenweise Vermieter ^^ 2-3 Wohnungen auf Pump kaufen vor 10 Jahren, die Kredite mit der Miete abzahlen und den Rest des Lebens blau machen. Da das Geld nicht auf Bäumen wächst, muss halt der Rest der Bevölkerung umso mehr arbeiten.
Sie vergessen dabei aber auch das RISIKO, dass die Kreditnehmer auf sich nehmen ! Wenn alle brav zahlen, ist das alles kein Problem... Meinem Onkel sind gleich 2 ( !!!) Mietnomaden unter gekommen, hinter einander...vom Markler empfohlen ! Da gingen dem über 1,5 Jahre Mieteinnahmen flöten (und das bei einer relativ großen Wohnung, sprich hohe Miete, sprich hohe Kreditbelastung)...mit dem Resultat: Er musste einer seiner beiden Wohnungen Notverkaufen . Danach schwerer Herzinfarkt, AU....auch die andere Wohnung war dann hoch verschuldet..nach seinem Tod wurde sie versteigert.... Er hatte sie Wohnungen SELBER gebaut für seine Altersvorsorge...nix mit Firmen usw (alte Scheune wurde dazu mit verwendet).
Aber Sie stellen sich hin und meinen: Die anderen müssten dafür umso mehr arbeiten ???? Die Wohnungen, die vermietet werden, hat niemand geschenkt bekommen. WENN sie vererbt wurden, wurden diese auch mal irgendwann gekauft und / oder gebaut. Und dann wollen Leute wie Sie die wohlmöglich noch für ein Appel und ein Ei hoch luxuriös renoviert für 1,50 Euro / qm (natürlich warm) mieten ?????

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hexenbesen.65 08.07.2019, 21:52
63.

Zitat von wobblee
Was mich an vielen der Kommentare stört ist der Verweis doch einfach selber Immobilienbesitzer zu werden. Auch wenn ich mir aktuell ein Eigenheim durchaus leisten könnte, kann ich noch nicht sagen ob ich in 5 Jahren (berufsbedingt) noch in der selben Stadt lebe. Macht also der kauf einer Immobilie Sinn? Nein. Die Leute die meinen "Ja dann kauf doch einfach eine Wohnung", gehören (natürlich gibt es Ausnahmen) meist zum "alten Eisen" und leben seit ettlichen Jahren, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben, am selben Ort. Dies hat sich für die jüngeren Generationen verändert und die Politik muss regulierend in den Markt eingreifen (da der Markt sich offensichtlich nicht selber reguliert), da wir immernoch in einer sozialen Marktwirtschaft leben - obs einem gefällt oder nicht. Eigenheime machen für einen nicht gerade geringen Teil in unserer schnellliebigen Gesellschaft schlicht keinen Sinn mehr, das ist doch das wahre Problem. Achso..: Aufs Land ziehen? Nein danke, da gibts in weiten Teilen bis heute kein gut funktionierendes, zuverlässiges und schnelles Internet.. Infrastrukturwüste Deutschland, selbst die meisten Osteuropäischen Länder sind uns da um Meilen vorraus.
Kaufen Sie sich ein Haus ! Wenn sie beruflich umziehen, vermieten Sie es einfach--und mit diesen Mieteinnahmen können Sie sich woanders eine Wohnung mieten. Ganz einfach (machen ettliche meiner Arbeitskollegen und sogar hier im Mehrfamilienhaus auch... Haben eine Eigentumswohnung, die sie vermieten--wegen dem kredit/ Steuer und wohnen in Miete....im gleichen Haus )
Mieteinnahmen sind ihnen sicher--und wenn sie dann sicher sind, sie bleiben an einem Ort wirlich ewig wohnen, verkaufen sie ihr "altes " Haus und kaufen vor Ort ein neues... oder tilgen mit der Miete des "alten" (oder ersten Hauses / Wohnung ) den Kredit des neuen Hauses / Wohnung. Und Voila...ihre Rente ist später sicher !

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schnubbeldu 08.07.2019, 22:04
64. Was mich bei vielen Argumenten der Mieter stört, ist ...

Zitat von wobblee
Was mich an vielen der Kommentare stört ist der Verweis doch einfach selber Immobilienbesitzer zu werden. Auch wenn ich mir aktuell ein Eigenheim durchaus leisten könnte, kann ich noch nicht sagen ob ich in 5 Jahren (berufsbedingt) noch in der selben Stadt lebe. Macht also der kauf einer Immobilie Sinn? Nein. Die Leute die meinen "Ja dann kauf doch einfach eine Wohnung", gehören (natürlich gibt es Ausnahmen) meist zum "alten Eisen" und leben seit ettlichen Jahren, wenn nicht sogar ihr ganzes Leben, am selben Ort. Dies hat sich für die jüngeren Generationen verändert und die Politik muss regulierend in den Markt eingreifen (da der Markt sich offensichtlich nicht selber reguliert), da wir immernoch in einer sozialen Marktwirtschaft leben - obs einem gefällt oder nicht. Eigenheime machen für einen nicht gerade geringen Teil in unserer schnellliebigen Gesellschaft schlicht keinen Sinn mehr, das ist doch das wahre Problem. Achso..: Aufs Land ziehen? Nein danke, da gibts in weiten Teilen bis heute kein gut funktionierendes, zuverlässiges und schnelles Internet.. Infrastrukturwüste Deutschland, selbst die meisten Osteuropäischen Länder sind uns da um Meilen vorraus.
.. dass Argumente wie "weiß nicht wie lange ich in der Stadt arbeiten/wohnen werde" oder "auf dem Land habe ich kein schnelles Internet" angeführt werden, obwohl die Ursache allen Übels bei sich selber liegen.

Warum? Auch ich habe mich vor mehr als 6 Jahren zum Glück für eine ETW als Selbstbewohner entschieden, weil ich insbesondere mich nicht mehr der "Willkür" der Vermieter (mal wollte er die Wohnung verkaufen, dann nicht, dann war die Miete angeblich zu wenig weil man Fluseln vom Makler in den Kopf gesteckt bekommen hatte, etc.) aussetzen wollte. Und als gut ausgebildeter Techniker kann ich jederzeit in näherem Umland (Rhein-Main-Gebiet) eine passende Anstellung finden, wenn mir danach "wäre". Vielleicht liegt es einfach auch nur an der eigenen Einstellung, dass man mit dem was man hat "zufrieden" ist (was ja auch der Ursprung des Artikels ist) und nicht jeden 100 Euro mehr brutto im Monat in eine andere Stadt "hinterherrennen" muss. Außerdem langt mir und meiner Frau auch eine 50MBit Datenverbindung, weil wir außer Internetsurfen und eMails senden/lesen, die ein oder andere Online-Banking-Aktion, nichts großes "streamen" müssen. Und "auf dem Land" lebe ich gerne, habe keine 300m Fußweg zum freien Feld und kann sogar in 10km entfernte Großstadt quer durch den Wald "hinradeln". Man sollte für sich entscheiden "was Lebensqualität" ist.

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Haarfoen 08.07.2019, 23:03
65.

Es wäre schön, wenn Sie sich mit ein paar Fakten auseinandersetzen würden, bevor Sie die Diskussion mit ihren neoliberalen Attitüden verwässern. Eine Wohngenossenschaft ist keine Wohnbaugesellschaft, bitte recherchieren Sie den Unterschied und sorgen für ausreichende Kompetenz, um an der Diskussion teilnehmen zu können. Bei Wohngenossenschaften handelt es sich um Selbsthilfeprojekte auf privater Basis. Die Mitglieder können Anteile an der Wohngenossenschaft erwerben und werden so selbst zu Eigentümern. Ein fulminanter Unterschied zu staatlich initiierten Wohnungsbau. Hier in München klappt das ganz hervorragend, die Kassen der Wohngenossenschaften sind prall gefüllt, nur die Grundstücke überteuert. Deshalb gibt die Stadt jetzt bei den ersten Projekten bevorzugt zum ermäßigten Preis an Wohngenossenschaften ab, was ich richtig finde. Die Mieterzufriedenheit ist sehr hoch. Es handelt sich bei meinen Ausführungen mitnichten um "Träumereien". Die Transformation von Wohnraum in der Hand von international finanzierten Investmenttrusts (unter Vermeidung der Grunderwerbssteuer versteht sich) in das Eigentum von Wohngenossenschaften ist überlegenswert. Der Bürger hat keine Steueroase und soll fair behandelt werden. Ich denke, dies ist auch Inhalt des Grundgesetzes, dass Sie dann auch noch bemühen. Die Verteilung von Eigentum ist nicht mit den Attributen GUT oder BÖSE zu belegen, sie ist eine Frage des sozialen Friedens. Hat früher der Bergarbeiter neben der Zeche (mit dem Darlehen der Kohlegesellschaft) sein eigenes kleines Häuschen gebaut, haben wir heute ein modernes Mietprekariat, das aufgrund "des es sich nicht leisten können" permanent von einer Entwurzelung bedroht ist und bleibt. Diese Lebensumstände sind unerträglich, jeglicher Kommentar eines (wohlhabenden) Vermieters zu der "Zumutbarkeit" niht zu hören, da inkompetent. Jemand der jeden Tag zu satt zu essen hat, sollte nicht die Probleme der Hungernden kommentieren, mit Verlaub. Dies verbietet schon der Anstand, der dringend in der Verdrängung des neoliberalen Kapitals zu reinstallieren ist. Anstand und Mitmenschlichkeit - garantiert, wenn Sie (glückliches) Mitglied einer Wohngenossenschaft sind.

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Haarfoen 08.07.2019, 23:04
66. #49

Es wäre schön, wenn Sie sich mit ein paar Fakten auseinandersetzen würden, bevor Sie die Diskussion mit ihren neoliberalen Attitüden verwässern. Eine Wohngenossenschaft ist keine Wohnbaugesellschaft, bitte recherchieren Sie den Unterschied und sorgen für ausreichende Kompetenz, um an der Diskussion teilnehmen zu können. Bei Wohngenossenschaften handelt es sich um Selbsthilfeprojekte auf privater Basis. Die Mitglieder können Anteile an der Wohngenossenschaft erwerben und werden so selbst zu Eigentümern. Ein fulminanter Unterschied zu staatlich initiierten Wohnungsbau. Hier in München klappt das ganz hervorragend, die Kassen der Wohngenossenschaften sind prall gefüllt, nur die Grundstücke überteuert. Deshalb gibt die Stadt jetzt bei den ersten Projekten bevorzugt zum ermäßigten Preis an Wohngenossenschaften ab, was ich richtig finde. Die Mieterzufriedenheit ist sehr hoch. Es handelt sich bei meinen Ausführungen mitnichten um "Träumereien". Die Transformation von Wohnraum in der Hand von international finanzierten Investmenttrusts (unter Vermeidung der Grunderwerbssteuer versteht sich) in das Eigentum von Wohngenossenschaften ist überlegenswert. Der Bürger hat keine Steueroase und soll fair behandelt werden. Ich denke, dies ist auch Inhalt des Grundgesetzes, dass Sie dann auch noch bemühen. Die Verteilung von Eigentum ist nicht mit den Attributen GUT oder BÖSE zu belegen, sie ist eine Frage des sozialen Friedens. Hat früher der Bergarbeiter neben der Zeche (mit dem Darlehen der Kohlegesellschaft) sein eigenes kleines Häuschen gebaut, haben wir heute ein modernes Mietprekariat, das aufgrund "des es sich nicht leisten können" permanent von einer Entwurzelung bedroht ist und bleibt. Diese Lebensumstände sind unerträglich, jeglicher Kommentar eines (wohlhabenden) Vermieters zu der "Zumutbarkeit" niht zu hören, da inkompetent. Jemand der jeden Tag zu satt zu essen hat, sollte nicht die Probleme der Hungernden kommentieren, mit Verlaub. Dies verbietet schon der Anstand, der dringend in der Verdrängung des neoliberalen Kapitals zu reinstallieren ist. Anstand und Mitmenschlichkeit - garantiert, wenn Sie (glückliches) Mitglied einer Wohngenossenschaft sind.

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so-long 09.07.2019, 07:24
67. Gejammer

Zitat von chense90
... lebt zum großen Teil zum Selbstkostenpreis des Vermieters... kriegt eine Frisch renovierte Wohnung und zahlt unrealistisch niedrige Betriebskosten ... um sich dann zu beschweren ... so sieht es bei Privatvermietern aus ... oder er lebt bei Vonovia und Co. dann alles umgedreht
dass, sich der Mieter auf Kosten des Vermieters einen schönen Lenz macht (vermiete selber). Entweder verstehen Sie vom kaufmännischen Nullkommanull (dann sollten Sie nicht vermieten), oder sie halten den Rest der Welt für dumm.

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zia-zaruba 09.07.2019, 10:42
68. Man kann sich dann

vorstellen, wie das eskalieren wird. Ein Mieter zieht weg, ein paar Monate vorher wird er die Mietzahlung einstellen und die Bude letztendlich in einem Zusand zurücklassen , der mit Verwüstung gleichzusetzen ist. So schließt sich der Kreis und der Vermieter gibt das Geld zurück an die Handwerker. Mögliche Verfahren verlaufen im Sand.

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intercooler61 10.07.2019, 01:05
69. Eine gesellschaftskritische Deutung

Nach den ersten 5 Kommentaren habe ich zunächst gedacht: Da melden sich (mal wieder) diejenigen, die
a) zu Mondpreisen gekauft haben und hinterher über die miese Rendite jammern oder
b) trotz Mondpreisen kaufen möchten und erwarten, dass Andere (Steuerzahler) ihnen die Folgen solch verwegenen Tuns versüßen.

Es gibt aber auch eine freundlichere (wenngleich ebenso unerfreuliche) Erklärung für die Klagen beider Seiten: Die Axxxlochdichte hat zugenommen, in beiden Parteien. Freiheit, Wohlstand und Individualismus (alles Errungenschaften, die ich nicht missen möchte!) verleiten dazu, die eigenen Bedürfnisse zum Maß aller Dinge zu machen - und darob die Bedürfnisse der Gegenseite geflissentlich zu vergessen.

Vermieten und Mieten sind ein Standardfall von Arbeitsteilung und als solcher volkswirtschaftlich, aber auch individuell effizient - also an sich die Grundlage für ein win-win Geschäft. Dazu muss man allerdings die Bereitschaft mitbringen, eine für beide Seiten vertretbare Balance zu finden, statt "herauszuholen, was möglich ist".

Ich (Altmieter) denke, ich sollte meinen Vermieter demnächst mal auf eine (moderate) Anpassung des Mietzinses ansprechen. Vorausgesetzt, das Objekt bleibt weiterhin in festen, guten Händen. Zufriedenheit bisher, nach knapp 25 Jahren: 100%

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