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Wohnraum-Studie: Forscher warnen vor Verwahrlosung deutscher Städte
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Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.

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sprechweise 05.09.2013, 12:03
110.

Zitat von Knacker54
Ich glaube nicht, dass der Artikel dem Problem gerecht wird. Vor Allem ist niergendwo davon die Rede, dass eine Ursache des Problems die zunehmende Spekulation mit Wohnraum ist und DADURCH oftmals Mieten nicht mehr bezahlbar sind. Hier wird einmal mehr die Politik ihrer Verantwortung vor Allem gegenüber den Schwachen der Gesellschaft nicht gerecht!
Was Sie behaupten ist Unsinn. Verfall ist dort wo Mieten zu niedrig sind um die Wohnungen und Häuser Instand zu halten.
Spekulanten können nur dort Geld verdienen wo welches ist.
Der Verfall der Häuser wird dadurch verursacht, dass Vermieten sehr unattraktiv ist.
Ein Mietnomande kostet schnell mal 10000-40000€. Solange die Gesetze und Gerichte nicht von ALLEN, also Mietern und Vermieter, korrektes Handeln erwarten und gerecht zu allen sind, müssen auch korrekte Mieter die Schäden durch die faulen Mieter mittragen.

Übrigens wird eine Vermögenssteuer von 1% des Hauswertes, schnell die Mieten um 30% nach oben drücken.
Durchschnittsrendite Mietwohnung sind 4%, heißt wenn 1% wegen Steuer wegfällt, muss die Miete um 33% steigen um das zu kompensieren.
Und wer das nicht durchsetzen kann, verliert ziemlich schnell die Lust am Vermieten. Von den 4% Rendite gehen 2% an die Inflation, 1% an die Einkommenssteuer, 1% an die Vermögenssteuer, bleibt nichts übrig.

Linke Ausbeutung, führte aber bislang immer zur Verarmung ALLER

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Pfeiffer mit drei F 05.09.2013, 12:04
111.

Zitat von Kryszmopompas
Und auch sonst mal umdenken. Wollen eigentlich wirklich in teuren Stadtwohnungen ohne Garten leben ?
Natürlich! Was braucht man einen Garten, wenn z.B. der Tiergarten oder der Lustgarten in wenigen Minuten Entfernung hat? Dazu kommen noch Uferpromenaden, Marktplätze, Museen, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser. Will man da wirklich in einem langweiligen Einfamilienhaus mit Garten wohnen? Nein, danke!

Menschen sollten wieder urbaner leben. Das fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Toleranz und spart nebenbei noch Energie (kleine Stadtwohnung und ÖPNV verbraucht weniger als EFH plus Auto).

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meinung2013 05.09.2013, 12:04
112.

Zitat von analyse
soviele Sozialwohnungen an private Investoren verkauft hat .(linke Wahlkampfstrategen würden fragen:Vielleicht an die Banken,von denen er hohe Honorare kassiert hat?,das glaube ich definitiv nicht,es soll nur informieren wie linke Wahlkampfstrategen vorgehen !)
In München wurden die Sozialwohnungen der GBW an die Patricia AG vekauft.

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nochmehrunsinn 05.09.2013, 12:04
113.

Zitat von RenegadeOtis
2012 sind 1,08 Mio Menschen zugewandert, was ungefähr 1,2% ´der Bevölkerung entspricht. Ausgewandert sind um die 710.000, der Saldo liegt also bei gerundet 380.000 Menschen. Das wären 0,475% der Gesamtbevölkerung. Ich finde saldiert ist nicht gerade von einem "massiven Zuzug" zu sprechen.
Schätze das hat alles nichts mit Zu oder Auswandern zu tun Wohnraum bis auf wenige Ausnahmen gibt es in allen Städten genug.
Es gibt halt angesagte Virtel und weniger angesagte Virtel.
Und Virtel die als Problematisch gelten sind halt zur zeit nicht so angesagt! Auch wenn man die bunte Vielfalt ja ansich toll findet aber dort wohnen! Nee

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blurps11 05.09.2013, 12:04
114.

Zitat von carranza
Wer zahlt die Kosten? Wäre es nicht besser, die Kommunen, bzw. Bund und Land würden die Attraktivität der betroffenen Kommunen für Unternehmen steigern, bevor auch die Letzten im arbeitsfähigen Alter abgwandert sind?
Hat man in den neuen Bundesländern ja jahrelang versucht. Nach Auslauf der Subventionen haben sich die gepamperten Unternehmen in der Regel aber ganz schnell wieder verabschiedet und die letzten paar ortsansässigen jungen und qualifizierten Arbeitskräfte gleich mitgenommen.

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gerd.lt 05.09.2013, 12:04
115. Gemeinschaftsaufgaben

Um zu dieser Erkenntnis zu kommen muss man kein Forscher sein, dass zeichnet sich doch mindestens schon 10 Jahre lang ab. Bewohnbarkeit hat mit der Attraktivität unserer Städte zu tun. Da ja seit Schröder die Vermehrung der privaten Vermögen absoluten Vorrang hat, fehlt es für jeden sichtbar seit langem an Geld für unsere Gemeinschaftsaufgaben. Die "beste Regierung seit der Gründung der Republik" hat nichts, aber auch überhaupt nichts zur Gegensteuerung getan. Die merkelsche absolute Sparpolitik zerstört nicht nur den Süden Europas, sie hat auch uns längst im Griff. Die Städte verarmen, leisten manchmal nicht einmal das Notwendigste und verlangen von den direkt betroffenen Bürgern immer höhere Abgaben.

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sternfalke77 05.09.2013, 12:05
116. Schon Wahr, jedoch ...

Zitat von nochmehrunsinn
......
..nur dies haben ja am allerwenigsten jene zu entscheiden, die solche Topadressen bewohnen. Wie war das gleich mit der von allen gewünschten " Integration " ?
Das ist doch eher eine " Konzentrierung " in lagerähnlichen Unterkünften. Dass sich da ebenfalls die Probleme konzentrieren, liegt auf der Hand.
Ein typisches Beispiel von ganz schlechter Politik !

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dioskure 05.09.2013, 12:05
117. Was Wunder

Die Menschen wollen eben dort wohnen wo sie arbeiten. Vielleicht +/- 25Km. Und da wir immer mehr in einer Dienstleistungsgesellschaft leben sindnutzen viele Büroarbeitgeber eben Großstädte als Knotenpunkt.

Wo der Mensch arbeitet, in dem Umkreis lebt er. Das unterscheidet ihn kaum von den großen Tierwanderungen die auch nur der Nahrung hinterherwandern.

Ich würde sofort aufs platte Land ins Grüne ziehen. Aber wer ernährt mich dann?

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Claudio Tiberio 05.09.2013, 12:05
118.

Zitat von thilosc
...sanieren Sie beispielsweise mal einen gammeligen Altbau in Berlin und schauen Sie dann zu, wie die Barbaren der sogenannten "alternativen Szene" (alternativ deswegen, weil diese Leute nur Geld bekommen, aber nicht selbst erwirtschaften) die Gegend dann wieder in den Nachkriegszustand zurückversetzen. So lange das Pack da hockt, verslumt eben die Gegend.
Es gibt Gegenbeispiele und unter den Reichen, Schaffenden, gibt es viel " Schlimmeres ". Ihre Härte ist erbärmlich.

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buerger2013 05.09.2013, 12:06
119. Ist

orf Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
doch irgendwie verständlich, diese Entwicklung, dass Alle in die Städte wollen.
Autofahren wird für viele unbezahlbar, der öffentliche Nahverkehr ist kaum billiger, wenn auf dem jeweiligen Dorf überhaupt verfügbar.
Und der soziale Wohnungsbau scheint für die Parteien inzwischen völlig indiskutabel zu sein.
Ich wohne z.B. im Umland von Hamburg. Es entstehen massenweise Neubaugebiete mit Eigentumswohnungen. Sonst nichts.
Dazu kommt noch, dass bisher bezahlbare Mietwohnungen teuer klimatauglich gemacht werden müssen und somit für viele wieder unbezahlbar sind.
Was man da mit einer Mietpreisbremse erreichen will, ist mir schleierhaft.

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