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Wohnraum-Studie: Forscher warnen vor Verwahrlosung deutscher Städte
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Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.

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privatier63 05.09.2013, 14:23
270.

Zitat von braustolzer
Es liegt m. A. nach an der Raffgier, die Grundstücks- oder Hausbesitzer an den Tag legen. Dazu gehören auch die Vermieter.
Ich habe vor zwei Jahren meinen Mietern im selbstbewohnten Zweifamilienhaus wegen Eigenbedarf gekündigt, obwohl ich die zweite Wohnung (4 Zimmer, 120 m²) nicht zwingend benötigt habe. Nun haben wir ein Gästezimmer, zwei Büros, einen Partyraum mit Dachterasse, eine Partyküche und ein Gästebad zusätzlich zu unserer ausreichend großen Wohnung.

Den Ärger mit Mietern und dem Mieterschutzgesetz, dass mich quasi entmachtet und enteignet, tue ich mir nicht mehr an. Ich kenne hier einige Hausbesitzer im Speckgürtel von Hamburg, die so denken und handeln wie ich und freien Mietraum aus den zuvor genannten Gründen nicht vermieten.

Also Raffgier können Sie vielen Vermietern nicht vorwerfen. Dazu sind die erzielbaren Gewinnmargen verglichen mit dem Risiko eh zu gering.

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oldgatti 05.09.2013, 14:24
271. Wohnungsnot

Über den Artikel kann man sich nur wundern. Es ist doch selbstverständlich, dass es Gebiete gibt, die viele Leerstände von Wohnraum haben. Wenn es keine Arbeitsplätze in ausreichender Zahl gibt, muss man seinen Wohnort dorthin wechseln, wo es Arbeit gibt. Schauen Sie z.B. mal nach Leipzig. Dort stehen in schönen Wohngegenden immer noch eine große Anzahl von Wohnungen leer. Dieses Beispiel kann man auf sehr viele Gemeinden in den Neuen Bundesländern anwenden. Der soziale Wohnungsbau muss wieder mehr Beachtung, vor allen Dingen bei den einzelnen Landesregierungen finden. Andererseits sind die Ansprüche unserer Bprger aber auch viel umfangreicher geworden. Drei-Zimmer-Wohnungen mit Bad, Küche, Balkon, Garagen- oder KFZ-Einstellplatz werden von vielen Singles benasprucht. Dieser Wohnraum war früher einmal mindestens für Ehepaare gedacht. Das soll alles nicht bestritten oder kritisiert werden, aber man sollte klar erkennen, woher zu einem großen Teil die Wohnungsnot - und damit einhergehend eine Mietpreissteigerung - gekommen ist- Nicht meckern, sondern anpacken - nur so können wir jede, aber auch jede Misere meistern.

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docinsantamonica 05.09.2013, 14:25
272.

Zitat von keinname2013
Sie glauben er ist Börsianer? Kann sein. Ohne Staat wären die schon alle ausm Fenster gesprungen und das ist die bessere Alternative nächstes mal nach der Wahl. Aber keine Sorge,, Mutti´´ wird schon dafür sorgen dass sie verblödet bleiben.
Schade ,dass sie ausser pers.beleidigung nichts anders draufhaben ,aber ich bin 9000 km von ihnen entfernt !! Der screename ist kein hinweiss ? Wer ist jetzt der bloede ?;)) Gruesse vom pacific

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uezegei 05.09.2013, 14:26
273.

Zitat von analysatorveritas
........ Aber einen Vorteil hat dies: Wölfe, Luchse, Marderhunde, Schlangen, Biber und vielen neue Seenlandschaften findet man dort wieder.
JETZT verstehe ich endlich, was Helmut Kohl mit den "blühenden Landschaften" meinte!

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rieberger 05.09.2013, 14:27
274.

Zitat von UnitedEurope
Und wenn man die leerstehenden Häuser einfach abreist und wieder begrünt? Die Häuser werden ja nicht besser, dass sie da rumstehen, die Instandhaltung verschlingt Unsummen und es ist abzusehen, dass Städte wie Osnabrück in den nächsten 30 Jahren weiter schrumpfen wird. Durch die begrünung steigt wiederum die Lebensqualität und der Wert der übrigen Häuser et voila!
... und vermeidet die Verslumung.

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oldgatti 05.09.2013, 14:29
275. Wohnungsnot

Über den Artikel kann man sich nur wundern. Es ist doch selbstverständlich, dass es Gebiete gibt, die viele Leerstände von Wohnraum haben. Wenn es keine Arbeitsplätze in ausreichender Zahl gibt, muss man seinen Wohnort dorthin wechseln, wo es Arbeit gibt. Schauen Sie z.B. mal nach Leipzig. Dort stehen in schönen Wohngegenden immer noch eine große Anzahl von Wohnungen leer. Dieses Beispiel kann man auf sehr viele Gemeinden in den Neuen Bundesländern anwenden. Der soziale Wohnungsbau muss wieder mehr Beachtung, vor allen Dingen bei den einzelnen Landesregierungen finden. Andererseits sind die Ansprüche unserer Bprger aber auch viel umfangreicher geworden. Drei-Zimmer-Wohnungen mit Bad, Küche, Balkon, Garagen- oder KFZ-Einstellplatz werden von vielen Singles benasprucht. Dieser Wohnraum war früher einmal mindestens für Ehepaare gedacht. Das soll alles nicht bestritten oder kritisiert werden, aber man sollte klar erkennen, woher zu einem großen Teil die Wohnungsnot - und damit einhergehend eine Mietpreissteigerung - gekommen ist- Nicht meckern, sondern anpacken - nur so können wir jede, aber auch jede Misere meistern.

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secret77 05.09.2013, 14:29
276. @maturin001 / 255.

Ich habe nichts von München gesagt und ja, ich finde es besser, dass Asylbewerber einen leeren Block irgendwo bekommen (OHNE ZAUN DRUMRUM) und sich dort zum Beispiel ihr Gemüse anbauen können (wie es für Rentner in Hellersdorf mittlerweile gemacht wird!) , als dass sie in überfüllten Städten unter Arbeitsverbot dahinvegetieren müssen.

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findetnemo 05.09.2013, 14:33
277.

Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
Was ich in 100 Jahren nicht verstehen werde, ist der Erfolg der Makler. Warum engagiert man so jemanden in diesen Zeiten? Wir haben eine Wohnung an einem Tag vermietet. Der neue Mieter freut sich, dass keine Makler-Lösegeldsumme fällig wird und wir haben 50€ mehr auf die Miete geschlagen, als ursprünglich geplant. Für beide Seiten ein Gewinn, sofern der Mieter nicht mehr als 5 Jahre bleibt.
Noch absurder beim Hauskauf. Wer da den Makler engagiert, hat Geld zu verschenken. Da die Ungewissheit der Nutzungsdauer wegfällt, kalkuliert jeder Käufer mit Kaufpreis + Erwerbsnebenkosten. Und wo die Nebenkosten geringer ausfallen, wird ein höherer Kaufpreis akzeptiert.
Ein geschickter Schachzug der Branche, dem Verkäufer vorzugaukeln, die eigenen Gebühren würden vom Käufer getragen.

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uezegei 05.09.2013, 14:34
278.

Zitat von calinda.b
...gibt's eine Leerstandsabgabe von 30-100€ pro qm im Jahr. Das zwingt Erbgemeinschaften sich schnell zu entscheiden sonst ist nichts mehr zu erben da. Auch das unselige 'Aufheben' der Bauplätze und Wohnungen 'für die Kinder' rentiert sich dann nicht mehr. Ausserdem ist auch die Furcht vor Mietnomaden niemals grösser als die vorm Finanzamt.
Aja .... und die Vermieter sind dann gezwungen in ihr mühsam erarbeitetes Eigentum (jawohl, das ist es oft, gerade für die, die sich ausrechnen mit Mieteinnahmen der Altersarmut zu entkommen) Sinti und Roma einziehen zu lassen oder eben die von Ihnen genannten "Mietnomaden", die innerhalb eines 1/2 Jahres das Eigentum so zerstören, dass es ohnehin nur noch abbruchreif ist?

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Mr.Marcus 05.09.2013, 14:38
279. Komische Kommentare hier

Es zieht die Menschen in die Stadt, das is Fakt! Das hat aber nur bedingt etwas mit Politik zu tun, sondern vielmehr damit, dass die junge Generation das Leben auf dem Land schlicht unattraktiv findet. Da hilft es auch nicht, die Mieten zu deckeln ( das wäre übrigens noch schöner, wenn der Staat auch da noch eingreift. Wenn ich ein Haus baue und Wohnaum vermiete, ist das ja wohl meine Sache, wie teuer, ich hab das Haus ja auch gebaut. Einem Restaurant schreibt man ja auch nicht vor, wie teuer das Essen sein darf! )!
Echt unglaublich wie hier so argumentiert wird!

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