Forum: Wirtschaft
Wohnraum-Studie: Forscher warnen vor Verwahrlosung deutscher Städte
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Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.

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gazettenberg 09.09.2013, 09:23
360.

Zitat von k70-ingo
Wer ist denn jetzt der böse Verschwörer bitteschön?
Wenn Menschen etwas nicht verstehen, dann vermuten sie obskure Hintermänner oder böse Geister. War schon bei den Urmenschen so, wenn die irgendwo einen Blitz haben einschlagen sehen.

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gazettenberg 09.09.2013, 09:25
361.

Zitat von wlgt
Auf 40% kommen die Regierungsparteien, weil nur 30% der Wähler wirklich wählen gehen. 40% von 30% ist nur 12% der Wahlberechtigten, aber eben 40% der Wähler.
Wer am Wahltag seinen Allerwertesten nicht hochbekommt, ist offensichtlich mit der Regierung einverstanden. Sonst würde er/sie etwas anderes wählen oder den Stimmzettel zumindest ungültig machen.

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ilek 09.09.2013, 09:35
362.

Zitat von kenterziege
...sanieren Sie beispielsweise mal einen gammeligen Altbau in Berlin und schauen Sie dann zu, wie die Barbaren der sogenannten "alternativen Szene" (alternativ deswegen, weil diese Leute nur Geld bekommen, aber nicht selbst erwirtschaften) die Gegend dann wieder in den Nachkriegszustand zurückversetzen. So lange das Pack da hockt, verslumt eben die Gegend. .....nur "Gesocks" statt Pack bin ich aus einem Forum geflogen! Ich würde dennoch nicht die Viertel so verwahrlosen lassen! Das können auch Brutstätten für Kriminalität oder sogar "No-go-Aeras" werden! Wenn dann die Leute alle in die verbliebenen Hot-Spots ziehen wollen und bereit sind die horrenden Mieten zu zahlen, dann sollte man den Rest abreißen! Das hat man nach dem Krieg mit anderer Zielsetzung( breite Strassen) auch getan!
Das mag Ihr Gefühl sein, widerspricht aber wissenschaftlichen Beobachtungen. Es lässt sich im Gegenteil in zahlreichen Städten weltweit ein ähnliches Muster verfolgen: Ein bestimmtes Stadtviertel ist aus verschiedensten Gründen heruntergekommen, dadurch sind die Mieten günstig. Manchmal bekommt so ein Viertel dann ein idealisiert-proletarisches Underground Image und zieht das von Ihnen so genannte alternative Pack/Gesocks an. Unter dem Pack sind aber auch einige, die dort als Künster arbeiten, ausgefallenen Geschäfte und Gastronomie eröffnen und das Quartier beleben. In der folge zieht das Viertel Menschen zunächst zum Ausgehen und shoppen, später auch zum Wohnen an. Damit steigt die Nachfrage, es kommt mehr Geld in das Viertel und die Bewohnerstruktur wandelt sich. Nennt sich Gentrifizierung.
Der beschriebene Prozess spielt sich nicht in jedem schlechten Viertel ab, es müssen einige fundamentale Vorraussetzungen da sein, aber ist ist ein Fakt, das eine alternative Szene ein Quartier mittelfristig eher hochzieht.
Zu Ihren Beispielen/Argumenten von oben : Das "Pack" zieht eben nicht in den sanierten Altbau, da dieser viel zu teuer und eben ohnen diesen speziellen Charme ist.

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seuldanslafoule 19.09.2013, 18:09
363. Was ist denn nun wahr ?

Ich habe heute im aktuellen Spiegel, Seite 78, Artikel "Gluecklich in Miete" gelesen:

" 87% der Mieter geben an, sich ihre Wohnung "gut leisten" zu koennen.

85% aller Mieter in D sind mit ihrer persoenlichen Wohnsituation "zufrieden" oder gar "sehr zufrieden".


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Dann las ich online diesen Artikel: Mieten in vielen Grosstaedten kaum noch bezahlbar.

Also irgend etwas stimmt da nicht. Einerseits schreibt der Spiegel, 87 % der Mieter koennen sich die Wohnung "gut leisten" und hier schreibt der Spiegel von "kaum bezahlbar".......

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