Forum: Wirtschaft
Wohnraum-Studie: Forscher warnen vor Verwahrlosung deutscher Städte
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Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.

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RenegadeOtis 05.09.2013, 11:37
50.

Zitat von chrimirk
Dessen Alternative ist unter der Brücke in Zeitungspapier eingewickelt seinen Exitus abwarten. Das ist das Ergebnis der christlichen Politik. Vermutliche streng nach Mutti einfach "alternativlos". Weiter so Deutschland. Es wird noch gelingen D. auf das Niveau von Bulgarien und so, zu bringen.
Bitte den Unterschied zwischen lokaler/kommunaler Politik und Stadtentwicklung und den Möglichkeiten des Bundes darauf Einfluss zu nehmen recherchieren.

Zusatzaufgabe: Definition des Begriffes "Kooperationsverbot" im politischen Sinne.

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LorenzSTR 05.09.2013, 11:38
51.

Zitat von thilosc
...sanieren Sie beispielsweise mal einen gammeligen Altbau in Berlin und schauen Sie dann zu, wie die Barbaren der sogenannten "alternativen Szene" (alternativ deswegen, weil diese Leute nur Geld bekommen, aber nicht selbst erwirtschaften) die Gegend dann wieder in den Nachkriegszustand zurückversetzen. So lange das Pack da hockt, verslumt eben die Gegend.
Ohje, von Stadtentwicklung und tragfähigen Konzepten für selbige haben Sie offenbar keinen blassen Schimmer. Nicht Ihre seltsamen Märchen, sondern Luxussanierungen zugunsten der Reichen und ein unregulierter Immobilienmarkt nach neoliberaler Machart führen zu den angesprochenen Problemen, weil Wohnraum zur Renditesteigerung künstlich verknappt wird und im Übrigen gerade in den Städten der wilde Bau von immer noch mehr Bürofläche für diese Klientel sich schon bald als die nächste Blase herausstellen wird. Seltsam auch, dass gerade Stadtviertel mit vielen "Alternativen" trotz fehlender Tiefgaragen und Sicherheitszäunen immer recht lebenswert wirken... Bleiben Sie mal schön in Ihrer Villa im Taunus oder träumen davon - das sind die Orte der Republik, die man ohne irgendwelche Schäden sofort "renaturieren" könnte.

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boingdil 05.09.2013, 11:38
52. Schlicht Angebot und Nachfrage

Wer will denn in der sächsischen und thüringischen Pampa leben? Oder in vielen ehemaligen Industriestädten? Eben. Keiner. Wohnungen werden dort gebraucht, wo die Menschen leben wollen. Wo sie Arbeitsplätze finden. Und das sind nun mal die Metropolen bzw. deren Umland. Und das ist auch nicht neu: das Ruhrgebiet etwa hat vor 150 Jahren auch massiv Leute aus dem heutigen Polen angezogen, das zeigt da der Blick in jedes Telefonbuch. Jetzt ist die große Zeit der Stahlindustrie rum, jetzt sind andere Regionen am Wachsen. Das ist schlichtweg normale Entwicklung.

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MHD77 05.09.2013, 11:38
53. Chance

Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
Die Entwicklung in Detroit ist nicht nur negativ.
Aber, in Detroit gönnt man den Leuten noch nicht einmal den "illegalen" Nutzgarten. Monsanto & Co. haben bereits ihre gierigen Finger nach diesen ausgestreckt. Es ist eine Chance, den zurückbleibenden Leuten, die Anlegung von Nutzgärten, unter Anleitung, zu erlauben. Wie gut das klappt, kann ihm Rahmen eines Projekts der Dokumenta in Kassel sehen.

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zynik 05.09.2013, 11:38
54.

Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
Kann nicht sein, darf nicht sein. Diskussion beendet. Zumindest wenn es nach den Regierungsclaqueuren geht. Der Markt regelt das schon. Irgendwie.

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ayahuasca2 05.09.2013, 11:38
55. wow

mußte man dafür eine Forschungsgruppe bilden und eine kostspielige Studie in Auftrag geben? Es war doch schon vor mindestens 10 Jahren erkennbar, dass die Politik hier gravierende Fehler bzgl. Städteplanung begangen hat. Viele Kosten wurden auf die Kommunen abgewälzt, die dann mit der Zeit finanziell überfordert wurden, auch ihre eigensten Bedürfnisse, wie Instandhaltung von öffentlichen Einrichtungen, Parks, Straßensanierungen usw. durchführen zu können. Fehlplanungen bei Stadtplanung wie riesige Einkaufszentren in den Städten den Vorang gegenüber Kleigeschäften gaben. Merkwürdige Finanzierungen von öffentlichen Verwaltungseinrichtungen , sowie anderen Einrichtungen haben dazu geführt, dass viele wichtige Sachen vernachlässigt wurden. Das Resultat sieht man heute. Unsere Politiker sich leider heute nicht mehr in der Lage, solch einfachen Dinge auf Grund ihres niedrigen Intellektes zu erkennen. Im Vordergrund steht bei denen, die dafür sorgen sollten, Situationen für die Bevölkerung zu verbessern, leider nur ihr eigenes Wohlbefinden zu pflegen. Es wird Zeit, dass diese Kaste für ihre Fehlplanungen zur Rechenschaft gezogen werden. Fachleute für den Städtebau fehlen hier, um diesen Mangel an Fachkompetenz zu beseitigen. Reiches, armes Deutschland, wie tief bist du gesunken.

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BettyB. 05.09.2013, 11:39
56. Ist doch einfach...

Je nach Lage Auflage der Fassadenpflege in bestimmten Jahresabständen. Bei Verstoß und Leerstand nach Fristsetzung Kaufrecht durch Stadt und bei Nichtinteresse Zwangsversteigerung. Doch so einfach nie mit Merkelisten und erst recht nicht mit Liberalen...

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doytom 05.09.2013, 11:39
57. Dies dürfte sich durch den Bevölkerungsrückgang bis 2050...

Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
...ausgeglichen haben wenn Deutschland nur noch 60 Mio. Einwohner hat. Schrumpfen ist die beste Lösung für Deutschland, ob auf dem Wohnungsmarkt oder auf dem Arbeitsmarkt oder ökologisch betrachtet. Mir sind grosse Naturschutzgebiete mit Bären und Wölfen lieber als zubetonierte Gegenden.

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wwwwalter 05.09.2013, 11:39
58. Bundestagswahlen

Ein Grund mehr, bei den nächsten Wahlen kein Kreuzchen bei den Schwarzen oder gar den Gelben zu machen.

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THINK 05.09.2013, 11:40
59. Niedergang der Städte ist nichts Neues

Zitat von sysop
Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.
Das es mit Deutschlands Städten seit vielen Jahren abwärts geht, lässt sich bei einer Fahrt durch eine beliebige Stadt beurteilen. Überall kann man leerstehende Wohnungen, Büros und Läden sehen. Neue Läden sind zumeist Spielhallen oder Nagelstudios, deren gehäuftes Vorkommen ein gutes Indiz für den Niedergang eines Stadtviertels ist.
Aber unsere neoliberale Regierung ist der Meinung, die Wirtschaft floriert und alles ist in bester Ordnung. Diese Ignoranz der Fakten ist entweder absolute Dummheit oder ein Verbrechen.

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