Forum: Wirtschaft
Wohnraum-Studie: Forscher warnen vor Verwahrlosung deutscher Städte
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Deutschland steht vor einem Paradox: Mieten sind in vielen Großstädten kaum noch bezahlbar, gleichzeitig stehen ganze Wohngebiete leer. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt, wie sich diese Entwicklung fortsetzen wird: Die Forscher warnen vor Zuständen wie in Detroit.

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brandmeister 05.09.2013, 11:44
70. Dink

Zitat von pacificwanderer
Was bitte, ist ein DINK?
DINK= Double income no Kids - kinderlose Doppelverdiener

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Joachim Baum 05.09.2013, 11:44
71.

Die (zunehmend) klammen Haushalte der Kommunen schränken deren Gestaltungsspielraum aber immer mehr ein. Sie verscherbeln ihr Tafelsilber - ihren Immobilienbesitz (z.B. Dresden) - um einigermaßen handlungsfähig zu bleiben. Da die kommunalen Haushalte nahezu ausschließlich von Grundbesitzabgaben und Gewerbesteuer finanziert werden, bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als die Flächenausweisung für private Investoren. Und die in ein sozial verträgliches städtebauliches Konzept einzubinden ist heikel, vor allem wenn deren Gewinnmargen damit nicht kompatibel sind. Und diese über die kommunalen Haushalte abzufedern geht aus vorgesagten Gründen nicht. Ein Teufelskreis der zwangsläufig zur Verödung der Städte führt.
Eine Reform der Gemeindefinanzierung wäre von Nöten.

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tomy1983 05.09.2013, 11:45
72. Oh man

Es dürfte ja wohl kaum Angies Fehler sein, dass es die Menschen in die Stadt zieht. Ist es eigentlich noch im Bereich normaler Trends? Sprich, Junge Leute ziehen in die Stadt, Familien wieder raus?

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noldor1982 05.09.2013, 11:46
73. Was soll man da jetzt machen....

Soll man jetzt die Leute zwingen nach Wuppertal oder Marl zu ziehen. Da will ja wirklich niemand hin. Städte wachsen und schrumpfen nun mal. Und wieder so tendenziös geschrieben..."Spon:ein gestandener Familienvater muss sich vor dem Makler erniedrigen". 1. Vor mir musste sich noch niemand erniedrigen, da der Makler auch garnicht entscheidet. 2. Wenn ich viel Andrang auf eine Wohnung habe und ne riesen Anfrage...dann muss ich irgendwie Ordnung in die Sache bekommen. Dann kriegt man halt alle relevaten Unterlagen per Mail, kann sich die Wohnung anschauen aber man kann halt keine Führung aller "Mieten Kaufen Wohnen" erwarten. 3. Warum MUSS ich in Schwabing wohnen warum nicht ein bischen ausserhalb..warum muss es das Innviertel sein...ich habe in Perlach oder im Hasenbergl noch nie eine Schlage vor ner Wohnung gesehen und da gibt es tatsächlich auch schöne Ecken. Nein geht nicht...muss Innenstadt sein....dann muss ich halt viel bezahlen und anstehen...PECH. 4. Neubau hilft da auch nur bedingt. WO in Gottes Namen soll in gewachsenen Städten im Innenbereich noch gebaut werden....es geht nicht...dann stehen die Leute immer noch vor der Altbauwohnung...die werden nicht mehr Leute...

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sprechweise 05.09.2013, 11:46
74. optional

Das ist staatlich verursacht.

Von der Vermietern werden per Gesetz massive Investitionen erzwungen, Wärmedämmung, Erneuerbare Energie und Co.

Auf die Mieter umlegen geht kaum, mal abgesehen dass viele das gar nicht bezahlen können. Die Vermieter oft auch nicht, Vermietung ist für viele die Rente.

Also folgt Leerstand und Verfall, von Häusern, Wohnung und letztlich der Gesellschaft.

Die Lösung besteht darin, die Menschen in echte Erwerbstätigkeit zu bringen. Dann können diese sich eine Wohnung leisten, deren Preis auch die Erhaltung der Wohnung abdeckt.

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berpoc 05.09.2013, 11:46
75. alle Jahre wieder gehts darnieder

Zitat von sysop
Daher ist es auch wichtig, weiterhin Stellvertreterkriege zu führen, den war-on-terror zu bedienen, die Überwachung bis ins Wahnhafte auszubauen, Vetternwirtschaft zu betreiben und die Finanzindustrie zu tätscheln.

Unsere Eliten haben uns verraten und verkauft oder einfach nur versagt aus Unfähigkeit oder purer Gier. Das ist zu bedauern, denn es ebnet den Weg in sich wiederholende Geschichte.

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kenterziege 05.09.2013, 11:46
76. Für einen ähnlichen Beitrag....

Zitat von thilosc
...sanieren Sie beispielsweise mal einen gammeligen Altbau in Berlin und schauen Sie dann zu, wie die Barbaren der sogenannten "alternativen Szene" (alternativ deswegen, weil diese Leute nur Geld bekommen, aber nicht selbst erwirtschaften) die Gegend dann wieder in den Nachkriegszustand zurückversetzen. So lange das Pack da hockt, verslumt eben die Gegend.
.....nur "Gesocks" statt Pack bin ich aus einem Forum geflogen! Ich würde dennoch nicht die Viertel so verwahrlosen lassen! Das können auch Brutstätten für Kriminalität oder sogar "No-go-Aeras" werden! Wenn dann die Leute alle in die verbliebenen Hot-Spots ziehen wollen und bereit sind die horrenden Mieten zu zahlen, dann sollte man den Rest abreißen! Das hat man nach dem Krieg mit anderer Zielsetzung( breite Strassen) auch getan!

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Polyprion 05.09.2013, 11:46
77.

Zitat von
selbst dann nicht brechen, wenn die Wohnfläche pro Kopf steigt und jährlich 200.000 Zuwanderer nach Deutschland kommen.
Hat sich der Autor schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob nicht vielleicht ein Gutteil dieser Zuwanderer ihren Teil zur "Verwahrlosung" beiträgt, Stichwort Duisburg-Rheinhausen? Nehmen wir zum Beispiel den mir wohlbekannten Kölner Stadtteil Mühlheim, eine Hochburg der Zuwanderung und wahrscheinlich an Heruntergekommenheit schwer zu unterbieten. Selbst die öffentlichen Renovierungsarbeiten werden kaum etwas daran ändern. Und weshalb soll da auch immer der abstrakte "Staat" (wahlweise "die Stadt") gerade stehen und einspringen? Staat und Stadt sind wir alle, jeder einzelne ist auch gefragt.
Ansonsten gibt es ein paar sofort umsetzbare Massnahmen, die Erfolg versprechen: Hohe und sofort fällige Strafen für Verschmutzung, sei es Graffiti, Hundekot oder Müllentsorgung; Geldstrafen für Hausbesitzer, die keine Renovierung vornehmen, gleichzeitig Unterstützung bei schnellen Renovierungsmassnahmen; zügige (provisorische) Bebauung von Brachflächen; zügige und stete Ausbesserung und Renovierung des öffentlichen Raums und Förderung des wohnortnahen Arbeitens.

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leserin_45 05.09.2013, 11:47
78. Paradox

Zu dem beschriebenen Phänomen kommt hinzu, dass in vielen Städten presiwerter Wohnraum gezielt vernichtet wird (Abriss), um teure Wohnungen vermieten zu können. Das passiert z. Z. z. B. in Dresden. Ein Skandal, den niemand verhindert.

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Attlila 05.09.2013, 11:48
79. Die Menschen wohnen da wo Arbeit ist!

Die Menschen wohnen da wo Arbeit ist! Macht die Arbeit Standort unabhängig und die Probleme erledigen sich von alleine. Dummerweise geht das wohl nicht, außerdem wird immer mehr Arbeit durch immer weniger Menschen erledigt. So ist das eben in einem technisierten Land

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