Forum: Wirtschaft
Wohnungen: Wer auf eigene Faust saniert, muss die Kosten selbst tragen
DPA Sebastian Gollnow

Ein Wohnungsbesitzer investierte in neue Fenster und wollte nachträglich die Kosten auf die Eigentümergemeinschaft umlegen. Der Bundesgerichtshof hat seine Klage jetzt abgewiesen.

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PriseSalz 14.06.2019, 11:36
1. Schon irre...

das es ein Gericht bedarf um festzustellen das es nicht richtig ist ungefragt Geld anderer Leute auszugeben. Andererseits machen es uns ja die Politiker vor mit den kleinen und großen Luxusprojekten und überbordenden Kosten für 'alternativlose Maßnahmen'; überteuerte Anliegerstraßensanierung mit anschließender Umlage auf die Anwohner der Sackgasse wäre da ein gutes Beispiel.

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Worldwatch 14.06.2019, 11:49
2. Wohnungsbesitzer?

Das wäre der Mieter oder Wohnungsnutzer. Oder ist hier der Wohnungseigentümer gemeint??

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AttaTroll 14.06.2019, 11:52
3.

Dazu hätte es eigentlich keines Gerichtsurteils bedurft, das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand.
Und auch aus Gründen der Einigungsnot unter Eigentümern ziehe ich mein Haus einer ETW vor. Das habe ich von Schopenhauers "Stachelschweinen" gelernt.

https://gutenberg.spiegel.de/buch/die-stachelschweine-9831/1

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hexenbesen.65 14.06.2019, 11:54
4.

Ähm....wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus (wir sind Eigentümer der Wohnung) und mussten den Austausch der Fenster auch selber zahlen ! Wo kämen wir dahin, wenn jeder nach Lust und Laune seine Fenster "modenisieren" lassen würde, und jedes Jahr neue Fenster über die Gemeinschaftskasse bezahlen liese ? Auch die Rolläden haben wir dieses Jahr neu machen lassen...weil die alten kaputt und beschmiert waren. (Die Fenster und Rolläden mussten allerdings so ersetzt werden, dass es nicht auffällt--also keine schwarze Rahmen, wenn der Rest des Hauses weiße Rahmen hätte). Bei Markisen (auch selber zahlen) wurde in der Eigentümerversammlung vorgaben gemacht: Einheitlich die und die Farbe, damit es zur Fassade passt.

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spon-41s-8ch0 14.06.2019, 11:57
5. Gelesen haben Sie den Artikel aber schon, oder?

"Der Mann aus Hamburg war der Überzeugung, dass jeder Eigentümer für seine Fenster selbst verantwortlich ist - wie damals ALLE in der Anlage mit mehr als 200 Wohnungen."

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draco2007 14.06.2019, 11:59
6.

Zitat von hexenbesen.65
Ähm....wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus (wir sind Eigentümer der Wohnung) und mussten den Austausch der Fenster auch selber zahlen ! Wo kämen wir dahin, wenn jeder nach Lust und Laune seine Fenster "modenisieren" lassen würde, und jedes Jahr neue Fenster über die Gemeinschaftskasse bezahlen liese ? Auch die Rolläden haben wir dieses Jahr neu machen lassen...weil die alten kaputt und beschmiert waren. (Die Fenster und Rolläden mussten allerdings so ersetzt werden, dass es nicht auffällt--also keine schwarze Rahmen, wenn der Rest des Hauses weiße Rahmen hätte). Bei Markisen (auch selber zahlen) wurde in der Eigentümerversammlung vorgaben gemacht: Einheitlich die und die Farbe, damit es zur Fassade passt.
Bei solchen Vorgaben könnte man lediglich argumentieren, wenn das Einhalten der Vorgaben mit deutlichen Mehrkosten verbunden wäre.

Wenn die weißen Rolläden doppelt so teuer wären als schwarze, dann würde ich den Hauseigentümer schon an den Kosten beteiligen.

ABER eben nicht ohne Absprache ^^

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draco2007 14.06.2019, 12:02
7.

Zitat von spon-41s-8ch0
"Der Mann aus Hamburg war der Überzeugung, dass jeder Eigentümer für seine Fenster selbst verantwortlich ist - wie damals ALLE in der Anlage mit mehr als 200 Wohnungen."
Und es ist unmöglich mit dem Hauseigner zu sprechen, BEVOR man Geld ausgibt?

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gunar1979 14.06.2019, 12:08
8. Ganz lesen

Der Eigentümer hat die Sanierung der Fenster 2005 zunächst selbst bezahlt. Erst durch ein späteres Urteil des BGH (vermutlich Urteil vom 22.11.2013, AZ: V ZR 46/13) wurde klar, dass dies eigentlich Aufgabe der Gemeinschaft gewesen wäre.

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MichaelundNilma 14.06.2019, 12:53
9. Einfach widerlich

Immer wieder gibt es Kommentatoren die ihre einzige Daseinsberechtigung darin sehen, sich an den Schwächsten und Hilfsbedürftigsten inklusive Kindern in der Gesellschaft abzuarbeiten. Sie werden hier zu Opfern von Kommentatoren welche offenbar bis jetzt den Sozialstaat nicht verstanden haben, obwohl sie schon Morgen selbst zu den Harzern zählen könnten. Zur Erinnerung H4 bekommen nur diejenigen Hilfsbedürftigen, welche vorher durch Abzüge vom Lohn Sozialabgaben bezahlt haben. H4 ist ein Rechtsanspruch und keine milde Gabe. Wie wäre es, wenn Sie sich allein schon aus moralischen Gründen darüber nachdenken ob Ihre Attacken einfach nur geschmacklos sind. MfG

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